Herbert Dutzler Am Ende bist du still

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Inhaltsangabe zu „Am Ende bist du still“ von Herbert Dutzler

WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRD
Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben.

PSYCHOLOGISCHER PAGETURNER MIT GROSSER SOGWIRKUNG
An einem Tag zu Weihnachten sieht sie ihre Chance gekommen. Oder hat doch ihre Mutter vergessen, die flackernden Kerzen am Adventkranz zu löschen? Furios führt Herbert Dutzler von Seite zu Seite tiefer in die destruktive Gedankenwelt einer jungen Frau, die nur ein Ziel hat: sich zu rächen – und dabei immer weniger zwischen Gut und Böse, sinnloser Rache und notwendiger Loslösung unterscheiden kann. Ein beklemmendes Feuerwerk aus verstörender Spannung und dem unstillbaren Wunsch nach Vergeltung!

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Leserstimmen:

„Herbert Dutzler zeigt, wohin falsch verstandene Liebe führen kann. Ich habe mit Sabine mitgelitten und zugleich gehofft, dass sie nicht bis zum Äußersten gehen wird. Fabelhafter psychologischer Krimi, der das Seelenleben der Protagonistin bis in den äußersten Winkel beunruhigend ausleuchtet."

„Herbert Dutzler hat mit Sabine eine Rächer-Figur geschaffen, die jedem von uns tagtäglich begegnen könnte: Sie ist jung, gebildet, arbeitet als Lehrerin und führt ein scheinbar normales Leben. Doch tief in ihr drin schlummert ein Hass, der von einer Mutter ausgelöst wird, die vermutlich auch nur das Beste für ihre Tochter wollte."

„Das Thema Helikoptereltern in einen Krimi verpackt – Herbert Dutzler schafft es, psychologisch nuanciert und extrem packend zu beschreiben, wie sich eine Eltern-Kind-Beziehung zu etwas Zerstörerischem entwickeln kann. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen."

Psychologischer Thriller, der einem den Atem stocken lässt.

— dartmaus

Tiefe Einblicke in eine gequälte Seele

— Langeweile

hinsichtlich der Mutter-Tochter-Beziehung sehr authentisch, aber die Motivation der Heldin tw. nicht nachvollziehbar, Plot durchschn. (***)

— Insider2199

Spannender Krimi

— Toxicas

wahnsinnig spannend

— Vampir989

Ganz schön verrückt und deshalb durchaus denkbar ;)

— ThrillerKiller

Ein spannender Psychokrimi mit einer abartigen Protagonistin. Der Krimi entwicklet einen Lesesog, aus dem man sich nicht mehr befreien kann

— tinstamp

Gänsehaut pur!

— Nina_1986

Emotionsgeladen, furchterregend und aufrüttelnd!

— Nyansha

Drama um Helikoptereltern - was sie vorleben und bewirken...abartige Spannung!

— dreamlady66

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  • Rezensionen
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  • Die Folgen einer traumatisierten Kindheit

    Am Ende bist du still

    dartmaus

    26. April 2018 um 10:09

    Das Cover des Buches hat etwas bedrohliches. Trotz der roten Rose. Diese Beerdigungsatmosphäre ist auch absolut passend zum Inhalt. Inhalt: Sabine kämpft von Kindheit an mit ihrer herrschsüchtigen Mutter. Vom Vater hat sie nie Unterstützung bekommen. Obwohl ihre Mutter eher überbesorgt wirkt, hat Sabine nie wirkliche Liebe erfahren. Im Laufe ihres Lebens nimmt Sabine allerdings immer mehr die Züge ihrer Mutter an. Und der Hass auf ihre Mutter wird immer größer. Meine Meinung: Ein Buch das mich von der ersten bis letzten Seite gefesselt hat. Immer wieder wird im Wechsel von Sabines Kindheit, Sabines Jugend und der Gegenwart erzählt. So kann man vieles einfacher verstehen. Man spürt förmlich die Abneigung und den Hass den Sabine gegenüber ihrer Mutter aufbaut. Auch wenn ich Sabine in vielem verstehen kann, so war ich doch verwundert, das sie sich während ihres Studiums oder spätestens in ihrem Job als Lehrerin nicht professioneller Hilfe unterzogen hat, bzw. das keinem in ihrem Umfeld aufgefallen ist, was in ihr vorgeht. Obwohl man sagen muß. Sie war schon sehr geschickt, Menschen zu manipulieren und für sich einzuvernehmen. Insgesamt ist Herbert Dutzler hier wieder ein Werk gelungen, das man nicht aus der Hand legen kann. Man erfährt hier was passiert, wenn ein Mensch in liebloser, manipulativer und egoistischer Umgebung groß wird und im späteren Leben genau diese Züge übernimmt, die ihm selbst die Kindheit zum Alptraum gemacht haben. Mein Fazit: Für mich eines der Highlights in diesem Jahr. Ganz klare Leseempfehlung.

