Henry James

 3.8 Sterne bei 429 Bewertungen
Autor von Das Durchdrehen der Schraube, Washington Square und weiteren Büchern.
Henry James

Lebenslauf von Henry James

Ein amerikanischer Klassiker: Henry James wurde 1834 geboren und war ein US-amerikanischer Autor. Sein Vater war ein angesehener Intellektueller, so wurde James früh mit diversen Klassikern der Literatur vertraut gemacht. Er bereiste Europa und fing an, in Harvard Jura zu studieren, bevor er merkte, dass ihm die Literatur mehr entsprach. Mit 20 Jahren verfasste James erste Artikel, Kurzgeschichten und Erzählungen. In seinem literarischen Schaffen wurde er von anderen weltberühmten Schriftstellern beeinflusst und mit vielen bedeutenden Autoren bekannt. Seine Werke wurden berühmt und überall auf der Welt gelesen. Er starb am 28. Februar 1916 in Chelsea, Großbritannien.

Neue Bücher

Daisy Miller

 (26)
Erscheint am 31.01.2019 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

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Das Durchdrehen der Schraube

Das Durchdrehen der Schraube

 (74)
Erschienen am 23.10.2015
Washington Square

Washington Square

 (45)
Erschienen am 11.12.2017
Daisy Miller

Daisy Miller

 (26)
Erschienen am 31.01.2019
Bildnis einer Dame

Bildnis einer Dame

 (19)
Erschienen am 30.09.2015
Eine Dame von Welt

Eine Dame von Welt

 (14)
Erschienen am 14.01.2016
Die Europäer

Die Europäer

 (12)
Erschienen am 21.09.2015
Die Aspern-Schriften

Die Aspern-Schriften

 (10)
Erschienen am 23.10.2015
Porträt einer jungen Dame

Porträt einer jungen Dame

 (9)
Erschienen am 23.10.2015

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Neue Rezensionen zu Henry James

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H

Rezension zu "Die Europäer" von Henry James

Ein Happyend gibt es in diesem kurzweiligen Roman auch; allerdings ein anderes als erwartet!
Habichtvor 2 Monaten

Ein wunderbarer kleiner Roman mit spritzigen Dialogen und charakteristischen Typen, in dem uns, den Europäern, ein Spiegel vorgehalten wird. Eine verarmte deutsche Baronin mit ihrem kleinen Bruder im Gepäck, quasi eine Art Anstandswauwau, besucht ihre sittenstrengen  Verwandte in Übersee, um sich einen Mann zu angeln. In dieser lebendigen und witzigen mit Ironie und Psychologie gespickten Komödie deckt der Autor auf charmante Art und Weise - Vorsicht Klischees! - das tiefgründige Wesen der Europäer und die verklemmte Prüderie der Amerikaner auf. Ja, und ein Happyend gibt es in diesem kurzweiligen und sehr lesenswerten Roman auch; allerdings ein anders, als vielleicht erwartet! Mein Tipp: Dieses erfrischende und amüsante Büchlein, eignet sich hervorragend als lesenswerte Sommerlektüre für Strand oder Garten!

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Ambermoons avatar

Rezension zu "Was Maisie wusste" von Henry James

Ein kleines Mädchen zwischen den Fronten
Ambermoonvor 4 Monaten

Als Maisies Eltern sich scheiden lassen, gerät das Mädchen zwischen die Fronten. Doch Maisie erkennt, wozu sie benutzt werden soll und verfolgt bald ihre eigene Taktik.... (Klappentext)

❋❋❋❋❋

"Es sollte das Schicksal dieses duldsamen kleinen Mädchens werden, mehr zu sehen, als es zunächst verstand,
aber auch, und dies von Anfang an,
viel mehr zu verstehen, als dies vielleicht je zuvor ein Mädchen vergleichbaren Alters,
wie duldsam auch immer, getan hatte."
(S. 13)

"Was Maisie wusste" ist ein komplexer und experimenteller Roman Henry James' und demonstriert einmal mehr James' Faszination für Figuren, die dazu verdammt sind zu beobachten anstatt teilzunehmen.

