Henry James Washington Square

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Inhaltsangabe zu „Washington Square“ von Henry James

Er liebt sie, er liebt sie nicht, er liebt sie, er liebt sie nicht … Catherine Sloper ist ein schüchternes, in jeder Hinsicht blasses Mädchen – und eine der besten Partien New Yorks. Als ihr der attraktive Abenteurer Morris Townsend den Hof macht, geht sie bereitwillig auf sein Werben ein. Doch Catherines Vater, zugleich der Verwalter ihres Vermögens, vermutet in Townsend einen Mitgiftjäger und will eine Heirat um jeden Preis verhindern. Hin- und hergerissen zwischen kindlichem Pflichtgefühl und dem Wunsch nach Selbstbehauptung, ringt Catherine um eine Entscheidung. Ein bravouröses Lehrstück über Liebe in Zeiten finanzieller Erwägungen.

Mir fiel es schwer, im Buch anzukommen. Danach hat mich das feministische am Buch aber schon interessiert.

— Corsicana
Corsicana

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  • Frischer Klassiker

    Washington Square
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    30. December 2014 um 16:32

    Dr. Sloper ist ein begehrter Arzt bei den Schönen und Reichen im New York. Nur bei seiner eigenen Familie versagte seine Kunst. Sein Sohn wurde nur drei Jahre alt, und seine Frau ist kurz nach der Geburt ihrer Tochter Catherine gestorben. Als Catherine zehn Jahre alt war, holte Dr. Sloper seine Schwester Lavinia zu sich, eine 33jährige Witwe. Catherine erwartet eine recht ansehnliche Mitgift, und das macht es schwierig, die Männer einzuschätzen, die sie umwerben. Wollen sie wirklich sie oder nur ihr Geld? Als Catherine sich in den attraktiven, aber mittellosen Morris Townsend verliebt und ihn heiraten will, wittert ihr Vater in dem jungen Mann einen nichtsnützigen Mitgiftjäger. Catherine ist hin und her gerissen: Soll sie sich ihrem Vater widersetzen? Ist Morris wirklich der Richtige? Dieser Klassiker aus dem 19. Jahrhundert ist erstaunlich frisch und aktuell. Gerade in Liebesdingen scheint sich im Lauf der Jahrhunderte nicht viel geändert zu haben. Auch heute sind Beziehungen zwischen finanziell sehr unterschiedlich ausgestatteten Partnern selten, werden in vermögenden Familien Menschen, die nicht den richtigen "Stallgeruch" haben, nicht als Ehepartner akzeptiert. Auch heutige Reiche legen wie Dr. Sloper ein selbstgerechtes Verhalten an den Tag. Die Neuübersetzung tut ein Übriges, diesen Klassiker zugänglich zu machen, ohne dass der Sprachwitz, die Ironie des Autors verloren geht. Das liest sich auf hohem Niveau unterhaltsam.

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  • Washington Square

    Washington Square
    alasca

    alasca

    Ein geschliffenes Juwel - ironisch, präzise, gnadenlos.

