Henriette Hell

 3.6 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Achtung, ich komme!, Erst kommen,dann gehen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Henriette Hell

Achtung, ich komme!

Achtung, ich komme!

 (34)
Erschienen am 19.09.2016
Erst kommen,dann gehen

Erst kommen,dann gehen

 (3)
Erschienen am 14.07.2017
Achtung, ich komme!

Achtung, ich komme!

 (0)
Erschienen am 16.03.2015

Neue Rezensionen zu Henriette Hell

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Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Erst kommen,dann gehen" von Henriette Hell

Klischees und Stereotype
Eva-Maria_Obermannvor 5 Monaten

Selbstbewusstsein dem Körper und dem eigenen Sex gegenüber steht im Vordergrund. Dazu gehört vor allem Ehrlichkeit, mit sich selbst und der eigenen Situation. Selbstbefriedigung und Sex für eine Nacht, schnell ist klar, worum es geht: Lust in all ihren Ausprägungen. Persönlich war ich immer wieder leicht verwirrt, dass Seitenschüsse nicht nur gegen Eltern, sondern auch gegen Verheiratete / monogame Paare abgegeben werden.

Der Reihe nach: Mehr als einmal verweist das Buch auf Seitensprünge und Liebschaften, bzw. „Fickschaften“. Sie werden geradezu angepriesen, um die eigene Sexualität nicht hinter dem Alltag verkümmern zu lassen. Problematisch sehe ich dabei, dass immer wieder regelrechter Betrug proklamiert wird. Statt einem gesunden Weg in polyamoröse Beziehungen, kritisiert das Buch Monogamie als Blödsinn und spricht im gleichen Zug vom heimlichen Seitensprung.

Das ist mir definitiv zu platt und provoziert regelrecht „One Night Stands“ als gesunder Umgang. Dass auch Polyamorie Regeln kennt und nicht etwa wildes Rumpoppen mit jedem, der gerade willig ist, geht komplett unter. Dafür ist das Buch zu Ich-gerichtet. Ich stimme komplett zu, dass viele – gerade Frauen – auch in der Sexualität mehr an sich denken sollten und keinesfalls Praktiken oder sonst was dem Partner zu liebe „mitmachen“. Genauso falsch ist es aber wohl, nur noch die Erfüllung des eigenen Sexualtriebs im Sinn zu haben.

Den scheint es übrigens für Verheiratete / Paare mit Kindern nicht mehr zu geben. Da frage ich mich immer, wie die Kinder zustande gekommen sind. Dass Sexualität nicht nur für Alleinstehende oder frisch Verliebte wichtig ist, habe ich mir bisher wohl eingebildet. Für ein Buch, das den Untertitel Die Sexbibel fürs 21. Jahrhundert trägt, wird da ziemlich viel ausgeklammert und nicht etwa wirkliche Vielfalt und Offenheit gepredigt, sondern ein ganz bestimmtes, verkitschtes Bild des immer sexhungrigen Singles bzw. hinterrücks daueruntreuem Mitglied einer Zweierbeziehung.

So gut und treffend einige Kapitel sind, die mit alten Stereotypen und sexueller Unterdrückung aufräumen, so schade finde ich es, dass dabei neue Stereotype geschaffen werden und klare Ausgrenzungen entstehen. Der Versuch „jeder so, wie er will“, der mehr als einmal als Fazit herhalten muss, kommt da gewaltig ins Wanken. Noch dazu ist es wieder ein Buch, dass Polyamorie nicht wirklich fasst und da eher Klischees bedient. Ich hatte mir mehr erhofft.


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marjana_s avatar

Rezension zu "Erst kommen,dann gehen" von Henriette Hell

Sehr lustige Geschichten, andere eher schwächer
marjana_vor einem Jahr

Ich habe mich mal an etwas anderes heran getraut und insgesamt fand ich das Buch ganz unterhaltsam. Die Geschichte ließ sich sehr schnell und locker weg lesen, ich war  innerhalb zwei Stunden durch damit. Das Buch ist eingeteilt nach dem Alphabet, so beginnt es mit „A wie Abhängigkeit“ und endet mit „Z wie Zeitdruck“. Das hat mir einen guten Überblick verschafft und ich wusste somit immer wo ich gerade bin.

Nun zum Inhalt, die meisten Storys sind keine eigenen Erfahrungen von Henriette Hell, sondern Erlebnisse von Freunden oder Bekannten. Wenn Henriette Hell das alles selbst erlebt hätte, wäre das auch etwas zu viel des Guten. Mir haben ein paar der Geschichten und Erklärungen sehr gefallen und ich habe mich beim Lesen weggeschmissen vor Lachen. Andere waren schwächer und konnten mich nicht überzeugen. Insgesamt habe ich das Buch nicht als Ratgeber verstanden und die Tipps habe ich mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Natürlich kann man auch etwas aus dem Buch mitnehmen, aber für mich war es größtenteils Unterhaltung. Sehr gut fand ich die Offenheit mit der Henriette Hell über das Thema Sex schreibt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich sicherlich nicht mit jedem darüber reden will.

