Am Ende bist du still

von Herbert Dutzler 
4,3 Sterne bei27 Bewertungen
Am Ende bist du still
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dartmauss avatar

Psychologischer Thriller, der einem den Atem stocken lässt.

Langeweiles avatar

Tiefe Einblicke in eine gequälte Seele

Alle 27 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Am Ende bist du still"

WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRD
Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben.

PSYCHOLOGISCHER PAGETURNER MIT GROSSER SOGWIRKUNG
An einem Tag zu Weihnachten sieht sie ihre Chance gekommen. Oder hat doch ihre Mutter vergessen, die flackernden Kerzen am Adventkranz zu löschen? Furios führt Herbert Dutzler von Seite zu Seite tiefer in die destruktive Gedankenwelt einer jungen Frau, die nur ein Ziel hat: sich zu rächen – und dabei immer weniger zwischen Gut und Böse, sinnloser Rache und notwendiger Loslösung unterscheiden kann. Ein beklemmendes Feuerwerk aus verstörender Spannung und dem unstillbaren Wunsch nach Vergeltung!

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Leserstimmen:

„Herbert Dutzler zeigt, wohin falsch verstandene Liebe führen kann. Ich habe mit Sabine mitgelitten und zugleich gehofft, dass sie nicht bis zum Äußersten gehen wird. Fabelhafter psychologischer Krimi, der das Seelenleben der Protagonistin bis in den äußersten Winkel beunruhigend ausleuchtet."

„Herbert Dutzler hat mit Sabine eine Rächer-Figur geschaffen, die jedem von uns tagtäglich begegnen könnte: Sie ist jung, gebildet, arbeitet als Lehrerin und führt ein scheinbar normales Leben. Doch tief in ihr drin schlummert ein Hass, der von einer Mutter ausgelöst wird, die vermutlich auch nur das Beste für ihre Tochter wollte."

„Das Thema Helikoptereltern in einen Krimi verpackt – Herbert Dutzler schafft es, psychologisch nuanciert und extrem packend zu beschreiben, wie sich eine Eltern-Kind-Beziehung zu etwas Zerstörerischem entwickeln kann. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783709934180
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:06.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    dartmauss avatar
    dartmausvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Psychologischer Thriller, der einem den Atem stocken lässt.
    Die Folgen einer traumatisierten Kindheit

    Das Cover des Buches hat etwas bedrohliches. Trotz der roten Rose. Diese Beerdigungsatmosphäre ist auch absolut passend zum Inhalt.


    Inhalt: Sabine kämpft von Kindheit an mit ihrer herrschsüchtigen Mutter. Vom Vater hat sie nie Unterstützung bekommen. Obwohl ihre Mutter eher überbesorgt wirkt, hat Sabine nie wirkliche Liebe erfahren. Im Laufe ihres Lebens nimmt Sabine allerdings immer mehr die Züge ihrer Mutter an. Und der Hass auf ihre Mutter wird immer größer.


    Meine Meinung: Ein Buch das mich von der ersten bis letzten Seite gefesselt hat. Immer wieder wird im Wechsel von Sabines Kindheit, Sabines Jugend und der Gegenwart erzählt. So kann man vieles einfacher verstehen. Man spürt förmlich die Abneigung und den Hass den Sabine gegenüber ihrer Mutter aufbaut. Auch wenn ich Sabine in vielem verstehen kann, so war ich doch verwundert, das sie sich während ihres Studiums oder spätestens in ihrem Job als Lehrerin nicht professioneller Hilfe unterzogen hat, bzw. das keinem in ihrem Umfeld aufgefallen ist, was in ihr vorgeht. Obwohl man sagen muß. Sie war schon sehr geschickt, Menschen zu manipulieren und für sich einzuvernehmen.

    Insgesamt ist Herbert Dutzler hier wieder ein Werk gelungen, das man nicht aus der Hand legen kann. Man erfährt hier was passiert, wenn ein Mensch in liebloser, manipulativer und egoistischer Umgebung groß wird und im späteren Leben genau diese Züge übernimmt, die ihm selbst die Kindheit zum Alptraum gemacht haben.


