Henrik Lange Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

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Inhaltsangabe zu „Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“ von Henrik Lange

Stieg Larsson hat es getan, Henning Mankell auch, Håkan Nesser, Camilla Läckberg und Åsa Larsson. Die Experten in Sachen Spannung eroberten mit ihren Bestsellern die Welt. Henrik Lange enthüllt mit Augenzwinkern und charmanten Zeichnungen, was der Erfolgsautor für eine Krimi-Bestsellerstory ganz unbedingt braucht: Der ermittelnde Kommissar im Mittelpunkt beispielsweise muss – stets schlecht rasiert, verkatert und mit Kippe im Mundwinkel – den komplizierten Fall natürlich lässig lösen, zugleich schlägt er sich mit Exfrau, Kindern, Alkoholproblemen und schlechtem Sex herum. Niemals fehlen dürfen beim Personal der peinliche Vorgesetzte, die nervige Journalistin, der Dorftrottel und die alte Dame. Merke außerdem: Die Kaffeemaschine ist immer kaputt! Eine hinreißende Persiflage auf das geniale und verblüffend schlichte Bauprinzip des beliebten Erfolgsgenres.

Kurzweilig, humorvoll, Comic-Style, nimmt alle Klischees mit, besonders gute Geschenk für Krimileser und Autoren :-)

— rike84

Ein Ratgeber, der sich selbst nicht so ernst nimmt. Hier bekommt man die Klischees eines Schwedenkrimis in humorvoller Art präsentiert.

— Esme--

Humorvoller Ratgeber in Comic-Form. Ein tolles Geschenk für sich selber oder jeden, der gerne lacht.

— HappySteffi

Herrlich humorvoll und für jeden Krimifan ein pures Lesevergnügen

— gomezg100

Einzigartig, humorvoll, toll!

— Daniel_Allertseder

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  • Gut auf die Schippe genommen

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    rike84

    16. December 2016 um 15:43

    In „wie sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“  geht es  –Überraschung!-  darum, wie man den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreibt. Ob die Lektüre dabei hilft, den Schwedenkrimi des Jahrhunderts zu schreiben, da bin ich mir nicht ganz so sicher. Es geht hier um Klischees, gute Beobachtungen, und eventuell auch ein paar kleine Ansätze, die dann für das Schreiben eines Krimis nicht so verkehrt sind. Es geht aber vor allem um Humor! Denn dieses eher in Comic-Form gestaltete Buch nimmt Schwedenkrimis sehr gekonnt auf die Schippe. Die Comics sind so, wie auch auf dem Cover abgebildet und nehmen in der Regel jeweils eine Seite ein. Es geht um die Frage, die schon der Titel beinhaltet. Es werden durch die Zeichnungen vor allem die Eigenarten der schwedischen Kriminalliteratur lustig und treffend hervorgehoben. Allgemeine Tipps wie „erwähnen sie irgendwann ein richtiges Buch, damit der Leser denkt sie hätten richtige Bücher gelesen“ (im Comic ist es Krieg und Frieden) und ein paar „Schwedenkrimi- Klassiker für die ganz Eiligen“ (Klassiker in drei kleinen Bildern zusammengefasst, sehr gelungen!) lockern den normalen Handlungsstrang um eine kleine, typische Krimihandlung wunderbar auf. Dieses Buch hier läuft außer Konkurrenz zu den normalen Rezensionen, denn es ist einfach eine wunderbar unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch, die Krimifans und Krimiautoren gleichermaßen sehr amüsieren wird, wenn man sich denn auf diese spezielle  Form einlassen mag. Da Weihnachten in naher Zukunft liegt, wollte ich euch Lesern, von denen ja viele Krimi-Fans sind, einen kleinen Tipp geben. Ich habe das Buch sehr fix gelesen, denn es ist ja eher in Bildform. Dabei habe ich einige Male sehr gelacht und durchgehend geschmunzelt. Zwei meiner Besucher haben beim kurzen Durchblättern auch sehr viel Spaß gehabt. Ob ich durch die Lektüre jetzt den nächsten Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreibe, das weiß ich nicht. Wohl eher nicht, denn mein Krimi wird in Deutschland spielen.. Fazit Der Autor Hendrik Lange scheint durch diese „.. für Eilige“ – Comics groß rausgekommen zu sein, und das im Klappentext erwähnte „Weltliteratur für Eilige“ wird sicher auch bald einen Platz in meinem Bücherregal haben. Es ist ein lustiger Comic über Schwedenkrimis, der Autor trifft meinen Humor und tatsächlich mit vielen Beobachtungen über Schwedenkrimis auch den Nagel auf den Kopf! Details zum Buch gibt’s auf der Verlagsseite, einfach hier klicken!

