Boheme

von Henri Murger 
3,0 Sterne bei1 Bewertungen
Boheme
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Inhaltsangabe zu "Boheme"

Ein Musiker, ein Maler, ein Philosoph und ein Dichter – die vier Pariser Bohemiens haben kein Geld, aber viele Flausen im Kopf und immer einen Anlaß zur Geselligkeit. Dieses künstlerische Proletariat lebt keineswegs zur Zeit der Dadaisten, Murgers Boheme erschien 1851. Der komische Roman lebt von der Darstellung eines Milieus, das sich die Lebensfreude vom schnöden Alltag nicht verderben läßt, und von den versponnenen Typen, die das schwere Leben leicht nehmen. Ihre Würde wahren sie durch ritualisierte Umgangsformen und eine eigentümlich kultivierte Sprache voller Witz und Anarchie. Das Buch gilt als Urtext der europäischen Boheme-Literatur und inspiriert bis heute zu Nachahmungen und Bearbeitungen.

Henri Murger (1822–1861) studierte Malerei und verdiente seinen Lebensunterhalt als Journalist und Schriftsteller in Paris. Das Leben der Boheme kannte er aus eigenem entbehrungsreichen Erleben. Boheme machte ihn berühmt, sein weiteres Werk – Lyrik, Dramatik, Erzählungen – ist heute vergessen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783865218841
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:330 Seiten
Verlag:Steidl
Erscheinungsdatum:09.02.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Boheme" von Henri Murger

    Bohème, als Oper von Giacomo Puccini als La Bohème zum Klassiker geworden, erzählt die Geschichte eines Pariser Künstlerdaseins, dass gemeinhin das Bild des Bohemien prägte. In einer Mansarde wohnend, die Miete selten bis gar nicht zahlen könnend, verbringt Alexandre Schaunard ein recht zwiespältiges Leben. Jedem Cent nachrennend, gelingt Schaunard zwar ein ruhiges Leben, Geld bringt es jedoch nicht ein. Vielmehr muss er sich immer wieder einen geschraubt klingenden Brief an Vermieter und die anderen abringen, um wieder den Ausfall seiner Zahlungen begründen zu können.
    Henri Murger (1822-1861) ist einer der französischen Autoren des 19. Jahrhunderts, die irgendwie in Vergessenheit geraten sind – hinter all den Balzac‘s, Hugo’s oder Zola’s. Aber eigentlich hat er es mit Puccini’s La Bohème zur Unsterblichkeit geschafft, wäre da nicht der Umstand, dass man beides – Oper und Buch – nicht (als ahnungsloser Laie) zusammenführen würde; so ging es jedenfalls mir. Unabhängig davon wurde Bohème der Klassiker Murger’s, für das er in Paris ein Denkmal gesetzt bekam. Alle anderen Werke des Autors sind weitgehend unbekannt, v.a. hier in Deutschland. Der Roman liest sich allerdings erstaunlich gut: flüssig, eine phantastische Sprache (wie alle Schriftsteller Frankreichs im 19. Jahrhundert) und strotzt vor Ironie und Sarkasmus. Ein wahres Kleinod, das leider bislang nur wenigen bekannt ist – zumindest als Buch.

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