Herbert Günther Der Widerspruch

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Inhaltsangabe zu „Der Widerspruch“ von Herbert Günther

1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus.
Unterrichtsmaterial zum Buch >>

http://www.gerstenberg-verlag.de/fileadmin/Mediathek/KiGa_Schule/Widerspruch_Unterrichtsmaterial.pdf

Dieses Buch schließt eine wichtige Lücke im Jugendbuch und lässt die erste Generation nach dem 2. WK im Jahr 1963 zu Wort kommen.

— Buecherheldt

1960 Freundschaft und Entwicklung

— Ivonne_Gerhard

Ein Stück Zeitgeschichte - ein tolles Buch für Jugendliche und Erwachsene, um sich das Leben und Erwachsenenwerden 1963 vor Augen zu führen

— Isabell47

Sehr spannender Roman über Deutschland in den 60iger Jahren

— Vampir989

Großartiges Gesellschaftsporträt der frühen 60er Jahre. Die Zerrissenheit und der Aufbruch sind spürbar!

— miro76

Ein spannender Roman, der einen Einblick in das gespaltene Deutschland der 60er Jahre gibt und damit auch jüngere Generationen fesseln kann.

— Tensiar

Sehr interessanter politischer Roman, der im Deutschland der 1960er Jahre spielt und dem Leser interessante Denkanstöße gibt.

— Starry-sky

Beeindruckendes Jugendbuch!

— mabuerele

Hier wird gezeigt wie wichtig Widerspruch ist

— anke3006

Ein toller Jugendroman, der zum Nachdenken anregt und uns an unsere Geschichte erinnert

— katrin297

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  • Ein Rückblick in das Jahr 1963

    Der Widerspruch

    Ivonne_Gerhard

    17. March 2017 um 11:24

    Das Cover ist schon sehr gut gewählt, es erinnert an Zeitungsausschnitte und soll diese auch darstellen,.. Dann der Ausbruch in der Mitte des Buches mit dem blauen Himmel und dem Widerspruch ,.. Im inneren sind dann auch nochmal verschiedenen zeitungssplitter als Einstieg beschrieben und man bekommt den ersten Eindruck,... Die Geschichte um die 4 Schüler ist sehr gut dargestellt. Die Handlungen sind sehr ausführlich beschrieben, auch die Charaktere und ihre verschiedenen Eigenschaften , Erlebnisse und wieso, sie so sind wie sie sind ist sehr real geschrieben,.. Man kann die Geschichte richtig gut verfolgen,.. Die Perspektiven mit erleben und wie jeder seinen Weg versucht zufinden,,, auch mit der ein oder anderen etwas unkonventionellen Methode oder einem komischen Weg,..die Handlungen der 4 einzelnen, bilden nach und nach ein ganzes,.. Immer eine Vorangegangene , bildet den Grundstein für die Nächste ,.. So findet man eine Runde und abgeschossenen Geschichte am Ende vor,... Das Buch regt zum nachdenken an und gibt Einblicke in das Leben von 1963 ,....

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  • Leserunde zu "Der Widerspruch" von Herbert Günther

    Der Widerspruch

    Gerstenberg Verlag

    „In welcher Welt wollen wir leben?“ Diese Frage wirft der Autor Herbert Günther mit seinem soeben erschienenen Jugendroman Der Widerspruch auf. Eine Freundschafts- Liebes- und Schulgeschichte auf dem Hintergrund von 1963, erzählt aus den Perspektiven von vier Jugendlichen und einem Erwachsenen. Sie handelt von einem Widerspruch, der uns auch heute betrifft. Diskutiert gemeinsam mit Herbert Günther über seine Frühjahrsnovität und darüber, was unser Leben im Großen und Kleinen bestimmt. Wir vergeben 15 Freiexemplare für diese autorenbegleitete Leserunde. Bewerbungsschluss ist der 7. Februar.Das Buch ist für Leser ab 14 und darum geht es:1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es in Herbert Günthers Roman um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus. Leseprobe auf Book2Look: http://www.book2look.de/book/dnUOFbIs6T Unterrichtsmaterial zum Buch: http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=25 Das Buch auf der Verlagswebsite: http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836959025 Bewerbung:Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen wollt, bewerbt euch bitte bis zum 7. Februar, indem ihr uns folgende Frage beantwortet: Glaubst du, dass man aufrecht und selbstbestimmt durchs Leben gehen kann oder bestimmen die Mächtigen und das Geld unser Tun und Lassen?