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  • Falsche Mutterliebe

    Am Ende bist du still

    Langeweile

    08. April 2018 um 13:49

    Zum Inhalt: Sabine wächst scheinbar in geordneten Verhältnissen und sehr behütet auf. Der Eindruck täuscht jedoch, denn hinter der Fassade der  Familie brodelt es. Ihre Mutter gängelt sie auf Schritt und Tritt , sie trifft die Auswahl ihrer Kleidung ebenso wie die ihrer Gedanken. Auch ihre Freunde müssen ihren Vorstellungen genau entsprechen. Sabine leidet sehr darunter, ihre Psyche nimmt zunehmend Schaden dadurch. Ihr Vater hat jede Art von Rebellion seiner Frau gegenüber aufgegeben und versucht nur ein einigermaßen ruhiges Leben zu führen. Er ist seiner Tochter also keine Hilfe. Als die Bevormundung nach ihrem Auszug unvermindert anhält, schmiedet sie einen furchtbaren Plan. Meine Meinung: Schon von der ersten Seite an entwickelte die Geschichte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Schonungslos lässt der Autor den Leser in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele eintauchen. Die Geschichte wird in zwei Erzählstränge , einmal in Sabines Kindheit und dann in ihrem Leben als junge Erwachsene, aufgeteilt. Die Protagonisten wurden gut beschrieben, ich hatte klare Bilder im Kopf. Fassungslos habe ich Sabine auf ihrem Weg begleitet und konnte bis zum Schluss nicht verstehen, dass sie zu keiner Zeit wirkliche Hilfe von außerhalb erhalten hat. Dem Autor ist es gelungen, von Anfang an Spannung zu erzeugen und diese, bis zu einem überraschenden Ende zu halten. Fazit: Ein Buch, das noch länger nachwirkt.Eine Leseempfehlung und vier Sterne.

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  • Leserunde zu "Am Ende bist du still" von Herbert Dutzler

    Am Ende bist du still

    herbertdutzler

    Liebe Leser/innen,

    ich bin sehr gespannt auf Eure Bewerbungen - mein Verlag lässt 25 Exemplare des Buches springen. Und ich hab es schon in Händen: Es sieht gut aus, es fühlt sich gut an und es riecht gut! Jetzt will es nur noch gelesen werden ...
    Viel Spaß!

