Henriette Vásárhelyi immeer

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Inhaltsangabe zu „immeer“ von Henriette Vásárhelyi

Der erste Roman von Henriette Vásárhelyi 'immeer' beginnt am Meer und endet am und im Meer. Dazwischen erzählt Eva von Jan, dem Geliebten, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Handy-Nummer übernommen hat. Und sie erzählt vom Schmerz, als Jan krank war und starb, und wie sie sich verschanzt in der Wohnung, die an früher erinnert. Eva spricht über ihren Verlust mit sich und mit den Fliegen, nicht aber mit den Menschen, die ihr helfen wollen. 'immeer' wurde 2012 mit dem Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Prosadebüt ausgezeichnet – ein Text, der Räume öffnet, den Horizont erweitert, verstört und verunsichert, der zur Auseinandersetzung zwingt und gleichzeitig keine Identifikation bietet.

immeer mehr: das buch einmal zur hand genommen, hat es mich nicht mehr losgelassen, bis zum ende, traurigschön begleitet von liebe & leid

— kalypsokat

Ein Buch, welches unter die Haut geht, ganz unaufhaltsam und unweigerlich. Ist man reif genug es zu verkraften?

— Bücherwurm

Wunderbares Prosa, einfuhlsam erzählt.

— dieFlo

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  • Nicht alles wird wieder gut

    immeer

    Heane

    17. November 2013 um 22:06

    Eva ist mit Monn am Meer, er will mit ihr Urlaub machen und sich um sie kümmern, aber sie scheint zerrissen zwischen dem Vergangenen und der Gegenwart. Immer wieder taucht Eva in ihre Erinnerungen ein oder führt Gespräche über ihre Umgebung mit Fliegen. Eva hat Jan verloren, Jan mit dem sie so viel verband. Ihr Leben scheint aus den Fugen geraten zu sein, aber vielleicht war es auch zuvor nicht im Lot. Vásárhelyi erzählt eine Geschichte von Liebe und Verlust, von den Verletzungen die Menschen einander zufügen und von der Grausamkeit des Lebens. Sie schont weder Charaktere noch LeserInnen sondern zeigt uns, dass es nicht immer ein Happy End gibt und nicht alle Menschen aus ihrem Schicksal gestärkt hervorgehen. Sie erzählt eine Geschichte, die das Leben so oder so ähnlich schreiben hätte können. Fern von den hellen Momenten an die wir alle glauben wollen, stoßen uns die Charaktere gleichermaßen ab, wie wir sie glücklich sehen möchten. Ein erfrischend schonungsloser Blick auf das menschliche Scheitern.

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  • Leserunde zu "immeer" von Henriette Vásárhelyi

    immeer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leserundenteilnehmerinnen und Leserundenteilnehmer, immeer beginnt am Meer und endet am und im Meer. Dazwischen erzählt Eva von Jan, dem Geliebten, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Handy-Nummer übernommen hat. Und sie erzählt vom Schmerz, als Jan krank war und starb, und wie sie sich verschanzt in der Wohnung, die an früher erinnert. Eva spricht über ihren Verlust mit sich und mit den Fliegen, nicht aber mit den Menschen, die ihr helfen wollen. Bei immeer handelt es sich um meinen ersten Roman – den ich gerne mit euch teilen möchte. Der Dörlemann Verlag hat 20 Exemplare für die Leserunde verlost, die Gewinner benachrichtige ich gleich (29.8.2013). Hiermit und hier lade ich alle Gewinnerinnen und Gewinner und außerdem interessierte Mitleserinnen ein, eure Meinung zu immeer abzugeben. Ich bin natürlich sehr gespannt auf die Leserunde. Eine Woche Buchverlosung ist schon recht lang. Wer möchte, kann gern später seine Rezension auch auf amazon.de veröffentlichen. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir eine Nachricht oder in das Register „Fragen an die Autorin“. Herzliche Grüße, Henriette Vásárhelyi Jetzt geht`s los, Leserunde: START Link zur Leseprobe Link zu meiner Website dimace.de Link zum Dörlemann Verlag Link zur Buchverlosung (beendet)