Ich habe mir einige Meinungen zu diesem Buch durchgelesen und viele schreiben, dass das erste Buch von ihr besser war. Ich kann auf jeden Fall bestätigen, das bei diesem Buch noch Luft nach oben ist. Vielleicht werde ich, wenn ich irgendwann Lust dazu habe, in „Achtung, ich komme!“ hinein schauen.

Fazit:

Teilweise sehr lustige Geschichten dabei, jedoch auch nichtssagende Storys. Kann man gut zwischendurch lesen, man sollte die Tipps dennoch nicht zu ernst nehmen.

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Rezension zu "Achtung ich komme!" von Henriette Hell

Auf der Suche nach dem Höhepunkt ...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

... sind wir das nicht alle irgendwie? Doch die Autorin Henriette Hell sucht ganz konkret: In „Achtung, ich komme!“ begibt sie sich auf große Orgasmus-Weltreise. Auslöser dafür ist heimischer Sexfrust, der Henriette vor Fragen stellt: Ticken Männer in Indien anders? Ist deutscher Sex einfach öde? Und warum reagieren viele Männer gleich vorwurfsvoll, wenn die Frau mal nicht zum Höhepunkt kommt? Die 1985 geborene Journalistin aus Hamburg arbeitet unter anderem als Reporterin für GEO und SPIEGEL online und wurde bekannt durch ihr Blog HELLROT.

Sex-Experimente rund um die Welt

„Achtung, ich komme!“ ist eine Reportage rund um die weibliche Sexualität. Die experimentierfreudige Henriette macht sich auf die Suche nach einem unvergesslichen Orgasmus und probiert dabei einiges aus: Tantra-Praktiken in Indien, Sex mit einem Fremden in den Ruinen der Inkas, Sex mit einer Frau oder mehreren Partnern. Sie recherchiert und reist über Monate hinweg durch Indien, Afrika, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Peru, Amerika und durch Europas Metropolen – langweilig wird es ihr und dem Leser dabei jedenfalls nicht, eine verrückte Episode folgt der nächsten. 80 Orgasmen, wie es der Titel verspricht, erfährt Henriette dabei zwar nicht, allerdings entpuppt sich ihr Roadtrip auch so als turbulent genug…

Sex sells


Sex als Aufhänger und schon klingelt die Kasse – das gilt natürlich ebenso für „Achtung, ich komme!“. In schreiend rotem Einband und mit fettgedrucktem Titel giert das Buch nach lüsternen Lesern. Allerdings liest es sich auch als Reisereportage mit speziellem Fokus. Natürlich geht es hauptsächlich um Sex, aber eben ausschließlich um den weiblichen. Henriette erzählt kritisch vom Frauenbild in anderen Kulturen und philosophiert über Spiritualität, Erfüllung, Selbsterfahrung. Sie verknüpft informative Fakten mit eigenen Erfahrungen und Zitaten aus Popsongs – eine unterhaltsame Mischung.

Mein Fazit

Ein lesenswertes Buch, nicht nur für Frauen! Mit dem reißerischen Cover tut sich der Verlag allerdings keinen Gefallen. Während meiner Lektüre in der Straßenbahn sah ich mehrmals neugierige Blicke oder rollende Augen, abfällige Bemerkungen – das ganze Programm. Dabei steckt doch überraschend viel Niveau in der Klappenbroschur: Henriette Hell spricht offen über Tabus und Fragen wie: Ist es nur Sex, wenn der Mann kommt? Stimmt etwas mit der Frau nicht, wenn sie beim Liebesakt keinen Orgasmus erfährt? Offen und ehrlich geht sie unliebsamen Tatsachen auf den Grund und macht schüchternen Frauen mit ihrer Message Mut: Traut euch zu sagen, was ihr braucht! Und auch die Männer können hier noch Einiges lernen. Vielleicht trägt die plakative Aufmachung doch Früchte. Detaillierte Schilderungen erotischer Abenteuer bietet „Achtung, ich komme!“ zuhauf und erfüllt damit alle Erwartungen. Wen Understatement und eine kleine Prise Weisheit eher anmachen: Trotzdem zugreifen. Dieses Buch fällt auf, unterhält und bietet das kleine Quäntchen Mehrwert. Bestimmt.

Vielen Dank für die Leseeindrücke an Sarah Teicher

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