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  • Der Widerspruch

    Der Widerspruch

    Blaustern

    16. March 2017 um 12:09

    Deutschland im Jahre 1963: Der Krieg ist längst vorbei, und noch immer gibt es die reichen Herrscher, die ihre alten Bräuche fortsetzen wollen und andere Meinungen nicht gelten lassen. Aber im Gegensatz steht dazu die Jugend, die andere Strukturen einführen will. Es ist eine große Umbruchszeit, und in dieser Zeit leben die Jugendlichen Reni, Britta, Jonas und Robert, die derzeit die Schule besuchen. Die Vier treffen aufeinander, sind weder Freunde noch Bekannte, doch lernen einander kennen mit all ihren Sorgen und Ängsten, obwohl sie alle grundverschieden sind. Reni ist in Aufbruchstimmung, sie will das öde Dorf verlassen, dazu kann ihr ihr erwachsener Freund verhelfen. Britta ist mit ihrer Familie noch rechtzeitig in den Westen geflohen. Jonas lebt mit seiner depressiven Mutter am Existenzminimum, und der zurückhaltende Robert hat den Lehrern Folge zu leisten.Alle vier Jugendlichen erzählen hier abwechselnd ihre Geschichte, was äußerst interessant ist, denn jeder denkt und fühlt und erlebt ganz anders, was ein viel klareres Bild für einen ergibt. So ist man gleich von Beginn an gefangen und wird mit einem Sog in die Geschichte gezogen. Die Demokratie soll sich durchsetzen, und das wird den Schülern nun gelehrt. Doch es ist nicht einfach für sie, das wirklich zu leben und jeder der Vier geht damit anders um. Man muss sich wehren, doch wie kommt es an, wenn man es wirklich tut. Kann man mit dem Echo umgehen? Man bekommt mit diesem Buch einen großartigen Einblick in die Geschichte der 60er Jahre, was sehr zum Nachdenken anregt, und trotzdem ist Spannung von Anfang bis Ende gegeben.

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  • Erwachsenwerden im Jahre 1963

    Der Widerspruch

    Isabell47

    07. March 2017 um 09:04

    Reni, Britta, Robert und Jonas besuchen die 9. Klasse einer Realschule. Es ist im Jahre 1963 und während die Kinder nach Kriegsende geboren wurden, haben das Regime, was ihre Eltern, Lehrer, Verwandte, damals erlebt haben, Auswirkungen auf ihre eigene Jugend heute. Jonas hat seinen Vater verloren und ist mit seiner Mutter abhängig vom Geld des Onkels. Britta ist aus Stralsund in den Westen gekommen und will selbstbetimmt leben bzw. ihre Meinung äußern. Reni möchte aus dem kleinen Dorf, in dem sie groß geworden ist heraus und hat einen erwachsenen Freund, der vor den anderen geheim gehalten werden muss. Robert wird unter der Prämisse erzogen, dass es damals schlecht war, er aber Lehrern etc. gehorchen soll. In diesem Buch nehmen alle Jugendlichen mal die Rolle des Erzählers ein, so dass ich viel von ihren jeweiligen Gedanken und Gefühlen mitbekam und welche Probleme sie haben.In der Schule, in der jetzt Demokratie gelebt und vermittelt werden soll, unterrichten u.a. ein stolzer ehemaliger Pilot der Wehrmacht sowie ein Lehrer, dessen Frau aufgrund der Tatsache, das sie Jüdin war, zu Tode kam. Die Jugendlichen sind alle sehr unterschiedlich, wollen nicht alles hinnehmen, aber Britta, die sich wehrt, bekommt zu spüren wie schwer dies ist. Ich möchte nicht mehr über dieses Buch verraten, denn jeder sollte es selber lesen. Ich habe mir selbst vorher gar nicht klar gemacht, wie meine Eltern, die ein wenig älter als die Protagonisten im Buch zu dieser Zeit gewesen sind, aufgewachsen sind. Auch heute haben es diejenigen Kinder und Erwachsenen schwerer, die Widersprüche aufdecken und nicht alles hinnehmen. Manches nehme ich trotz besseren Wissens hin ...... Dieses Buch lässt einen über sein eigenes Leben, Denken und Handeln nachdenken, was mir manchmal "weh" tat.Eine klare Leseempfehlung von mir!  Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch als Lektüre  in der Schule Einzug hält.