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  • Tief unter der Haut

    immeer

    Bücherwurm

    30. October 2013 um 23:07

    Immeer, ein Buch, wie ich es lange nicht gelesen habe: Das Debüt der Autorin Henriette Vásárhelyi geht unter die Haut. Mit einem anspruchsvollen Schreibstil erzählt uns die Autorin die Geschichte von Eva und Jan. Und von Heiner und Rupert, genannt beim Nachnamen Monn. Aber hauptsächlich sehen wir die Geschichte aus der Sichtweise von Eva, einer jungen Frau, die ihrem Freund Jan beim Sterben zusehen musste. Hilflos, klammernd, nicht begreifend, vor allem unfähig zu verarbeiten. Wir Leser lernen Eva kennen als Jan bereits tot ist. Sie ist mit Monn unterwegs, einem Mann, mit dem sie in Kontakt kommt, weil er Jans Telefonnummer erhalten hat als dieser bereits tot ist und dessen Telefonnummer neu vergeben wurde. In Flashbacks, die erkenntlich sind durch die Änderung des Schriftbildes, erfahren wir vom Leidensweg Jans, den die Ärzte nach unzähligen Hirnporationen aus ethischen Gründen aufgeben und dem Sterben überlassen. Entgegengesetzt der Meinung des Klappentextes sehe ich keine unendliche Liebe, die den Tod zu überwinden sucht, sondern ich sehe in Eva eine Übriggebliebene, die zu jung konfrontiert wird nicht mit dem Tod, sondern mit dem Sterben. Die nicht verarbeiten kann, was sie erleben musste, die keinen Halt im Leben mehr finden kann, die keinen Zugang mehr findet zum eigenen Lebenssinn und deren Problem -wie so oft- von den engsten Freunden und Familien nicht erkannt wird. Das Buch hat mich tief getroffen, mich erschüttert, mich völlig in den Bann gezogen und mich hilflos zusehen lassen. Ich denke wenige von uns haben die Chance ein Leben zu verbringen ohne irgendwann dem Tod zu begegnen. Abschiednehmen und Loslassen sind zwei große Themen unseres Lebens, auf die uns seltsamerweise niemand vorbereitet. In unserer Gesellschaft ist es tabu mit Kindern über den Tod und das Ende der Existenz zu sprechen, man vermittelt ihnen gerne eine heile Welt oder -das krasse Gegenteil- vermittelt ihnen eine Sinnlosigkeit, ein No-future. Hier passiert es nun, dass Eva sich nicht nur unvorbereitet dem Tod stellen muss, der in ihre heile, ausgeflippte Welt trifft, sondern sie ist auch noch gezwungen, jahrelang dem stückchenweisen Sterben eines engen Freundes, ihrer "großen" Liebe zuzusehen. Es wird beim Lesen klar:  Das war zu viel. Da war und ist keine Hilfe. Oder: Das ist Hilfe, die nicht passt, die Eva so, in der angebotenen Form nicht annehmen kann. Ob Jan die goße Liebe war? Ich glaube es nicht, aber lesen Sie selbst das Buch, ich würde mich freuen, wenn diese Rezension dazu führt, dass Sie sich selbst ein Bild machen wollen, ich bin jedenfalls tief beeindruckt von diesem Debüt!

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  • wunderbares Prosa

    immeer

    dieFlo

    30. October 2013 um 10:18

    "immeer" ist ein Buch, dass den Leser entführt und mit einfühlsamen Worten die Geschichte erzählt, die Geschichte um Jan. Sie beginnt und endet im Meer. Wir erleben Wut, Verzweiflung und Unglaube, den Jans Tod auslöst. Als Jans Eltern seine Sachen holen wollen, ist die WG Tür zu, sie rufen an, um an Erinnerungsstücke zu kommen - hinter der Tür aber sitzt jemand, der sich von dessen Dingen nicht trennen kann und will, denn das bedeuet Abschied. Wer das ist? Steigt hinein und erlebt diese Geschichte. Lernt Moon kennen, der ein Helfer und Freund wird, nur weil er der neue Besitzer von Jans alter Handynummer ist.

