Henryk Sienkiewicz

 4.3 Sterne bei 127 Bewertungen
Autor von Quo vadis?, Die Kreuzritter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Henryk Sienkiewicz

Henryk Adam Aleksander Pius Sienkiewicz. Erhielt 1905 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 15.11.1916 in Vevey in der Schweiz

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MyriamErichs avatar

Rezension zu "Quo vadis? (Roman)" von Henryk Sienkiewicz

Domini, quo vadis?
MyriamErichvor 3 Jahren

Bei einem Besuch verliebt sich der junge Tribun Markus Vinicius in die scheue Lygia, die als Geisel in Rom lebt. Durch ihre "Gasteltern" wurde sie zu einer treuen Anhängerin des gerade erblühenden Christentums. Mithilfe seines einflussreichen Onkels Petronius, der in regem Kontakt mit dem damaligen Machthaber Kaiser Nero steht, ersucht er um Lygias Hand. Nero indes, droht in seiner Musik- und Kunstbesessenheit das junge Glück zu zerstören. Als Rom in Flammen steht und die Christen in Verdacht gezogen werden, geraten die beiden ins Spannungsfeld der Christenverfolgung.

Henryk Sienkiewiecz lässt in seinem Werk das alte Rom in seiner ganzen Pracht wieder auferstehen. Beschrieben wird das Leben und die Geschichten unterschiedlicher Charaktere, die jedoch eng miteinander verflochten sind. So werden die letzten Wochen Neros vor Beendung seiner Amtszeit, die Liebesgeschichte Markus´ und Lygias, das Leben Petronius sowie die Geschichte des aufkeimenden Christentums geschildert, um nur einige zu nennen.

Beachtlich ist detailreiche und genaue Portraitierung des Alltages und der Lebensweise der Menschen im alten Rom. Besonders interessant ist, dass sich der Autor auf Personen beruft, die es wirklich gegeben hat, wie zum Beispiel die Apostel Petrus und Paulus, sowie Kaiser Nero.

Zu Beginn des Werkes muss sich der Leser allerdings an die recht "biblische", wenn nicht sogar ein wenig altertümliche Sprache gewöhnen.

Der Fokus liegt während des gesamten Werkes auf dem neu entstandenem Glauben: dem Christentum. Was sich zu Beginn der Handlung als kleines wehrloses Grüppchen erscheint, entpuppt sich im Laufe der Handlung als strake Glaubensgemeinschaft. Doch während des Lesens beschleicht einen der leise Verdacht eines "Missionierungsversuchs" von Seiten des Autors. So werden die Christen als fromme, schicksalsergebene, treue, bescheidene, unschuldige Lämmer, die ihr Marter klaglos hinnehmen und bis zum Schluss an ihrem Glauben festhalten. In diesem Zusammenhang sollte man jedoch auf den historischen Kontext hinweisen, denn zu der Zeit as diese Werk entstand, waren die Menschen sehr religiös.

Die Handlung gestaltet sich als überwiegend spannend und interessant. Sie steigert sich von Beginn an bis zum bitteren Ende.

Fazit: Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle, die gerne Klassiker lesen.

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Yaalbos avatar

Rezension zu "DURCH WÜSTE UND WILDNIS" von Henryk Sienkiewicz

Henryk Sienkiewicz
Yaalbovor 4 Jahren

Ich habe das Buch geschenkt bekommen und fand das Buch wundervoll! 

Inhalt: Der fast vierzehn Jahre alte Stasch und die achtjährige Nell, beide Kinder von bedeutenden Männern in einem Unternehmen, wachsen zusammen in Port- Said in Ägypten auf. Als beide in die Wüste verschleppt werden, muss Stasch seinen Heldenmut beweisen, um Nell wieder wohlbehalten zu ihrem Vater bringen zu können.
Zusammen kämpfen sich die Kinder Kilometer um Kilometer der Rettung entgegen.

Fazit: Ein wunderbares Buch! Man kann sich in Stasch und Nell hineinversetzen und hofft mit ihnen  auf Rettung. Die Story ist genial und auch die Erzählweise ist einfach wunderbar! 

