Henry James Bildnis einer Dame

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Inhaltsangabe zu „Bildnis einer Dame“ von Henry James

Isabel Archer erhält ein Vermögen und damit die Gelegenheit, ihr Leben ganz nach ihren Wünschen zu gestalten. Die junge Frau ist intelligent und selbstbewusst, was macht sie aus dieser einmaligen Chance? Heiratet allen Warnungen zum Trotz einen mittellosen Mann, der sich als engherzig und humorlos erweist. Doch Stolz und Pflichtgefühl halten Isabel davon ab, diesem freudlosen Dasein ein Ende zu setzen. In 'Bildnis einer Dame' schreibt Henry James über die zeitlosen Themen der Menschen: Glück und Schicksal, Hoffnung und Scheitern. Der Roman zählt zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur.

Ein Klassiker, der dem Leser viel Geduld, Muße und Konzentration abverlangt, ihn aber auch dafür belohnt.

— littleowl

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  • Bildnis einer Dame

    Bildnis einer Dame

    littleowl

    Worum geht’s? Isabel Archer ist jung, schön, selbstbewusst und entschlossen, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen. Dabei will sie auf jeden Fall unabhängig bleiben und weist deshalb kurz nacheinander gleich zwei Verehrer ab. Als sie überraschend ein Vermögen erbt, bekommt sie dadurch die Chance, ein Leben ganz nach ihren Vorstellungen zu führen. Doch anstatt wie geplant die Welt zu erobern, heiratet sie schon nach wenigen Monaten den mittellosen Gilbert Osmond, allen Warnungen ihrer Freunde zum Trotz. Zu spät erkennt Isabel, dass hinter Osmonds kultivierter Fassade Gier, Berechnung und Grausamkeit stecken. Meine Meinung Der Titel dieses Romans ist ein bisschen irreführend, es geht nämlich nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, um ein Gemälde. Es handelt sich hier um ein Portrait in Buchform, eine Charakterstudie. Tatsächlich ist „Bildnis einer Dame“ kein Roman, der viel Action oder Spannung im klassischen Sinne bietet, es geht vor allem um das Innenleben der Protagonistin. Isabels Entwicklung steht im Vordergrund, deshalb gibt es auch in Schlüsselszenen oft so gut wie keine äußere Handlung. Das bedeutet aber nicht, dass nichts passiert, denn wenn man als Leser dabei zusieht, wie eine Figur mit sich ringt, kann das durchaus so spannend sein wie ein Krimi. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich mir manchmal doch ein bisschen mehr handfestes Drama gewünscht hätte. Im Grunde fand ich die Geschichte erst ab der Hälfte interessant, so lange dauert es nämlich, bis Isabel ihren Ehemann Osmond überhaupt mal kennenlernt. Das letzte Drittel des Romans fand ich dafür dann wirklich stark, der stille Ehekrieg gestaltet sich abgründig und psychologisch ausgefeilt. Dass sich der Roman für mich teilweise gezogen hat, lag bei weitem nicht nur an der Handlung. Für seinen kunstvollen, geschliffenen Schreibstil verdient Henry James sicher Respekt, allerdings ist das Buch dadurch extrem anstrengend zu lesen. Der Autor verwendet wirklich wunderschöne, aber auch sehr lange und verschachtelte Sätze. Die detaillierten, ausschweifenden Beschreibungen fand ich einerseits schön, weil man so richtig in die Geschichte eintauchen kann, andererseits verlangsamen sie zusätzlich das Lesetempo. Zudem muss man gerade bei Dialogen viel zwischen den Zeilen lesen. Man kann deshalb nicht einfach anfangen quer zu lesen, sondern muss ständig konzentriert bleiben, damit einem ja kein wichtiges Detail entgeht. Doch obwohl mir der Roman viel Kraft und Muße abverlangt hat, bin ich froh, nicht aufgegeben zu haben, denn gerade die zweite Hälfte hat bei mir wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Henry James ist ein Meister darin, einprägsame und lebendige Nebenfiguren zu erschaffen: Isabels todkranker Cousin Ralph, ihre exzentrische Tante Lydia, ihre quirlige Freundin Henrietta und die mysteriöse Madame Merle sind nur einige Beispiele dafür. Es klingt vielleicht paradox, aber obwohl man im Grunde sehr viel über sie erfährt, ist für mich immer ein bisschen Distanz zu Protagonistin Isabel geblieben. Ich fand sie als Figur zwar interessant und vielschichtig, aber um ehrlich zu sein nicht wirklich sympathisch. Manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen und gerade im ersten Teil des Romans hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie mit den Gefühlen ihrer Mitmenschen spielt. Fazit Ein anspruchsvoller, vielschichtiger und oft kräftezehrender Klassiker, aber spätestens im letzten Drittel des Romans wird die Geduld belohnt.

