Henry James Die Freunde der Freunde

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Freunde der Freunde“ von Henry James

Owen Wingrave beschließt eines Tages, nicht die für ihn seit jeher vorgesehene Offizierslaufbahn einzuschlagen. Seine traditionsbewusste Familie setzt ihn daraufhin massiv unter Druck, so dass er plötzlich unter mysteriösen Umständen stirbt – genau wie zuvor sein Ururgroßvater. In detailgenauen Psychogrammen berichtet Henry James von den Verstrickungen unter Freunden und Verwandten. Mit für seine Zeit erstaunlicher Offenheit und Klarsicht analysiert er menschliche Beziehungen. Dadurch gewinnen seine Erzählungen eine Aktualität und Unmittelbarkeit, die gefangen nehmen und den Leser mit jedem einzelnen Protagonisten hoffen und bangen lassen.

Vier Geschichten mit interessanten Figuren im Vordergrund; das wundersame Ende der Erzählungen kommt meistens unerwartet und rätselhaft.

— mah0
mah0

Stöbern in Fantasy

Ein Käfig aus Rache und Blut

Wahnsinn! Absolut großartiger und mehr als empfehlenswerter Auftakt!

Schnapsprinzessin

FederLeicht - Wie Nebel im Wind

So schön und die perfekte Fortsetzung! Ich will endlich wissen wie es weitergeht... bis Dezember scheint mir wie eine Ewigkeit!

Schnapsprinzessin

Grünes Gold

Die Söldner des Klingenrausches erledigen ihren dritten und letzten Kontrakt, nichts für schwache Nerven.

Shellan16

Corvin

Spannend, mysteriös, außergewöhnlich, gefühlvoll

clauditweety

Rebellion

Toller Start!

daniel_bauerfeld

Der Wandel

Lohnt nicht , was Rachel Morgan Fans aber wohl nicht abhalten kann/wird. Ging mir ja auch so.

thursdaynext

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Freunde der Freunde" von Henry James

    Die Freunde der Freunde
    emeraldeye

    emeraldeye

    13. February 2012 um 13:18

    Ich habe eine Weile gezögert, bevor ich mich entschieden habe, "Die Freunde der Freunde" aus der Bibliothek mitzunehmen. Ich bewundere Henry James für seine Fähigkeit, Menschen und ihre Beziehungen zu analysieren, ja regelrecht zu sezieren. Er hinterfragt wieder und wieder Motive, Handlungen und Entscheidungen seiner Protagonisten, ohne sie bloßzustellen, sie zu bewerten oder ihnen ihre tiefsten Geheimnisse zu nehmen. Immer läßt er ihnen ein gewisses Maß an Unerklärbarkeit, Spontanität und eigenem Willen. Leider ist es jedoch auf Dauer ungemein anstrengend, ermüdend und auch ein wenig langweilig, seitenlang über die Innenwelten seiner Figuren zu lesen, während sich die Handlung wenig oder auch gar nicht bewegt. Das nimmt seinen Romanen oft einen großen Teil an Spannung und Überraschung. Seine Erzählungen muten zeitweilig an wie Standbilder oder wie im Zeitlupentempo ablaufende Filme. Wenn ich an "Portrait einer Dame" oder "Die goldene Schale" zurückdenke, dann erinnere ich mich, diese hunderte Seiten starken Abhandlungen über die menschliche Psyche mehr als einmal aus der Hand gelegt zu haben, weil mir das Rotieren der Figuren um sich selbst, ihre Zögerlichkeit und ihre Distanziertheit so zäh und fragwürdig erschienen ist. Von den vorliegenden 4 Kurzgeschichten habe ich mir eine Straffung der Erzählweise und damit mehr Spannung erhofft. Und genauso war es! Natürlich taucht James auch in seinen Kurzgeschichten in die "Untiefen" seiner Protagonisten ab, aber zugunsten der parallel laufenden Handlung hält er sich kürzer und überläßt dem Leser häufiger die Möglichkeit zur eigenen Interpretation. Erstaunlich fand ich die teilweise sehr modernen Dialoge und die Offenheit, mit der James für seine Zeit moralisch fragwürdige Verhaltensweisen beschreibt ("Das Privatleben") sowie die vorsichtige Annäherung an die Phantastik eines Edgar Allan Poe. Mein Favorit ist "Die Freunde der Freunde", eine tragische Erzählung über das, was geschehen kann, wenn sich "Freunde" in das Leben ihrer "Freunde" einmischen. Als Einstieg in die vielschichtige komplizierte Welt des Henry James ist dieser von Juan Luis Borge zusammengestellte Band gut geeignet.

    Mehr