Henry James The Turn of the Screw

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Inhaltsangabe zu „The Turn of the Screw“ von Henry James

This volume presents the text of the New York edition of James's classic 1898 short novel, along with critical essays that read "The Turn of the Screw" from contemporary reader response, psychoanalytic, gender and Marxist perspectives.
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    The Turn of the Screw
    Saralonde

    Saralonde

    09. April 2016 um 14:52

    England im 19. Jahrhundert. Eine junge Frau tritt ihre erste Stelle als Gouvernante für ein Geschwisterpaar an. Bedingung ihres Arbeitgebers war, dass sie sich um alles, wirklich alles, selbst kümmern und ihn nicht damit belangen darf. Die beiden Kinder sind geradezu überirdisch schön und brav und die junge Frau verliebt sich regelrecht in ihre beiden Schützlinge. Doch eines ist merkwürdig: Warum darf der kleine Miles nach den Ferien nicht in seine Schule zurückkehren? Der Rektor gibt keine Gründe an. Sind die Kinder nicht so durch und durch gut, wie sie es zu sein scheinen? Ich hatte irgendwo gelesen, dass Henry James’ Gothic Novel besonders gruselig sein soll und mir das E-Book heruntergeladen, es bisher aber nicht gelesen. Als nun diese Audible Studios-Produktion mit Emma Thompson erschien, konnte ich nicht widerstehen. (Danke für den Hinweis, Herba!) Das Setting schien mir auch gleich vielversprechend und auch die von Richard Armitage gelesene Rahmenhandlung gefiel mir recht gut. Dieses war mein erstes Buch von Henry James, das heißt, ich kannte seinen Stil noch nicht. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, nicht zuerst eines seiner Bücher als Hörbuch zu hören, denn er verwendet ausführliche, bildreiche Beschreibungen, vor allem des Gemütszustands der Protagonistin. Ich muss gestehen, dass ich mich manchmal dabei ertappte, diese nicht mit voller Konzentration anzuhören. Dass Henry James versiert mit der Sprache umgeht, ist indes nicht zu leugnen. Emma Thompson setzt ihre volle Erfahrung als Schauspielerin ein und liest wirklich sehr ausdrucksvoll, stellenweise wirkte es sogar leicht übertrieben für mich. Die wenigen Sprechrollen interpretiert sie mühelos, im Falle der Haushälterin Mrs Grose auch mit einem wunderbaren lokalen Akzent. Meine Erwartungen an den Inhalt des Buchs wurden jedoch leider nicht ganz erfüllt. Ich habe es als weit weniger gruselig empfunden als erwartet, die bedrohliche Situation durch den Spuk in dem Haus wurde für mich nicht recht heraufbeschworen. In meinen Augen konzentriert sich das Werk eher auf das Seelenleben der Protagonistin und die Frage, ob, das, was sie wahrnimmt, echt ist oder ob sie langsam verrückt wird. Unheimlicher als die Geistergestalten selbst fand ich die beiden Kinder und ihr Verhältnis zu den Geistern, doch richtige Schauder ließt das bei mir nicht entstehen. Eine gute Geschichte in schöner Sprache, die jedoch inhaltlich etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.

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