Herbert Beckmann

 3.8 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Mark Twain unter den Linden, Die Nacht von Berlin und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Hotel ohne Wiederkehr
Neu erschienen am 04.10.2018 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

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Herbert BeckmannDie Nacht von Berlin
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Die Nacht von Berlin
Die Nacht von Berlin
 (10)
Erschienen am 08.08.2011
Herbert BeckmannMark Twain unter den Linden
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Mark Twain unter den Linden
Mark Twain unter den Linden
 (12)
Erschienen am 08.02.2010
Herbert BeckmannHühnerhölle
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Hühnerhölle
Hühnerhölle
 (7)
Erschienen am 01.07.2013
Herbert BeckmannDie Konitzer Mordaffäre
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Die Konitzer Mordaffäre
Die Konitzer Mordaffäre
 (3)
Erschienen am 01.07.2015
Herbert BeckmannVerrohung
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Verrohung
Verrohung
 (2)
Erschienen am 05.02.2014
Herbert BeckmannJonas und die Sache mit der Freundschaft
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Jonas und die Sache mit der Freundschaft
Herbert BeckmannHotel ohne Wiederkehr
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Hotel ohne Wiederkehr
Hotel ohne Wiederkehr
 (0)
Erschienen am 04.10.2018
Herbert BeckmannDie indiskreten Briefe des Giacomo Casanova
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Die indiskreten Briefe des Giacomo Casanova
Die indiskreten Briefe des Giacomo Casanova
 (0)
Erschienen am 01.07.2009

Neue Rezensionen zu Herbert Beckmann

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Duffys avatar

Rezension zu "Mark Twain unter den Linden" von Herbert Beckmann

Schonkost
Duffyvor 3 Monaten

Harris, Privatsekretär von Mark Twain, erzählt hier, wie die Familie Twain im Herbst und im Winter 1891 in Berlin lebt. Natürlich ist Twain schon bekannt und es kommt zu diversen Treffen, an denen sich sein Humor auch ungünstig auswirken kann. Ansonsten passiert nicht viel, die üblichen Geschichten, wenn man mit einem leicht kapriziösen Schriftsteller unterwegs ist und die Familie dabei hat. ein wenig Unterwelt, ein kleiner politischer Schatten fällt ab und zu auf das Leben, Verliebtsein der Töchter, Geldsorgen, nichts wirklich aufregendes. Beckmann schildert das aus der Sicht des Sekretärs mit durchaus treffendem Humor, aber das Ganze ist wenig aufregend, plätschert ein wenig dahin und ist wirklich mit 270 Seiten dann genug ausgereizt. Viel Neues über Twain gibt es für den Fan nicht, aber schließlich es es ja auch ein Roman. Natürlich ist Twains lustige Auseinandersetzung mit der deutschen  Sprache darin enthalten und die berühmte der Busen und die Brust-Geschichte ist auch dabei.

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Matzbachs avatar

Rezension zu "Die Konitzer Mordaffäre" von Herbert Beckmann

Ein Mord und seine Folgen
Matzbachvor 3 Jahren

Konitz in Westpreußen im Jahr 1900. Der Gymnasiast Ernst Winter wird ermordet, seine Leiche zerstückelt und nach und nach an verschiedenen Stellen der Kleinstadt entdeckt. Da der Torso in der Nähe der Synagoge gefunden wird, kommt schnell der Vorwurf des Ritualmordes auf, den die Juden an dem unschuldigen Schüler verübt haben sollen. Zwei nacheinander aus Berlin herbeigerufene Kriminalbeamte ermitteln sachlich und finden keinerlei Beweise für jüdische Täter, doch die Volksseele kocht, angeheizt durch ein selbsternanntes Bürgerkomitee und die für damalige Verhältnisse exorbitant hohe Belohnung, die zur Ergreifung des Täters ausgesetzt wird. Allen Ermittlungsergebnissen zum Trotz entlädt sich die Stimmung in einem Pogrom, dem die Synagoge zum Opfer fällt. Letztendlich kann nur ein fragwürdiges Urteil gegen einen jüdischen jungen Mann die aufgehetzte Volksseele beruhigen, allen sachlichen Ermittlungsergebnissen widersprechend.

Das alles ist leider keine Fiktion des Autoren Herbert Beckmann, sondern die fürchterliche Realität des Jahres 1900. Aller Aufklärung zum Trotz konnte der Antisemitismus bereits 33 Jahre vor Adolf Hitler solche Auswüchse hervorrufen. Durch seine multiperspektivische Darstellung (der Bürgermeister, die beiden Kriminaler und ein Journalist) gelingt es Beckmann, die brodelnde Stimmung in der westpreußischen Kleinstadt zu beschreiben, die aus jüdischen Mitbewohnern eine gejagte Minderheit macht.

