Kritik der reinen Toleranz

von Henryk M. Broder 
3,6 Sterne bei15 Bewertungen
Kritik der reinen Toleranz
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Inhaltsangabe zu "Kritik der reinen Toleranz"

»Ich halte Toleranz für keine Tugend, sondern für eine Schwäche – und Intoleranz für ein Gebot der Stunde.« Henryk M. Broder

Was toleriert unsere Gesellschaft nicht alles: prügelnde Jugendliche, religiöse Fundamentalisten, linke Terroristen. Doch das ist eine gefährliche Toleranz, die von der Gleichwertigkeit aller Lebensstile ausgeht und die Ursache und Wirkung verwechselt. Wie schon in seinem Bestseller »Hurra, wir kapitulieren« bietet Henryk M. Broder auch in seinem neuen Buch wieder eine scharfsinnige Gesellschaftsanalyse und warnt vor den seltsamen Blüten, die unsere falsch verstandene Toleranz gegenüber intoleranten Menschen und Meinungen treibt.
Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sado-Maso-Fete persönlich willkommen heißt, dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten. Unter solchen Bedingungen wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – und gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.
In seinem neuen Buch erweist sich Henryk M. Broder wieder als scharfzüngiger Kritiker einer falsch verstandenen Haltung, mit der wir unsere demokratischen Werte Stück für Stück aufgeben. Um unsere freiheitliche und offene Gesellschaft zu verteidigen, müssen wir mehr Mut zur Intoleranz aufbringen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570550892
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Pantheon
Erscheinungsdatum:10.08.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Kritik der reinen Toleranz" von Henryk M. Broder

    Er hat ja sooo Recht. Das letzte Drittel zieht sich dann aber zu sehr und es ist, nunja, keine Wiederholung, aber lediglich eine Variation bereits zuvor Gelesenem.

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    rebekkas avatar
    rebekkavor 9 Jahren
    Rezension zu "Kritik der reinen Toleranz" von Henryk M Broder

    Ein typischer Broder. Hemmungslos, schonungslos. Und in der ein oder anderen Minute, wenn die Ungerechtigkeit wieder einmal all zu deutlich wird, ist man versucht einfach laut zu schreien.
    Für mich ein ganz besonderes Buch, mit der schönen Erinnerung an die Lesung im Literaturhaus München und der Signatur des Autors.

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    T
    torwart89vor 3 Jahren
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    MorbusSantevor 3 Jahren
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    Badmojo44vor 6 Jahren
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    Die17vor 7 Jahren
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    Sonnenwindvor 7 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
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    Sokratesvor 8 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

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