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  • Ein humorvoller Ratgeber, der die Klischees eines Schwedenkrimis aufzeigt

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    Esme--

    10. November 2016 um 17:58

    Inhalt: Eigentlich sagt der Titel des Romans schon alles: Henrik Lange erklärt in seinem Buch mit mehr Zeichnungen als Text „wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“ und wie der Hauptcharakter eines Schwedenkrimis aussehen sollte, welchen weiteren Charakteren er im Laufe der Geschichte begegnen sollte. Wie man den Plot aufbaut, wie man den Krimi enden lässt, damit es ein Bestseller wird; welche Werbemaßnahmen man dezent in das Buch einbauen kann, wie man genügend Füllstoff kreiert. Der Autor findet auf alle Fragen eine klischeebeladene und humorvolle Antwort. Schreibstil: Vorweg: Dieses Buch ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinne. Vielmehr zeigt der Autor die Klischees des klassischen Schwedenkrimis auf. Humorvoll stellt er die notwendigen Charaktere wie die ständig zynische und verbitterte Rechtsmedizinerin, die alte Dame, die im Wesentlichen nur den Zweck verfolgt, im Weg rumzustehen sowie den nervigen Vorgesetzten, der dem Helden eher Steine in den Weg legt, als ihm wirklich zu helfen, anhand eines Beispielplots vor. Ist es nicht immer so, dass die Exfreundin im falschen Moment anruft, irgendeine Hütte heimelig beleuchtet am Rande erwähnt wird, der Kaffeeautomat ständig kaputt und der Held einerseits total der Versager, andererseits aber der Einzige ist, dem man die Lösung des Falls zutraut? Mit einem einfachen schwedischen Vornamen ausgestattet, möglichst heruntergekommen im Aussehen und Lebensstil, mit einer kleinen Narbe an der Schulter, deren Geschichte man in weiteren Romanen als Nebenplot vermarkten kann, einer Tochter, mit der er eher schlecht als recht klarkommt, ungesunder Ernährung und ständig verkatert, entspricht der Charakter schon den archetypischen Merkmalen des typischen Schwedenkrimiklischees. Wie erhält man den nötigen Füllstoff für die Handlung? Henrik Lange sorgt in seinem Ratgeber auch dafür, dass der Autor nicht nur schnell seinen Mordfall präsentiert und mit überraschenden Wendungen füllt, auch gibt er Empfehlungen, welche Nebensächlichkeiten man in seinen Roman einfließen lassen sollte. Ganz nebenbei erklärt er die Vorzüge, die sich dadurch für den Autor ergeben. Er rät: Bauen Sie ruhig beiläufig ihre Hobbys/Leidenschaften mit in die Geschichte ein. Bauen Sie zum Beispiel eine im Hintergrund laufende Radiosendung über vegetarische Ernährung oder die Nachbarin ein, die den heruntergekommenen Helden mit dem Resultaten ihrer grandiosen Backrezepte versorgt. Diese Erwähnungen schaffen einen perfekten Einstieg für nachfolgende Werke wie zum Beispiel Kochbücher. Auch eine ausgiebig beschriebene Landschaftsszene bietet so ihre Vorteile: Einerseits schafft man ein wenig Füllstoff für den Roman, andererseits kann man dem Leser an diesen Szenen zeigen, dass man wirklich gut schreiben kann. Auch Produktplacement kann nie schaden. Die beiläufige Erwähnung einer Auto- oder Handymarke sorgt gegebenenfalls später für nette Werbegeschenke der angesprochenen Firma!? Neben Tipps zum Schreiben des Krimis, Füllstoff für die Handlung und Werbestrategien, erhält der Leser auch einen Ratschlag, welche Personen man unbedingt in der Danksagung erwähnen sollte. Als kleines Special für Schwedenkrimikenner werden namhafte Schwedenkrimis mit vier Comicfeldern im Schnelldurchlauf vorgestellt. Wie man sieht: Dieses Buch bietet einerseits ein paar interessante Tipps, andererseits nimmt es sich selbst auch nicht allzu ernst. Zeichenstil: Henrik Lange füllt sein Buch mit Zeichnungen im ähnlichen Stil, wie denen, die man auf dem Titelbild bereits erkennen kann. Mit dunklen Schraffierungen versehen, wirken Szenen und Charaktere ein wenig verrucht, die Aura schmuddelig und düster. Auf einer Seite findet man im Schnitt die Überschrift und einen kurzen Text, der den Leser ins Bild setzt, worum es hier geht. Eine humorvolle, leicht zynische Zeichnung schafft visuelle Anreize. Hier sieht man nicht selten einen der Charaktere mit einer Sprechblase versehen. Einige Pfeile weisen auf die verschiedenen Details der Zeichnung hin und bieten mit einer Randbemerkung „wertvolle“ Tipps für den angehenden Autor. Fazit: Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben wirft erfrischende und geistreiche Blicke auf das Phänomen Schwedenkrimi. Es bietet geneigten Lesern eine humorvolle Einführung in die Klischees des Schwedenkrimis. Mit zynischen Zeichnungen und Randbemerkungen hilft Henrik Lange dem Leser vielleicht nicht die Erfolgsleiter in geradezu atemberaubendem Tempo zu erklimmen, informativ, inspirierend und sehr unterhaltsam ist es aber allemal. Eines ist gewiss: Nach dem Lesen dieses Comicratgebers kehrt man mit der ein oder anderen Lachträne im Augenwinkel und hochmotiviert, was das Schreiben eines Schwedenkrimis angeht, in den Alltag zurück. Buchzitate: Vielleicht wollen Sie ja eigentlich viel lieber ein Sachbuch über die Klöppeltradition im mittelalterlichen Skövde schreiben? Aber würde das irgendwer lesen? Nein. Trotzdem kann es funktionieren – bauen Sie es einfach in eine Krimihandlung ein.