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  • Hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen

    immeer

    Mira123

    26. October 2013 um 08:31

    Inhaltsangabe: Der erste Roman von Henriette Vásárhelyi »immeer« beginnt am Meer und endet am und im Meer. Dazwischen erzählt Eva von Jan, dem Geliebten, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Handy-Nummer übernommen hat. Und sie erzählt vom Schmerz, als Jan krank war und starb, und wie sie sich verschanzt in der Wohnung, die an früher erinnert. Eva spricht über ihren Verlust mit sich und mit den Fliegen, nicht aber mit den Menschen, die ihr helfen wollen. »immeer« wurde 2012 mit dem Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Prosadebüt ausgezeichnet – ein Text, der Räume öffnet, den Horizont erweitert, verstört und verunsichert, der zur Auseinandersetzung zwingt und gleichzeitig keine Identifikation bietet. Mein Kommentar: Dieses Buch hat bei mir einen bleibenden  Eindruck hinterlassen . Es war sehr bewegend. Ich konnte mich auch super in Eva hineinversetzen, die vor Trauer krank wird.

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  • Für immeer imMeer ...

    immeer

    19angelika63

    19. October 2013 um 08:58

    Rückentext Der erste Roman von Henriette Vásárhelyi „immeer“ beginnt am Meer und endet am und im Meer. Dazwischen erzählt Eva von Jan, dem Geliebten, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Handy-Nummer übernommen hat. Und sie erzählt vom Schmerz, als Jan krank war und starb, und wie sie sich verschanzt in ihrer Wohnung, die an früher erinnert. Eva spricht über ihren Verlust mit sich und mit den Fliegen, nicht aber mit den Menschen, die ihr helfen wollen. Ein sehr ungewöhnliches und außergewöhnliches Buch. Am Anfang habe ich nicht den wirklichen Einstieg in dieses Buch geschafft. Die zeitlichen Sprünge, Wortspielereien und Evas Gespräche mit den Fliegen haben mich eher verwirrt als unterhalten. Doch wenn man dem Buch dann die Chance gibt, und sich weiter mit ihm befasst wird schnell klar was die Autorin möchte. Jan ist tot. Eva bleibt zurück. Mit ihrem Schmerz, ihrem Verlust und ihrer Trauer. Sie ist nicht in der Lage sich den Menschen mit zu teilen. Sie redet lieber mit den Fliegen. Schnell wird klar, dass sie jeglichen Bezug zu ihrer Umwelt verliert bzw. verloren hat. Sie flüchtet sich in die Vergangenheit und bleibt immer weniger im Hier und Jetzt. Die Autorin lässt den Leser dies spüren, in dem sie in der Zeit hin und her springt. Benutzt sie hier das Präsens in der Wortwahl, ist es einen Satz weiter vielleicht schon in die Vergangenheit. Dieses Vermischen der Zeit beschreibt auch gleichzeitig Evas Verfassung. Sie weiß nicht mehr was war und was ist. Sie kann die Trauer und den Verlust nicht überwinden und flüchtet sich in die Welt in der sie mit Jan glücklich war. Ein sehr beeindruckendes und nachhaltiges Buch, das zeigt wie schwer es sein kann mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen und das dieser Verlust  manchmal eben so groß ist, dass man sein eigenes aufgibt.

