Henryk Sienkiewicz Mit Feuer und Schwert

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Inhaltsangabe zu „Mit Feuer und Schwert“ von Henryk Sienkiewicz

Ein historischer Roman des polnischen Literaturnobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz, Nachdruck des Originals. (Quelle:'Flexibler Einband/01.10.2012')

Historisch epochal, an manchen Stellen etwas lang. Gibt aber einen guten Eindruck der damaligen Zeiten und Emotionen

— alexarts

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  • Rezension zu "Mit Feuer und Schwert, 2 Bde." von Henryk Sienkiewicz

    Mit Feuer und Schwert

    Maximilian_Schlesier

    24. October 2012 um 23:34

    - monumental, heroisch und gewaltig
    - manchmal ein wenig blauäugig in der Handlungsstruktur bezüglich der Einzelschicksale, die in den geschichtlichen Kontext eingearbeitet sind und von unübersehbarer (wenn auch ganz natürlicher und bewusst eingestreuter) Vaterlandsliebe geradezu überschäumend
    - insgesamt dennoch ein Werk, das Sienkiewicz' Ruf gerecht wird

  • Rezension zu "Mit Feuer und Schwert, 2 Bde." von Henryk Sienkiewicz

    Mit Feuer und Schwert

    sabisteb

    17. June 2011 um 21:03

    Einmal nur hat die Mutter uns geboren! Polen im Jahre 1647. Als der Ritter Jan Skrzetuski Bohdan Chmelnyzkyj das Leben rettet ahnt er nicht, dass er damit die Mitschuld an einem Krieg tragen wird, der viele tausende Polen und Kosaken das Leben kosten wird. Bohdan Chmelnyzkyj beginnt eine Kosakenarmee auszuheben, um sich für an ihm begangenes Unrecht zu rechen. Die Bauern strömen ihm zu, um gegen die Willkür des polnischen Adeligen aufzubegehren. Mit diesem Bauernheer zieht Bohdan Chmelnyzkyj gegen die polnische Armee. Währenddessen begegnet Jan Skrzetuski auf einer Reise der Prinzessin Helena Kurcewiczowna, es ist Liebe auf den ersten Blick. Helena jedoch, die bei der verwitweten Frau ihres Onkels und deren vier Söhnen lebt, ist Yuri Bogun versprochen, einem berühmten Kosakenführer. Jan erpresst Helenas Verwandte ihm die schöne Prinzessin zu Verlobten zu geben, und zieht sich so die Feindschaft Bohuns zu, der Rache schwört und sich Bohdan Chmelnyzkyjs Truppen anschließt und Helena entführt. Die Geschichte spielt im 17. Jhds der Republik Polen-Litauen (1569 bis 1795) während des Chmelnyzkyj Aufstandes und ist Pflichtlektüre an polnischen Schulen. Was den Deutschen ihr Goethe ist den Polen ich Sienkiewicz. Die historischen Fakten des Buchen sind korrekt. Sienkiewicz betrieb intensive Recherche in den Memoiren der polnischen Adligen und wollte mit diesem Roman die polnische Nation moralisch währen der Teilung des Landes unterstützen. In diese historischen Fakten wurde die Liebesgeschichte zwischen Jan und Helena eingewoben. Das Buch ist für Westeuropäer ungewöhnlich zu lesen. Zum einen behandelt es Schlachten, von denen wir nie gehört haben, zum andere ist die Darstellung der männlichen Helden für westeuropäische Leser ungewohnt. Die Ritter sind emotionaler als in unserer westeuropäischen Literatur, man könnte sagen, sie haben ihre weibliche Seite akzeptiert und sind dennoch ganze Männer. Einerseits schlachten sie mutig die Feinde, andererseits erröten sie ab und an durchaus peinlich berührt: „Herr Longinus wurde rot bis über die Ohren vor Verlegenheit.“ Sie lieben von ganzen Herzen und genießen das Liebesleid in vollen Zügen: „Der Schlaf flieht meine Lider; ich habe nur Lust zu seufzen, und werde wohl nächtens mich zu Dampf auflösen – was ich Euch hiermit kund tue, da ich bei Eurem gefühlvollen Herzen vermute, dass ihr meine Qualen versteht.