    Mein Fazit: Für mich eines der Highlights in diesem Jahr. Ganz klare Leseempfehlung.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Tiefe Einblicke in eine gequälte Seele
    Falsche Mutterliebe

    Zum Inhalt:

     Sabine wächst scheinbar in geordneten Verhältnissen und sehr behütet auf. Der Eindruck täuscht jedoch, denn hinter der Fassade der  Familie brodelt es.
     Ihre Mutter gängelt sie auf Schritt und Tritt , sie trifft die Auswahl ihrer Kleidung ebenso wie die ihrer Gedanken. Auch ihre Freunde müssen ihren Vorstellungen genau entsprechen. Sabine leidet sehr darunter, ihre Psyche nimmt zunehmend Schaden dadurch.
     Ihr Vater hat jede Art von Rebellion seiner Frau gegenüber aufgegeben und versucht nur ein einigermaßen ruhiges Leben zu führen. Er ist seiner Tochter also keine Hilfe.
     Als die Bevormundung nach ihrem Auszug unvermindert anhält, schmiedet sie einen furchtbaren Plan.

     Meine Meinung:

     Schon von der ersten Seite an entwickelte die Geschichte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.
     Schonungslos lässt der Autor den Leser in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele eintauchen.
    Die Geschichte wird in zwei Erzählstränge , einmal in Sabines Kindheit und dann in ihrem Leben als junge Erwachsene, aufgeteilt. Die Protagonisten wurden gut beschrieben, ich hatte klare Bilder im Kopf.
    Fassungslos habe ich Sabine auf ihrem Weg begleitet und konnte bis zum Schluss nicht verstehen, dass sie zu keiner Zeit wirkliche Hilfe von außerhalb erhalten hat.
     Dem Autor ist es gelungen, von Anfang an Spannung zu erzeugen und diese, bis zu einem überraschenden Ende zu halten.

     Fazit:

    Ein Buch, das noch länger nachwirkt.
    Eine Leseempfehlung und vier Sterne.

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    dorlis avatar
    dorlivor 6 Monaten
    Rezension zu "Am Ende bist du still" von Herbert Dutzler

    Sabine Meißner durchlebt eine Kindheit, die man niemandem wünscht, denn Sabines Leben wird von ihrer Mutter bis ins kleinste Detail gesteuert. Ihr Vater sieht untätig dabei zu, wie seine Tochter gegängelt und bevormundet wird, er ist jedoch nicht mutig genug oder einfach zu bequem, um sich einzumischen. Es ist Sabine nicht möglich, eigene Erfahrungen zu machen und aus eventuellen Fehlern zu lernen. Nie darf sie selbst Entscheidungen treffen, stets ist es ihre Mutter, die bestimmt, was richtig und was falsch ist. Sabine bekommt zudem eingeimpft, wie wichtig Äußerlichkeiten sind. Teure Geschenke und exklusive Kleidung grenzen sie jedoch in der Schule aus, sie hat keine Freunde.

    Wie stark diese extreme Überbehütung Sabine geprägt hat, zeigt sich dann auch während ihres Studiums – sie ist zum Beispiel nicht in der Lage, ihren Part an einem Projekt zu erfüllen, weil es ihr an Initiative und sozialer Kompetenz fehlt.

    Sabine hat immer alle Vorwürfe, Anweisungen und Kommentare ihrer Mutter in sich reingefressen, es gelingt ihr selbst als Erwachsene nicht, sich gegen die Übermacht ihrer Mutter zu wehren. Über die Jahre hinweg hat sich in der jungen Frau eine riesengroße Wut aufgestaut, die irgendwann in Hass umgeschlagen ist und den Wunsch nach Rache und Vergeltung in ihr wachsen lassen hat. Als sich an einem Weihnachtsabend unversehens die Möglichkeit bietet, sich endgültig von aller Unterdrückung und Bevormundung zu befreien, zögert Sabine daher nicht…

    Herbert Dutzler hat einen flüssig zu lesenden, sehr fesselnden Schreibstil, der mich schnell in das Geschehen hineingezogen hat. Der Autor erzählt anschaulich und eindringlich von Sabines Erlebnissen und schildert sehr mitreißend, wie ein Kind durch übertriebene Fürsorge zu einem Monster gemacht wird.

    Der Aufbau des Kriminalromans hat mir besonders gut gefallen. Herbert Dutzler präsentiert das Geschehen auf zwei Zeitebenen. Kapitelweise wechseln Episoden aus Sabines Kindheit und ihr Leben in der Gegenwart sich ab. Durch die Darstellung von Ursache und Wirkung kann man Sabines Entwicklung sehr gut nachvollziehen und erlebt den Weg zu dem genauso dramatischen wie tragischen Finale äußerst intensiv mit.