Anders als im Roman, der eine nahe liegende Auflösung des Falles andeutet, blieb der Originalfall ungelöst.

 

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Rezension zu "Die Konitzer Mordaffäre" von Herbert Beckmann

Eine Spirale der antisemitischen Gewalt
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren


Die Kleinstadt Konitz in Pommern. Im März des Jahres 1900 wird die Leiche des 18jährigen Gymnasiasten Ernst Winter auf einem noch zugefrorenen See gefunden. Die Art und Weise, wie er zu Tode gekommen ist, legt nahe, dass der Mörder sich sehr gut auf das Schlachten oder die menschliche Anatomie verstanden hat. Doch die Ermittler der Polizei und der Justiz sind schon sehr rasch überfordert.
Und so geraten die öffentlich verbreiteten ersten Ermittlungsergebnisse schon bald außer Kontrolle: Teile der Bevölkerung gehen von einem Ritualmord, den Juden begangen haben, aus: immerhin ist der Kreisphysikus, der die Autopsie durchgeführt hat, zu der Erkenntnis gekommen, dass der Schüler vollkommen blutleer aufgefunden wurde... Nachdem ortsansässige Antisemiten das Gerücht von einem rituellen Ausbluten streuen, bricht sich Hysterie und Hass seine Bahn. Und so sieht sich nicht nur der örtliche Fleischermeister den Verdächtigungen ausgesetzt, sondern 'selbstverständlich' auch der jüdische Schächter.
Während Bürgermeister Deditius - der auch gleichzeitig der Polizeichef der Kleinstadt ist - dem Fall möglichst unvoreingenommen nachgehen möchte, sind sich der Staatsanwalt und der Kreisphysikus, der nebenbei völlig ungeeignet für eine derartige Untersuchung ist, sicher, dass es sich nur um einen Juden gehandelt haben kann, der Ernst Winter geschächtet hat. Als dann weitere Körperteile des Opfers auftauchen und eine Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgerufen wird, mehren sich Verleumdungen, falsche Zeugenaussagen und hanebüchene Hinweise, was zu einer deutlichen Pogromstimmung anschwillt. Daraufhin entsendet das preußische Innenministerium zwei Ermittler nach Westpreußen - darunter einer der angesehensten Kriminalisten Preußens. Dieser unternimmt zwar die richtigen Schritte und lässt Profis ans Werk, die sowohl die sterblichen Überreste Ernst Winters als auch andere Beweisstücke untersuchen. Doch zu viel wurde schon zerstört, da eventuell wichtige Gegenstände weggeworfen, Spuren vernichtet und Aussagen nicht richtig aufgenommen wurden. Und nicht nur das - auch der Mob ist letztlich nicht mehr zu stoppen. Mehrere Tausend Antisemiten verüben Anschläge auf jüdische Wohnhäuser und Geschäfte. Die Feuerwehr wird mit Steinen beworfen, als sie versucht, einen Brand zu löschen, der auf die Synagoge überzugreifen droht. Schließlich entsendet Berlin sogar Militär, um die jüdischen Bewohner Konitz' und ihren Besitz zu schützen.

Ehrlich gesagt habe ich nicht gewusst, dass das Buch von Herbert Beckmann auf einem wahren Fall beruht. Da der Mord gleich zu Anfang geschieht, kann man "Die Konitzer Mordaffäre" auch als Kriminalroman lesen, aber nachdem ich wusste, dass das alles genau so vonstatten ging, ja, selbst die historischen Figuren mit ihren richtigen Namen auftauchen, habe ich das Buch mit noch mehr Interesse und Aufmerksamkeit gelesen. Auch wenn wir aus heutiger Sicht wissen, in was der stetig wachsende Antisemitismus dieser Zeit mündete: es ist sehr erschreckend, was ein einfacher, leicht hingesagter Satz für Folgen haben konnte. Die Antisemiten stürzten sich wie die Aasgeier darauf und verbreiteten jede Menge Hass und Unwahrheiten. Und all das verselbständigte sich, förderte schlechte Eigenschaften bei Menschen und gipfelte in purer Gewalt...

Mich hat dieses Buch sehr in seinen Bann gezogen. Der schnörkellose Erzählstil Herbert Beckmanns passt sehr gut zum Geschehen, das schlicht und ergreifend für sich steht. In meinen Augen hat der Autor sehr gut recherchiert und dichtet den damaligen Ereignissen auch nichts dazu. Wer sich also vom Ende überraschen lassen möchte, sollte zuvor nicht zur 'Konitzer Mordaffäre' googeln...

Fazit: Klare Leseempfehlung für alle historisch Interessierten!

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