“ (Das sagt ein Kerl zu einem anderen!) und bekommen durchaus ein Fieber als sie erfahren, dass der Liebsten etwas zugestoßen ist. Sie fallen in Ohnmacht und kollektives Heulen ist durchaus akzeptiertes männliches Verhalten: „Skrzetuski warf sich sofort laut weinend in die Arme des Fürsten, und der Fürst drückte ihn an seine Brust, küsste seinen Kopf – wobei die anwesenden Offiziere Tränen in seinen erlauchten Augen sahen.“ Oder „Die Weicheren, wie Wolodyjowski und Longinus, vergossen wahre Tränenströme.“ Oder (besonders schön) „ Hier heulte Herr Sagloba im tiefen Basse, denn er liebte in der Tat die Prinzessin sehr, und Herr Michael begleitete ihn in etwas höheren Tönen, und sie tranken Wein mit Tränen vermengt…“ Die Frauen hingegen sind stark „die stolze Herrin schämte sich, vor den Leuten ihren Schmerz zu zeigen.“ Und „Einen Augenblick später richteten die kräftigen, aber schönen Arme Helenens den schwachen, abgezehrten Kopf des Ritters in die Höhe.“ Ja, auch die gestandenen Männer sagen sich offen, dass sie sich lieben und anschließend betrinken sie sich gemeinsam. Hier eine Besonderheit der Osteuropäer: Das gemeinsame Besäufnis zu allen unmöglichen Zeiten. Schon in Pan Tadeusz werden die Feinde kampflos gefangengenommen, weil sie sich an den Alkoholika des eroberten Gutes bewusstlos gesoffen haben. Auch in diesem Roman betrinken sich die Ritter und Krieger andauernd exzessiv. Sie lernen auch nicht daraus, wenn sie betrunken gefangengenommen werden, denn betrunkene Feinde tötet man nicht, das wäre unehrenhaft, nein man nimmt sie gefangen, bindet sie und irgendwann kann man dann entweder fliehen oder wird befreit. Wäre man nüchtern gewesen und hätte man sich gewährt, so wäre man möglicherweise erschlagen worden, eine betrunkene Wache scheint eine deutlich größere Überlebenschance zu haben. So betrinken sie sich weiterhin nach jeden Sie, nach jeder Niederlage und in Friedenzeiten. Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten: Jan Skrzetuski ist ein Kriegsheld sondergleichen, Retter der Nation, dennoch sehr sensibel und sehr empfindsam. Jan Onufry Zagloba hingegen ist ein Feigling und Aufschneider, der mehr Glück als Verstand hat, aber wenn es drauf ankommt, kann man sich auf ihn verlassen. Longinus Podbipięeta hat Keuschheit geschworen, bis er wie sein großer Vorfahre drei Feindesköpfe auf einen Streich abgeschlagen hat. Ein Riese von einem Mann und dabei sanft und dumm wie ein Lamm. Yuri Bohun der Bösewicht, der Helena aber tatsächlich aufrichtig liebt und sie zu nichts zwingen würde, bis sie ordentlich verheiratet sind. Helena Kurcewiczoówna, die schöne Heldin, fällt öfters in Ohnmacht und betet andauernd zu Maria, wenn es drauf ankommt hält sie aber durch, irgendwie. Rzedzian, Skrzetuskis Diener. Gewitzt, intelligent, frech und eine hervorragende Krankenschwester. Mit Feuer und Schwert (erschienen 1884), bzw. die komplette Trilogie (Mit Feuer und Schwert / Sintflut / Der kleine Ritter), ist neben Pan Tadeusz das andere große Nationalepos der Polen und somit mehr als ein normaler historischer Roman. Nationalepen haben es aber meist an sich, dass es sich bei ihnen meist um Schlachtenromane handelt, so auch bei diesem historischen Roman und das ist auch sein Hauptproblem. Er hat einige wirklich ermüdende Längen. Die Schlachten werden nicht detailliert beschrieben, hier wird nicht geschrieben, wer wessen Klinge pariert, aber dennoch werden Truppenbewegungen und Strategien seitenweise erläutert. Zwar werden diese wirklich ermüdenden, langweiligen Schlachten immer wieder durch interessantere Episoden unterbrochen, welche die Handlung um die Helden dieses Romans voranbringen, dennoch konnte ich mich für diese Kriegshandlungen so gar nicht erwärmen. Mir lag die Übersetzung von Sonja Placzek (1906) aus dem Globus Verlag vor.

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