Das vorliegende Werk ist die Geschichte eines Kindes, dessen Eltern sich scheiden lassen und von denen keiner die Unannehmlichkeit auf sich nehmen will, sich wegen Maisie in seinem gesellschaftlichen Leben beeinträchtigen zu lassen. Der Roman ist eine Analyse von Maisies Eindrücken und Reaktionen auf die Dummheit und den Egoismus ihrer Eltern, deren Freunde und Liebhaber.
Es ist kein Roman mit viel Spannung und auch nur mit sehr wenig Handlung, was jedoch nicht bedeutet, dass hier nichts passiert.

Henry James ist ein Schriftsteller, der für seine Charakterstudien in seinen Romanen war und immer noch ist, wie z.B. auch in "Das Bildnis einer Dame" oder auch, wenn man es genau betrachtet, in "Die Drehung der Schraube". Auch in diesen Romanen passiert nur wenig und es stehen die Charaktere im Vordergrund. Diese sind manchmal alles andere als Sympathieträger. Egoismus, Eitelkeit, Manipulation sind häufige Themen in seinen Romanen und Charaktereigenschaften seiner Figuren.
So auch in diesem Roman, welcher aufzeigt, was diese Attribute bei einem kleinen Mädchen anrichten können, wenn es in einer Umgebung mit Erwachsenen aufwächst, welche diese Eigenschaften besitzen. Hier steht die Entwicklung Maisies im Vordergrund, ihre Gedanken und Gefühle, während sie zwischen allen möglichen Fronten steht.

"Das Kind sollte ihrem Zorn dienen und ihre Rache besiegeln,
denn beide Ehepartner waren zu gleichen Teilen von der Schwere des Richterspruchs versehrt worden,
weil darin letztinstanzlich der von beiden Seiten aufgebracht vorgetragene Anspruch abgewiesen wurde, ALLES zu wollen."
(S. 9)

Masie ist ein intelligentes Mädchen, stellt sich jedoch gegenüber allen Außenstehenden und vor allem ihren Eltern gegenüber absichtlich dumm, um nicht noch mehr in die Streitereien ihrer Eltern hineingezogen zu werden und als Spielball und Informationsquelle zu fungieren. Dadurch wird Masie aber auch zu einer geübten Zuschauerin und Zuhörerin. An ihren Gedanken erkennt man, dass sie viel mehr von ihrer Umgebung wahr- und aufnimmt als alle denken. Durch Maisies Augen erhält der Leser Einblick in die Charaktere der Figuren, in Intrigen und Affären, welche sich rund um das Mädchen abspielen und dem sind ganz schön viele. Hier scheint jeder jeden zu betrügen und eines auswischen zu wollen.

Da Henry James nie eigene Kinder hatte, ist es umso erstaunlicher wie treffend und berührend die kindliche Sichtweise transportiert wird.
Zudem werden die Figuren nicht durch äußerliche Merkmale beschrieben. Im Grunde weiß man bis zum Ende nicht wie diese aussehen. Die Beschreibung der Figuren erfolgt alleine nur durch die Charakterbeschreibung. Das erfolgt jedoch sehr intensiv und geht somit auf sehr beeindruckende Weise in die Tiefe, welche trotzdem ein Bild vor Augen entstehen lässt.

Obwohl es durchaus und vor allem vom psychologischen Standpunkt aus interessant zu lesen ist und sich hier Abgründe auftun, hatte ich so meine Probleme mit diesem Roman. Das lag vor allem an den langen Schachtelsätzen. Diese sind zwar ein typisches Merkmal für Henry James' Schreibstil, aber hier tat ich mir besonders schwer. Manche Sätze scheinen kein Ende nehmen zu wollen und dadurch gestaltete sich das Lesen zeitweise als sehr anstrengend.
Hinzu kommen so manche Aus- und Abschweifungen. Manchmal konnte ich diesen durchaus etwas abgewinnen, denn an den richtigen Stellen tragen diese erst dazu bei in die Geschichte einzutauchen. Hin und wieder verlangsamen sie jedoch die Handlung und das Lesetempo, sodass man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten oder sich in Slow Motion durch die Geschichte zu bewegen.

Die Dialoge hingegen konnte mich begeistern. Bei diesen wird vieles nur angedeutet und umschrieben, daher muss man zwischen den Zeilen lesen, um zu erkennen was für Abgründe sich hier wirklich auftun. Bei vielen Dialogen kommt aber auch der Humor und die Direktheit von Henry James zum Vorschein, welche einem dann schmunzeln lassen.