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  • Sehr spannender Roman über Deutschland in den 60iger Jahren

    Der Widerspruch

    Vampir989

    23. February 2017 um 16:36

    Deutschland 1963.Das Land ist im Umbruch.Erzählt wird die Geschichte von 4 Jugendlichen,welche in Ihrer Art und Ihrem Wesen völlig unterschiedlich sind.Jeder von ihnenversucht seine Ideale in dieser Umbruchzeit durchzusetzen und zu realisieren.Neuzeitliche Veränderungen und alte Traditionen treffen aufeinander und es ist nicht einfach die alten Traditionen zu brechen.Haben immer noch die alten und reichen Machthaber das Sagen? Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert und ich wurde gleich in den Bann gezogen.Einmal angefangen mit Lesen ,möchte man gar nicht mehr aufhören. Die Protoganisten werden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir bildlich gut vorstellen.Jeder hat seinen eigenen induviduellen Charakter und dies macht das Buch auch sehr lesenswert. Auch versteht es der Autor  auf seine eigene Art und Weise uns viel Wissenswertes und Interessantes über die 60iger Jahre zu vermitteln.Wir erfahren wie die Gesellschaft in der damaligen Zeit funktionierte und welche Machenschaften und Intrigen es gab.Wir werden in eine Zeit verführt,wo es sehr schwer war neuzeitliche Ideen durchzusetzen,besonders gegen die Reichen und Mächtigen.Der Auto schafft es auch gekonnt uns selbst zum Nachdenken anzuregen. Die Spannung bleibt von Anfang bis Ende erhalten und so kommt nie Lageweile auf. Das Cover finde ich auch sehr faszinierend und atraktiv gestaltet.Es passt sehr gut zum Buchtitel und der Geschichte. Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viel Freude bereitet und für Geschichtsinteressierte Leser ist es sehr zu empfehlen.Auch als Schullektüre ist es sehr lesenswert.

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  • Widerspruch und Demokratie

    Der Widerspruch

    solveig

    23. February 2017 um 11:21

      „Man muss das als gegeben hinnehmen: Demokratie ist nie bequem.“  So formulierte es einmal Theodor Heuss (1884 – 1963), und diese Erfahrung machen auch vier Schüler, die kurz vor ihrem Realschulabschluss stehen, in Herbert Günthers Jugendroman „Der Widerspruch“.  Aus wechselnden Perspektiven erzählt der Autor hier vom familiären und schulischen Alltag der Teenager Reni, Britta, Robert und Jonas, wie sie ihn im Jahr 1963 erleben. Kurze Meldungen, die „Zeitungssplitter“, geben einen informativen Überblick über die Ereignisse dieses Jahres. In den Köpfen vieler Menschen ist das Gedankengut der vergangenen Diktatur noch vorhanden. Obwohl Krieg und Drittes Reich seit bereits 18 Jahren „Geschichte“ sind, gibt es auch in der jungen Demokratie immer noch zahlreiche Leute mit brauner Vergangenheit, die an exponierten Stellen sitzen und den Ton angeben: eigentlich schon ein Widerspruch in sich. So haben die vier Realschüler neben der Auseinandersetzung in und mit dem Elternhaus auch Probleme mit einigen Lehrern, vor allem mit dem Schulleiter, der die unabhängige Berichterstattung der Schülerzeitung gefährdet. Britta hat als einzige den Mut, dem Direktor zu widersprechen und muss die Konsequenzen tragen. Ihre Schulkameraden Robert, Jonas und Reni, ebenfalls als „renitent“ eingestuft, geraten gar in Konflikt mit der Polizei. Und auch Lembek, der ermittelnde Kommissar, sitzt in der Zwickmühle und muss sich zwischen Gehorsam und Gewissen entscheiden:  Hat er den Mut zum Widerspruch? Unterhaltsam aufbereitet und gut nachvollziehbar regt der Roman jugendliche Leser an, sich intensiver mit dem stets aktuellen Thema Zivilcourage auseinanderzusetzen. Die Botschaft des Buches ist deutlich: selbständiges Denken und (wenn nötig) der Mut zum Widerspruch sind wesentliche Elemente, ohne die eine Demokratie nicht funktionieren kann.

