Henrik Jungaberle

Lebenslauf

Jörg Böckem, geboren 1966, arbeitet als freier Journalist u. a. für Der Spiegel und das ZEITmagazin. Er hat bereits vier Bücher zu Drogen und Sucht veröffentlicht, in denen er auch seine langjährige Heroinabhängigkeit und die darauffolgende Therapie beschreibt. Zum Thema Drogen hält er Lesungen und Vorträge an Schulen und Universitäten. Henrik Jungaberle, geboren 1967, ist Wissenschaftler, Präventionspraktiker und Berater. Er forscht seit Langem zur Wirkung und zum Umgang mit Drogen. Im Projekt RISA am Universitätsklinikum Heidelberg begleitete er zehn Jahre lang Jugendliche und Erwachsene, um deren Erfahrungen mit den verschiedensten Substanzen zu untersuchen. Außerdem entwickelte er Rebound, ein filmisches Aufklärungsprogramm für Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Henrik Jungaberle

Cover des Buches High Sein (ISBN: 9783954030866)

High Sein

 (2)
Erschienen am 25.03.2015
Cover des Buches High Sein (ISBN: 9783036958453)

High Sein

 (1)
Erschienen am 16.03.2021
Cover des Buches Therapie mit psychoaktiven Substanzen (ISBN: 9783456846064)

Therapie mit psychoaktiven Substanzen

 (0)
Erschienen am 01.08.2008

Neue Rezensionen zu Henrik Jungaberle

Cover des Buches High Sein (ISBN: 9783036958453)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "High Sein" von Jörg Böckem

'Ein Buch für jeden [...]'
sabatayn76vor einem Jahr

>‚High Sein‘ ist ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, das niemanden erschrecken, verurteilen oder bevormunden will. Es ist ein Buch für Abenteurer und Ängstliche, für Erfahrene und Einsteiger, für Experimentierfreudige und Abstinente, für Neugierige und Vorsichtige. Ein Buch für jeden, der sich ein umfassendes Bild von Drogen aller Art, von Rausch und Sucht, von Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken machen will.< (Seite 10)

Das Autorenteam aus dem Drogen- und Präventionsforscher Henrik Jungaberle und dem Journalisten, Autor und mittlerweile abstinent lebenden, ehemaligen Heroin-User Jörg Böckem thematisiert in ihrem Buch die allgemeine Wirkung von Drogen, erzählt Konsumgeschichten, erwähnt die Bedeutung von Entwicklungsaufgaben, befasst sich mit Konsum-, Motiv- und Risikotpen, Set und Setting, 1., 2. und letztem Mal, Suchtgedächtnis und Craving, Feiern und Sex, Helfen und Hilfe bekommen, Drogennotfällen und Überdosierung, Dealern und Magiern, Betäubungsmittelgesetz und Legalisierung.

Ich sehe aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit fast täglich die Auswirkungen von Substanzkonsum und bin selbst jemand, der abstinent lebt. Es fällt mir persönlich ziemlich schwer, gelegentlichen oder moderaten Substanzkonsum angemessen und unproblematisch zu finden, und dies war letztendlich mein Hauptgrund für die Lektüre dieses Buches: Ich wollte gerne eine neutrale Stimme zum Thema hören, die ohne Drama und ohne Verteufelung von Drogen erzählt und trotzdem nichts verharmlost. Genau das habe ich hier gefunden!

Ich empfand das Buch als sehr hilfreich, lehrreich, wertschätzend und informativ, und zwar hat es meine Ansichten nicht geändert (was ich auch nicht erwartet hatte), aber ich fand diesen nicht wertenden Blick auf Substanzen trotzdem sehr erfrischend und sehr wichtig. Dabei kommen auch die Gefahren von Konsum nicht zu kurz, z.B. Abhängigkeit, psychische Veränderungen und körperliche Schäden sowie die Erhöhung des Psychoserisikos, aber es werden auch Anleitungen für einen relativ sicheren Konsum geboten.

Ich habe trotz Vorwissens schon auf den ersten Seiten des Buches sehr viel gelernt, dabei liest sich das Buch ebenso sachlich wie unterhaltsam. Mir hat das Buch sehr geholfen, noch mehr über Drogen zu erfahren, aber auch, mich noch besser in die Gedanken-, Gefühls- und Erlebenswelt von Konsumenten hineinzuversetzen.

Die Autoren beleuchten Substanzkonsum von allen Seiten, bieten Pro- und Kontraargumente. Sehr wichtig und gut fand ich, dass sie immer wieder Gründe liefern, warum manches nicht so easy ist, wie es vielleicht erscheint (oder erscheinen soll). Dabei bilden sie die Komplexität des Themas gelungen ab, informieren, verdammen Drogen nicht, verharmlosen sie aber auch nicht.

Richtig gut sind auch die Steckbriefe der einzelnen Substanzen.

‚Eigentlich ist die Sache ganz einfach - wer das Risiko ausschließen will, aufgrund von Drogengebrauch in der Psychiatrie, im Krankenhaus, im Gefängnis oder in der Therapie zu landen, der lässt einfach die Finger von Drogen. Der sicherste Schutz vor Absturz, Sucht, Überdosis, Kontrollverlust und Ähnlichem ist Abstinenz. Punkt. Ist es wirklich so einfach?‘ (Seite 39)

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