Henry James Porträt einer jungen Dame

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Inhaltsangabe zu „Porträt einer jungen Dame“ von Henry James

100. Todestag von Henry James Die freiheitsliebende Amerikanerin Isabel Archer beerbt ihren englischen Onkel und begibt sich auf eine Europareise. In Italien erliegt sie dem Charme ihres Landsmannes Gilbert Osmond, ohne zu ahnen, dass sie das Opfer einer Intrige ist. Der Roman gilt seit seinem Erscheinen im Jahre 1881 als literarisches Meisterwerk und liegt hier in der hochgelobten Übersetzung von Gottfried Röckelein vor.

Toller Klassiker! Richtig interessant

— Bjjordison
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  • Tolle Geschichte.....

    Porträt einer jungen Dame
    Bjjordison

    Bjjordison

    21. June 2016 um 16:36

    Das Buch ist wirklich toll, obwohl ich gestehen muss der Einstieg war nicht so einfach, aber als ich dann weitergelesen habe, war ich begeistert.Es ist die Geschichte von Isabel, die von ihrer Tante eingeladen wird nach Europa zu kommen und dort eine Reise durch Europa zu machen. Da Isabel sehr freiheitsliebend ist, freut sie sich und will dort eine Menge neuer Dinge kennenlernen. Zu der Zeit allerdings mussten Frauen recht früh heiraten und so bekommt auch Isabel Heiratsanträge, aber sie lehnt die ersten zwei ab.Als sie dann in Florenz weilt, bekommt sie einen Heiratsantrag von Gilbert Osmond und nimmt diesen auch an. Sie merkt aber erst mit der Zeit dass dieser aus einer Intrige entstanden ist. Leider leidet die Ehe sehr schnell und scheint kaputt zu gehen, weil Osmond ein großer Egoist ist….Mir hat die Erzählung sehr gut gefallen, da ich eine große Tiefe in den Charaktere empfunden habe. Der Autor hat es geschafft ein wirklich spannendes Buch zu schreiben. Ich fand es vor allem spannend zu lesen, wie Isabel entscheidet und wie sie auf ihre Lebensumstände reagiert. Schade fand ich etwas das Ende, weil sie ja doch nicht ihre Freiheit zurückbekommt. Ich denke aber zu der damaligen Zeit hätte es anders nicht funktioniert.Auch die Nebencharaktere, wie Ralph und Gilbert sind äußerst gelungen. Interessant fand ich hier, wie der Autor die beiden beschrieben hat. Der Eine gut, der Andere schlecht. Ich fand diese Gegenteile wirklich interessant zu lesen. Das Buch wurde zum 100. Todestag des Autors mit dem neuen Cover herausgegeben und ich bin begeistert von dieser Covergestaltung

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  • Opulentes psychologisches Drama