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  • Zwischen Aufbruch und Festhalten

    Der Widerspruch

    miro76

    22. February 2017 um 21:16

    Reni, Robert, Jonas und Britta sind vier Jugendliche, die im Jahr 1963 in der Schule aufeinandertreffen. Sie sind keine Clique, sie sind nicht einmal Freunde, aber alle vier haben ihre individuellen Sorgen, die ihre Zeit mit sich bringt.    Reni ist durch ihren älteren Freund etwas frühreif. Sie fühlt sich unverstanden von ihren Schulkameraden und ihrer Familie. Sie weiß die Freiheit, die diese Zeit des Aufbruchs mit sich bringt bestens zu nutzen.    Robert ist eher schüchtern und zurückhaltend, doch seine Wahl zum Klassensprecher gibt ihm Selbstvertrauen und Halt. So kann er seinem Vater entgegentreten, der ihn ständig anhält zu Pflichtbewusstsein und Unterwürfigkeit.    Jonas trägt schwer ohne Vater und mit einer depressiven Mutter. Die Leichtigkeit der Jugend kennt er nicht, denn er muss sich bereits mit ökonomischen Sorgen auseinandersetzen.       Und Britta war mit ihrer Familie aus Ostdeutschland geflohen, bevor die Grenzen ganz dicht gemacht wurden. Sie kämpft kompromisslos für ihre Freiheit und Unabhängigkeit.    Alle vier tragen ihre je eigenen Widersprüche in sich und das spiegelt sich im großen Widerspruch der Zeitgeschichte. Gefangen zwischen alten Machstrukturen und der Aufbruchstimmung der 60er Jahre versuchen alle Protagonisten ihren Werten treu zu bleiben. Das ist nicht immer einfach.    Herbert Günther lässt in diesem Buch abwechselnd die vier Jugendlichen zu Wort kommen. Das ergibt ein spannendes Gesamtbild, denn so lesen wir von ihren intimen Gedanken und kennen gleichzeitig den Blick von außen. Die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung gibt der Geschichte einen besonderen Reiz.    Umfangen wird der Roman von der großen Frage der alten Schuld bei den Machthabern. Ein Fall von Vandalismus wirft dieses Thema auf und einen jungen Polizeibeamten damit aus der Bahn. Seine Sicht der Geschehnisse rundet die Geschichte ab und der Widerspruch, die innere Zerrissenheit dieser Zeit werden jetzt ganz klar beleuchtet. Er kämpft mit der Entscheidung Sicherheit oder Redlichkeit.  Der Widerspruch ist ein anspruchsvolles Buch für Jugendliche die sich für die jüngste Vergangenheit interessieren. Dem Autor ist es gelungen ein lebendiges Bild der Aufbruchstimmung der 60er Jahre mit ihren Vor- und Nachteilen zu zeichnen. Die junge Generation reibt sich heftig mit den ewig Gestrigen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich bin zwar keine Jugendliche mehr, aber jung genug, um sagen zu können, dass dieses Buch eine Bereicherung für mein Geschichtsverständnis ist. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Gut gefallen hat mir außerdem, dass sich zwischen den Abschnitten „Zeitungssplitter“ finden. Diese Schlagzeilen helfen ungemein die Geschehnisse in der Zeit zu verorten.

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  • Rezension zu "Der Widerspruch" von Herbert Günther

    Der Widerspruch

    Tensiar

    21. February 2017 um 18:22

    Deutschland 1963: Der Krieg ist vorbei, Deutschland immer noch gespalten. Tradition trifft auf neue Ideale, das Land befindet sich im Umschwung. Generationen prallen aufeinander. Sind es tatsächlich die Reichen und Mächtigen, die die Spielregeln festlegen? Genau darum geht es in dem Roman. Vier Jugendliche werden mit dieser und anderen Fragen konfrontiert. Jeder von ihnen hat seine Probleme sich in der Gesellschaft einzugliedern und in gewisser Weise seinen Platz zu finden. Ich muss gestehen, dass ich so gut wie gar keine Vorkenntnisse über die 60er Jahre in Deutschland vorweise konnte, als ich begonnen habe dieses Buch zu lesen. Aber das war auch gar nicht nötig, da man hervorragend an das Thema herangeführt wird. Als Kind der 90er war ich teilweise wirklich erschüttert, welche Verhältnisse damals noch herrschten. Man selbst kann sich gar nicht vorstellen, wie es damals gewesen sein muss. Das Buch bietet dafür einen guten Einblick und bleibt trotz der geschichtlichen Informationen, die man erhält, interessant und spannend. Ich persönlich war von Anfang bis Ende begeistert. Es sollte definitiv mehr solcher Bücher geben, die einem die deutsche Geschichte in einen spannenden Roman verpackt näher bringen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und gibt einen Anstoß Dinge zu hinterfragen. Es regt zur Diskussion an und wirft die Frage auf, wie viel sich seitdem tatsächlich verändert hat. Mein Fazit: Der Widerspruch bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung! Ich kann mir darüber hinaus gut vorstellen, dass es als Schullektüre dienen könnte.

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  • Widerspruch ist unverzichtbar!