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  • Untergehen im Meer der Trauer

    immeer

    alasca

    25. September 2013 um 17:47

    Untergehen im Meer der Trauer Dieses traurig-schöne Debüt von Henriette Vásárhelyi ist die Geschichte einer tiefen Trauer. Evas Freund Jan ist nach langer, fast lebenslanger Krankheit gestorben. Wir begegnen Eva nach seinem Tod. Einstieg und Ende des Romans bilden eine Klammer um den Mittelteil: Eva befindet sich mit Monn, dessen Rolle in ihrem Leben zunächst unklar ist, auf Elba. Der mittlere und längste Teil spielt in Berlin und bringt uns Evas Vergangenheit mit Jan nahe. Trotz der Ich-Perspektive, die gewöhnlich Nähe erzeugt, macht die Struktur des Romans es zunächst nicht einfach, in die Geschichte zu finden. Was ist genau passiert, woran ist Jan gestorben, wie hat Eva Monn kennen gelernt, und wer war Heiner? Durch die Schrifttype unterschieden, wechselt die Erzählzeit ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Gegenwart, das ist Monn. Die Vergangenheit, das ist Jan. Das aber durchaus nicht durchgängig - die Verwirrung der Protagonistin, die völlig aus dem Tritt geraten und ihrem Alltag nicht mehr gewachsen ist, teilt sich durch eine Durchmischung nicht nur der Ebenen, sondern auch der Personen mit. Die Schilderung von Evas (Innen-)leben im Mittelteil entwickelt einen starken Sog, zieht einen ganz tief in Evas Welt hinein. Je mehr man erfährt, desto mehr wachsen Betroffenheit und Verwirrung: Was war das für eine Beziehung zwischen Jan und Eva? Schillernd und weder charakterlich noch in seiner Sexualität fassbar, hat Heiner sich zwischen Eva und Jan geschoben. Nichts war eindeutig in diesem Dreieck; dazu ein Drogenkonsum, der zusätzlich neue Räume auftat und Grenzen verwischte. Dass Eva, die Jan seit ihrer Kindheit geliebt hat, mit der kalten Eindeutigkeit des Todes nicht zurecht kommt, verwundert nicht. Monn lernt sie kennen, weil er Jans Telefonnummer übernommen hat, die sie immer wieder anruft, um Jans Stimme auf der Ansage zu hören. Und Monn, aus Motiven, die unklar bleiben, versucht, ihr Halt zu geben, wie auch andere aus ihrem Umfeld versuchen, ihr zu helfen. Aber auch ihm bleibt verborgen, in welch desolatem Zustand sich Eva befindet, denn Eva teilt sich niemandem mit. Stattdessen spricht sie mit Vögeln, Fliegen und Goldfischen und teilt ihre Erinnerungswelten nur mit ihnen. Diese Erinnerung an Jan ist ein volatiles Gebilde, das schwankt und sich wandelt und in die Gegenwart hineinfasert. Alles erinnert sie an ihn. Sie verliert den Grund unter den Füßen, treibt ankerlos davon - das Motiv des Meeres, diese mächtige Metapher für die Ewigkeit, durchdringt den Text auch dort, wo nicht von ihm die Rede ist. Eva kämpft mit der Erinnerung an Jans Erinnerung, die ihm sukzessive durch seine Krankheit verloren geht. Seine Lebensgeschichte entgleitet ihm, aber auch das Wissen um soziale Normen, was dazu führt, dass seinem Verhalten jede menschliche Würde abhanden kommt. Diese (und andere) Passagen sind so schmerzlich, dass ich heftig mitgelitten habe - das ist ganz große Kunst, wie die Autorin in klarem, knappem Stil das Unerträgliche an Evas Seelenzustand fühlbar macht und dabei das Thema Erinnerung kunstvoll extrapoliert. Obwohl jeder in Evas Umfeld ihr suggeriert, sie solle vergessen und ihr Leben wiederaufnehmen, erreichen sie Eva nur oberflächlich. Sie will nicht vergessen, sondern mit der Erinnerung verschmelzen. Sie ist längst abgetaucht, unter die Oberfläche. Der Roman beginnt und endet am Meer, im Meer, auf immer im Meer - ein aufwühlendes, traurig machendes Leseerlebnis. Mich hat dieses intensive Debüt sehr beeindruckt, und allen Lesern, die Freude an experimenteller Literatur haben, sei der Roman ans Herz gelegt. Ganz großes Gefühl abseits literarischer Konventionen.

