Henry James Die Flügel der Taube

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Inhaltsangabe zu „Die Flügel der Taube“ von Henry James

Milly Theale, die schöne und wohlbehütete Erbin eines großen Vermögens aus New York, ist gerade über Neapel und die Schweizer Alpen in London eingetroffen, als sie dort auch schon als umschwärmter Mittelpunkt der vornehmen Salons gilt. Hier begegnet sie dem New Yorker Journalisten Merton Densher wieder, der von seiner egozentrisch- berechnenden Verlobten Kate Croy dazu gedrängt wird, Milly zu heiraten um so an ihr Vermögen zu gelangen. Merton folgt Kate nach Venedig, wo sie erfährt, daß sie an einer rätselhaften Krankheit leidet. Seine Liebe verleiht der jungen Frau neuen Lebensmut. Doch eines Tages erkennt Milly das falsche Spiel...

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  • Rezension zu "Die Flügel der Taube" von Henry James

    Die Flügel der Taube

    Sokrates

    05. October 2011 um 14:49

    Der Roman, unter gleichem Titel auch verfilmt, skizziert wieder einmal die oberen gesellschaftlichen Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Handlung spielt in London: erzählt wird die Geschichte der jungen Kate, die bei ihrer strengen, aber entgegen dem eigenen Vater, reichen Tante Maude lebt. Die Tante nimmt das Mädchen nur widerwillig bei sich auf: vordingliches Ziel ist es daher, Kate erfolgreich und standesgemäß zu verheiraten. Doch diese verliebt sich in den armen Journalisten Merton. Die Beziehung mag zwar emotional glücklich sein, die finanziell-gesellschaftlichen Verhältnisse sind jedoch erdrückend und wenig erfolgversprechend. Gerade in dieser Situation lernt Kate die vermögende, aber schwerkranke Millie kennen. Bald darauf ist man eng befreundet. Doch der Roman kippt: es kommt zu massivem Betrug, Untreue, Manipulation. Ein Happy End darf nicht erwartet werden – hierfür hat Henry James der Gesellschaft viel zu sehr den Spiegel vorhalten wollen. Ein glückliches Ende hätte diese Intention konterkariert. Stattdessen werden die Kräfte und Bestrebungen der Gesellschaft, an Geld, Zuneigung und Ansehen zu gelangen, ad absurdum und emotional auf die Spitze getrieben. Der Roman ist nicht nur als Leseerlebnis anzusehen; auch die bereits erwähnte Ver-filmung von Iain Softley ist empfehlenswert und hält sich positiverweise sehr an die Romanvorlage.

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