Henryk Sienkiewicz Quo vadis?

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Inhaltsangabe zu „Quo vadis?“ von Henryk Sienkiewicz

Kampf der Kulturen und der Religionen im alten RomIm Jahr 64 n. Chr.: Unruhen beherrschen die dekadente Stadt Kaiser Neros, der versucht, durch die Christenverfolgung seine Herrschaft zu sichern. Anhand der dramatischen und bewegenden Liebesgeschichte zwischen dem Römer Vinicius und der Christin Lygia zeichnet Sienkiewicz ein authentisches und eindrückliches Bild des Widerstreits von Kulturen und Religionen. Dieser Klassiker des historischen Romans, der mit Peter Ustinov verfilmt wurde, begründete den Weltruhm des Schriftstellers.

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  • Domini, quo vadis?

    Quo vadis?
    MyriamErich

    MyriamErich

    31. July 2015 um 14:27

    Bei einem Besuch verliebt sich der junge Tribun Markus Vinicius in die scheue Lygia, die als Geisel in Rom lebt. Durch ihre "Gasteltern" wurde sie zu einer treuen Anhängerin des gerade erblühenden Christentums. Mithilfe seines einflussreichen Onkels Petronius, der in regem Kontakt mit dem damaligen Machthaber Kaiser Nero steht, ersucht er um Lygias Hand. Nero indes, droht in seiner Musik- und Kunstbesessenheit das junge Glück zu zerstören. Als Rom in Flammen steht und die Christen in Verdacht gezogen werden, geraten die beiden ins Spannungsfeld der Christenverfolgung. Henryk Sienkiewiecz lässt in seinem Werk das alte Rom in seiner ganzen Pracht wieder auferstehen. Beschrieben wird das Leben und die Geschichten unterschiedlicher Charaktere, die jedoch eng miteinander verflochten sind. So werden die letzten Wochen Neros vor Beendung seiner Amtszeit, die Liebesgeschichte Markus´ und Lygias, das Leben Petronius sowie die Geschichte des aufkeimenden Christentums geschildert, um nur einige zu nennen. Beachtlich ist detailreiche und genaue Portraitierung des Alltages und der Lebensweise der Menschen im alten Rom. Besonders interessant ist, dass sich der Autor auf Personen beruft, die es wirklich gegeben hat, wie zum Beispiel die Apostel Petrus und Paulus, sowie Kaiser Nero. Zu Beginn des Werkes muss sich der Leser allerdings an die recht "biblische", wenn nicht sogar ein wenig altertümliche Sprache gewöhnen. Der Fokus liegt während des gesamten Werkes auf dem neu entstandenem Glauben: dem Christentum. Was sich zu Beginn der Handlung als kleines wehrloses Grüppchen erscheint, entpuppt sich im Laufe der Handlung als strake Glaubensgemeinschaft. Doch während des Lesens beschleicht einen der leise Verdacht eines "Missionierungsversuchs" von Seiten des Autors. So werden die Christen als fromme, schicksalsergebene, treue, bescheidene, unschuldige Lämmer, die ihr Marter klaglos hinnehmen und bis zum Schluss an ihrem Glauben festhalten. In diesem Zusammenhang sollte man jedoch auf den historischen Kontext hinweisen, denn zu der Zeit as diese Werk entstand, waren die Menschen sehr religiös. Die Handlung gestaltet sich als überwiegend spannend und interessant. Sie steigert sich von Beginn an bis zum bitteren Ende. Fazit: Ein absolut empfehlenswerter Roman für alle, die gerne Klassiker lesen.

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  • Spätrömische Dekadenz vs. Christliche Unschuld ?

