Henry Hounting Die Geständnisse des Sekretärs: Ein klassischer Kriminalroman

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Inhaltsangabe zu „Die Geständnisse des Sekretärs: Ein klassischer Kriminalroman“ von Henry Hounting

Victor Hounting, geboren dreißig Jahre vor Sherlock Holmes, Professor der Mathematik, gilt als der erste Kriminalwissenschaftler Großbritanniens. Mit seinen Methoden „rechnet er aus, wer der Mörder ist“. Mit seinen Fragen und Schlussfolgerungen verblüfft er Polizei und Verdächtigte immer wieder aufs Neue: Wann ist der Mann mit dem Messer neben der Leiche der Mörder? Wenn er Metzger ist oder Opernfreund? Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass nun endlich Hountings knifflige Fälle und geniale Lösungen veröffentlicht werden. In seinem ersten Abenteuer vermisst ein Lord ein lebenswichtiges Dokument. Die Polizei verdächtigt den Sekretär des Adeligen, steht aber eigentlich vor einem scheinbar unlösbarem Rätsel. Also wird Victor Hounting hinzugezogen. Immer wieder benötigt Hounting für seine Überlegungen unmögliche Informationen. Dafür ist meist Emely L’Saint zuständig. Niemand, nicht einmal die königlich britische Post selbst, weiß Ende des neunzehnten Jahrhunderts, wie oft Briefe verloren gehen. Emely befragt dazu den Präsidenten des Londoner Schachclubs! Wer ist diese schlaue, junge Dame? Und vor allem: Wie geht Hounting vor?
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    Die Geständnisse des Sekretärs: Ein klassischer Kriminalroman

    Buchfeeling

    15. January 2016 um 12:43

    Wir begeben uns in ein Zeitalter, in dem die Sprache blumiger und die Sätze verschachtelter waren. Somit ist die Geschichte auch ein wenig „um die Ecke“ geschrieben. Die Sätze sind detailreich und ausschweifend. Der Protagonist Hounting ein Wissenschaftler, der seine mathematischen Ausführungen liebt und ausführlich beschreibt. Der Fall, eher einfach angelegt, ist spannend und verworren zugleich. Ein wirklich wichtiges Dokument ist verschwunden. Wurde es gestohlen? Ist es verloren, verlegt, verkauft worden? Ist der verhaftete Verdächtige wirklich der Täter und wenn ja, warum? Hounting geht mit mathematischen Formeln und Berechnungen an den Fall und versucht, mittels Statistik und Indizien den Fall zu lösen. Er ermittelt unterschiedliche Szenarien, wie es gewesen sein könnte und schließt dann mittels beweisbaren Zahlenwerten jede Hypothese nach und nach aus, bis er bei der Wahrheit ankommt… ankommen müßte… Durch die wirklich ausschweifende Schreibweise, die nun mal zum Zeitalter und nach London gehört, konnte ich den detaillreichen mathematischen Ausführungen Hountings ein ums andere Mal nicht ganz folgen. Zu verwirrend sind seine Ausführungen, zu wissenschaftliche seine Thesen. (für mich) Wie Sherlock Holmes es einst tun wird, so ist auch Hounting ein Mann, der mit verblüffenden Erkenntnissen sein „Publikum“, hier die Polizei, zu verwirren weiß und etwas dumm dastehen läßt. Der Krimi ist unterhaltsam, die Charaktere sehr witzig und autentisch und der Fall, wenn auch anfangs vermeindlich einfach, spannend bis zum Schluß. Für meinen Geschmack waren die wissenschaftlichen Ausführungen Hountings aber zu verwirrend und zu ausschweifend. Sie haben mich immer wieder aus dem Lesefluß gebracht. Ich mußte mich schon sehr konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Für Fans von Sherlock Holmes ist das Buch sicher ein Genuß.

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    Die Geständnisse des Sekretärs: Ein klassischer Kriminalroman

    loralee

    26. December 2015 um 14:51

    Die „Geständnisse des Sekretärs“ ist ein klassischer Krimi. Es geht hier nicht um die Aufklärung von Mordfällen, wie bei den meisten modernen Krimis, sondern um die auf Logik basierende Indizienanalyse eines Verbrechens, die schließlich zur Aufklärung des Falles führt. Also etwas für Tüftler. Ganz im Sinne der klassischen Krimi-Literatur. Zeit und Ort des Krimis ist, wie könnte es auch anders sein, Großbritannien im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ich empfehle dieses Buch allen Liebhabern von klassischen Krimi-Autoren, wie Agatha Christie und Arthur Conan Doyle. Victor Hounting ist ein emeritierter Mathematikprofessor. Und als Mathematiker tüftelt er sehr gerne - am allerliebsten an scheinbar unlösbaren Kriminalfällen. In Polizeikreisen gilt er als skurril und schrullig, wegen seiner ungewöhnlichen Art an den Fall heran zu gehen. Seltsamerweise gelingt es ihm immer wieder, und nur auf Grund der Indizienlage, die vertracktesten Fälle erfolgreich zu lösen. Deshalb wird er dann doch und etwas wiederwillig zur Unterstützung herangezogen, wenn die Polizei in einer Sackgasse steht. In dieser Geschichte geht es um einen wichtigen Kaufvertrag des Lord Wallingham, der scheinbar auf dem Postweg (damals noch per Kutsche) zwischen Liverpool und London verschwunden ist. Der Krimi ist im Stil der Agatha Christie und Arthur Conan Doyle Romane geschrieben, inhaltlich wie sprachlich an das 19. Jahrhundert angepasst. Allerdings trägt er ein leichtes Augenzwinkern mit sich und treibt die Analyse und Herleitung zur Aufklärung des Falls, auf die äußerste Spitze. Verdächtigt wird der Sekretär des Lord Wallingham, der aus Versehen das verschwundene Dokument mit nach Liverpool genommen hatte. Dieser legt im Laufe der Geschichte mehrere Geständnisse ab, jedes näher an der Wahrheit als sein Vorgänger und immer angepasst an den neuesten Ermittlungsstand. Das Ermittlerteam, bestehend aus Mathematikprofessor Hounting, Polizeiinspektor Burdy und die junge Assistentin des Polizeipräsidenten Emely L‘Saint, legt minutiös die einzelnen “Zwiebelhäute“ frei, bis sie zum Kern der Sache kommen, der für mich überraschend war. Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Kriminalroman zu lesen. Am schönsten waren die Stellen, wo der Humor des Autors hier und da aufblitzte. Die geheimnisvolle Geschichte um die Entstehung des Romans und wie es dazu kommt, das der Autor den gleichen Namen trägt, wie der Mathematikprofessor, ist ähnlich geheimnisvoll gestaltet und kann auf der Autorenseite bei Amazon nachgelesen werden. Wenn du ein Liebhaber klassischer Kriminalromane bist, dann lohnt es sich allemal, „Die Geständnisse des Sekretärs" zu lesen.

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