Henry Hitchings Der grüne Mann

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Inhaltsangabe zu „Der grüne Mann“ von Henry Hitchings

Daniel Kehlmann sinniert über die Zukunft des Buchhandels und den dringlichen Wunsch, nicht angesprochen zu werden. Saša Stanišic’ geht der Frage nach, wie man in einer neuen Stadt einen »Dealer« findet, ohne an einen Besserwisser zu geraten oder – noch schlimmer – an jemanden, der sich erkundigt, ob man denn »den und den Klassiker bereits probiert hat«. Elif Shafak beschwört die Atmosphäre einer Istanbuler Buchhandlung herauf – ihr Chaos und ihre Vielfalt, den Geruch nach Tabak und Kaffee – während Ali Smith den Geheimnissen nachspürt, die sich zwischen den Seiten antiquarischer Bücher verbergen. 15 Schriftsteller aus aller Welt schwelgen in Erinnerungen und erörtern die soziale, kulturelle und politische Funktion von Buchhandlungen, stellen Läden vor, über die sie zufällig gestolpert sind und die sie lieben gelernt haben – ob in Bogotá oder Delhi, in London oder Berlin, in Kopenhagen oder Nairobi. (Quelle:'Fester Einband/17.11.2017')
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  • Eine Hommage aufs Lesen und die Buchhandlungen dieser Welt

    Der grüne Mann

    seschat

    14. January 2018 um 10:17

    Henry Hitchings befragt in seinem kleinen Erzählband "Die Welt in Seiten" bekannte und preisgekrönte Autoren zu deren persönlichen Verhältnis zu Buchhandlungen. Besonders in der heutigen Zeit, in der mithilfe des Internets alles sofort verfügbar zu sein scheint, wirkt das Medium Buch antiquiert und Buchhandlungen müssen sich gegen Internetriesen wie Amazon behaupten; nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Mit dem schleichenden Sterben kleiner und altbekannter Buchläden geht eine Ära mit ganz besonderem Charme zu Ende. Sich kenntnisreich vom Buchhändler beraten zu lassen bzw. stundenlang in der literarischen Vielfalt eines altehrwürdigen Ladens zu versinken, ist in der Gegenwart immer weniger gefragt. Doch ist das nicht schade? Ich meine ja. Als bibliophiler Mensch empfinde ich die zunehmende Kommerzialisierung des Buchhandels als bedenklich. Dieser Meinung sind auch die 15 von Hitchings ausgewählten Romanciers. Unter ihnen befinden sich namhafte Vertreter, wie Daniel Kehlmann, Elif Shafak oder Ali Smith. Diese mitunter drolligen bis ergreifenden Geschichten boten beste Unterhaltung. Mehr noch, sie gaben dem Leser einen guten Einblick in die persönliche Lese- und Buchhandlungssozialisation der Schriftsteller. Und schnell wurde klar, jeder Autor und „Büchermensch“ tickt anders. Der eine liebt den Austausch übers Gelesene oder eigene Werke, der andere ergründet die vielfältige Bücherwelt lieber allein und im Geheimen. Zudem waren die Buchhandlungen der Kindheit für viele spätere Bestsellerautoren ein willkommener Rückzugsort wie Bildungshort. Was alle Essays eint, ist die darin gepriesene Liebe zum Buch und den bunten Buchhandlungen dieser Welt - auf dass es diese noch lang geben wird!Lieblingszitat (S. 71):"Die besten Buchhandlungen sind Orte, in denen das Prinzip der glücklichen Fügung - das, vereinfacht gesagt, darin besteht, das Buch zu finden, das man braucht, wenn man noch gar nicht weiß, dass man es braucht - in seiner ganzen Herrlichkeit zutage tritt."FAZITEin Buch für Bibliophile und die, die es noch werden wollen. 

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