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handverlesens avatar

Rezension zu "Quo vadis? (Roman)" von Henryk Sienkiewicz

Spätrömische Dekadenz vs. Christliche Unschuld ?
handverlesenvor 4 Jahren

Bekanntermaßen waren im alten Rom die Sitten etwas rauher und Selbstmord war kein seltenes Phänomen unter adligen. Auf die Spitze trieb es angeblich Kaiser Nero, in dessen Zeit reihenweise die Adern geöffnet wurden und der angeblich Schuld für einen der verheerendsten Stadtbrände der Geschichte Roms verantwortlich war.

In diese Zeit hinein entführt uns das Buch “Quo Vadis” von Henryk Sienkewiecz aus dem Jahre 1895.


Autor

Henryk Sienkewicz war ein polnischer Autor, der von 1846 bis 1916 lebte. Er erhielt im Jahre 1905 den Nobelpreis für Literatur „auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller“. Eines dieser epischen Werke ist Quo Vadis, der bereits auf mehrere Verfilmungen zurücksehen kann und seinerzeit ein Weltbestseller war.


Handlung

Quo Vadis handelt von dem jungen Patrizier Marcus Vinicius und seiner Liebe einer jungen lygischen Prinzessin namens Lygia. Diese ist eine römische Geisel und lebt daher seit vielen Jahren in der Stadt Rom. Durch seinen Onkel Petronius hat Vinicius regen Kontakt zum damaligen Herrscher Nero, der sich mehr und mehr in der Welt der Künstler und Musiker verliert. Lygia selbst ist durch ihre “Gasteltern” zum Christentum übergetreten, im Gegensatz zu Vinicius, der noch immer den alten Göttern anhängt. Ohne das zu Wissen verliebt sich Vinicius in sie und will sie erobern.

Im Laufe der Handlung tritt Vinicius ebenfalls zum Christentum über und lernt den in dieser Zeit predigenden Apostel Petrus kennen. Tragischerweise fällt in dieser Zeit Rom den Flammen zu Opfer und es wird ein Sündenbock gesucht. Die Wahl fällt wenig überraschend auf die ungeliebten Christen. So befinden sich Vinicius und Lygia im Spannungsfeld der Verfolgung im Zeitalter des noch neu entstehenden Christentums.


Meinung

Spannend für mich war der Roman vor allem, weil er die damaligen Verhältnisse im alten Rom recht quellennah wiedergibt. So existierten tatsächlich viele der Nebencharaktere und verhielten sich ebenfalls so ähnlich, wie es im Buch beschrieben ist. Auch das Leben am Hof des Nero hatte ein paar Facetten, die spannend zu erfahren waren - Intrigen, Eifer, Neid, Mord.

Aber hier liegt auch die Krux begraben. Sienkewiecz beschreibt den Hofe des Kaisers als zügellos und rüde und versucht damit uns Lesern aufzuzeigen, wie schlimm es doch sei nicht christlich zu sein. Die Christen jedoch werden als unfehlbare, friedliche und bessere Menschen dargestellt, die jede Qual über sich trotzend und in der Hoffnung einer Heilsverkündung ergehen lassen. Sienkewiecz unternimmt nahezu keine Bemühungen die frühen Christen auch als menschlich und fehlbar darzustellen. So las sich für mich das Buch als eine Art Missionierungsschrift dem christlichen Glauben anhänglich zu werden. Jedoch sollte man das Buch auch im Kontext der Zeit sehen und so bin ich mir bewusst, dass Polen ein sehr christliches Land war und ist und vor 100 Jahren war das auch noch wesentlich ausgeprägter. Entsprechend wurden Sätze, die auf mich missionierend wirken, vermutlich früher gar nicht so aufgefasst. Wenn man die Perspektive der damaligen Menschen einnimmt, erwartet die zukünftigen Leser ein hervorragend recherchierter Roman, der die Zeit, in der er spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten nahe an der Wahrheit beschreibt und eine andere Epoche als Motiv nimmt, fernab aller Mittelalterromane.


Etwas ausführlicher gibt's das noch in Videoform:





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Henryk Sienkiewicz wurde am 05. Mai 1846 in Wola Okrzejska (Polen) geboren.

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