    • 2
    Martin_Keune

    Martin_Keune

    15. May 2013 um 14:46
  • Rezension zu "Washington Square" von Henry James

    Washington Square
    Sokrates

    Sokrates

    29. April 2011 um 09:08

    Dieses Buch ist eines der faszinierendsten, die in der letzten Zeit gelesen habe. Erzählt wird die Geschichte der Catherine Sloper, die als jüngstes Kind des Dr. Sloper - Witwer - in New York mit diesem lebt. Nachdem Mutter und erstgeborener Bruder bereits verstorben sind, ist Dr. Sloper verkrätzt; Catherine sieht er als geistig minderbemittelt an, als unkritisch, leicht beeinflussbar und im Übrigen "flachgeistig" - entsprechende Kommentare sind durch das ganze Buch verstreut. Allerdings konnte ich lediglich am Anfang, wo Catherine aufgrund mangelnder Lebenserfahrung noch recht unbeholfen und unwissend ist, manchen kritischen Kommentar nachvollziehen. Eines Tages lernt sie Morris Townsend kennen, einen mittellosen jungen Mann, der sich durch Zuwendungen Dritter finanziell über Wasser hält. Catherine ist trotz alledem von ihm eingenommen, verliebt sich. Auch Morris gibt vor, sich in sie verliebt zu haben, man verlobt sich schließtlich. Dr. Sloper hingegen macht diese Information stutzig, lehnt die Verlobung rundweg ab und beginnt über Morris Nachforschungen anzustellen: er will zweifelsfrei beweisen, dass Morris an der unscheinbaren und "dümmlichen" Catherine lediglich deshalb Interesse hat, weil er deren Vermögen wittert. Als Dr. Sloper schließlich mit Morris' Schwester spricht, die schließlich zugibt, den eigenen Bruder hin und wieder finanziell zu unterstützen (was ja an sich kein Makel ist), sieht er sich in seiner Vermutung bestärkt. Sofern Catherine noch immer Morris heiraten möchte, wird er sie enterben. Um sie aus der New Yorker-Gesellschaft vorerst zu entfernen, auch zwecks Überprüfung der Ernsthaftigkeit ihres Ehewillens, unternehmen beide eine "Grand Tour" durch Europa, die mehrere Monate andauert; während dieser Reise bekräftigt Catherine allerdings immer wieder ihren Heiratswillen. Zurück zu Hause löst Morris schließlich die Verlobung, aber nicht, weil die Enterbung droht, sondern allein deshalb, weil Catherine ihn davon überzeugt, dass ihr Vater nie nachgeben wird, eine Zustimmung zur Ehe also nie einzuholen sein wird. Finanzielle Aspekte finden nachrangig natürlich dennoch eine Beachtung. Dr. Sloper sieht diesen Rückzug Morris' jedoch als Indiz dafür, dass dieser Catherine lediglich des Geldes wegen hat heiraten wollen; und nun, da die Enterbung bei Heirat in Aussicht gestellt wurde, nahm er Abstand von dieser Ehe. - Vom Ende möchte ich nicht zuviel verraten, aber es ist nach alldem Geschriebenen sicher absehbar. Absehbar ist auch, dass Catherine zwischen einem recht unengagierten Morris (der wahrscheinlich wirklich nur des Geldes wegen um sie geworben hat) und dem ewig nörgelnden, allen das Schlechte unterstellenden Vater (der diese seine Eigenschaft gerne als "Lebenserfahrung" legitimierte) nicht zu ihrem Glück finden kann. Catherine's vielkritisierte Naivität konnte ich nur sehr selten als vorhanden feststellen; Dr. Sloper hingegen war mir von Anfang an recht unsympathisch; seine akribischen Versuche, die Hinterlistigkeit des Morris nachzuweisen - verstanden jedoch als Ausdruck von Lebenserfahrung und Menschenkenntnis - muteten teilweise als sehr an den Haaren herbeizogen an. Scheinbar steigerte sich jeder in seine Rolle, insbesondere jedoch Dr. Sloper. Dass die Sache letztlich für Catherine nicht gut ausgehen kann, implizieren die Charaktere und die Handlung... Insgesamt ein befremdlicher, erschreckender Roman, der die Funktionsweise einer auf Geld ausgerichteten Gesellschaft offen bloß legt. Andererseits verdeutlicht sich, dass einmal gefasste Rollen und Einschätzungen, die jemand über einen anderen getroffen hat, scheinbar lebenslang nicht revidierbar sind. Traurig obendrein, da Catherine nie die Chance hatte, das schlechte Bild, was ihr Vater von ihr hatte, verbessern konnte; dieser hatte sich derart auf seine Position eingeschossen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit war, diesen Standpunkt zu revidieren. Sprachlich sehr gut, insbesondere auch wegen einer sehr gut gelungenen Übersetzung. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Leseerlebnis!

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  • Rezension zu "Washington Square" von Henry James

    Washington Square
    Lady_Eirian

    Lady_Eirian

    01. June 2008 um 14:40

    Eine junge Erbin, die aber als völlig reizlos und wenig geistreich beschrieben wird erweckt das Interesse eines attraktiven aber mittellosen Mannes. Es ist eigentlich klar, worauf er es abgesehen hat. Und wäre da nicht ihre Tante, hätte Chatherine sich vielleicht nie so sehr an dieser Ehe festbeißen können und alles über sich ergehen lassen wie zuvor auch. Da von vornherein klar ist, welche absichten Morris hat, bleibt nur noch abzuwarten, wie Miss Sloper sich verhält. Ein wirklich glückliches Ende hatte ich nicht erwartet, aber es wäre dennoch sehr schön gewesen.

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