    • 347
  • Rezension zu "Am Ende bist du still" von Herbert Dutzler

    Am Ende bist du still

    dorli

    04. April 2018 um 17:04

    Sabine Meißner durchlebt eine Kindheit, die man niemandem wünscht, denn Sabines Leben wird von ihrer Mutter bis ins kleinste Detail gesteuert. Ihr Vater sieht untätig dabei zu, wie seine Tochter gegängelt und bevormundet wird, er ist jedoch nicht mutig genug oder einfach zu bequem, um sich einzumischen. Es ist Sabine nicht möglich, eigene Erfahrungen zu machen und aus eventuellen Fehlern zu lernen. Nie darf sie selbst Entscheidungen treffen, stets ist es ihre Mutter, die bestimmt, was richtig und was falsch ist. Sabine bekommt zudem eingeimpft, wie wichtig Äußerlichkeiten sind. Teure Geschenke und exklusive Kleidung grenzen sie jedoch in der Schule aus, sie hat keine Freunde.Wie stark diese extreme Überbehütung Sabine geprägt hat, zeigt sich dann auch während ihres Studiums – sie ist zum Beispiel nicht in der Lage, ihren Part an einem Projekt zu erfüllen, weil es ihr an Initiative und sozialer Kompetenz fehlt. Sabine hat immer alle Vorwürfe, Anweisungen und Kommentare ihrer Mutter in sich reingefressen, es gelingt ihr selbst als Erwachsene nicht, sich gegen die Übermacht ihrer Mutter zu wehren. Über die Jahre hinweg hat sich in der jungen Frau eine riesengroße Wut aufgestaut, die irgendwann in Hass umgeschlagen ist und den Wunsch nach Rache und Vergeltung in ihr wachsen lassen hat. Als sich an einem Weihnachtsabend unversehens die Möglichkeit bietet, sich endgültig von aller Unterdrückung und Bevormundung zu befreien, zögert Sabine daher nicht…Herbert Dutzler hat einen flüssig zu lesenden, sehr fesselnden Schreibstil, der mich schnell in das Geschehen hineingezogen hat. Der Autor erzählt anschaulich und eindringlich von Sabines Erlebnissen und schildert sehr mitreißend, wie ein Kind durch übertriebene Fürsorge zu einem Monster gemacht wird.Der Aufbau des Kriminalromans hat mir besonders gut gefallen. Herbert Dutzler präsentiert das Geschehen auf zwei Zeitebenen. Kapitelweise wechseln Episoden aus Sabines Kindheit und ihr Leben in der Gegenwart sich ab. Durch die Darstellung von Ursache und Wirkung kann man Sabines Entwicklung sehr gut nachvollziehen und erlebt den Weg zu dem genauso dramatischen wie tragischen Finale äußerst intensiv mit.Überraschungen und Wendungen sorgen im Verlauf der Handlung dafür, dass die Geschichte immer wieder neuen Schwung bekommt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.„Am Ende bist du still“ hat mich durchweg begeistert – ein abwechslungsreicher, gut durchdachter Krimi, der mir ein paar äußerst spannende Lesestunden beschert hat.

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  • Stirb, Mutter!

