Henrike Scriverius

 3,7 Sterne bei 150 Bewertungen
Autorenbild von Henrike Scriverius (©Nico Reinders)

Lebenslauf

Henrike Scriverius (*1972 in Düsseldorf) ist Landschaftsarchitektin und arbeitet seit 1997 in einem Planungsbüro an der Duisburger Wedau. Unter ihrer Federführung entstanden zahlreiche Parks und Gartenanlagen in Köln, Düsseldorf und Aachen. Sie lebt mit ihrem Mann am linken Niederrhein, auf einem ehemaligen Hof mit großem Garten, der niemals fertig wird. 

Seit ihrem Studium bereist sie die großen Gärten Europas, in Südengland, den Niederlanden und auf den spanischen Inseln. Während einer dieser Reisen entdeckte sie die kleine Insel vor der Nordspitze Lanzarotes, die in ihrer Geschichte Monte Spina heißt und die es tatsächlich gibt, wenn auch ohne Haus und Garten. Dort entstand auch die Idee vom grausigen Hausherrn und seiner aufmüpfigen Gärtnerin und die Frage, ob gärtnerisches Können eine verdorbene Seele heilen kann. „Die Gärten von Monte Spina“ ist ihr Debütroman.

Alle Bücher von Henrike Scriverius

Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783426307595)

Die Gärten von Monte Spina

 (146)
Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783869743905)

Die Gärten von Monte Spina

 (4)
Erschienen am 06.08.2019

Neue Rezensionen zu Henrike Scriverius

Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783426307595)
gagijus avatar

Rezension zu "Die Gärten von Monte Spina" von Henrike Scriverius

Hochinteressanter Roman
gagijuvor 6 Monaten

Aus dem zugegeben wunderschönen Cover mit üppigen tropischen Blüten, Schmetterlingen und Vulkaninselchen auf türkisfarbenem Grund hatte ich eher auf eine etwas seichtere leichtere Liebesgeschichte geschlossen.

Insofern hat mich der INhalt des Buches durchaus positiv überrascht.

Ja, es beinhaltet eine Liebesgeschichte, oder sogar mehrere, aber es geht auch um Trauer, um Abhängigkeiten, um Traumata, ja und natürlich auch ums Gärtnern...

Der Roman ist spannend und gefühlvoll und abwechslungsreich, aber was mir besonders gut gefallen hat: es wird auf jegliche Art von Kitsch oder Schwarzweißmalerei verzichtet.

Die Personen sind sehr facettenreich und insofern hochinteressant.

Großes Lob an die Autorin für die Ausgestaltung dieser Persönlichkeiten und absolute Leseempfehlung!

Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783426307595)
K

Rezension zu "Die Gärten von Monte Spina" von Henrike Scriverius

Zwischenmenschlich
Karlchenvor 4 Jahren

Das Buch war nicht so seicht, wie ich es vor dem Lesen vermutet hatte. Stattdessen setzt es sich sehr intensiv mit Gefühlen auseinander, mit Handlungen, die Leben prägen und mit der Kraft, die uns meist auf Spur hält, aber auch manchmal gehörig aus der Bahn wirft. Die Protagonisten des Buches lernen mit sich selbst zu leben und ihre Mitmenschen so zu akzeptieren wie sie sind. Auch wenn die Geschichte häufig traurig und frustrierend ist, bleibt der Grundtenor dennoch positiv.

Ziemlich sicher fehlt mir für dieses Buch die Begeisterung fürs Gärtnern und das fachliche Know-How bei Pflanzennamen. Darunter leidet etwas meine Vorstellungskraft, aber die Botschaft, die mit dem Garten vermittelt werden soll, kam bei mir an. Er ist ein Symbol – im Laufe des Buches mit wechselnder Bedeutung. Ich denke, es ist eine Stärke des Buches, Vieles nicht direkt zu beschreiben, sondern nur indirekt anklingen zu lassen. Es zeigt ein gewisses Talent der Autorin.

Auch bei der Handlung schafft die Autorin immer wieder kleine Überraschungen einzubauen, auch wenn einige Ereignisse absehbar sind. Vermutlich ist das im Rahmen des Genres in Ordnung, trotzdem hält die Handlung nicht stand gegen die interessante Entwicklung der Charaktere miteinander und für sich selbst.

Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783426307595)

Rezension zu "Die Gärten von Monte Spina" von Henrike Scriverius

Ohne Worte
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Cover & Titel

Das Cover ist wunderschön gestaltet worden und lädt mit den Inseln in der Ferne und dem Wasser drumherum zum Träumen ein. Auch die bunten Blumen und Palmen, haben etwas exotisches und weisen direkt auf Monte Spina hin.