    Quo vadis?
    handverlesen

    handverlesen

    17. February 2015 um 22:21

    Bekanntermaßen waren im alten Rom die Sitten etwas rauher und Selbstmord war kein seltenes Phänomen unter adligen. Auf die Spitze trieb es angeblich Kaiser Nero, in dessen Zeit reihenweise die Adern geöffnet wurden und der angeblich Schuld für einen der verheerendsten Stadtbrände der Geschichte Roms verantwortlich war. In diese Zeit hinein entführt uns das Buch “Quo Vadis” von Henryk Sienkewiecz aus dem Jahre 1895. Autor Henryk Sienkewicz war ein polnischer Autor, der von 1846 bis 1916 lebte. Er erhielt im Jahre 1905 den Nobelpreis für Literatur „auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller“. Eines dieser epischen Werke ist Quo Vadis, der bereits auf mehrere Verfilmungen zurücksehen kann und seinerzeit ein Weltbestseller war. Handlung Quo Vadis handelt von dem jungen Patrizier Marcus Vinicius und seiner Liebe einer jungen lygischen Prinzessin namens Lygia. Diese ist eine römische Geisel und lebt daher seit vielen Jahren in der Stadt Rom. Durch seinen Onkel Petronius hat Vinicius regen Kontakt zum damaligen Herrscher Nero, der sich mehr und mehr in der Welt der Künstler und Musiker verliert. Lygia selbst ist durch ihre “Gasteltern” zum Christentum übergetreten, im Gegensatz zu Vinicius, der noch immer den alten Göttern anhängt. Ohne das zu Wissen verliebt sich Vinicius in sie und will sie erobern. Im Laufe der Handlung tritt Vinicius ebenfalls zum Christentum über und lernt den in dieser Zeit predigenden Apostel Petrus kennen. Tragischerweise fällt in dieser Zeit Rom den Flammen zu Opfer und es wird ein Sündenbock gesucht. Die Wahl fällt wenig überraschend auf die ungeliebten Christen. So befinden sich Vinicius und Lygia im Spannungsfeld der Verfolgung im Zeitalter des noch neu entstehenden Christentums. Meinung Spannend für mich war der Roman vor allem, weil er die damaligen Verhältnisse im alten Rom recht quellennah wiedergibt. So existierten tatsächlich viele der Nebencharaktere und verhielten sich ebenfalls so ähnlich, wie es im Buch beschrieben ist. Auch das Leben am Hof des Nero hatte ein paar Facetten, die spannend zu erfahren waren - Intrigen, Eifer, Neid, Mord. Aber hier liegt auch die Krux begraben. Sienkewiecz beschreibt den Hofe des Kaisers als zügellos und rüde und versucht damit uns Lesern aufzuzeigen, wie schlimm es doch sei nicht christlich zu sein. Die Christen jedoch werden als unfehlbare, friedliche und bessere Menschen dargestellt, die jede Qual über sich trotzend und in der Hoffnung einer Heilsverkündung ergehen lassen. Sienkewiecz unternimmt nahezu keine Bemühungen die frühen Christen auch als menschlich und fehlbar darzustellen. So las sich für mich das Buch als eine Art Missionierungsschrift dem christlichen Glauben anhänglich zu werden. Jedoch sollte man das Buch auch im Kontext der Zeit sehen und so bin ich mir bewusst, dass Polen ein sehr christliches Land war und ist und vor 100 Jahren war das auch noch wesentlich ausgeprägter. Entsprechend wurden Sätze, die auf mich missionierend wirken, vermutlich früher gar nicht so aufgefasst. Wenn man die Perspektive der damaligen Menschen einnimmt, erwartet die zukünftigen Leser ein hervorragend recherchierter Roman, der die Zeit, in der er spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten nahe an der Wahrheit beschreibt und eine andere Epoche als Motiv nimmt, fernab aller Mittelalterromane. Etwas ausführlicher gibt's das noch in Videoform:

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  • Morden und Metzeln in Rom!

    Quo vadis?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. September 2014 um 19:13