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  • Einfach, aber immer wieder effektiv

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    Iudas

    01. October 2016 um 22:45

    Henning Mankel, Stieg Larsson, Liza Marklund und Håkan Nesser haben’s getan. Und ihnen gleich andere Vertreter ihrer literarischen Zunft: einen Schwedenkrimi geschrieben. Schwedenkrimis sind beliebt und funktionieren immer, nicht nur in Buchform, auch im Hörspiel, sowie als Blockbuster in den Lichtspielhäusern. Nur, warum und was ist das Geheimrezept, das so viele Krimis der nördlichen Gefilden zum Erfolg verhilft? Henrik Lange hat selbst einen Krimi-Comic geschrieben, anhand dessen man die typischen Charateristika erkennen kann. Seien es nun die chronisch kaputten Kaffeeautomaten, den abhalfterten, aber doch sympathischen Kommissar mit all seinen Lastern, die ihn eigentlich zum Antihelden stempeln, der aber so menschlich wirkt, daß man ihn einfach mögen muß, seien es auch die fast schon obligatorischen Frauenbeziehungen, die die Geschichte nicht vorantreiben, sondern einfach nur das Bedürfnis nach menschlicher Nähe bei Protagonist und Leser erfüllen sollen. Lange läßt so gesehen wirklich nichts aus und er entlarvt mit Ironie und klaren Bildern eben diese eigentlich so simplen literarischen Strickmuster, die immer wieder funktionieren und den Leser in den Bann ziehen. Daß dabei auch Charaktermerkmale des Lieblingsermittlerprotagonisten wie Blick wie ein Hundewelpe und gleichzeitig irgendwie eiskalt entstehen, die abstrus und zugleich lachhaft sind, weiß Lange wunderbar zu illustrieren. Wer Henrik Langes bereits erschiene Comic-Bücher »Weltliteratur für Eilige« kennt, wird ein ungefähres Bild vom zeichnerischen Stil und Aufbau des neuen Buches »Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben« (Goldmann 2016) haben. Ganzseitige Illustrationen erzählen die Geschichte um den Mord an einem Mädchen und um sehr, sehr billige Wurst. Dabei erläutern kurze, knackige Texte spitzzüngig das Wesen des Krimis und führt dem Leser dabei deutlich vor Augen, wie leicht auch er sich blenden läßt. »Wie oben angedeutet, haben Sie wahrscheinlich keinen Schimmer von Polizeiarbeit. Deshalb hat unser Kommissar auch einen siebten Sinn und ein außergewöhnliches Bauchgefühl, damit er den Fall urplötzlich mit einem einzigen Aha-Erlebnis knacken kann, wenn nur noch wenige Seiten übrig sind.« (S. 126) Die Zeichnungen sind einfach gehalten und zeigen überzeichnete, humoresk anmutende Klischees. Aufgelockert wird das alles mit den bekannten Vier-Bild-Comics bekannter Schwedenkrimis. Da wird die Story auf das Essentiellste runtergedampft, steht völlig spannungsentladen und auf ein verzerrtes Gerippe reduziert vor dem Leser, der sich über diese Plattheit nur amüsieren kann. Alles in Allem schuf Lange ein Buch, das den Zeitgeist trifft: Humor mit Comic und Kriminalliteratur gemischt. Es ist keine hohe Lektüre, eher etwas für zwischendurch, zum puren Amüsement geschrieben und auch für all die Schwedenkrimisüchtigen, die sich schon immer fragten: Wieso funktioniert das nur so gut?