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  • Nachdenkliche Lektüre

    immeer

    claude20

    25. September 2013 um 13:09

    Alles beginnt am Meer. Alles endet am und im Meer. Dies ist die Geschichte von Eva. Eigentlich die Geschichte von Eva und Jan. Oder doch eher die Geschichte von Eva, die erzählt wie es war als Jan krank war und starb. Wie es war als Jan nicht mehr da ist und welchen Schmerz sie gefühlt hat, welchen Schmerz sie immer noch fühlt und wie sie sich in ihrer Wohnung verschanzt, wie sie sich aus dem Leben zurückzieht und lieber allein ist und mit den Fliegen anstatt den Menschen zu reden. Es ist aber auch die Geschichte von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Nummer übernommen hat und von Heiner einen Freund, mit dem Jan und sie in einer WG gewohnt haben. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre und anfangs habe ich mich mit der Erzählweise, den Wechsel zwischen jetzt und früher, den Wechsel zwischen Realität und Traum schwer getan. Es war einfach sehr anstrengend und auch verwirrend und ich brauchte einige Zeit, um mich zurechtzufinden in der Welt und den Gedanken von Eva. Aber nach einiger Zeit ist es mir gelungen in sie einzutauchen und ihr zu folgen, ihre Schmerzen zu fühlen, ihre Verwirrtheit, ihre Trauer und ihre innere Leere zu verstehen und nachzufühlen. Ich finde es gelingt der Autorin mit ihrer Art der Erzählweise sehr gut die Gefühle und die depressive Stimmung von Eva einzufangen und widerzugeben. Es ist ein trauriges und nachdenkliches Buch, was seine Zeit hat und auch seine Zeit braucht, um zu wirken. Dieses Buch bekommt von mir 8 von 10 Punkte. Wer sich nicht scheut sich mit der Thematik Verlust, Freundschaft und deren Auswirkungen auseinander zu setzen, dem kann ich dieses Buch als Lektüre empfehlen. © claude

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  • Immeer!

    immeer

    Selfesteem

    24. September 2013 um 22:25

    Nachdem Evas Freund Jan gestorben ist, kommt Eva mit ihrem Leben nicht mehr zurecht und denkt immer an die Zeit in der Jan noch lebte aber Krank war. Die Menschen in ihrem Umfeld, versuchen ihr mit der Trauer zu helfen... Positiv: Wenn man den ersten Abchnitt liest, ist man zunächst etwas verwirrt und auch von der Sprache eher abgeneigt. Da am Anfang shcon auf das Ende vorgegriffen wird und man nicht weiß wie es dazu kommt. Wenn dann jedoch der zweite Teil beginnt, ist man direkt in der Geschichte drin und findet dann den doch sehr abgehakten und einsilbigen Schreibstil einfach passend und sehr berührend. Ich fand den Wechsel zwischen Gegenwart und den Erinnerungen an Jan, sehr gut beschrieben und vorallem sind sie sehr berührend, da man merkt, dass Eva wirklich in den normalsten Alltagssituationen einen "Jan-Film" hat. Man merkt aber auch, wie schwer die Zeit war in der Jan krank war. Ich finde gut, dass die Trauer sehr Realistisch und "normal" dargestellt wird, ebenso, wie ein Mensch nunmal sich benimmt. Ich fand das Ende klasse, da man sich selbst überlegen muss, wie es ausgeht. Das Buch ist fesselnd, interessant und traurig rührend. Negativ: Es gibt keine Kapitel, weswegen man keine Verschnaufs/Nachdenkpausen hat, da man bei dem Buch nicht aufhören kann zulesen! Ich kam mit den Personen nicht zurecht. Man hatte zwar Mitleid mit Eva, aber konnte sie auch nicht immer ganz nachvollziehen, vorallem da sie in ihren Rückblicken nicht so wirkt, als wäre sie Jan genauso wichtig wie er es ihr ist. Und Eva lenrt Monn kennen, welcher sich um sie kümmert, ich weiß nicht ob das Realistisch ist, dass man sich so umjemand Fremden kümmert. Ich kann das Buch absolut jedem Empfehlen, da es in einem sehr viele Gefühle auslöst, aber auch irgendwie Spannend ist.