    Überraschungen und Wendungen sorgen im Verlauf der Handlung dafür, dass die Geschichte immer wieder neuen Schwung bekommt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.

    „Am Ende bist du still“ hat mich durchweg begeistert – ein abwechslungsreicher, gut durchdachter Krimi, der mir ein paar äußerst spannende Lesestunden beschert hat.

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    awogflis avatar
    awogflivor 6 Monaten
    Stirb, Mutter!

    Dieser Roman gibt eine gute und glaubwürdige Sicht auf die allmähliche Entwicklung einer Mörderin, beginnend mit einer übergriffigen lieblosen Mutter, die permanent psychischen Missbrauch verübt und einem duldenden Vater, der als Co-Täter nie eingreift – Schritt für Schritt – bis zur Verübung der ultimativen Tat – dem Elternmord.

    Laut den Untersuchungen des Profilers und Psychologen Thomas Müller, der viele Mörder, vor allem Massenmörder analysiert, verglichen und darüber auch zwei Bücher publiziert hat, unterscheidet sich das Täterprofil eines weiblichen Mehrfachmörders enorm vom männlichen Täterbild, denn Frauen morden sehr häufig zur Abgrenzung und nicht aus Lust. Dabei spielen andere Motive wie Geldgier Rache etc. zwar eine wesentliche, aber nur untergeordnete Rolle.

    Auch in dieser Geschichte wird genau das offenbar. Sabine kann sogar als Erwachsene ihrer Mutter nicht die Grenzen aufzeigen, obwohl sie diese mehrfach kommuniziert, ignoriert sie die Mutter immer wieder und setzt den psychischen Missbrauch der Kindheit mit noch viel subtileren Mitteln im Erwachsenenalter fort. Ganz gut konnte ich als Leserin nachvollziehen, wie sich allmählich diese Ohnmacht und Wut aufbaute, die zur Entladung und zur ultimativen Tat führte. Als Leserin litt ich richtig mit Sabine, der Mörderin, und ehrlich gesagt konnte ich dem widerlichen psychopatischen „Opfer“, der Mutter, die ja eigentlich auch eine missbrauchende Täterin ist, wirklich recht wenig Mitleid entgegenbringen.

    Bis zum letzten Drittel des Romans habe ich mich dann gewundert und auch ein bisschen geärgert, warum der Verlag in seinem von mir vermuteten Drang nach reißerischem Marketing unbedingt Kriminalroman vorne draufschreiben muss, wenn das ganze eigentlich ein Psychogramm einer Mörderin fast aus Innensicht ist. Denn ein Krimi mit eindeutigen Krimi-Merkmalen war die Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Täterin, Tat und Opfer sind sonnenklar, die Motive liegen auch auf der Hand und bauen sich allmählich auf. Nur weil es Ermordete gibt, muss man ja nicht alles Krimi nennen. Aber dann musste ich im letzten Drittel meine Meinung doch noch revidieren und dem Verlag Recht geben. Völlig überraschend drehte sich der Plot nochmals und weitere mögliche Täter und neue Straftaten traten auf. Dieser Knalleffekt hat mir sehr gut gefallen, denn ich liebe es, unvorhergesehene Wendungen zu erleben und im Dunkeln zu tappen.

    Leider bin ich mit dem Ende des Romans und der psychologischen Motivlage gar nicht einverstanden. Bedauerlicherweise kann ich Euch nicht erklären, was mich gar so gestört hat, ohne den Inhalt zu verraten. Deshalb setze ich auch genau an diesem Punkt der Rezension eine eindeutige Spoilerwarnung. Wer sich überraschen lassen möchte, der breche genau hier mit dem Lesen ab, alle anderen fahren auf eigene Gefahr fort: 🙂


    Sabine, die Täterin, ist eigentlich schon aus dem Schneider, hat sogar zur Verdeckung des Mordes an ihrer Mutter relativ abgebrüht noch einige weitere Kapitalverbrechen begangen, die man ihr aber nicht nachweisen kann. Im Gegenteil, für einige gibt es sogar andere dringende Verdächtige. In dem Moment, als sie ohne Not glücklich davongekommen ist, bricht sie zusammen und gesteht der Kommissarin den Elternmord? Also das ist für mich völlig an den Haaren herbeigezogen und psychologisch auch sehr unverständlich. Da würde ich gerne den Profi Herrn Müller fragen, ob so etwas überhaupt vorstellbar ist.

