Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln ist ein mitreißender Auftakt voller Freundschaft, Spannung und kultureller Entdeckungen.
Die Geschichte rund um Ben, der sich in einer neuen Welt zurechtfinden muss, und seine unerwartete Freundschaft mit Yoshi ist durchweg spannend und emotional super schön geschrieben. Besonders gelungen ist die lebendige, atmosphärische Welt, in der deutsche und japanische Kultur aufeinandertreffen und mittendrin zwei Protagonisten, die mehr Mut und Neugier in sich tragen, als sie selbst glauben.
Die Dynamik zwischen Ben und Yoshi hat mich besonders gepackt: Die typischen "Freundschaft-überwindet-alle-Sprachbarrieren"-Momente, das Prickeln in den Dialogen, das aufregende Gefühl des gemeinsamen Entdeckens, alles ist perfekt dosiert und lässt einen regelrecht durch die Seiten fliegen.
Auch der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und gefühlvoll, er zieht einen komplett in die Welt hinein und lässt die Tokioter Straßen, die unheimliche Höhle und die inneren Konflikte der Figuren lebendig werden.
Doch hier liegt auch die Hürde: Das Buch ist zwar spannend und witzig, aber für junge Leser, die es allein versuchen, kann es schnell frustrierend werden. Die japanischen Wörter bzw. für Erstleser ungewohnten Begriffe sind zwar authentisch, brechen aber leider oft den Lesefluss und können zu Verwirrung führen. Ohne die Erklärung durch einen Erwachsenen bleiben einige Stellen im Dunkeln.
Für mich stimmt die Handlung und die Atmosphäre, aber die Lesbarkeit für das Zielpublikum könnte besser durchdacht sein. Wer Bücher wie "Die drei ???" liebt und die Geduld hat, unbekannte Wörter gemeinsam zu erkunden, sollte Die Tokio-Detektive definitiv lesen, am besten als gemeinsames Leseerlebnis.
Henrik Siebold