    Wer sich etwas mit Hollywood-Filmen zu historischen Themen befasst hat, dem dürfte Peter Ustinovs Darstellung des römischen Kaisers Nero in unvergessener Erinnerung sein. Dekadent bis zur Schmerzgrenze und grausam nur zum Vergnügen wurde die Figur von diesem genialen Schauspieler geprägt. Die Verfilmung jedoch hat nur entfernt etwas mit dem zu Grunde liegenden Buch von Henryk Sienkiewicz zu tun. Eine heutige Neuinszenierung würde, wenn sie sich strickt an die Vorlage hielte, wohl kaum unter 18 Jahren freigegeben werden können. Doch dazu gleich mehr... Der Autor Henryk Sienkiewiecz wurde 1846 in Polen geboren und arbeitet nach einem Jura-, Philologie- und Medizin-Studium als Journalist. Neben zahlreichen Erzählungen verfasste er zwischen 1884 und 1888 die Trilogie „Aus Polens alter Zeit“ und 1896 den Welterfolg „Quo vadis?“. Hierfür erhielt er 1905 den Nobelpreis für Literatur. Sienkiewiecz starb 1916 in der Schweiz. Die Handlung Das römische Reich wird beherrscht vom grausamen und selbstherrlichen Kaiser Nero. In seinem Dunstkreis tummeln sich zahlreiche Senatoren und Günstlinge, die alles tun würden um seine Gunst zu behalten oder zu erlangen. Nero selbst hält sich für einen begnadeten Sänger und Dichter, was er sich auch ständig von seinen Getreuen bestätigen lässt. Zum Hofstaat des Kaisers gehört auch der junge Tribun Marcus Vinicius. Gerade von einem Feldzug zurückgekehrt, stellt ihm sein Onkel Petronius eine befreundete Familie vor, bei der er die lyrische Prinzessin Lyra kennen- und liebenlernt. Da auch Nero ein Auge auf die junge Frau geworfen hat und sie gar in seinen Harem beruft, muss Vinicius etliche Tricks anwenden um mit ihr zusammen zu kommen. Dabei steht ihm sein Onkel, der zu Neros engsten Vertrauten gehört, hilfreich zur Seite. Zur gleichen Zeit entwickelt sich in Rom eine junge Pflanze namens Christentum. Eine immer größer werdende Gruppe von Menschen predigt den Frieden und lauscht den Erzählungen eines alten Mannes, der sich Petrus nennt. Einige der Nero-Vertrauten wittern in dieser Gruppe eine Gefahr und Nero ordnete auf deren Beratung hin an, dass alle Christen zu verfolgen seien. Während eines furiosen Festes, das er zur Beschwichtigung des römischen Volkes abhält - er hat immerhin kurz zuvor Rom anzünden lassen, was er allerdings den Christen in die Schuhe schiebt - sollen die Christen in der Arena geopfert werden. In dieser gefährlichen Situation finden Vinicius und Lyra über zahlreiche Umwege doch zueinander. Da Lyra allerdings Christin ist, wird sie ebenso eingesperrt, wie alle anderen. In seiner Liebe zu ihr und überzeugt von den Lehren, die Petrus predigt, bekennt auch Vinicius sich zum Christentum und lässt sich heimlich taufen. Es kommt zu einem ungleichen Machtkampf zwischen Nero und dem friedlichen Widerstand der Christen bei dem am Ende Rom in Schutt und Asche liegt. Vielschichtige Geschichtslektion mit Hürden Zunächst einmal musste ich feststellen, dass es sich bei dem 320 Seiten starken Buch keineswegs um leichte Kost handelt. Sehr „biblisch“ geschrieben und mit recht gestelzten Formulierungen, musste ich mich doch erst einmal einige Seiten einlesen um sozusagen „in Fluss zu kommen“. Außerdem machten mir Anfangs die römischen Namen etwas zu schaffen. Es war doch recht schwierig, die einzelnen Personen auseinander zu halten. Als diese beiden Hürden dann aber genommen waren, las sich das Buch recht flüssig und vor allem äußerst spannend. Es werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt, die durch ihre Charaktere eng miteinander verwoben sind. Da ist zum einen die Geschichte des aufkeimenden Christentums, das unglaublich viel erleiden muss und dennoch am Ende als Siegers aus dem ungleichen Kampf hervorgeht. Parallel werden die letzten Wochen der Herrschaft Neros beschrieben. Als grausamer Despot verlässt er sich stets auf die Beurteilung seiner „Kriecher“, deren eigentliches Interesse lediglich darin liegt, ihren Status zu behalten. Und es wird die Liebesgeschichte zwischen Vinicius und Lyra erzählt, einer Liebe, die sich erst langsam entwickelt, viel zu erleiden hat und oft auf die Probe gestellt wird. Wenn man noch tiefer in die Analyse einsteigt, findet man schnell noch weitere Ebenen, die parallel ablaufen, wenn auch nur am Rande. So hat auch Petronius in diesem Buch seine eigene Geschichte, die man gebannt verfolgt. Das Buch beginnt eigentlich recht harmlos. Es werden Alltäglichkeiten aus dem Leben von Vinicius beschrieben und die ersten Kontakte zum Christentum ergeben sich. Was zunächst als kleine, unbedeutende Gruppe