    Fazit: Ein spannender ungewöhnlicher psychologischer Roman, der sich tatsächlich zu einem Krimi entwickelt, der aber ein für mich sehr unplausibles Ende aufweist. 3,5 Sterne wohlwollend auf 4 aufgerundet.

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    nellsches avatar
    nellschevor 6 Monaten
    Am Ende bist du still

    Sabine wird seit ihrer Kindheit von ihrer Mutter gegängelt und bevormundet. Nichts darf sie selbst entscheiden. Auch als Sabine bereits erwachsen und ausgezogen ist, ändert ihre Mutter ihr Verhalten nicht. Sabine kann sich ihr einfach nicht entziehen. Da hilft nur eins: Ihre Mutter muss sterben.

    Ein spannender Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte!
    Der flüssige und sehr gut lesbare Schreibstil ermöglichte mir einen raschen und problemlosen Einstieg in das Buch.
    Dem Autor ist es prima gelungen, mir als Leser einen detaillierten psychologischen Einblick in Sabine zu geben, so dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht guthieß.
    Doch nicht nur Sabine wurde sehr gut dargestellt, sondern auch alle weiteren Personen, die eine Rolle spielten, hatte ich sehr gut vor Augen.
    Sabine tat mir durchweg leid, weil sie enorm unter dem Verhalten ihrer Mutter gelitten hatte und da auch einen riesigen Knacks weg bekam. Sie war nicht in der Lage, sich zu lösen und ein normales Verhalten zu entwickeln. Ihre Rachegedanken wurden immer größer. Dass sie zu der Überlegung kam, dass der einzige Ausweg der Tod der Mutter ist, war zwar erschreckend, aber aus Sabines Sicht auch nachvollziehbar.
    Sehr gelungen fand ich den Aufbau des Buches, denn die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt. Zum einen gibt es einen Einblick in Sabines Kindheit und wie sehr sie unter dem Einfluss ihrer Mutter leidet. Zum anderen erlebt man Sabine in der Gegenwart und wie sie sich entwickelt hat. Durch die Rückblick war ich in der Lage, Sabines psychische Entwicklung zu verstehen.
    Die Geschichte entwickelte sich für mich unvorhersehbar, so dass ich immer wieder überrascht wurde. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und gehalten. Auch das Ende bot für mich noch eine Überraschung, was mir sehr gut gefiel.

    Ein spannender Krimi, den ich empfehlen kann. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    Toxicass avatar
    Toxicasvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Krimi
    Spannender Krimi mit viel Thrill und Drama

    Um was geht es? Wer kennt das nicht?  

    "Nein, du gehst heute nicht raus!". 
    "Ich möchte, dass du DAS anziehst!". 
    "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!". 
    "Hör auf mich! Ich meine es doch nur gut!"
    Und ganz typisch: "So lange du deine Füße unter meinem Tisch hast ... !". 

    Als Kind wird man permanent kontrolliert, bevormundet, zurechtgewiesen, und sowieso scheinen die Eltern immer alles besser zu wissen als man selbst. Wie wirkt sich diese Erziehung auf jemanden aus, der mit einer durchgehend plakativen Disziplin konfrontiert wird? Kompromisslos, konsequent, durchgreifend. Für Sabine bedeutet dies die reinste Quälerei. Sie wächst gut situiert auf und wird verwöhnt mit allerlei Luxusgütern. Doch der Preis dafür ist hoch. In der Schule mutiert sie zur Außenseiterin und zum Ziel unzähliger Mobbereien. Ständig ist sie dem Kontrollzwang ihrer Mutter ausgesetzt, ihr Vater schweigt lieber und sieht weg. Immer mehr wachsen Wut und Hass in ihr heran. Je dringender sie sich jedoch wünscht, ihre Eltern seien tot, umso weniger bemerkt sie Veränderungen an sich, die charakteristisch zunehmend ihrer Mutter gleichen. Sie entwickelt die selben anankastischen Persönlichkeitsstörungen, die einen Übergang zur Normalität erheblich beeinträchtigen. Bis die Situation irgendwann zu eskalieren droht und Sabine keinen anderen Ausweg mehr sieht ...