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  • Das Meer und eine große Trauer

    immeer

    Corsicana

    24. September 2013 um 14:00

    Der Debütroman von Henriette Vasarhelyi "Immeer" beschreibt in sehr poetischer Form die Trauer um einen geliebten Menschen - und die Nichtbewältigung der Trauer. Es ist ein trauriges Buch - und fast eher ein Gedicht als ein Prosatext - so habe ich es empfunden. Die Sprache ist sehr schön, es wird auf verschiedenen Ebenen erzählt - was die Lektüre nicht erleichtert - aber schöner macht. Das Buch beginnt am Meer auf Elba, wo Eva an der Trauer um Jan leidet, den sie auch am Meer kennengelernt hat, an der Ostsee. Jan ist gestorben - langsam und grausam - und Eva kommt damit nicht zurecht, sie kann nicht ins Lebens zurückfinden. Sie erinnert sich an Jan, an die WG in Berlin, in der sie zusammenlebten, an Heiner, den Mitbewohner in der WG und an das komplizierte Verhältnis der Drei zueinander. Und sie erinnert sich an Jans Krankheit und an Jans Sterben. Jans Asche wurde ins Meer geschüttet. Und nun ist Eva auf Elba am Meer, mit Monn, einem Freund, den sie über Jans Telefonnummer kennengelernt hat. Monn versucht, Eva ins Leben zurück zu begleiten - wie es viele versuchen. Aber Eva sperrt sich, kommt nicht heraus aus ihrer Trauer. Und so endet die Geschichte am Meer und im Meer. Die Geschichte ist traurig - auch wenn es zwischendurch einzelne Lichtblicke gibt. Dieses Buch ist nicht für jeden und nicht für jede Stimmung zu empfehlen - und es lässt einen etwas ratlos oder auch traurig zurück. Zu bedrückend ist die Stimmung, die Trauer - aber realistisch. So poetisch und gleichzeitig hart hat noch niemand Trauer beschrieben. Beeindruckend!

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  • Unendliche Trauer

    immeer

    bookgirl

    24. September 2013 um 14:00

    Inhalt "Immeer" erzählt die Geschichte von Eva, die mit Monn gemeinsam einen Urlaub am Meer verbringt. In Zeitsprüngen kehrt sie zurück zu Heiner und Jan, mit denen sie in einer Dreier-Weg gelebt hat. Doch nun ist Jan tot und nichts mehr, wie es einst war. Eva ergibt sich Schmerz und Trauer – einer Trauer, die übermächtig ist und sie letzten Endes auch verschlingt und das Leben unmöglich macht. Meine Meinung Das Buch ist schwere Kost. So schwer, dass ich mich auch mit dieser Rezension ein wenig schwer tue. Die ersten 30 Seiten haben mich verwirrt zurück gelassen, da sie für mich lediglich eine Aneinanderreihung von Geschehnissen sind, die es schwer machen sich auf die Geschichte einzulassen. Danach wurde es zwar besser und man konnte Eva ein wenig kennenlernen, aber so richtig nah habe ich mich ihr dennoch nicht gefühlt. Ihre Form der Trauerbewältigung hat mich eher sauer gemacht, als Mitleid erregt. So manches Mal habe ich gedacht "Mensch Mädel, jetzt lass dich doch nicht so von der Trauer beherrschen", obwohl ich eigentlich ein Mensch bin, der mit anderen immer mitfühlen kann. Eva hat mit Heiner und Jan ein Leben geführt, in dem Parties, Drogen und ein gewisses Chaos eine Rolle spielten. Doch nun ist die scheinbar sorgenlose Zeit vorbei und die Trauer um den Verlust von Jan überwiegt. Sie überwiegt nicht nur, sondern macht ein Leben ohne diese Trauer für Eva gar nicht mehr möglich. Ihre Gedanken und Gefühle kehren immer wieder zurück zu Jan und dem erlebten, um dann an die Oberfläche zurück zu kommen, in der die Depression überhandnimmt. Für mich war es zu viel der bedrückenden Stimmung. Es war so viel, dass ich mich nach dem Lesen regelrecht aus dem Tief herausziehen musste. Die Depressionen unter denen Eva gelitten hat, waren zwar authentisch beschrieben, haben aber ein Gefühl der Beklemmung ausgelöst, welches ich nur ganz selten beim Lesen habe und das Vergnügen mit der Lektüre schmälern. Fazit Das Debüt "immeer" ist keine leichte Kost und vor allem keine, die man einfach so runter lesen kann. Es geht nicht nur um Trauerbewältigung, sondern auch Depressionen und bietet dem Leser bis zum Ende keinen Hoffnungsschimmer.