    Porträt einer jungen Dame
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Der Handlungsrahmen dieses literarischen Portraits ist schnell skizziert ( - wer Spoiler vermeiden möchte, der lese über diese Klammer hinweg:die junge und hübsche Amerikanerin Isabel Archer kommt der Einladung ihrer exzentrischen Tante folgend nach England, verweilt einige Wochen in deren Haus, macht eine kolossale Erbschaft, durch die sie finanziell völlig unabhängig wird, schlägt diverse Heiratsanträge aus, reist durch Europa und heiratet dann doch noch um in dieser Ehe unglücklich zu werden.) Doch alle diese äußeren Ereignisse sind James nur Anlass für seine eigentliche Erzählung, für sein mit der Opulenz von gut 800 Seiten ausgestattetes psychologisches Portrait seiner Hauptfigur. Minutiös stellt er uns das Innenleben einer jungen Frau vor, deren höchstes Ideal es ist, unabhängig zu sein und sich selbst treu zu bleiben. Dabei macht James es seiner Leserschaft nicht immer leicht seiner Protagonistin zu folgen. Immer wieder betont der auktoriale Erzähler ihre emotionale Inkonsequenz und zeigt ganz offen welche Fehlentscheidungen sie trifft. Beharrlich weigert sich Isabel die Erwartungen ihrer Zeitgenossen zu erfüllen. Und genauso bewusst enttäuscht auch James die Erwartungshaltung seiner Leserschaft. Denn das klassische Happy End - immer wieder in Aussicht gestellt durch die Figur des hochherzigen Lord Warburton, einem Helden in edelster Jane-Austen- Prägung -bleibt aus. Das Ende dieses umfangreichen Romans ist offen, der Ausblick für seine Heldin eher düster und vage. Es fällt auf, wie sehr James gerade die Frauen in diesem 1881 erstmals erschienenen Roman in den Focus rückt. Mehr als eine Lady wird hier portraitiert: Henrietta Stockpole, die Berufstätige, die sich als Journalistin ihren Lebensunterhalt selbst verdient. Die reiche Tante, die nur pro forma verheiratet ist und ihr Leben völlig unabhängig von ihrem Mann und ihrer Familie gestaltet. Die geheimnisvolle Madame Merle, deren Freiheit auf einem traurigen Geheimnis beruht. Alle diese Frauen müssen James Zeitgenossen ungeheuer modern angemutet haben, entzogen sie sich doch ganz offen dem traditionellen Frauenbild ihrer Zeit. Es spricht für James' großes Einfühlungsvermögen, dass er diese weiblichen Figuren nicht nur sehr authentisch darstellt und ihnen völlig natürlich das Recht für ihre abweichenden Vorstellungen zubilligt, sondern dass er ihnen auch zutraut, ihre ungewöhnlichen Lebensentwürfe erfolgreich zu realisieren. Obwohl James seiner Leserschaft genug Raum verschafft, um mit all seinen Figuren - egal ob männlich oder weiblich - zu sympathisieren, widersteht er stets der Versuchung sie zu idealisieren - und mag auch dadurch die Leserhaltung ab und an enttäuschen. Insgesamt betrachtet ist das Personal dieses umfangreichen Romans jedoch sehr überschaubar. Auch die Rahmenhandlung liefert kaum mehr als Kolorit für die jeweilige Kulisse. Für einen 800 Seiten mächtigen Roman erstaunt es, wie wenig James auf die politischen und gesellschaftlichen Eigenheiten seiner Zeit eingeht. Die ganze Betonung dieses Romans liegt auf der Tiefe der psychologischen Darstellung. Eine große Stärke des Romans liegt in den zahlreichen vortrefflich pointierten Dialogen, eine sichtbare Schwäche in der weitschweifigen Ausführlichkeit vieler Beschreibungen, die den Lesern oft ein hohes Maß an Geduld abverlangen. Doch trotz spürbarer Längen (200 Seiten weniger hätten dem Roman gut getan) ist James 'Bildnis einer Dame' ein überraschend unkonventionelles Stück Literatur, das einen langanhaltenden Eindruck hinterlässt. Henry James Roman ist sicher nicht der zugänglichste Lesestoff aus dieser Zeit, aber wer sich darauf einlässt und einen Zugang zu James Art des Erzählens findet, wird um ein lohnendes Lesevergnügen reicher.

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    • 6
  • Charmanter Zeitvertreib

    Porträt einer jungen Dame
    MissWatson76

    MissWatson76

    Danke der Ehefrau von Guido Brunetti wurde ich mal wieder daran erinnert, dass ich Henry James nicht genug Zeit gewidmet hatte bisher. Ich finde es an sich ein wenig merkwürdig, dass diese Bücher bisher noch stiefmütterlich behandelt wurden und auch noch nicht als Ebook erschienen sind. Im übrigen ist es echt schwer, in der Buchhandlung eine Neuausgabe von seinen Büchern zu bekommen. Das hat Henry James nun nicht verdient. Wenn es jemand geschafft hat, in seinem ganz eigenen Stil zu schreiben, dann Henry James. Und er ist der Klassiker-Autor, der für mich ein wenig aus der Rolle fällt. Eventuell auch nur eine persönliche Ansicht. Er schreibt wunderbare Sätze und Dialoge und Gedanken seiner Protagonisten. Und selbst das Teetrinken wird zu einem charmanten Zeitvertreib innerhalb von James Welt.  Allerdings ging es mir auch ähnlichen wie schon anderen Lesern, dass es einfach ein bisschen zuviel des Guten war. Also zuviel Beschreibung und zuviel Sinnloses, das beschrieben wurde, so dass man kurzzeitig das Eigentliche aus den Augen verliert.  Aber nichtsdestotrotz kann man das Einmalige und Henry James genießen und vielleicht reicht ja auch einmal nicht. 

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    • 2
  • Rezension zu "Porträt einer jungen Dame" von Henry James

    Porträt einer jungen Dame
    luckytom1970

    luckytom1970

    20. March 2012 um 22:14

    Anspruchsvoll aber über viele Strecken der 687 Seiten zieht sich Buch langweilig dahin.