    Die Charaktere sind authentisch und wirken lebendig. Der Autor schafft es, seine Figuren wie Marionetten perfekt in Szene zu setzen und ins Geschehen zu integrieren. Und zwar so abwechslungsreich, dass ein ständiger Wechsel zwischen Sympathie und Antipathie stattfindet. Schlussendlich fällt es mir schwer zu sagen, wie ich welchen Protagonisten einschätze. Das ist absolut kein Kritikpunkt - im Gegenteil! Mir gefällt es, wenn ich nach dem Ende noch ein Weilchen in der Story verweilen und meine Theorien weiter durchdenken kann. Dass hier mit der seelischen und manipulativen Zerbrechlichkeit sowie der Psyche der Protagonisten im Allgemeinen gespielt wird, gefällt mir gut. Ich persönlich tendiere mehr zur psychologischen Abgründigkeit statt zum Blutrausch-Gemetzel.

    Der Schreibstil ist flüssig, alltagssprachlich und einprägsam, die Sprache prägnant und unkompliziert. Der Lesestoff ist leicht verständlich und zieht den Leser in seinen Bann. Herbert Dutzler vermeidet geschickt unscharfe Oberbegriffe sowie schwerfällige Substantive und ermöglicht so einen konstanten Lesefluss.

    In den zwei gut durchdachten und dynamischen Zeitperioden, wechselt der Autor das Geschehen von Sabines Kindheit zur erwachsenen Frau. Dadurch lassen sich relativ früh eigene Theorien aufbauen und Rückschlüsse ziehen. Dabei ist die Kulisse im genau so detailliert beschrieben wie im . Lediglich das Ende wirkt etwas zu konstruiert und abrupt. Hier habe ich mehr Authentität erwartet.

    Das Cover zeigt den Torso einer blonden Frau in dunkler Kleidung, die eine blühende, rote Rose in den Handen hält. Schnell assoziiert man dieses Bild mit einer Beerdigung. Ich betrachte es relativ neutral. Es wirkt trotz der betrübenden Assoziation auf eine spezielle Art harmonisch, sticht allerdings auch nicht sonderlich hervor.

    Fazit: Ein spannender Krimi mit viel Thrill und Drama!

    Danke an Herbert Dutzler und den Haymon Verlag für dieses Leseexemplar.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: wahnsinnig spannend
    wahnsinnig spannend

    Klapptext:


    WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRD
    Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben. 

    Ich hatte große Erwartungen an diesen Roman und wurde nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil ist leicht und flüssig,Die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte das Buch kaum noch aus den Händen legen.

    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche hervorragend ausgearbeitet wurden.
    Ich habe Sabine und ihre Eltern kennen gelernt.Sabine ist eine sehr verhaltensgestörte und seelisch kranke Person.Am Anfang fand ich sie einfach nur abstossend und widerwärtig.Doch als ich von ihrer sehr traurigen und schwierigen Kindheit gelesen habe wurde mir so einiges klar.Langsam habe ich verstanden und begann zu begreifen warum sie sich so verhält.Ich konnte ihre Taten und ihr Handeln teilweise nachvollziehen.Herbert Dutzler hat es sehr gut verstanden die Gefühle,Ängste und Gedankeen zum Ausdruck zu bringen.Durch die sehr fessende und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Gnadenlos beschreibt uns der Autor die teilweise sehr schrecklichen und widerlichen Taten  von Sabine bis es zum Schluß zur Katastrophe kommt.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich meist im Geschehen dabei.Ich habe mit gelitten,mitgefühlt aber manchmal habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt und empfand Ekel und Abscheu.
    Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen.So wurde es zu keiner Zeit langweilig.Von Anfang bis zum Ende fiebert man einfach mit.Der Abschluß war sehr gut gelungen .Es ist auch sehr traurig das so etwas ja wirklich passieren kann.

    Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das geniale Werk ab.

    Mir hat die Geschichte ausgezeichnet gefallen und ich vergebe glatte 5 Sterne

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    Dandys avatar
    Dandyvor 6 Monaten
    Eiskalte Berechnung

    Der Kriminalroman " Am Ende bist Du still" von Herbert Dutzler, erschienen im Haymon Verlag, zeigt wie sich das Verhalten von Helikoptereltern auf die Psyche des Kindes auswirken kann.