erscheint, erschließt sich den jungen Tribun mehr und mehr als mächtige, aber gewaltlose, Bewegung. Überzeugend wird die Entwicklung des jungen Mannes vom „echten“ Römer zum bekennenden Christen wiedergegeben. Dabei spielt nicht nur seine Liebe zu Lyra eine Rolle, sondern ihn begeistert auch die Einstellung dieser Menschen. Frieden um jeden Preis. Gewaltlosigkeit, auch wenn man selbst Gewalt erfährt. Erfahrungen, wie sie sich eigentlich mit dem anerzogenen Kriegerdenken eines Tribuns nicht vereinbaren lassen. Im Verlauf der Handlung spitzt sich das Geschehen mehr und mehr zu. Angestachelt von seinem Berater Tigellinus beginnt Nero eine Hetzjagd auf die Christen, die an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten ist. Überall spiegelt sich der Wahnsinn des Herrschers wider. Nur weil er noch keine brennende Stadt gesehen hat, war er nicht in der Lage, diese entsprechend in seinen Liedern zu beschreiben. Was liegt daher für einen Herrscher näher, als eine Stadt niederzubrennen. Der Brand von Rom ist allerdings gleichzeitig des Todesurteil für Nero selbst. Das römische Volk nimmt ihn diese Tat übel und lässt sich mit „Brot und Spielen“ nur eine Zeitlang ruhig stellen. Das letzte Drittel des Buches besteht zu einem großen Teil nur noch aus den Grausamkeiten, die sich Nero und seine Berater für die Christen ausdenken. Über viele Seiten hinweg werden bis ins Detail die blutigen Arenaspiele beschrieben. Da fliegen Köpfe, werden Menschen bei lebendigem Leibe von Bären und Löwen zerfleischt oder als lebende Fackeln auf einem rauschenden Fest angezündet. Der Detailreichtum, den Sienkiewicz in seine Beschreibungen legt, lässt dem Leser kaum eine Chance auf eigene Fantasien. Im Kopf machen sich die schrecklichsten Bilder breit und man tut sich schwer, weiter zu lesen. Dennoch...immer wieder flammt zwischen dem Morden und Metzeln ein Hoffnungsschimmer auf. Wie ein roter Faden zieht sich der christliche Glaube durch die blutige Handlung. Ob es die singenden Christen am Kreuz sind oder der zufrieden lächelnde alte Mann, kurz bevor er von den Flammen eines Scheiterhaufens erfasst wird, immer spürt man, dass das Ende des Tunnels noch nicht erreicht ist. So kommt am Schluss auch das dekadente römische Volk darauf, dass diese zufrieden vor sich hin sterbenden Menschen gar nicht die Monster sein können, als die sie Nero und seine Getreuen hinstellen und begehrt auf. Auch Neros Lüge, die Christen hätten Rom angezündet, wird am Ende als solche enttarnt und es kommt zum Volksaufstand gegen den Herrscher. Abschließend möchte ich noch auf eine interessante Randfigur eingehen, die von Sienkiewicz geschickt als Mittler zwischen Christen und Römern fungiert. Petronius ist für mich die glaubwürdigste Figur des Buches. Als engster Berater Neros ist er es, der in zahlreichen Situationen die Geschicke Roms bestimmt, doch kommt er gegen den Wahnsinn Neros und die Grausamkeit seines Widersachers Tigellinus nicht an. So ist ihm bald bewusst, dass er mit dem Feuer spielt, doch gesteht er sich selbst ein, dass er zu sehr seinem Status verhaftet ist, als dass er sich dem Christentum noch zuwenden könnte. Er manövriert sich mehr und mehr in eine ausweglose Situation und verschafft sich am Ende einen hervorragend inszenierten und Nero bloßstellenden Abgang. Für mich eine der sympathischsten Figuren des Buches. Fazit „Quo vadis?“ ist ein anstrengendes, grausames aber auch überaus interessantes Buch über das Christentum in seinen Anfängen. Die Charaktere werden geschickt entwickelt und man sieht Wahnsinn und Menschlichkeit sich gegenüberstehen. Die Botschaft die Autors ist eindeutig: Mit Krieg richtet man sich letztendlich nur selbst zugrunde. Möglicherweise wird diese Botschaft durch die übertriebene Grausamkeit etwas sehr plakativ dargestellt, doch so ist halt auch der Krieg – grausam und das genaue Gegenteil von Frieden. So steht in diesem Buch Nero als Symbol für den Krieg, der „bekämpft“ wird von den Christen, dem versinnbildlichten Frieden. David gegen Goliath! Für wen ist dieses Buch geeignet? Empfehlen kann ich das Werk all denen, die sich mal weit ab vom Mainstream mit Literatur befassen wollen. Ein gutes Verständnis der deutschen Sprache sollte allerdings vorhanden sein, ansonsten könnte der ziemlich gestelzte Schreibstil, der fast an den Stil der Bibel erinnert, schnell ermüdend wirken. „Quo vadis?“ ist keine leichte Kost, daher Finger weg für alle diejenigen, die entsprechendes vorziehen. Mir hat das Buch recht gut gefallen, vor allem weil es in der Lage war, mich zu erschrecken und nachdenklich zu machen.