    Der Widerspruch

    Starry-sky

    20. February 2017 um 18:53

    Im Jahr 1963 stecken die vier Freunde Britta, Jonas, Reni und Robert in ihrem vorletzten Schuljahr. Jeder von ihnen erzählt aus seiner eigenen Perspektive über seine Situation und seine Zukunftshoffnungen.  Jonas leidet darunter, dass sein Vater nach dem Krieg gestorben ist, was auch seiner Mutter zu schaffen macht. Die Familie ist finanziell von seinem Onkel, dem Bankdirektor, abhängig und auch in der Schule hat Jonas Probleme, da die Lehrer ihn im Visier haben. Reni ist behütet in einem kleinen Dorf aufgewachsen und sehnt sich nun nach der Freiheit, weswegen sie viel Zeit bei ihrer Tante in der Stadt und zeitweise mit einem Jurastudenten verbringt. Britta stammt ursprünglich aus der DDR und ist neu in die Klasse gekommen. Obwohl sie sich in ihrem Freundeskreis gut eingelebt hat, vermisst sie hin und wieder das gewohnte Umfeld ihrer Heimat. Robert hingegen wurde kürzlich zum Klassensprecher gewählt und arbeitet aktiv bei der Schülerzeitung mit, was ihm nach und nach mehr Reife verleiht. Gemeinsam erleben die vier Jugendlichen, welche Auswirkungen die vergangene Nazizeit auch noch in den 60er Jahren auf die Gesellschaft hat. Die Mächtigen stehen zueinander in Kontakt und scheinen nicht den neuen, allgemein gültigen Gesetzen zu unterliegen. Als eines Abends ein Anschlag auf den Bankdirektor Köster verübt wird, der gleichzeitig Jonas' Onkel ist, geraten die vier Jugendlichen unter verdacht, etwas mit der politisch motivierten Tat zu tun haben. Die Aufklärung dieses Anschlages zeigt, wie wichtig es ist, Widerspruch auszuüben und sich gegen die Reichen und Mächtigen der Gesellschaft zu wehren. Das Cover ist gleichermaßen ansprechend und auffällig gestaltet. Der äußere Umschlag bildet Zeitungsartikel ab, während das Hardcover darunter, dass durch ein Guckloch auf der Vorderseite zu sehen ist, einen hellblauen Himmel mit weißen Wölkchen zeigt. Auch im Buch trifft man am Anfang jedes Kapitels auf Zeitungsausschnitte, die der damals aktuellen Tageszeitung entnommen sind und den Leser somit auf aktuelle Geschehnisse der beschriebenen Zeit hinweisen. Die Charaktere der Protagonisten sind authentisch beschrieben, sodass es leicht fällt, sich in das Geschehen hineinzuversetzen. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, wie sich die Jugendlichen durch das Erlebte charakterlich weiterentwickeln. Hielten sie es anfangs für lustig, ihren Lehrer mit Fragen nach dem Krieg in einen Wutanfall zu treiben, so erfahren sie nachher die Hintergründe für sein emotionales Verhalten und merken, wie ernst und wichtig dieses Thema ist. Neben diesem wichtigen Aspekt zeigt der Autor auf, wie notwendig es für eine Gesellschaft ist, dass die Menschen für ihre Überzeugungen einstehen, auch wenn sie dabei auf Widerstand stoßen und sich selbst in unangenehme Situationen bringen. Diese Lektion ist meiner Meinung nach auch für heutige Leser sehr wichtig, weswegen ich das Buch sehr lesenswert finde und es definitiv weiterempfehlen werde.

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  • Beeindruckend mit vielen Denkanstößen