    Sabine´s Mutter meint es nur gut mit ihr und bevormundet ihre Tochter in allen Lebenslagen. Alles was Sabine selbst entscheidet ist falsch. Nur die Meinung der Mutter zählt. Selbst als Sabine schon ausgezogen ist, hören die Bevormundungen nicht auf und Sabine hat immer noch das Gefühl alles falsch zu machen.
    Bis sie schließlich nur noch einen Ausweg sieht. Ihre Mutter muss sterben, damit sie ein eigenständiges Leben führen kann.

    Der Schreibstil ist sehr gut. Ich bin sofort in die Geschichte hinein gekommen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    Die Spannung baut sich von der ersten Seite an, auf und endet bei der letzten.
    Die vielen Wendungen und das sehr überraschende Ende, machten das Buch sehr spannend.

    Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal als Sabine noch ein Kind war und in der Gegenwart.
    Diese Mischung macht die Geschichte sehr spannend: Man erfährt sehr viel von Sabine und ihren Eltern und man bekommt als Leser Stück für Stück mit wie sich das schlechte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter steigert.

    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben. 
    Sabine, die von kleinauf unter ihrer Mutter leidet und schon im Kindesalter ihre psychischen Probleme hat. Der Umgang mit ihren Klassenkameraden, später mit ihren Partnern und in ihrem Beruf, zeigt wie gestört und psychisch labil sie ist.
    Sabine´s Vater, der einfach nur seine Ruhe haben möchte, sich nicht einmischt und so tut, als ob ihn nichts angeht.
    Die Mutter, die über besorgt ist, alles bestimmt, an allem rumnörgelt, Sabine keine eigene Meinung entwickeln lässt.

    Am Ende bist Du still , ist kein Buch, das man mal eben schnell durchliest. Jede Seite muss man erst einmal sacken lassen.  Während dem Lesen hatte ich teilweise Mitleid mit Sabine, ihre Taten zum Schluß verstand ich nicht so richtig. Sie musste ihrer Verzweiflung, ihren negativen Gedanken Luft machen, aber einen Mord begehen....

    Am Ende bist Du still, hat mich sehr überzeugt. Eine packende , außergewöhnliche, spannende, gut  durchdachte Geschichte.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 6 Monaten
    Spannendes Psychodrama

    Sabine wird von der Fürsorge ihrer Mutter erdrückt. Sowohl in Kindestagen, als auch im Erwachsenenalter gibt es quasi keine Situation, bei der ihre Mutter nicht einen guten Ratschlag oder Kritik an Sabines Verhalten parat hat. Sie versucht den Kontakt zu ihrer Mutter abzubrechen, aber ohne Erfolg. Sabine steigert sich immer weiter in die scheinbar ausweglose Situation, bis sie sich zu dem einzig scheinbaren Ausweg durchringt, ihre Mutter muss sterben...

    Ich habe bereits zwei Kriminalromane von Herbert Dutzler gelesen und bin von seiner Schreibweise sehr angetan. In "Am Ende bist du still" überzeugt er mich erneut mit seinem sehr flüssig zu lesenden und mit vielen Dialogen gespickten Schreibstil. Er erzählt die Geschichte in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen. Zum einen wird Sabines Kindheit aufgearbeitet, in der sich das schlechte Ver-hältnis zu ihrer Mutter nach und nach aufbaut und zum anderen können wir das aktuelle Geschehen um Sabine und ihre eigene Entwicklung nach dieser verstörenden Kindheit beobachten. Der Autor entwickelt mit den Sprüngen zwischen den Zeiten und Handlungen eine Dynamik und stachelt mit häufigen Cliffhangern die Spannung an. Obwohl die Eskalation der Beziehung allein schon aus dem Titel zu erahnen ist, baut sich im Verlaufe des Buches ein enormer Spannungsbogen auf und kann im Finale aus meiner Sicht sogar noch mit einer Überraschung aufwarten. Der Charakter der Mutter, des Vaters und von Sabine wird gut herausgearbeitet und schon alleine das aufreibende Miteinander innerhalb der Familie konnte mich an das Buch fesseln.