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  • 5 Sterne

    Quo vadis?
    Samyxcx

    Samyxcx

    07. May 2014 um 21:06

    Mein Vater hat mir schon vor Jahren dieses Buch empfohlen, aber ich hatte echt nie Lust darauf es zu lesen. Man hat halt immer (oft berechtigte) Vorurteile über alte Bücher, ich hatte also lange Zeit echt keine Lust auf den "alten Schinken". Irgendwann hab ich mir doch mal ein Herz gefasst und angefangen zu lesen. Die ersten, sagen wir mal 40 Seiten, sind wirklich ein wenig zäh, aber plötzlich wirds spannend. Man vertieft sich so in die Geschichte und glaubt dabei zu sein. Den Nobelpreis dafür hat Sienkewicz wirklich zu Recht erhalten. Zeitweise hatte ich wirklich Herzklopfen vor Aufregung, was echt noch nie vorgekommen ist. Ich kann es nur empfehlen diese rührende Geschichte mal zu lesen.

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  • Rezension zu "Quo vadis" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Principessa de la Luna

    Principessa de la Luna

    12. December 2012 um 12:09

    Wunderschöner Klassiker von Sienkiewicz.
    Ich bin froh es endlich gelesen zu haben.

  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    17. October 2012 um 09:44

    Zu "Quo Vadis" muß man ja eigentlich nichts sagen, das kennt jeder. Schönes Buch! Und unvergleichlich viel besser als der Film. Und das, obwohl ich die kostenlose Version von Gutenberg runtergeladen habe, mit antiquiertem Deutsch und einigen Satzfehlern. Im Grunde ist es eine Liebesgeschichte, die aber im alten Rom unter Nero spielt. Der christliche Glaube ist noch sehr neu und wird eher als jüdische Sekte wahrgenommen. Was ja im Grunde auch gar nicht so falsch ist. Der jüdische und der christliche Glaube unterscheiden sich ja nur insofern, als die Christen nach ihrer Auffassung den Messias gefunden haben und die Juden das nicht glauben können. Weil Jesus viele der alten Gesetze, die nicht in der Bibel stehen, nicht befolgt hat, sind Christen in diesen Fällen auch frei. Trotzdem hat sich Jesus konsequent an die alttestamentliche Bibel gehalten, ohne Konzessionen. Und mit ihrer unbedingten Nachfolge haben die Christen das Römische Weltreich in die Knie gezwungen. Bevor es so weit war, haben aber viele ihren Glauben mit dem Leben bezahlt. Bekannt sind die Bilder, wo Christen singend den Löwen vorgeworfen werden. Davon handelt dieses Buch, eingebunden in eine Liebesgeschichte zwischen einem römischen Offizier und einer jungen Christin. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen!