    Am Ende bist du still

    awogfli

    01. April 2018 um 15:38

    Dieser Roman gibt eine gute und glaubwürdige Sicht auf die allmähliche Entwicklung einer Mörderin, beginnend mit einer übergriffigen lieblosen Mutter, die permanent psychischen Missbrauch verübt und einem duldenden Vater, der als Co-Täter nie eingreift – Schritt für Schritt – bis zur Verübung der ultimativen Tat – dem Elternmord.Laut den Untersuchungen des Profilers und Psychologen Thomas Müller, der viele Mörder, vor allem Massenmörder analysiert, verglichen und darüber auch zwei Bücher publiziert hat, unterscheidet sich das Täterprofil eines weiblichen Mehrfachmörders enorm vom männlichen Täterbild, denn Frauen morden sehr häufig zur Abgrenzung und nicht aus Lust. Dabei spielen andere Motive wie Geldgier Rache etc. zwar eine wesentliche, aber nur untergeordnete Rolle.Auch in dieser Geschichte wird genau das offenbar. Sabine kann sogar als Erwachsene ihrer Mutter nicht die Grenzen aufzeigen, obwohl sie diese mehrfach kommuniziert, ignoriert sie die Mutter immer wieder und setzt den psychischen Missbrauch der Kindheit mit noch viel subtileren Mitteln im Erwachsenenalter fort. Ganz gut konnte ich als Leserin nachvollziehen, wie sich allmählich diese Ohnmacht und Wut aufbaute, die zur Entladung und zur ultimativen Tat führte. Als Leserin litt ich richtig mit Sabine, der Mörderin, und ehrlich gesagt konnte ich dem widerlichen psychopatischen „Opfer“, der Mutter, die ja eigentlich auch eine missbrauchende Täterin ist, wirklich recht wenig Mitleid entgegenbringen.Bis zum letzten Drittel des Romans habe ich mich dann gewundert und auch ein bisschen geärgert, warum der Verlag in seinem von mir vermuteten Drang nach reißerischem Marketing unbedingt Kriminalroman vorne draufschreiben muss, wenn das ganze eigentlich ein Psychogramm einer Mörderin fast aus Innensicht ist. Denn ein Krimi mit eindeutigen Krimi-Merkmalen war die Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Täterin, Tat und Opfer sind sonnenklar, die Motive liegen auch auf der Hand und bauen sich allmählich auf. Nur weil es Ermordete gibt, muss man ja nicht alles Krimi nennen. Aber dann musste ich im letzten Drittel meine Meinung doch noch revidieren und dem Verlag Recht geben. Völlig überraschend drehte sich der Plot nochmals und weitere mögliche Täter und neue Straftaten traten auf. Dieser Knalleffekt hat mir sehr gut gefallen, denn ich liebe es, unvorhergesehene Wendungen zu erleben und im Dunkeln zu tappen.Leider bin ich mit dem Ende des Romans und der psychologischen Motivlage gar nicht einverstanden. Bedauerlicherweise kann ich Euch nicht erklären, was mich gar so gestört hat, ohne den Inhalt zu verraten. Deshalb setze ich auch genau an diesem Punkt der Rezension eine eindeutige Spoilerwarnung. Wer sich überraschen lassen möchte, der breche genau hier mit dem Lesen ab, alle anderen fahren auf eigene Gefahr fort: 🙂 Sabine, die Täterin, ist eigentlich schon aus dem Schneider, hat sogar zur Verdeckung des Mordes an ihrer Mutter relativ abgebrüht noch einige weitere Kapitalverbrechen begangen, die man ihr aber nicht nachweisen kann. Im Gegenteil, für einige gibt es sogar andere dringende Verdächtige. In dem Moment, als sie ohne Not glücklich davongekommen ist, bricht sie zusammen und gesteht der Kommissarin den Elternmord? Also das ist für mich völlig an den Haaren herbeigezogen und psychologisch auch sehr unverständlich. Da würde ich gerne den Profi Herrn Müller fragen, ob so etwas überhaupt vorstellbar ist. Fazit: Ein spannender ungewöhnlicher psychologischer Roman, der sich tatsächlich zu einem Krimi entwickelt, der aber ein für mich sehr unplausibles Ende aufweist. 3,5 Sterne wohlwollend auf 4 aufgerundet.

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    • 3
  • Am Ende bist du still

    Am Ende bist du still

    nellsche

    27. March 2018 um 12:05

    Sabine wird seit ihrer Kindheit von ihrer Mutter gegängelt und bevormundet. Nichts darf sie selbst entscheiden. Auch als Sabine bereits erwachsen und ausgezogen ist, ändert ihre Mutter ihr Verhalten nicht. Sabine kann sich ihr einfach nicht entziehen. Da hilft nur eins: Ihre Mutter muss sterben.Ein spannender Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte!Der flüssige und sehr gut lesbare Schreibstil ermöglichte mir einen raschen und problemlosen Einstieg in das Buch.Dem Autor ist es prima gelungen, mir als Leser einen detaillierten psychologischen Einblick in Sabine zu geben, so dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht guthieß.Doch nicht nur Sabine wurde sehr gut dargestellt, sondern auch alle weiteren Personen, die eine Rolle spielten, hatte ich sehr gut vor Augen.Sabine tat mir durchweg leid, weil sie enorm unter dem Verhalten ihrer Mutter gelitten hatte und da auch einen riesigen Knacks weg bekam. Sie war nicht in der Lage, sich zu lösen und ein normales Verhalten zu entwickeln. Ihre Rachegedanken wurden immer größer. Dass sie zu der Überlegung kam, dass der einzige Ausweg der Tod der Mutter ist, war zwar erschreckend, aber aus Sabines Sicht auch nachvollziehbar.Sehr gelungen fand ich den Aufbau des Buches, denn die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt. Zum einen gibt es einen Einblick in Sabines Kindheit und wie sehr sie unter dem Einfluss ihrer Mutter leidet. Zum anderen erlebt man Sabine in der Gegenwart und wie sie sich entwickelt hat. Durch die Rückblick war ich in der Lage, Sabines psychische Entwicklung zu verstehen.Die Geschichte entwickelte sich für mich unvorhersehbar, so dass ich immer wieder überrascht wurde. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und gehalten. Auch das Ende bot für mich noch eine Überraschung, was mir sehr gut gefiel.Ein spannender Krimi, den ich empfehlen kann. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Spannender Krimi mit viel Thrill und Drama