    Der Widerspruch

    somnialee

    20. February 2017 um 16:34

    Inhalt: 1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Meine Meinung: Das Cover ist absolut passend zur Geschichte gestaltet und sieht dazu noch richtig toll und eindrucksvoll aus. Ein blauer, sorgenfreier, friedlicher Himmel, der wohl für Freiheit – auch Meinungsfreiheit – steht, wird überdeckt vom Umschlag mit Zeitungsauschnitten, die die aktuelle Zeit repräsentieren. Durch die Lochstanzung bleibt ein Stück der Wolken sichtbar –das Ziel wird klar, immer deutlicher, Widerspruch ist vorprogrammiert, regt sich: Die Hüllen fallen zu lassen und seine eigene Meinung frei sagen zu können, ohne irgendetwas befürchten zu müssen. Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen und konnte mich gut in der Zeit zurechtfinden – dank der Zeitungssplitter, die nach jeder Jahreszeit, in die das Buch gegliedert ist, einen Überblick über die damals relevanten Themen geben. Der Schreibstil ist flüssig, eher sachlich gehalten und leicht zu lesen – ich flog nur so über die Seiten! Die Protagonisten Reni, Robert, Jonas und Britta erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive. So erfährt man, was sie wirklich denken, und wie sie jeweils auf die anderen wirken. Nach und nach äußern sie ihre eigenen Widersprüche – allen voran Britta, die vor zwei Jahren aus der DDR gekommen ist und sich nicht den Mund verbieten lassen will. Mit ihr konnte ich mich am besten identifizieren. Die trockenen historischen Fakten stehen nicht im Vordergrund, dennoch gelang es mir, ein eigenes Bild zu bekommen vom Deutschland der 1960er Jahre. Die Mächtigen, die, die Einfluss und Geld haben bestimmen über Ordnung – nicht die Gerechtigkeit. Das wird vor allem im letzten Teil des Romans deutlich, der diesmal vom jungen Kommissar Lembek erzählt wird. Auch wenn man versucht, nicht mehr über die junge Vergangenheit zu reden, ist sie immer noch präsent und der Grund dafür, warum die Gesellschaft so stark in arm und reich gespalten und zerrissen ist. Alle sehen sich nur als ehemalige Mitläufer, niemand wird für seine Taten so wirklich zur Rechenschaft gezogen. Die Studentenbewegung klingt an. In solch einer Zeit ist es schwierig, seine Meinung durchzuringen und sich selbst zu finden – doch den Protagonisten finden am Ende einen Weg. Auch die Nebencharaktere sind spannend und spiegeln jeweils eine bestimmte Gruppe wider – so leiden sowohl ein Lehrer der Kinder als auch Jonas Mutter noch unter Nazideutschland und das, was es ihnen angetan hat, Jonas Onkel war ein ganz großes Tier im Krieg und ist es auch heute noch, Rinas Freund fängt an, sich mit anderen Jugendlichen gegen die politische Situation zu wehren. Um nur einige zu nennen.  Dieses Buch hat mich absolut überzeugt, ist lebendiger Geschichtsunterricht und Unterhaltung zugleich. Es ist leicht verständlich, aber dennoch packend und eindrucksvoll. Als Schullektüre würde es sich mit Sicherheit auch gut machen und zu einigen Diskussionen anregen – Stoff zum Nachdenken ist in jedem Fall vorhanden.

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  • Jugendbuch mit Tiefe

    Der Widerspruch

    mabuerele

    17. February 2017 um 20:58

    „...Alle warten auf irgendetwas, aber nichts kommt...“ Wir schreiben das Jahr 1963. Für Reni, Robert, Jonas und Britta ist das ihr vorletztes Schuljahr auf der Realschule. Die vier jungen Leute kommen aus unterschiedlichen Verhältnisse. Jeder hat seine Träume für die Zukunft. Der Autor hat einen beeindruckenden Jugendroman geschrieben. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist ein historischen Zeitgemälde. Noch dominiert das Alte, doch es regt sich Widerspruch. Der Schriftstil des Buches ist von hohem Niveau und sehr vielseitig. Das Buch gliedert sich in die vier Jahreszeiten. Jeder Abschnitt beginnt mit Zeitungsausschnitten, die wichtige Ereignisse in Europa und der Welt repräsentieren. Es ist das Jahr des Kennedybesuchs in Berlin, aber auch seiner Ermordung. Die vier jungen Leute kommen abwechselnd zu Wort. Dabei wird aber von jedem die Geschichte fortgeführt. Obiges Zitat stammt von Reni. Sie will weg aus dem Dorf. Sie sehnt sich nach Veränderungen. Robert galt lange als Traumtänzerin. Seit er aber bei der Schülerzeitung mitarbeitet, ist er selbstbewusster geworden. Nun stellt er sich der Wahl zum Klassensprecher. Jonas hat schon ein Schuljahr wiederholt. Er wird gern vom Lehrer als Zielscheibe genommen. Dabei weiß keiner um seine häuslichen Probleme. Er lebt allein mit der Mutter, die finanziell vom Bruder des Vaters, einem Bankdirektor, unterstützt wird. Sein Vater ist wenige Jahre nach Kriegsende gestorben. Britta stammt aus Stralsund. Sie hat mit ihren Eltern die DDR verlassen. Ihre neue Freiheit will sie sich nicht nehmen lassen. Doch sie muss erkennen, dass auch ihr neues Leben seine Schattenseiten hat. Wer Geld hat, hat das Sagen! Im Verhalten und vor allem in den Gesprächen der Schüler wird die politische Situation deutlich. Manche Lehrer rühmen sich ihrer Kriegserlebnisse. Trotzdem sehen sich alle nur als Mitläufer, nicht als Täter. Wer einst gegen das Naziregime gekämpft hat, schweigt darüber, um nicht scheel angesehen zu werden. Zwei Personen drohen daran zu zerbrechen. Das ist zum einen Jonas` Mutter, zum anderen der Lehrer Dr. Freytag. Der Autor versteht es, die Entwicklung der jungen Leute durch ihr Handeln und Reden deutlich zu machen. Sie lassen sich nicht vereinnahmen und stehen zu ihrem Tun. Besonders Jonas gewinnt zunehmend an Stärke und ist für die anderen Ansprechpartner und Halt. Natürlich gibt es schon erste radikale Tendenzen. Das Jahr 1968 wirft seine Schatten voraus. Das Cover ist auffallend. Der Umschlag besteht aus einer Zeitungsseite. Ein aufmerksamer Leser findet darauf eine kurze Charakteristik der Hauptpersonen. In dieser Zeitungsseite ist ein Kreis ausgestanzt, der einen Blick auf einen blauen Himmel mit dem Titel ermöglicht. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es gehört als Lektüre in jeden Geschichtsunterricht, denn in der Handlung wird Geschichte lebendig.