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  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    sabisteb

    sabisteb

    07. July 2011 um 13:50

    Rom 64 n. Chr. Der junge Patrizier Marcus Vinicius verliebt sich in die Lygia eine Geisel aus königlich lygischem Hause, die von ihren Zieheltern wie ein eigenes Kind geliebt und ausgebildet wird. Wie ihre Ziehmutter ist Ligia Christin und hat andere Wertvorstellungen, als die normale römische Frau, was Vinicius nicht verstehen kann oder will. Mit Hilfe seines Onkels Petronius lässt er Ligia ihren Zieheltern wegnehmen, in den Palast Neros bringen, um sich die Geisel dann vom Kaiser schenken zu lassen. Ligia jedoch will sich nicht wie ein Sklave verschenken lassen und ihr Leben als Mätresse verbringen und taucht mit Hilfe ihrer christlichen Glaubensgenossen unter. Hin- und her gerissen zwischen Hass und Liebe macht sich Vinicius auf die Suche nach Ligia und diese Suche stürzt die Christen mitsamt seiner großen Liebe Ligia ins Unglück. Wenn man sich Sienkiewiczs Werk so anschaut, passt Quo Vadis überhaupt nicht hinein. Sienkiewicz beschäftigt sich in fast allen seinen Büchern mit polnischen Helden und polnischer Geschichte. Warum dieser eine Roman aus der Frühzeit der Christen? Ich denke, das war ein Marketing Gag. 1880 erschien der historische Roman Ben Hur der ein Bestseller seiner Zeit war und Quo Vadis schwimmt auf dieser Begeisterungswelle für Romane der frühen Christenzeit mit. Sienkiewicz konnte durch diesen einen Welterfolg, diesen einen Bestseller seine hauptsächlich für polnische Leser interessanten Bücher auch ins Interesse seiner nicht polnischen Leser rücken und so die polnische Geschichte und das Volk ohne Land (Polen existierte zu dieser Zeit nicht mehr und war zwischen Preußen, Russland und Österreich aufgeteilt) ins Bewusstsein der Welt rücken. Das ändert nichts daran, dass dieses Buch immer noch ein außerordentlich guter historischer Roman ist, der heutigen historischen Romanen in vielem voraus war und ist. Sienkiewicz vermeidet Stereotypen, wie sie heute so verbreitet sind. Vinicius ist zunächst nicht der strahlende Held, der Liebende der alles opfert, er ist ein arroganter Mistkerl, der Ligia besitzen will, ohne einen Gedanken auf ihre Gefühle zu verschwenden. „Ich könnte Aulus und Pomponia morden und die Geliebte ohne weiteres in mein haus schleppen. Ich möchte sie küssen, bis ihre Lippen schmerzen. Ich möchte sie schreien hören, wenn sie sich sträubt in meinen Armen“ (Buch 1, Kapitel 3) „Er musste sie haben; an den Haaren wollte er sein Schlafzimmer schleifen, seinen ganzen Ingrimm sollte sie kosten. Dann wieder ergriff ihn eine fast unbezwingliche Sehnsucht nach ihrer Stimme, ihrer Gestalt, ihren Augen, und er hätte ihr zu Füßen liegen mögen.“ (Buch 1, Kapitel 11) „Es gab Zeiten, wo er nicht wußte, ob er Ligia mehr hassen oder mehr lieben würde, falls er sie fände, und er malte sich Martern aus, die er über sie verhängen wollte zur Rache für die Qualen, die sie ihm verursacht hatte.“ (Buch 1, Kapitel 16) Vinicius wird auch nicht einfach durch die Liebe gewandelt, wie das in vielen historischen Romanen und den Träumen der Frauen so herumgeistert. Jede Frau will einen bösen Buben, den sie zähmt und der dann plötzlich (unglaubwürdiger Weise) lammfromm wird, ein heute gängige Typus, der in vielen Romanen gängig ist und hier vorweg genommen wird. Vinicius wird nicht sofort zum Christen, er zweifelt, er denkt wie ein richtiger Atheist und hinterfragt den neuen Glauben zunächst kritisch, was ihn überzeugt ist die konträre Weltsicht zu Neros dekadentem Rom. „Diese Lehren sind längst allgemein bekannt. Armut und Enbehrung lehren auch die Zyniker, Sokrates hat Tugend gepredigt, jeder Stoiker, selbst Seneca […] empfiehlt Mäßigkeit und ermahnt zur Wahrheit und zu Geduld und Ausdauer in Leiden und Unglück.