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  • Tief immeer

    immeer

    KerstinnI

    23. September 2013 um 21:07

    Jan ist im Meer. Für immer. Den er ist tot und seine Asche wurde im Meer versenkt. Eva kommt damit nicht zurecht. Sie hat Jan geliebt und sieht ihn immer wieder im Meer schwimmen. Sie denkt an die Vergangenheit und lebt in der Zukunft, dabei springt sie immer wieder hin und her. Und scheint dabei den Verstand zu ´verlieren. Immer wieder wählt sie Jans Nummer- und lernt dadurch Monn kennen. Ob er sie retten kann?   Ein wirklich sehr trauriges und bewegendes Buch. Evas Leid ist sehr spürbar. Leider machte es die Erzählweise mir etwas schwer in das Buch hineinzukommen, jedoch gab sich das nach einigen Seiten. Manchmal fiel es mir, vielleicht auch durch den Stil, etwas schwer Eva zu verstehen, warum sie etwas tut oder auch nicht tut- oder dies war Teil ihrer Trauer. Diese vielen Interpretationsmöglichkeiten machten das Buch interessant- oder langweilig, je nachdem, was man als Leser gern mag. Es ist sicher keine leichte Lektüre, die sich mal eben so lesen lässt. Mich lässt dieses Buch traurig und nachdenklich zurück. Traurig, weil es einfach schlimm ist, wenn jemand langsam stirbt und Eva einfach so daneben steht und nichts tuen kann. Und nachdenklich, weil es der Welt so schwer fällt, jemanden aufzufangen der trauert- obwohl alle wussten, dass Jan bald sterben wird und Eva in ein Loch fällt. Die Hilflosigkeit die uns alle trifft wenn wir einen Menschen verliert wird durch Eva in diesem Buch sehr deutlich.   Fazit: Kein fröhliches Buch! Aber ein lesenswertes. Die ersten paar Seiten müssen durchgehalten werden, dann ist es wirklich sehr berührend!

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  • Ein unglaublich trauriges aber dennoch berührendes Buch

    immeer

    katha100008

    22. September 2013 um 19:57

    Der Roman "immeer" von Henriette Vásárhelyi ist mit seinen knapp 200 Seiten kein langes Buch, doch es schafft trotzdem den Leser das Gefühl der Trauer, welches die Protagonistin fühlt, hautnah mitzuerleben.  Zur Handlung: Eva lebt mit ihren Freunden Jan und Heiner in einer Wohngemeinschaft. Die drei führen ein recht hemmungsloses Leben, welches von Chaos, Drogen und Partys geprägt ist. Bis plötzlich eine Wende im Leben der drei eintritt: Jan wird unheilbar krank und baut langsam ab. Eva tut sich sehr schwer mit dem Gefühl des Verlustes und der Hilflosigkeit und letztlich auch der Trauer zurecht zu kommen.  Berichtet wird dies in Form von Rückblenden aus Evas Erinnerungen.  In der Gegenwart findet sich ein Handlungsstrang indem sie einen neuen Lebensgefährten namens Monn findet, zu welchem sie durch einen Zufall gekommen ist. Denn Monn besitzt die frühere Handynummer von Jan, welchen Eva in einer dunklen Minute nach seinem Tod anzurufen versucht. Monn und Evas Umfeld versuchen alles um Eva zurück ins Leben zu holen, während diese sich zunehmend in sich selbst zurückzieht. Es handelt sich keineswegs um eine eindimensionale Darstellung der Trauer, denn der Prozess wird in allen seinen Facetten von Eva durchlebt. Durch den assoziativen Schreibstil und kurze sprunghafte Sätze fällt die Lektüre zunächst schwer, jedoch im Verlaufe des Romans findet man sich in die Denkweise Evas ein und fühlt mit ihr. Mir hat das Buch gefallen, obwohl ich es nicht jedem empfehlen würde.  Grund dafür ist, dass die Depressionen nach dem Verlust sehr real und drückend beschrieben sind und der Leser kein happy end erwarten darf. Dennoch denke ich wird mir "immeer" eine Weile im Gedächtnis bleiben.