"Und in diesem Augenblick geschah es, dass ihr die von ihrem ekelhaften Papa gesprochenen Worte erneut in ihren kleinen verwirrten Ohren klangen,
von wo aus sie, auf das Begehr ihrer Mutter hin, schnurstracks zu ihren kleinen unschuldigen Lippen und in ihre klare, durchdringende Stimme wanderten.
>>Er sagte, ich soll dir von ihm ausrichten<<, gab sie wortgetreu wieder, >>dass du eine hundsgemeine Drecksau bist.<<"
(S. 17)

Wie bei allen Romanen von Henry James, wird also auch hier beim Lesen Konzentration gefordert, wenn auch mit amüsanten und nachdenklichen Passagen. Auch von der Thematik her ist dieser Roman keineswegs leichte Kost. Vor allem da es sich hier um ein kleines Mädchen handelt, an dem sehr bildhaft herumgezerrt wird, ohne auf dessen Gefühle zu achten.

Wie vom dtv-Verlag nicht anders erwartet, hält man hier eine qualitativ hochwertige Ausgabe in den Händen.
Obwohl hier mit "Neuübersetzung" geworben wird, wurde das Original weder modernisiert, gekürzt, noch "verfälscht". Es wurde der Schreibstil, der für Henry James so typisch ist, beibehalten.
Die Fußnoten mit Anmerkungen sollten unbedingt beachtet werden, da diese zum besseren Verständnis beitragen und auch durchaus interessant zu lesen sind. Diesmal ist zwar keine biographische  Zeittafel des Autors vorhanden, jedoch ein Nachwort von Angela Schader, welches einem Einblicke in die damalige Zeit gewährt, sowie in das Werk "Was Maisie wusste" selbst, das vieles verständlicher und nachvollziehbarer macht.

Fazit:
Dieser Klassiker hat mich zwar einiges an Kraft und Durchhaltevermögen gekostet, trotzdem kann ich diesem Werk von Henry James durchaus etwas abgewinnen. Es ist zwar anspruchsvoll, geht jedoch in die Tiefe und hat zudem keineswegs an Aktualität verloren.
Auch wenn ich mich bei jedem Buch von Henry James, mal mehr - mal weniger, durchkämpfen muss, finde ich seine Werke faszinierend und doch in gewisser Weise fesselnd. Ergo werde ich trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) immer wieder einen "Henry James" lesen.

© Pink Anemone (mit Bilder, Leseprobe, Autoren-Info)

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "The Turn of the Screw" von Henry James

Konnte mich nicht packen
Schlehenfeevor 5 Monaten

Eine junge Frau wird als Gouvernante für zwei Kinder auf einem einsamen Herrenhaus engagiert. Dort ist sie mit den Kindern und der Haushälterin alleine. Schon bald begegnen ihr zwei merkwürdige Geistererscheinungen, die sich den Kindern annähern zu scheinen.

Henry James' „Drehung der Schraube“ wird als Klassiker der Horrorgeschichten gehandelt, aber ich frage mich, warum??
Für mich kam absolut keine Atmosphäre jeglicher Art auf (das kann Wilke Collins zum Beispiel viel besser) und die Geister sind meiner Meinung nach weder gruselig noch verabscheuungswürdig.
Vielleicht gingen Atmosphäre und Sinn der Handlung für mich auch in der wortgewaltigen Erzählung der Protagonistin verloren. Es gibt kaum Dialoge, man erfährt das Meiste über wortreiche Schilderungen der Gefühls- und Gedankenwelt der Gouvernante. Vielleicht habe ich mich überschätzt, ich habe nämlich die englische Originalfassung gelesen. Doch auch nach einem Blick in die Manesse-Ausgabe bin ich beim Lesen der ausschweifenden Sätze abgedriftet. Nein, „Die Drehung der Schraube“ konnte mich einfach nicht packen.