“ (Buch 1, Kapitel 20) Die Gesellschaft zu Zeiten Neros bietet keinen Zusammenhalt, keine Gemeinschaft. Jeder hat nur Angst um sein kleines Leben, wie anders ist da das Gefühl der Gemeinschaft, das Vinicius zum ersten Mal unter den Christen erfährt. Der Respekt und die Liebe mit der sich die Christen gegenseitig behandeln als Gegenentwurf zu Egoismus und Raffgier lässt Vicinius zum ersten Mal die Welt durch die Augen anderer Menschen sehen. Petronius, Vinicius Onkel ist ein Lebemann, der alles Schöne liebt und daher Gewalt verabscheut. Er hat alles gesehen, alles erlebt und ist des Lebens überdrüssig und fürchtet den Tod daher nicht. Er sieht das Leben sehr entspannt und aufgrund seiner hohen Bildung und seins scharfen Intellekts wickelt er Nero immer wieder verbal um den Finger. Ein gefährliches Spiel, das seinem Leben Würze verleiht. Chilon Chilonides, der gedungene Detektiv, der Ligia finden soll ist zunächst auch einfach nur ein widerlicher, schmieriger Kerl, der nichts als seinen Profit im Sinne hat, bis er so viel Schuld auf sich lädt, dass selbst er ein Gewissen entwickelt. Ligia bleibt ein wenig blass, aber dennoch ergreift sie für eine Frau viel Initiative, als sie ihre Flucht vor Vinicius plant. Neros Darstellung durch Sienkiewicz ist legendär, dennoch wird er nicht als komplett grausam hingestellt, auch wenn der Autor durchaus der damals üblichen Folklore folgt, die heute von Historikern bestritten wird. Sienkiewicz verschweigt nicht, dass Nero nach dem Brand Roms die Gärten für das Volk öffnete und für dessen Versorgung sorgte, dennoch schuf der Autor oder besser zementierte den Mythos von der Massenhinrichtung der Christen unter Nero. Dennoch ist Sienkiewiczs Schilderung der Spiele ein Klassiker, sie ist grausam, blutig und faszinierend. Detailliert werden Grausamkeiten beschrieben und so die Blutgier des römischen Volkes angeprangert, aber die hat der Autor bei Tacitus entliehen. Sienkiewicz hat historisch genau recherchiert, was für die damalige Zeit nicht immer üblich war, so erwähnt er sogar Lucius Pedanius Secundus dessen Sklaven im Jahre 61 alle hingerichtet wurden, weil er durch die Hand eines seiner Sklaven starb. Es wird immer wieder kritisiert, dass dieser Romane extrem pro- Christich wäre. Dem kann ich so nicht zustimmen. Der Autor lässt zwischen den Zeilen viel feine Ironie mitschwingen, die die Christen als das darstellt, was sie damals waren: Eine Weltuntergangssekte, die das Ende der Welt jeden Augenblick erwartete (Buch 3, Kapitel 4), sich bei den damals gängigen Philosopien fröhlich bediente und von ihrer eigenen Führern ermahnt werden musste, sich nicht selbst zu opfern. Er wirft den Christen Gier nach Martyrium vor, so wie die Römer gierig nach Blut und Grausamkeit wären (Buch 3, Kapitel 8) Ja, einige Vergleiche Hinken auch bei Sienkiewicz. Da bleiben Schonsteine stehen, wie Grabmäler auf einem Kirchhof und er nimmt Bezug auf Troilus und Cressida, einem Stück von Shakespeare. Dennoch ist es dem Autor gelungen Bilder für die Ewigkeit zu schaffen: - Ligia, wie sie den Fisch in den Sand zeichnet - Ursus Kampf gegen den Stier - Petronius Selbstmord in Schönheit und unter Freunden - Petrus Flucht aus Rom und wie Jesus und Fragt „Quo Vadis, Domine“. Fazit: Ein meisterlicher historischer Roman, von dem sich heutige Autoren noch so einiges Abschauen können. Mein Lieblingsdialog: „Aber der Cäsar glaubt nicht an die Götter, und er hat Recht“ – „So ist er höchster Priester, Gott und Gottesleugner in einer Person. (Buch 2 Kapitel 13)