Lebenslauf
Heinrik Siebold ist das Pseudonym des deutschen Journalisten und Schriftstellers Daniel Bielenstein. Seinen Durchbruch schaffte er mit seiner Kriminalreihe, in deren Mittelpunkt der japanische Inspektor Kenjiro Takeda steht.
Der Autor schreibt unter seinem eigenen Namen Romane und unter weiteren Pseudonymen Kinder- und Jugendbücher sowie Comicreihen.
Neue Bücher
Inspektor Takeda und die Toten von Altona
Inspektor Takeda und der lichte Schatten
Alle Bücher von Henrik Siebold
Inspektor Takeda und die Toten von Altona
Inspektor Takeda und der leise Tod
Inspektor Takeda und die stille Schuld
Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln
Inspektor Takeda und das doppelte Spiel
Inspektor Takeda und das schleichende Gift
Schattenkrieger
Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm
Neue Rezensionen zu Henrik Siebold
Wie schafft ein Buch es, eine Sechsjährige zum Lesen zu motivieren und gleichzeitig für eine fremde Kultur zu begeistern? Durch Witz und eine spannende Geschichte. Henrik Siebold gelingt das in "Die Tokio-Detektive" vortrefflich. Was auch an den Jungs liegt, die keine Draufgänger oder Besserwisser sind, sondern sich selbst und auch dem Fall vorsichtig annähern, so dass selbst Mädchen Spaß an ihren Erlebnissen haben.
Ben und Yoshi haben mit einer Sprachbarriere zu kämpfen, natürlich, ist Ben doch gerade erst mit seinen Eltern nach Japan gezogen und weder er noch Yoshi sprechen die Sprache des anderen oder, wie Teenager, wenigstens Englisch. Und so tasten sie sich gemeinsam an die Sprache, an das Alphabet des anderen heran, lernen Worte und Sprichwörter, rohen Fisch und Rosenkohl kennen. Alles oishii - superlecker. Neues Wort im Schatz der Sechsjährigen freigeschaltet, vor allem bei Teriyaki-Nudeln zum Mittagessen.
Eigentlich geht's aber um einen kleinen Kriminalfall rund um Obake, Geisterwesen, die Ben und Yoshi bei einem Ausflug begegnen. Hinter denen natürlich sich keine Grusel-, sondern eine Menschengestalt verbirgt, so viel sei verraten. Eine nette, nicht allzu aufregend, aber charmante Geschichte im japanischen Setting, die - hoffentlich - noch ein paar Fortsetzungen mit sich bringt. Denn dieses kleine Büchlein lässt sich wunderbar lesen - trotz fortgeschrittener Lesestufe 2 gut für Erstklässler:innen zu empfehlen. Und es macht Spaß auf Japan und seine Kultur - und vielleicht auch eines Tages auch auf eine Reise in die (neue) Heimat von Ben und Yoshi.
„Tokio Detektive – Ben und Yoshi ermitteln“ hat mich sofort begeistert. Die Geschichte ist wunderbar leicht geschrieben und eignet sich perfekt für Kinder, die gerade erst mit dem Lesen anfangen. Die große Schrift und die vielen farbenfrohen Bilder machen das Buch nicht nur übersichtlich, sondern auch richtig spannend – man blättert automatisch immer weiter.
Besonders schön fand ich die Freundschaft zwischen Ben und Yoshi. Obwohl die beiden anfangs eine Sprachbarriere haben, zeigen sie, dass man sich auch ohne viele Worte verstehen kann, wenn man offen und neugierig ist. Diese warmherzige Botschaft zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu etwas wirklich Besonderem.
Ein zusätzliches Highlight sind die vielen kleinen japanischen Wörter, die man ganz nebenbei lernt. Das macht das Lesen nicht nur unterhaltsam, sondern auch richtig lehrreich. Ich hatte das Gefühl, gemeinsam mit den beiden durch Tokio zu streifen und ein Stück dieser faszinierenden Kultur mitzuerleben.
Ein liebevoll gestaltetes, spannendes und gleichzeitig zugängliches Buch – absolut empfehlenswert für junge Leserinnen und Leser, die Spaß an Abenteuern und neuen Kulturen haben.
Gespräche aus der Community

Ein neuer, ungewöhnlicher Fall stellt Inspektor Takeda und seine Kollegin Claudia Harms vor große Herausforderungen. Nach mehreren Brandstiftungen in Hamburg gerät kein Mensch, sondern eine Maschine in den Fokus der Ermittlungen: der Pflegeroboter Lisa. Ganz nebenbei müssen die beiden Ermittler ihr Verhältnis zu einander klären ... ein neues, deutsch-japanisches Krimivergnügen!

Hier zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633855.pdf

Der Tote aus der HafenCityKenjiro Takeda, eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio, fremdelt immer noch ein wenig – mit dem Wetter in Hamburg und den deutschen Umgangsformen. Seine Kollegin Claudia Harms teilt keineswegs seine Vorliebe für Jazz und Teezeremonien, aber beide sind hervorragende Ermittler. Als ein gefeierter Star der Internetszene tot aufgefunden wird, sind sie besonders gefordert: Markus Sassnitz wurde nicht nur überfahren, sondern auch noch erstickt. Er hatte offenbar viele Feinde, doch ein Person gerät sofort ins Visier der Fahndung: seine Ehefrau. Sie allerdings übt auf Takeda eine besondere Faszination aus.
Ein japanischer Ermittler – er liebt amerikanischen Jazz, europäische Frauen und arbeitet mit ganz eigenen Methoden
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Über Henrik Siebold
Ein japanischer Ermittler – er liebt amerikanischen Jazz, europäische Frauen und arbeitet mit ganz eigenen MethodenHenrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter einem Pseudonym hat er mehrere Romane veröffentlicht. Bisher erschien als Aufbau Taschenbuch: „Inspektor Takeda und die Toten von Altona“
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