Henry Marsh

 4.4 Sterne bei 21 Bewertungen

Alle Bücher von Henry Marsh

Um Leben und Tod

Um Leben und Tod

 (21)
Erschienen am 13.03.2017

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Zsadistas avatar

Rezension zu "Um Leben und Tod" von Henry Marsh

Rezension zu "Um Leben und Tod"
Zsadistavor einem Jahr

„Um Leben und Tod – Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern“ ist ein Buch aus der Feder des Autors Henry Marsh.

Der Autor selbst ist Hirnchirurg und erzählt aus dem Leben seiner Arbeit.

Das Buch war im Großen und Ganzen schon sehr interessant. Henry Marsh eröffnet dem Leser Einblicke in eine Welt, in die man so nicht hineinsehen kann. Ich fand die Arbeit so schon interessant geschildert und faszinierend.

Auf der anderen Seite fand ich das Buch auch sehr befremdlich. Ich fand es manchmal nicht angebracht, wie der Autor seine Wort zu Blatt gebracht hat.

So zum Beispiel direkt am Anfang auf Seite 14: „Oft ist es ohnehin besser, der Krankheit ihren natürlichen Lauf zu lassen und überhaupt nicht zu operieren.“ Da kann man sich fragen, ob der Herr denn auch den richtigen Beruf ergriffen hat oder ob es nur des Geldes wegen gewesen war. Oder was den Chirurgen bewegt, eine Krankheit einfach Krankheit sein zu lassen, obwohl man sie vielleicht operieren könnte. Vielleicht hätte da ein etwas präziseres Ausdrücken gut getan, denn dem Leser, der nicht selbst Hirnchirurg ist, könnte diese Aussage wirklich nicht angebracht erscheinen.

Auch recht seltsam mutet der Rückblick in seine Vergangenheit. Die Erzählung, dass er in seiner Ausbildung darauf wartete und es auch genoss, wenn der Operateur mit Blutmassen zu kämpfen hatte. Da könnte ich mich wirklich glatt fragen, hätte der gute Herr nicht besser Metzger lernen sollen.

Ich war mir auch nicht sehr klar darüber, ob das nun zur Aufheiterung des ansonsten schweren Stoffes dienen sollte oder ob dies ernst gemeinte Interessen des Autors waren.

Auch wenn das Buch von anderen Lesern gerne hoch gelobt wird und es sich wohl auch um einen Spiegel Bestseller handelt, was auch nicht überrascht, ist der herausgebende Verlag doch auch der Spiegel Buchverlag, konnte mich das Werk nicht wirklich überzeugen.

Mit viel gutem Willen vergebe ich hier noch 3 Sterne. Aber nur, weil ich den eigentlichen Inhalt in Sachen Hirnchirurgie sehr interessant gefunden habe. Man muss den Rest eben etwas ausblenden und nicht so genau hinterfragen oder darüber nachdenken. 

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9
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AnnieLovesTheSkys avatar

Rezension zu "Um Leben und Tod" von Henry Marsh

Gott in Weiß oder Mensch? Warum nicht beides.
AnnieLovesTheSkyvor einem Jahr

Der Neurochirurg Henry Marsh beschreibt Krankheitsfälle aus seinem Alltag und lässt den Ottonormalverbraucher ein wenig hinter die Kulissen eines Krankenhauses blicken. Der Leser wird zudem über Fälle, die ihn in seiner Laufbahn beeinflusst haben, ins Bild gesetzt und auch an medizinischen Erklärungen mangelt es nicht. Diese sind, meiner Meinung nach, manchmal zu detailliert, was aber meiner geringen Schmerzgrenze zu schulden ist.
Da ich kein Fan von Krankenhausgeschichten bin, ging ich zwar interessiert, ob des Hintergrundes dieses Buches, dennoch auch skeptisch, wie langweilig es werden könnte, an die ganze Sache heran. Marsh hat mich erstaunlicherweise sofort in seinen Bann gezogen. Krankenhausärzte werden allgemeinhin als unnahbar angesehen, wirkliche "Götter in Weiß", deren Fähigkeiten oftmals über Leben und Tod entscheidet. Marsh schafft es anscheinend mühelos, seine Tätigkeit von verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und damit sowohl den Alltag aus der Sicht eines Arztes, eines Patienten und eines Menschen zu schildern.
Ein wirklich außergewöhnliches Buch, das zeigt, dass Ärzte sich vielleicht eine gewisse Arroganz erlauben können, aber es niemals übertreiben dürfen, denn wir sind alle "nur" Menschen. Auch Ärzte sind von gesundheitlichen Rückschlägen nicht befreit.

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3
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fliegende_zeilens avatar

Rezension zu "Um Leben und Tod" von Henry Marsh

Interessant und bewegend..
fliegende_zeilenvor einem Jahr

Inhalt
Was beinhaltet die Arbeit eines Hirnchirurgen? Wie geht man damit um wenn die eigenen Fähigkeiten über das Schicksal von Menschen entscheidet?
Henry Marsh, Großbritanniens bester Neurochirurg erzählt über seinen Alltag und über Erfahrungen die er bereits sammeln durfte.

Bewertung
Ich danke dem Penguin Verlag und dem Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar.
Dieses Buch war überraschend bewegend und informativ zugleich. So ist jedes Kapitel einem anderen Krankheitsbild (das in Kurzform erklärt wird) zugeteilt, und geht mit passenden Fällen von Patienten einher.
Trotzdem wird vor medizinischen Fachausdrücken und detailreichen OP-Vorgängen kein Halt gemacht. So kann man dieses Buch wohl keinem Hypochonder empfehlen, denn die würden ganz schön an ihre Grenzen kommen.
Henry Marsh schenkt dem Leser in seinem Buch schöne und auch schreckliche Momente seines Arbeitsalltags. So erfährt man auch etwas über seinen Werdegang, und wie er schließlichz sein Herz an die Neurochirurgie verlor. Dieser Mensch operiert wirklich mit Leidenschaft.
Genauso bemerkt man im Verlauf des Buches, dass Ärzte auch nur Menschen sind, und sich mit ähnlichen Ängsten wie denen der Patienten herumschlagen müssen.
Über all dem liegt ein angebrachter Humor, der das Lesen auflockert.
Interessant fand ich auch, dass es zur Covergestaltung eine eigene Anmerkung zum Ende des Buches gab.
So erfährt man das diese Zeichnung (von Susan Aldworth) vor Ort am Royal London Hospital entstand, wärend einer zerebralen Angiografie eines Patienten, zum lokalisieren eines Aneurysmas.

Fazit 
Wer nach einem Sachbuch, dass sich wie ein Roman liest und autobiographisch angehaucht wurde sucht, ist mit "Um Leben und Tod" sehr gut beraten.

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