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  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    20. February 2010 um 11:48

    Rom 64 nach Christus: Der Patrizier und Tribun Vinicius verliebt sich unsterblich in Lygia, der Adoptivtochter angesehener römischer Bürger. Zusammen mit seinem Freund und Verwandten Petronius, einem Berater des Kaisers Nero, setzt er alles daran sie zu heiraten. Doch so beschleunigt er nur Lygias Untergang, den Lygia gehört den zahlreichen Christen in Rom an. Nach dem Brand Roms, für den der wahnsinnige und grausame Kaiser Nero verantwortlich gemacht wird, veranstaltet dieser Spiele, um das entzürnte Volk zu beruhigen. Als Opfer werden die Christen ausgewählt, von denen man sich grausame Geschichten, wie Kindsmord, Brunnenvergiftung und Opferungen für deren Gottheit erzählt. Auch Lygia wird verhaftet und droht nun an einem grausamen Tod zu sterben, doch Vinicius setzt alles daran sie zu befreien....... Ich muss gestehen, dass ich am Anfang nicht allzu sehr begeistert war von dem Buch. Die altertümliche Sprache und auch die vielen Begriffe, allem voran Namen, machten mit den Einstieg in das Buch sehr schwer. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und letztendlich überzeugt wurde ich an der Stelle, in der die Christen hingerichtet oder eher gesagt niedergemetzelt wurden. Ich fand es berührend und zugleich auch traurig wie sie bis zum Schluss beteten und keine Angst vor dem Tod zeigten, egal wie grausam er sein sollte. Ab dieser Szene wurde ich mitgerißen und konnte gar nicht mehr genug von dem Buch kriegen. Fazit: Ein sehr berührendes Buch, dem ich sehr gerne 5 Sterne geben würde, doch wegen meiner anfänglichen ,,Unbegeisterung" kann ich leider nur 4 Sterne geben.

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  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    quovadis9900

    quovadis9900

    08. October 2009 um 14:13

    Ein wunderschöner historischer Roman, den ich mindestens 20mal gelesen habe.

  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    ZwergPinguin

    ZwergPinguin

    10. March 2009 um 10:20

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, trotz des Alters hatte ich weder mit dem Sprachstil noch mit der Spannung Probleme. Da ich den Film schon kannte, war mir der Handlunsgverlauf schon vorher bekannt und ich konnte mich neben dem Inhalt auch auf die sprachlichen Feinheiten konzentrieren nund die Darstellung der Figuren. Sprachlich fand ich besonders die zarten Vorausdeutungen gelungen, bei den Figuren hingegen störte mich etwas die überdeutliche Schwarz-Weiß-Malerei (die durch und durch gute und christliche Lygia so ganz ohne Fehl). Trotzdem halte ich das Buch für sehr gelungen und es kann durchaus mit heutigen historischen Romanen mithalten. Da braucht sich keiner vor antiquierter Sprache oder zu ruhigem Handlungsverlauf (=Langeweile?) zu fürchten. Im Gegenteil es lohnt sich auf aslle Fälle, diesen Klassiker zu lesen.

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  • Rezension zu "Quo Vadis" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    03. March 2008 um 22:13

    "Quo vadis" ist ein wunderbarer historischer Roman. Er spielt im antiken Rom zur Zeit Neros. Der junge Marcus Vinicius, ein gefeierter römischer Soldat, begehrt die junge Lygia, eine Christin. Sein anfängliches rein körperliches Begehren wandelt sich im Laufe der Zeit zu echter Liebe und Marcus wird selbst ein Christ. Vor dem Hintergrund dieser Liebe beschreibt Sienkiewicz die Christenverfolgung zur Zeit Neros, die wohl eine der grausamsten und brutalsten überhaupt war. Schonungslos beschreibt er deren Martyrium sowie auch deren unerschütterlichen Glauben. Der Roman ist ein episches Meisterwerk mit psychlogisch tiefgründigen Figuren sowei einer atemberaubenden Story.

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  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. September 2007 um 14:34

    abgebrochen

  • Rezension zu "Quo Vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    Persche

    Persche

    12. July 2007 um 23:30

    ältere ausgabe als hier

  • Rezension zu "Quo vadis?" von Henryk Sienkiewicz

    Quo vadis?
    zaiga

    zaiga

    24. April 2007 um 21:57

    ich habe sehr gerne gelesen, fand super spannend, würde es bestimmt noch einmal lesen und diesmal vielleicht die ungekürzte Version