Henry A. Kissinger Weltordnung

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Inhaltsangabe zu „Weltordnung“ von Henry A. Kissinger

Ein epochales Werk
Der frühere Harvard-Professor, US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger beschäftigt sich mit der zentralen Herausforderung des 21. Jahrhunderts: Wie lässt sich eine international anerkannte Ordnung etablieren in einer Welt mit unterschiedlichen historischen Voraussetzungen, in der gewalttätige Konflikte und ideologischer Extremismus den Ton angeben?
Die Menschheit steht an einem historischen Wendepunkt. Wurden noch zu Zeiten des Kalten Krieges ihre Geschicke von zwei konträren Systemen bestimmt, so konkurrieren heute zahlreiche rivalisierende Mächte miteinander und stellen unsere oft seit Jahrhunderten bestehenden Wertvorstellungen zunehmend auf den Prüfstand. Ein Konsens über Konzepte wie Demokratie, Menschenrechte und ein global anerkanntes Recht scheint unerreichbarer denn je. Henry Kissinger widmet sich deshalb der Frage, wie eine neue Weltordnung aussehen könnte, die auch für zukünftige Generationen Bestand haben und die Frieden und Freiheit für den Großteil der Menschheit gewährleisten wird.

Sehr gutes Buch, außer wenn es um die USA geht

— TAndres

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  • Sehr gutes Buch, außer wenn es um die USA geht

    Weltordnung

    TAndres

    06. February 2017 um 21:05

    Das neue Buch von Henry Kissinger ist klar strukturiert. Es beginnt im Europa des 17. Jahrhunderts, beim Westfälischen Frieden, der den 30jährigen Krieg beendet und eine neue Ordnung in Europa begründete. Dieses Europa wird bis zur Gegenwart beleuchtet. Auch die Islamische Weltordnung, die im 7. Jahrhundert beginnt und natürlich immer noch aktuell ist, erhält ein eigenes Kapitel, genauso wie der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die asiatischen Ordnungen mit ihren großen Staaten Japan, China und Indien werden erläutert und man erhält einen schnellen Überblick, warum die Staatsoberhäupter so gehandelt haben und handeln. Diese Kapitel nehmen circa 2/3 des Buches ein, das letzte Drittel beschreibt dann die Weltordnung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und ab hier lässt die Qualität nach. Über die anderen Staaten schreibt Henry Kissinger halbwegs objektiv, auch wenn es einige kleinere Bewertungen gibt. Dennoch sind diese Kapitel sehr gut geschrieben, leicht zu lesen und interessant. Wenn der Autor allerdings über die USA schreibt, muss man häufiger den Kopf schütteln und ihn fragen, ob er das ernst meint. Für ihn sind die USA das Nonplusultra der Weltgeschichte und God‘s Own Country. Dies merkt man leider im letzten Drittel ständig und er lässt leider jede Objektivität vermissen. Ein Zitat zu George W. Bush möchte ich erwähnen: „Aber bevor ich meine Bedenken vortrage, möchte ich hier meinen unveränderten Respekt und meine persönliche Wertschätzung für Präsident George W. Bush zum Ausdruck bringen, der Amerika mit Mut, Würde und Überzeugung durch eine unruhige Zeit führte.“ Da gibt es wahrscheinlich Millionen Menschen, die anders über diesen Präsidenten urteilen. Aber an diesem Zitat erkennt man sehr gut, dass Henry Kissinger noch immer nicht seine Politik und sein Leben ernsthaft reflektiert hat. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, da es angenehm zu lesen ist. Die ersten zwei Drittel sind sehr interessant und beim letzten Drittel sollte man im Hinterkopf behalten, was Henry Kissinger für ein Politiker war und ist.

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  • Weltordnung in historischer Perspektive

    Weltordnung

    mcallonnec

    16. January 2015 um 08:56

    Der ehemalige Sicherheitsberater und Außenminister unter den US-Präsidenten Nixon und Ford beschäftigt sich mit den Veränderungen der Weltordnung seit dem Dreißigjährigen Krieg. Aus dieser historischen Perspektive entwickelt er, ausgehend von dem hier vielfach zitierten "Westfälischen System" des Gleichgewichts der Kräfte, die Notwendigkeit der Anpassung der politisch-strategischen Weltordnung in der heutigen Zeit. Diese müsse die Chancen und Risiken einer digitalisierten Cyberwelt ebenso berücksichtigen wie die Gefahren einer zunehmenden Proliferation von Atomwaffen oder asymmetrischer Auseinandersetzungen. Kissinger argumentiert auf hohem, abstrakten Niveau. Der historische Ansatz hilft, neuere Entwicklungen in größere Zusammenhänge zu stellen. Trotz seines hohen Alters gelingt es dem Autor, diese Zusammenhänge zu verdeutlichen. Selbst ohne Kenntnisse der digitalen Grundlagen beschäftigt er sich auch mit den Auswirkungen der Internetrevolution und ihren vielfältigen Facetten in einer globalisierten Welt.

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