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    • 7
  • Widerspruch ist wichtig

    Der Widerspruch

    anke3006

    16. February 2017 um 16:34

    1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus. Herbert Günther hat hier einen Jugendroman geschrieben der die Leser zum Nachdenken anhält. Dieses Buch zeigt auf, wie wichtig Widerspruch ist. Nicht aus Bequemlichkeit etwas hinnehmen. Gleichzeitig wird aufgezeigt welche Auswirkungen Widerspruch haben kann. Auf das eigene Leben und auf das Leben anderer. In diesem Roman ist unser Land noch geteilt. Die Demokratie steckt in den Kinderschuhen und die neue Generation wagt es zu widersprechen. Ein Roman der die Geschichte unseres Landes erzählt und wie wichtig es ist sich einzubringen. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

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  • Herbert Günther - Der Widerspruch

    Der Widerspruch

    Chrissy87

    16. February 2017 um 09:26

    1963, 18 Jahre nach Ende des Krieges und Westdeutschland verkauft sich als demokratisches Land. Das dem nicht immer so ist, erfahren die vier Hauptcharaktere Britta, Robert, Reni und Jonas im Laufe dieses Jahres am eigenen Leib. Da kauft der Rektor zum Beispiel die Mehrheitsanteile an der Schülerzeitung, um die Meinungsfreiheit einzuschränken, zumindest protestiert Britta dagegen. Auch die anderen machen so ihre Erfahrungen in einem kapitalistischem Deutschland, wo die Reichen die Macht haben und mögliche Kriegsverbrechen vertuscht werden können. Als dann ein "Grafiti-Anschlag" auf ein Haus geschieht, stehen die vier Freunde unter Verdacht, da sie zuvor Widerspruch geleistet haben. Nun liegt es am Polizisten Lembek den wahren Täter zu finden. Das Buch kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, es ist toll. Vor allem eignet es sich auch hervorragend als Schullektüre.