    Am Ende bist du still

    Toxicas

    26. March 2018 um 17:05

    Um was geht es? Wer kennt das nicht?   "Nein, du gehst heute nicht raus!".  "Ich möchte, dass du DAS anziehst!".  "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!".  "Hör auf mich! Ich meine es doch nur gut!" Und ganz typisch: "So lange du deine Füße unter meinem Tisch hast ... !".  Als Kind wird man permanent kontrolliert, bevormundet, zurechtgewiesen, und sowieso scheinen die Eltern immer alles besser zu wissen als man selbst. Wie wirkt sich diese Erziehung auf jemanden aus, der mit einer durchgehend plakativen Disziplin konfrontiert wird? Kompromisslos, konsequent, durchgreifend. Für Sabine bedeutet dies die reinste Quälerei. Sie wächst gut situiert auf und wird verwöhnt mit allerlei Luxusgütern. Doch der Preis dafür ist hoch. In der Schule mutiert sie zur Außenseiterin und zum Ziel unzähliger Mobbereien. Ständig ist sie dem Kontrollzwang ihrer Mutter ausgesetzt, ihr Vater schweigt lieber und sieht weg. Immer mehr wachsen Wut und Hass in ihr heran. Je dringender sie sich jedoch wünscht, ihre Eltern seien tot, umso weniger bemerkt sie Veränderungen an sich, die charakteristisch zunehmend ihrer Mutter gleichen. Sie entwickelt die selben anankastischen Persönlichkeitsstörungen, die einen Übergang zur Normalität erheblich beeinträchtigen. Bis die Situation irgendwann zu eskalieren droht und Sabine keinen anderen Ausweg mehr sieht ... Die Charaktere sind authentisch und wirken lebendig. Der Autor schafft es, seine Figuren wie Marionetten perfekt in Szene zu setzen und ins Geschehen zu integrieren. Und zwar so abwechslungsreich, dass ein ständiger Wechsel zwischen Sympathie und Antipathie stattfindet. Schlussendlich fällt es mir schwer zu sagen, wie ich welchen Protagonisten einschätze. Das ist absolut kein Kritikpunkt - im Gegenteil! Mir gefällt es, wenn ich nach dem Ende noch ein Weilchen in der Story verweilen und meine Theorien weiter durchdenken kann. Dass hier mit der seelischen und manipulativen Zerbrechlichkeit sowie der Psyche der Protagonisten im Allgemeinen gespielt wird, gefällt mir gut. Ich persönlich tendiere mehr zur psychologischen Abgründigkeit statt zum Blutrausch-Gemetzel. Der Schreibstil ist flüssig, alltagssprachlich und einprägsam, die Sprache prägnant und unkompliziert. Der Lesestoff ist leicht verständlich und zieht den Leser in seinen Bann. Herbert Dutzler vermeidet geschickt unscharfe Oberbegriffe sowie schwerfällige Substantive und ermöglicht so einen konstanten Lesefluss. In den zwei gut durchdachten und dynamischen Zeitperioden, wechselt der Autor das Geschehen von Sabines Kindheit zur erwachsenen Frau. Dadurch lassen sich relativ früh eigene Theorien aufbauen und Rückschlüsse ziehen. Dabei ist die Kulisse im genau so detailliert beschrieben wie im . Lediglich das Ende wirkt etwas zu konstruiert und abrupt. Hier habe ich mehr Authentität erwartet. Das Cover zeigt den Torso einer blonden Frau in dunkler Kleidung, die eine blühende, rote Rose in den Handen hält. Schnell assoziiert man dieses Bild mit einer Beerdigung. Ich betrachte es relativ neutral. Es wirkt trotz der betrübenden Assoziation auf eine spezielle Art harmonisch, sticht allerdings auch nicht sonderlich hervor. Fazit: Ein spannender Krimi mit viel Thrill und Drama! Danke an Herbert Dutzler und den Haymon Verlag für dieses Leseexemplar.