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    • 3
  • [Rezension] "Bildnis einer Dame" - psychologisches Meisterwerk

    Bildnis einer Dame

    SicaUee

    Isabel Archer erbt überraschend ein Vermögen und dadurch eröffnen sich der eigensinnigen und selbstbewussten jungen Amerikanerin viele Möglichkeiten. Sie nutzt dies auch gleich für weite Reisen, um sich die Welt anzusehen und Erfahrungen zu sammeln. Umworben wird Isabel im Laufe der Geschichte von drei Männern. Zunächst einmal, seit Jahren schon, von Caspar Goodwood, den sie von jung auf kennt. In England, wo ihr Onkel lebt, lernt sie Lord Warburton kennen, der sie ebenfalls heiraten möchte und schließlich begegnet sie noch Gilbert Osmond, einem Amerikaner, der schon lange in Italien lebt und aus seiner ersten Ehe eine Tochter mitbringt, der auch Interesse an ihr zeigt. Was wird Isabel aus ihren Möglichkeiten machen? „Bildnis einer Dame“ ist das erste Werk, das ich von Henry James gelesen habe, ich habe mich vorher nicht sonderlich mit dem Thema beschäftigt, weil ich unvoreingenommen an diese Geschichte gehen konnte. Isabel hat einen etwas seltsamen Charakter, wie überhaupt der Roman vor lauter interessanten und eher sonderbaren Figuren wimmelt. James schildert Isabels Innenleben, ihre Gedankenwelt ziemlich detailliert, zeigt, wie wichtig ihr ihre Freiheit und Unabhängigkeit sind und warum sie die Entscheidungen trifft, die sie trifft. Man kann einige ihre Entscheidungen vielleicht nachvollziehen, gutheißen mag man sie nicht, mehr werde ich nicht dazu sagen. „Ihr Leben sollte stets im Einklang mit dem angenehmsten Eindruck sein, den sie zu erwecken vermochte; sie wollte sein, was sie schien, und wollte scheinen, was sie war. Zuweilen ging sie so weit, zu wünschen, sie befände sich eines Tages in einer schwierigen Lage, nur um des Vergnügens willen, sich dann so heldenhaft zu erweisen, wie die Gelegenheit es erforderte.“ (S. 54) Obwohl man Isabel also eigentlich sehr „nahe“ kommt, weil ihr Innenleben so genau dargestellt wird und man ihre Entwicklung über einige Jahre hinweg sehr ausführlich miterlebt, hatte ich das Gefühl, dass sich eine gewisse Distanz zu ihr aufgebaut wurde, wirklich sympathisch wurde sie mir nicht. Aber vielleicht war das auch nur mein Eindruck. James' Schreibstil ist sehr detailreich, die Figurenzeichnungen sind sehr differenziert und ausgearbeitet, nicht nur die von Isabel. Es ist nicht die leichteste Lektüre, gerade bei den Dialogen wurde oft mehr gesagt, als es zuerst scheint, man muss schon sehr genau lesen und viel darüber nachdenken, sonst entgeht einem sehr viel. Die Sprache ist aber wirklich wunderschön, oft habe ich Sätze immer wieder gelesen, weil sie so unglaublich schön formuliert waren. „Bildnis einer Dame“ ist ein Klassiker, für den ich mir sehr bewusst viel Zeit genommen habe. Über ein paar Wochen hinweg habe ich, stets abends, immer nur ein, zwei Kapitel gelesen, um genug Zeit zu haben, über das Gelesene nachzusinnen. Mir ist bestimmt trotzdem noch so einiges entgangen, mir schwebt vor, das Buch in ein paar Jahren noch mal zu lesen...

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    • 2
  • Rezension zu "Bildnis einer Dame" von Henry James

    Bildnis einer Dame

    maroma

    22. May 2012 um 09:24

    England, Amerika, Florenz, Heirat, Landsitz, Krankheit

  • Rezension zu "Bildnis einer Dame" von Henry James

    Bildnis einer Dame

    labellokiss

    11. May 2009 um 18:23

    Ich glaube wirklich, dass dieser Roman sprachlich sehr gut ist – leider geht das aber in der eher sehr langsam dahinplätschernden Handlung total unter. Henry James erzählt das Leben der jungen Amerikanerin Isabel Archer, die voller Tatendrang mit ihrer Tante in die „alte Welt“ (genauer nach England) kommt. Auf ihrer Reise quer durch Europa begegnet sie unter anderen Gilbert Osmond, den sie später auch heiratet. Nur leider stellt sich heraus, dass sie die falsche Wahl getroffen hat – ihr Mann setzt ihr ständig mit spitzen Worten zu und lässt sie spüren, dass aus der früheren Liebe mittlerweile blanke Verachtung geworden ist. Es gibt noch mehrere teilweise überraschende Wendungen, die aber leider in fünf Seiten kleiner Schrift ohne einen einzigen Absatz letztlich doch auch irgendwo untergehen.

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  • Rezension zu "Bildnis einer Dame" von Henry James

    Bildnis einer Dame

    firlefanz

    13. November 2008 um 11:10

    Die Nebenfiguren machen den Charme des Buches aus.
    Henrietta Stackpole, Ralph Touchett, Mr. Bantling...
    Und die Dialoge. Die sind auch wunderbar.

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