"Denn das Zimmer, in dem ich lag, war nicht nur viel zu kalt. Es war auch zu still. Weil da nämlich keiner mehr war. Keiner, der neben mir lag und atmete." - Seite 14


Geschichte & Plot

Ich habe anhand des Klappentextes gedacht, dass sich in dem Buch eine wunderbare Geschichte verbirgt, die vieles von der Insel Monte Spina preisgibt, ihre Schönheit beschreibt aber auch hinsichtlich der Protagonisten Veränderungen bereithält. Das die Geschichte aber so „abdriftet“, hätte ich nicht gedacht. Was genau ich meine, erkläre ich im Verlauf dieser Literaturkritik. Anfangs fand ich es wirklich schön, als ich die Gedanken von Toni las und ihre Emotionen wirkten auf mich ein. Es war Zeit für eine Veränderung, sodass sie den neuen Job annahm. Soweit so gut. Diese Veränderung brauchte sie, gerade weil ihr Mann Toni verstorben ist und im Leben muss man auch mal etwas Neues wagen. Bis dahin ist alles nachvollziehbar, schön ge- und beschrieben und hat mir Freude gemacht zu lesen. Doch was dann im Laufe der Geschichte passierte, fand ich sehr schockierend und enttäuschend. Eshat mir die Lesefreude von Jetzt auf Gleich genommen. Darauf möchte ich gerne näher eingehen, damit ihr versteht, worum es mir geht. 


Toni nimmt einen neuen Job an und reist nach Monte Spina. Anfangs ist sie etwas zurückhaltend, immerhin ist alles neu, weiß aber wann sie ihren Mund aufmachen muss und verrichtet ihre Arbeit. Sie lernt die Menschen auf der Insel kennen, welche sehr flach bleiben und trifft natürlich auch auf ihren Chef Max Bror. Durch ihn wird die Geschichte nicht zu einer wunderbar-sommerlichen und leichten Lektüre, wie das Cover und der Klappentext verraten, sondern zur mobbingreichen, sexistischen und anstrengenden, über die man noch lange nach dem Lesen nachdenkt.


Der Aufbau der Geschichte ist für mich nicht nachvollziehbar. Es wurde sich an Klischees bedient, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Reich, respektlos und auf Frauen aus. Hier war es aber einfach eine Spur zuviel des Guten. Und wenn ich dachte, dass es jetzt genug war, setzte die Autorin noch einen drauf.


Protagonisten (Achtung: Spoiler!)

Jetzt geht es ans Eingemachte. Ich äußere mich nicht zu den Protagonisten einzeln, wie es sonst der Fall ist, sondern zusammen. Max Bror ist Tonis Chef und hat mir von Anfang an nicht gefallen. Gut, wem gefällt ein Mensch schon, der gegenüber anderen Menschen keinen Respekt hat, diesen aber von anderen verlangt? Niemandem denke ich. Er war gegenüber seinen Mitarbeitern, außer seiner Helen respektlos, beleidigend, forsch. Immer wieder ließ er beleidigende, wenn nicht sexistische Äußerungen fallen und gab den jungen Frauen gerne mal einen Klaps auf den Hintern. (An dieser Stelle denkt euch bitte eine Ohrfeige. Meine hätte ich wohl gleich ausgeteilt, würde man das bei mir machen.) Eines davon war, dass Toni bei ihm zwar Rechte aber auch Pflichten hat und das was sie trägt, nicht tragen darf. Er machte ihr Outfit nieder und wollte, dass sie sich für ihn in Schale schmeißt, mit dem Hinweis, sie könnte soviel aus sich machen. Immerhin wäre sie ein junge hübsche Frau. Somit musste sie mit einer seiner Betthüpferleins, die im übrigen zum Oralverkehr „gezwungen“ wurde (Entweder sie spurt oder sie verliert ihren aktuellen Lebensstandard.) shoppen gehen, um sich neue Kleidung zu kaufen. Nämlich die, die dem Bror besser in den Kram passt. Als ein alter Bekannter von Tonis verstorbenen Mannes die Insel betritt, will der Bror ihr helfen, was dann aber geschieht und wie Bror dieser ganzen Situation entgegentritt, hat mich um ehrlich zu sein angewidert. Mehr fällt mir dazu einfach nicht ein. Ich bin sprachlos und hatte mich so auf dieses Buch gefreut. 

Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Henrike Scriverius im Netz:

Community-Statistik

in 190 Bibliotheken

auf 16 Merkzettel

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