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  • es könnte so einfach sein

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    derMichi

    12. September 2016 um 16:53

    Spätestens seit der Verfilmung von Stieg Larssons Millenium-Trilogie ist der Begriff "Nordic Noir" in aller Munde. Krimis aus Schweden und anderen skandinavischen Ländern gab es zwar vorher auch schon, ab sofort war jedoch eine neue Mode geboren, an der jeder gerne teilhaben wollte. Wie in vielen anderen Literaturgenres auch, gibt es gewisse Eigenschaften, auf die man sich als Liebhaber dieser Gattung verlassen kann. Manche würden sie auch als Klischees bezeichnen. Ein Grund mehr, diesem Phänomen ein nicht ganz ernst gemeintes Buch zu widmen.Henrik Lange erklärt auf einhundertsechzig gut gefüllten Seiten, wie ein typischer Schwedenkrimi zustande kommt und wie er zu funktionieren hat. Kurze Comics erklären anschaulich was gemeint ist und ganz nebenbei erzählt der Autor eine selbsterfundene prototypische Krimihandlung, der keinerlei Stereotypen zu schade sind. Einige knapp zusammengefasste Beispiele aus der nordischen Krimiliteratur (Spoiler inklusive) der letzten siebzig Jahre zeigen deutlich, dass man sich den typischen Handlungsmechanismen offenbar kaum entziehen kann. Zumindest dann nicht, wenn man erfolgreich sein will.Es ist zugleich eine Liebeserklärung und eine humoristische Abrechnung, die Lange hier abliefert. In dem kurzweilig bebilderten Buch finden sich so ziemlich alle Stilmittel, die man in den Werken der skandinavischen Kollegen finden kann. Den düsteren Szenarien begegnet Lange mit entwaffnender Leichtigkeit und entlarvt durch trockene Kommentare manche Dinge, bei denen gewisse Schriftsteller voneinander abgekupfert haben könnten. Ob es so ist weiß man natürlich nicht genau. Auch der Beruf des Autors an sich wird zum Gegenstand der Parodie. Wenn das Schreiben von Krimis als Notlösung daherkommt, falls einem nichts anderes mehr einfällt (oder weil es der Lektor vorschlägt), dann ist das mit einem kritischen Blick auf den Buchmarkt vielleicht doch nicht ganz so weit hergeholt.Außerdem genial getroffen sind die jeweils einseitigen Comic-Zusammenfassungen berühmter Beispiele aus der schwedischen Krimiwelt, mit der sich sogar Astrid Lindgren (!) schon befasst hat. Die entsprechenden Klischees, von der kaputten Kaffeemaschine bis hin zu exzentrischen Kollegen, Raucherlunge und chronischen Magenverstimmungen erkennt man als Fan sofort wieder und ertappt sich immer wieder beim verständnisvollen Nicken.Schade ist lediglich, dass Bücher wie Jussi Adler Olsens Carl-Mørck-Romane oder "Tea-Bag" von Krimiveteran Henning Mankell keinerlei Erwähnung finden, obwohl sie die typischen Elemente nordischer Krimis gelungen mit Humor kombinieren und so auf ihre Art das Genre hinterfragen. Aber man kann nicht alles haben. Für tolerante Freunde entsprechender Literatur ist dieses Büchlein eine unterhaltsame "Gebrauchsanweisung", wie man am besten (nicht) schreibt.Originaltitel: "Lektioner i mord"Seitenzahl: 160Format: 13,6 x 20,5 cmVerlag: Goldmann