Meiner Meinung nach ist die Handlung auch schlecht gealtert. Die Geister werden von den Erwachsenen als böse angesehen, weil man vermutet, dass sie die Kinder ins Verderben ziehen werden. Die Geister waren im Leben schon verrucht, weil sie als Bedienstete Standesgrenzen mit einer Affäre überwunden haben und sehr viel Zeit mit den Kindern des Hauses verbracht haben. Ein wenig befremdlich für mich heutzutage.
Die Kinder Miles und Flora sind durch die Bekanntschaft mit den beiden ehemaligen Bediensteten sehr altklug und merkwürdig. Hier wollte der Autor wohl zeigen, dass sie schon verdorben sind und sich nicht in die viktorianische Auffassung eines Kindes fügen.

Einen zweiten Stern vergebe ich noch für die Doppeldeutigkeit mancher Passagen, die viel Interpretationsspielraum zulassen. So könnte man vermuten, dass Kindesmissbrauch angedeutet wird. Auch das Ende ist sehr abrupt.

Kurz vor dem Ende dachte ich, dass die Gouvernante nun ins Irrenhaus muss, weil das Mädchen Flora und die Haushälterin leugnen, etwas gesehen zu haben. Doch leider hat Henry James diese fiese Wendung nicht verfolgt. Schade, ich hatte mir von dieser Geschichte echt mehr versprochen!

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Gespräche aus der Community

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NiWas avatar

Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden

Die Leserunde beginnt am 10.09.2015

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

!!! Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost !!!

Für den September haben wir uns „Die Drehung der Schraube“ von Henry James vorgenommen.

Klappentext:
Nervenkitzel auf höchstem literarischem Niveau Mit 'The Turn of the Screw' gelang Henry James ein sprachliches wie kompositorisches Meisterwerk, ein Solitär des Thriller-Genres. Psychologisch brillant und von überragender erzählerischer Raffinesse, zieht es den Leser unaufhaltsam in seinen Bann. 'Eine absolut wunderbare, giftige kleine Horrorgeschichte.' Oscar Wilde Zwei engelsgleiche Zöglinge, ein märchenhaft schönes Landhaus – für eine junge Erzieherin scheint sich gleich die erste Anstellung als glückliche Wahl zu erweisen. Einzig ein Mann und eine Frau, die sich ihr mehrfach auf mysteriöse Weise zeigen, um kurz darauf wieder zu verschwinden, trüben die Unbeschwertheit und nähren ihre Zweifel: Warum wurde Miles – ein doch offenbar braver Junge – der Schule verwiesen? Weiß die kleine Flora mehr als sie zugibt? Sind Liebreiz und Unschuld der beiden Kinder nur Fassade? Und warum verweigert der Dienstherr, der charmante Onkel der Zöglinge, jede Hilfe? Dem Leser als staunendem Zeugen des Geschehens stellt sich schon bald eine ganz andere Frage: die nach der Verlässlichkeit der Erzieherin und Erzählerin der vorliegenden Geschichte. Henry James’ Novelle ist eines der rätselhaftesten Werke der Weltliteratur. Mit jeder neuen Wendung weckt es aufs Neue die Dämonen der Phantasie. 'Ein Buch, das mit der unerklärlichen Magie seiner Szenen den stillschweigenden Glauben an die Ordnung der Dinge zerstört', urteilt Paul Ingendaay in seinem Nachwort.

Die Leserunde beginnt am 10. September und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns „Die Drehung der Schraube“ lesen will.:-)


Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt.

Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

• Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
• Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!


Zur Einteilung der Leseabschnitte
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Meine Ausgabe ist in 24 Kapitel gegliedert und danach habe ich die Leserunde eingeteilt:

1. Leseabschnitt: Kapitel 1 - 5
2. Leseabschnitt: Kaptiel 6 - 11
3. Leseabschnitt: Kapitel 12 - 17
4. Leseabschnitt: Kapitel 18 - Ende

Zur Leserunde
L
In dem berühmten Roman von Henry James, the Europeans, wie werden Europäer und Amerikaner porträtiert? Welche Charaktereigenschaften sind ihnen jeweils zu eigen? Könnte man das Buch als eine Art social studies sehen?
suse9s avatar
Letzter Beitrag von  suse9vor 8 Jahren
Sehr schöne Antwort, du sprichst mir aus dem Herzen. Danke
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Henry James wurde am 15. April 1834 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Henry James im Netz:

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