    "Am Ende bist du still" ist für mich eine überzeugende Schilderung einer dramatischen Mutter-Kind-Beziehung, die niemals eine Chance bekam, erfolgreich zu verlaufen. Der Autor Herbert Dutzler versteht es diese Szenerie packend zu schildern und bescherte mir ein paar spannende Stunden. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

    Kommentare: 1
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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor 6 Monaten
    packendes Psycho-Drama mit Thrill

    Kurz zum Inhalt:

    Sabine wird von ihrer Mutter ständig bevormundet, kritisiert, überwacht und überbehütet. Sie schreibt ihr vor, wie sie zu denken, was sie anzuziehen hat, wie sie sich verhalten soll, wer ihre Freunde sein dürfen usw... Ihr Vater steht ihr leider auch nicht bei, da er einfach nur seine Ruhe haben will und Konfrontationen aus dem Weg geht.
    Sogar, als Sabine bereits erwachsen und ausgezogen ist, mischt sich ihre Mutter weiterhin in ihr Leben ein, und so kommt es, wie es kommen muss - Sabine will sich von ihrer Mutter befreien...


    Meine Meinung:

    "Am Ende bist du still" lässt einen in die tiefsten Abgründe menschlichen Denkens und Verhaltens blicken; und wie es überhaupt dazu kommen kann, dass eine junge Frau zur Mörderin wird.

    Der Schreibstil ist schnell und flüssig zu lesen; der Wechsel in den Zeitebenen und Erzählperspektiven lässt Dynamik entstehen. Man erfährt über das Leben der Protagonistin Sabine; die Kapitel wechseln ab - römische Ziffern über ihre Kindheit in Ich-Form; arabische Ziffern über ihr Leben als junge Erwachsene in Erzähl-Form aus Sabines Sicht. Diese Unterscheidung finde ich gut und übersichtlich, und durch die Kapitel über die Kindheit erfährt man, warum sich Sabine so entwickelt hat, wie sie letztendlich als Erwachsene war.

    Durch das ständige Einmischen ihrer Mutter in Sabines Leben wurde sie von Tag zu Tag unglücklicher; auch hatte sie deshalb kaum Freunde und wurde gemobbt. Schon als Kind wusste sie jedoch zu manipulieren, und von ihrer Mutter bekam sie anstelle von Liebe materielle Dinge geschenkt und wurde nur ständig kritisiert.Warum Sabine dann ausgerechnet Lehramt studiert hat, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

    Die anschauliche Schreibweise lässt einen ein ganzes Kopfkino abspielen, und man kann sich gut in Sabines Welt hineinversetzen, sodass man beim Lesen fast schon depressiv wird. Es gab ja irgendwie kaum etwas Positives und Schönes in Sabines Leben. Sabine hat zwar Schuldgefühle, sie kann zwischen Richtig und Falsch unterscheiden, doch ist ihr Wunsch, sich zu rächen und zu befreien, übermächtig. Auch wird sie ihrer Mutter in ihrem Verhalten immer ähnlicher, was ihr zwar unterbewusst auffällt, sie aber nicht wahrhaben will und Ausreden dafür sucht.


    Der Teil gegen Ende, in dem Kommissar Grünwald vorkam, fand ich leider konstruiert und überzogen, aber ansonsten hat mich das Buch in Atem gehalten.


    Das Cover passt auch perfekt zur Geschichte - eine Frau in Trauerkleidung und mit Rose, höchstwahrscheinlich bei einem Begräbnis.
    Sehr gut gefällt mir, dass der Einband matt und eher rau ist, so etwas habe ich bei gebundenen Büchern noch nie gesehen. Das Buch hält sich sehr gut in Händen, dadurch dass es ist nicht so dick und eher kleiner ist. Finde ich sehr gut.


    Fazit:

    Spannendes, aufwühlendes Buch; ein Psycho-Drama mit Thrill, das das eigene Befinden in depressive Bahnen bringen kann und einem die tiefsten Abgründe menschlichen Seins aufzeigt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    herbertdutzlers avatar
    Liebe Leser/innen,

    ich bin sehr gespannt auf Eure Bewerbungen - mein Verlag lässt 25 Exemplare des Buches springen. Und ich hab es schon in Händen: Es sieht gut aus, es fühlt sich gut an und es riecht gut! Jetzt will es nur noch gelesen werden ...
    Viel Spaß!
    Zur Leserunde

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