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  • Grandios witzig

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    HappySteffi

    25. August 2016 um 22:48

    Broschiert: 160 SeitenVerlag: Goldmann Verlag Erscheinungstermin: 18. Juli 2016ISBN-10: 3442158923KlappentextStieg Larsson hat es getan, Henning Mankell auch, Håkan Nesser, Camilla Läckberg und Åsa Larsson. Die Experten in Sachen Spannung eroberten mit ihren Bestsellern die Welt. Henrik Lange enthüllt mit Augenzwinkern und charmanten Zeichnungen, was der Erfolgsautor für eine Krimi-Bestsellerstory ganz unbedingt braucht: Der ermittelnde Kommissar im Mittelpunkt beispielsweise muss – stets schlecht rasiert, verkatert und mit Kippe im Mundwinkel – den komplizierten Fall natürlich lässig lösen, zugleich schlägt er sich mit Exfrau, Kindern, Alkoholproblemen und schlechtem Sex herum. Niemals fehlen dürfen beim Personal der peinliche Vorgesetzte, die nervige Journalistin, der Dorftrottel und die alte Dame. Merke außerdem: Die Kaffeemaschine ist immer kaputt! Eine hinreißende Persiflage auf das geniale und verblüffend schlichte Bauprinzip des beliebten Erfolgsgenres. AutorHenrik Lange wurde 1972 in Göteborg geboren. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht und dazu unzählige Kinder- und Sachbücher illustriert. Das Zeichnen brachte er sich selbst bei. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. In Deutschland bekannt wurde er mit seinen witzigen Comic-Büchern »Weltliteratur für Eilige« und »Filmklassiker für Eilige«. Die humorvolle Kurzzusammenfassung bekannter Werke – vier schlichte Zeichnungen auf einer Seite – sind sein Markenzeichen. Cover„Auffällig und mal ganz anders“ würde das Cover von „Wie sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“ gut beschreiben. Auf dem grell gelben Hintergrund ist die Karikatur des Hauptcharakters des Buches zu sehen. Er ist, wie im Buch auch, mit verschiedenen auf ihn gerichteten Pfeilen versehen, die auf Besonderheiten hinweisen sollen. Im Gegensatz zum Buchinhalt ist der Charakter auf dem Cover in Farbe gestaltet. Auf mich wirkt das Cover leider zu unruhig, dennoch hat es durch die Farbgestaltung meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. MeinungDas mich hier ein etwas anderes Buch erwarten würde, konnte ich am Einband ja schon erahnen. Was genau kommen würde, das war eine kleine Überraschung. Henrik Lange hat hier kein „normales“ Buch geschrieben, wo die Seiten von oben bis unten vollgeschrieben sind, viel mehr findet man hier eine Art Comic mit viel Text. Ein kleiner Blick auf den Autor, der durch seine illustrierten Kurzzusammenfassungen bekannter Literatur auf sich aufmerksam machen konnte genügt um seinen Stil hier wieder zu finden. Zu jedem ehr allgemein verfassten Punkt, welcher sich laut Lange unbedingt in einem Schwedenkrimi auffinden sollte, ist eine witzige Zeichnung abgebildet, die klischeehaft am Beispiel Âke´s unterstreicht, um welche Szene es sich grade handelt. Âke, den typischen schwedischen Kommissar, der mit altbewährten Problemen im Privatleben sowie im Job zu kämpfen hat, gerne mal einen über den Durst trinkt und trotz aller Widrigkeiten doch den Fall knackt. Er lebt in der typisch dreckigen Wohnung, fährt den typischen Volvo und ist eine Art „Antiheld“ wie andere Kommissare aus Schweden eben auch. Dargestellt werden all diese Elemente, die zugegeben etwas auf die Spitze getrieben sind, aber genau dadurch ihren Charme haben. Jeder der schon einmal einen Schwedenkrimi gelesen oder auch nur gesehen hat wird hier viele Elemente wiederfinden und sich köstlich darüber amüsieren können. Aber nicht nur die Zeichnungen sind hier humorvoll gehalten, die dazugehörigen Texte stehen dem in nichts nach, so das man die Seiten schnell hinter sich lässt und aus dem Lachen kaum heraus kommt. FazitObwohl ich etwas anderes erwartet hatte, habe ich mich unglaublich gut unterhalten gefühlt. Ich bin der Meinung, dieses Buch ist nicht nur etwas, was man für sich selber kaufen kann, sondern vor allem auch als Geschenk für Liebhaber von Schwedenkrimis, lustigen Büchern oder auch angehender Autoren. 