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  • Trauer, die das Leben bestimmt

    immeer

    Dreamworx

    21. September 2013 um 13:58

    Mit Freund Monn verbringt Eva auf Elba Tage am Meer. Doch ihre Gedanken sind weit weg, denn diese kreisen um ihre Zeit mit Jan. Eva liebte Jan, und Jan liebte die Ostsee, das Meer im Allgemeinen. Doch Jan ist tot, langsam gestorben an einer schweren Krankheit und ließ Eva zurück, einsam, völlig in sich gekehrt vor Schmerz und in Gedanken an ihre Liebe und die gemeinsame Zeit. Diese Erinnerungen hindern Eva in ihrer Verzweiflung daran, zu einem normalen Leben zurück zu kehren. Durch Jans altes Handy und einen Anruf lernt sie Monn kennen, der sie beschützen will und ihr Zuneigung entgegen bringt, die Eva nicht erwidern kann. Zu sehr hat die Trauer um Jans Tod sie im Griff und die Gedanken an die gemeinsame Vergangenheit und ihre Liebe. Henriette Vásárhelyis Debütroman immeer" ist ein beeindruckendes Buch über nicht verarbeitete Trauer. Der Schreibstil ist poetisch, wechselt oft zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Protagonistin Eva wird durch ihre Gefühlswelt lebendig, sonst kann man sie sich schwer vorstellen. Sie spricht nicht mit Menschen, eher mit Fliegen. Ihre Trauer ist fast mit Händen greifbar, ihre Verzweiflung wirkt auf den Leser so bedrückend und gleichzeitig auch verstörend. Man ist machtlos und sieht dabei zu, wie Eva sich immer mehr verschließt. Ein sehr trauriger Roman, der nicht leicht zu lesen ist und auf den man sich einlassen muss, denn er wirkt noch lange Zeit nach.

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  • Geschichte eines Verlustes....

    immeer

    Lisabeth

    20. September 2013 um 13:43

    "immeer" ist kein hoffnungsfroher Roman, kein Roman, der den Leser mit einem vorsichtig optimistischen Gefühl zurücklässt...ein Roman aber der noch lange nach der Lektüre auf den Leser einwirkt... Es ist der erste Roman von Henriette Vásárhelyi, der fast schon poetisch geschrieben ist, einige bemerkenswerte Sätze enthält. Erzählt wird die Geschichte von Eva und von Jan, der tot ist, von Heiner und Jan und der Dreier-WG, von Monn, den Eva kennenlernt, weil er Jans Handy-Nummer übernommen hat. Es ist die Geschichte eines Verlustes, eines Verlustes den Eva kaum zu bewältigen vermag. Der Leser folgt ihren Ausführungen, die häufig zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechseln, die Zeit vor und nach Jan darstellen.  Er folgt ihren Gedankengängen, die nicht immer leicht zu verstehen sind aber stets ihre Gefühle eindringlich schildern. Eva war und ist für mich kein wirklich sympathischer Charakter, es fällt mir schwer all ihre Handlungen nachzuvollziehen, sie weckt in mir das latente Bedürfnis sie anzuschreien, sie zwingen zu wollen doch endlich zu leben. Ein gefühlvoller Roman, der am Meer beginnt und endet. Ein Roman, der nachdenklich macht, den Leser berührt...

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