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  • Toller Jugendroman

    Der Widerspruch

    katrin297

    15. February 2017 um 19:33

    Der Jugendroman „Der Widerspruch“ beschäftigt sich mit einem sehr aktuellem Thema und gleichzeitig mit der dunklen deutschen Vergangenheit. Das Cover ist sehr beeindruckend, besser hätte man es nicht wählen können. Die Wolken, die wahrscheinlich für unsere Träume und Meinungsfreiheit stehen, werden überdeckt von der Hülle, die wie eine Zeitung gestaltet ist, mit all den geschichtlichen Fakten. So wie die vier jungen Protagonisten, die sich nach Freiheit sehnen und immer wieder auf Widerspand und Widerspruch stoßen.Die vier Protagonisten, Reni,Britta, Robert und Jonas, sind sehr unterschiedlich und doch halten sie zusammen. Jeder hat ein anderes Schicksal und durch die Familie einen etwas anderen Blickpunkt auf den Nationalsozialismus. Doch alle vier verschließen nicht die Augen vor der Vergangenheit und sehnen sich nach Gerechtigkeit. Es gibt emotional fand ich den Augenblick, als die Suizid gefährdete Mutter von Jonas von ihrem verstorbenen Mann erzählt, der sich gegen den Nationalsozialismus gesträubt hat und dafür gefoltert wurde und gestorben ist. Hingegen Menschen, die den Nationalsozialismus unterstützt haben, wie der Onkel von Jonas, leben in Saus und Braus. Die Mächtigen halten zusammen.Die deutsche Gesellschaft war zu der Zeit sehr gespalten und das wird hier wunderbar dargestellt. Die Zerrissenheit der Gesellschaft wird wunderbar thematisiert! Und es zeigt wie schwer es ist sich selbst zu finden zwischen den ganzen Widersprüchen und die richtige Entscheidung zu treffen. Alle Protagonisten haben es schwer, doch am Ende finden sie einen Weg. Bereits in dem ersten Zeitungssplitter merkt man wie die Medien alles verschönern. Das Buch besteht aus vier Teilen. Vor jedem Teil gibt es die sogenannten Zeitungssplitter, die die Ereignisse, die damals passiert sind, zusammen fassen.Wir brauchen mehr solche Bücher. Es ist leicht und verständlich geschrieben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man so ein Buch auch in der Schule lesen kann.

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  • "Widerspruch“ ist immer aktuell !

    Der Widerspruch

    Literaturwerkstatt-kreativ

    15. February 2017 um 14:36

    Die Protagonisten sind Reni, Robert, Jonas und Britta. Aus ihrer jeweiligen Sicht wird geschrieben. Durch den Schreibstil sind einem die Jugendlichen mit ihren Problemen sehr nahe. Reni will weg aus dem Kaff von ihrer Familie. Robert kämpft um das Verständnis seiner Eltern. Jonas muss sich um seine suizidgefährdete Mutter kümmern. Britta muss sich mit ihrer Vergangenheit in der DDR auseinandersetzen. Vier verschiedene junge Menschen, die alle auf der Suche nach ihrem Weg und ihren Antworten sind, mit Widersprüchen zu kämpfen haben. Der Leser spürt, wie der Nationalsozialismus noch in allen „Poren der Gesellschaft“ steckt. Jede Familie hat ihr Geheimnis, ihre Gespenster, ihre Widersprüche. Auf der anderen Seite spürt man den Aufbruch – andere Musik wird ausprobiert – man beginnt die Gesellschaft zu hinterfragen. Und man will auf keinen Fall so werden, wie seine Eltern. Mit Fritz Kolbe bringt der Autor eine Figur in die Geschichte, - quasi als Verbote der 68er Bewegung – der nicht ganz unbeteiligt ist am weiteren Geschehen. Denn während der Geburtstagsfeier von Jonas Onkel Eduard wird ein Anschlag auf dessen Villa verübt. Da sich das Thema Widerspruch durch das ganze Buch zieht, macht es natürlich auch vor dem Polizisten Johannes Lembek nicht halt, der den Fall übernimmt. Das Buch spiegelt deutlich die Zerrissenheit, den Widerspruch der Gesellschaft jener Tage wider. Fazit: Das Buch besticht allein durch seine Gestaltung.Bei den Wolken kamen mir gleich die „Wolkenbilder“ von René Magritte und Gerhard Richter in den Kopf. Ein möglicher Ausdruck von Freiheit, eigenen Vorstellungen, einem eigenen Leben. Aber auch das Teilzitat „Leben ist aussuchen“ von Kurt Tucholsky untermalt natürlich die Thematik des Buches.Da das Buch um 1963 spielt, sind die Zeitungssplitter vor jedem Teilabschnitt eine wunderbare Idee. So bekommt man noch einmal einen kleinen Geschichtsdiskurs. Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben, man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Es ist ein Buch zum Mit- und Weiterdenken. Auch für Erwachsene. Für mich sind es die kleinen Sätze zwischen den Zeilen in diesem Buch, die mir besonders gut gefallen haben und Mut machen, an unsere Gesellschaft weiter zu glauben. „Wer widerspricht, muss dazu stehen“. oder: “Aber so viel weiß ich trotz aller nicht auflösbaren Widersprüche: Es ist richtig, sich für dieses Land einzusetzen.“ Ich fühlte mich teilweise zurückgesetzt in meine Schulzeit. Manche Fragen stellt sich halt jede Generation. Ich hoffe, dass Buch wird von Lehrern und vielen Anderen wahr genommen und findet so Einzug in die Klassenzimmer. Denn, - das Thema „Widerspruch“ ist immer aktuell ! Dank an den Gerstenberg Verlag für das Rezensionsexemplar.

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