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  • herrlich amüsant und genau getroffen

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    Normal-ist-langweilig

    01. August 2016 um 20:45

    Meine Meinung: Ich habe das Cover extra ein wenig größer gelassen, damit man es gebührend betrachten kann, denn es zeigt ganz genau, was den Leser in diesem Buch erwartet! Meine Tochter dachte zuerst, es wäre ein Buch für sie, da es ihren Comic-Romanen doch sehr ähnelt! Hier eine Beispielsseite aus der Leseprobe: Der Autor verdeutlicht in seinem Werk, wie man, wenn man einen Schwedenkrimi schreiben will, vorgehen soll, was nicht fehlen darf und worauf man unbedingt Wert legen muss. Um mehr geht es gar nicht in diesem Buch und doch stellt es einen wirklichen – natürlich kurzweiligen- Lesegenuss dar. Ich habe wirklich Spaß gehabt, obwohl mir nach dem Lesen auch mein Nacken leicht weh getan hat – vor lauten Nicken….  Mein einziger Kritikpunkt ist die Nase des Ermittlers. Dadurch, dass die beiden Augen auf der gleichen Seite sind, wirkt die Nase wie ein nicht dazugehöriges Körperteil und erinnerte mich zudem an ein Schwein…Aber das ist meine subjektive Empfindung. Mir haben das Buch, die Idee und das Können des Autors so gut gefallen, dass ich mir auch die beiden anderen Bücher des Autors bestellt habe: „Weltliteratur für Eilige“ und „Filmklassiker für Eilige“ Er schafft es, mit minimalistischen Zeichnungen und kurzen, wenigen Bemerkungen alles auf den Punkt zu bringen! Dabei beinhalten diese Illustrationen zudem noch viel Humor und der Autor nimmt sich teilweise auch selbst ein wenig auf den Arm. Man beachte hierzu das lateinische Zitat am Anfang des Buches! Alles in allem hat mich das Buch wirklich sehr gut unterhalten und ich ziehe meinen Hut vor diesem Können! Ich freue mich auf die beiden anderen Bücher des Autors und bin sehr gespannt, was sich vor allem hinter den Weltliteratur-Comics verbirgt!  (5 / 5)

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  • Einzigartig, humorvoll, toll!

    Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

    Daniel_Allertseder

    20. July 2016 um 11:30

    Meine Meinung ​ „Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“ ist eigentlich kein Ratgeber, nein. Ich würde eher sagen, ein humorvoller, bildhafter Krimi… Dieses Buch hat mich sehr überrascht! Henrik Lange – gefeierter Comiczeichner und Autor aus Göteborg – hat mit seinem neuen Buch eine Spur des Eindrucks bei mit hinterlassen. Das Buch erzählt von Klischees der schwedischen Kriminalliteratur, was in einen typischen Schwedenkrimi rein MUSS und was nicht wegzudenken ist. Diese Klischees, dieser kleine Ratgeber wird anhand eines Beispiels unterstützt: Åke, ein typischer, schwedischer Kommissar, hat einen Mord aufzuklären. Doch das Buch erzählt nicht in belletristischer Form, sondern in gezeichneter: Henrik Lange hat – neben kleinen, kurzen Erklärungen – sozusagen die Basics – jede wichtige Szene eines typischen Schwedenkrimis per Hand gezeichnet. Und das unglaublich liebevoll, authentisch und humorvoll! Die Illustrationen, die mit witzigen Erklärungen gespickt wurden, erzählen bildhaft das Beispiel Åke’s und gleichzeitig die Klischees eines Schwedenkrimis. Ich musste sehr oft schallend lachen, als ich diese besagten Klischees wiedererkannt habe, wie Henrik Lange vieles mit Humor auf den Punkt gebracht hat. Ich habe mich sehr amüsiert, und finde es schade, dass dieses Buch so schnell zu Ende „gelesen“ (eigentlich geguckt) wurde. Besonders gefallen haben mir die Tipps für einen angehenden Kriminalautor, wie: „[…] Keine anstrengenden Formulierungen bitte […]: Åke’s Hirn fühlte sich an, als wäre es mit wogendem Seegras gefüllt.“ Äh… „Åke hatte krasse Kopschmerzen!“ – und dazu ein Mann, der eifrig auf der Tastatur tippt … herrlich! ​ Fazit   Ein unglaublich witziges Buch, welches mit seinen Illustrationen und Zeichnungen einzigartig ist und ich sehr empfehle! So eine Art Buch habe ich noch nie „gelesen“, was somit Premiere war. Aber ich habe es sehr genossen und geliebt!

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