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  • wahnsinnig spannend

    Am Ende bist du still

    Vampir989

    25. March 2018 um 08:41

    Klapptext: WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRD Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben.  Ich hatte große Erwartungen an diesen Roman und wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig,Die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte das Buch kaum noch aus den Händen legen. Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche hervorragend ausgearbeitet wurden. Ich habe Sabine und ihre Eltern kennen gelernt.Sabine ist eine sehr verhaltensgestörte und seelisch kranke Person.Am Anfang fand ich sie einfach nur abstossend und widerwärtig.Doch als ich von ihrer sehr traurigen und schwierigen Kindheit gelesen habe wurde mir so einiges klar.Langsam habe ich verstanden und begann zu begreifen warum sie sich so verhält.Ich konnte ihre Taten und ihr Handeln teilweise nachvollziehen.Herbert Dutzler hat es sehr gut verstanden die Gefühle,Ängste und Gedankeen zum Ausdruck zu bringen.Durch die sehr fessende und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Gnadenlos beschreibt uns der Autor die teilweise sehr schrecklichen und widerlichen Taten  von Sabine bis es zum Schluß zur Katastrophe kommt.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich meist im Geschehen dabei.Ich habe mit gelitten,mitgefühlt aber manchmal habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt und empfand Ekel und Abscheu. Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen.So wurde es zu keiner Zeit langweilig.Von Anfang bis zum Ende fiebert man einfach mit.Der Abschluß war sehr gut gelungen .Es ist auch sehr traurig das so etwas ja wirklich passieren kann. Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das geniale Werk ab. Mir hat die Geschichte ausgezeichnet gefallen und ich vergebe glatte 5 Sterne

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  • Eiskalte Berechnung

    Am Ende bist du still

    Dandy

    24. March 2018 um 04:29

    Der Kriminalroman " Am Ende bist Du still" von Herbert Dutzler, erschienen im Haymon Verlag, zeigt wie sich das Verhalten von Helikoptereltern auf die Psyche des Kindes auswirken kann. Sabine´s Mutter meint es nur gut mit ihr und bevormundet ihre Tochter in allen Lebenslagen. Alles was Sabine selbst entscheidet ist falsch. Nur die Meinung der Mutter zählt. Selbst als Sabine schon ausgezogen ist, hören die Bevormundungen nicht auf und Sabine hat immer noch das Gefühl alles falsch zu machen. Bis sie schließlich nur noch einen Ausweg sieht. Ihre Mutter muss sterben, damit sie ein eigenständiges Leben führen kann. Der Schreibstil ist sehr gut. Ich bin sofort in die Geschichte hinein gekommen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung baut sich von der ersten Seite an, auf und endet bei der letzten. Die vielen Wendungen und das sehr überraschende Ende, machten das Buch sehr spannend. Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal als Sabine noch ein Kind war und in der Gegenwart. Diese Mischung macht die Geschichte sehr spannend: Man erfährt sehr viel von Sabine und ihren Eltern und man bekommt als Leser Stück für Stück mit wie sich das schlechte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter steigert. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben.  Sabine, die von kleinauf unter ihrer Mutter leidet und schon im Kindesalter ihre psychischen Probleme hat. Der Umgang mit ihren Klassenkameraden, später mit ihren Partnern und in ihrem Beruf, zeigt wie gestört und psychisch labil sie ist. Sabine´s Vater, der einfach nur seine Ruhe haben möchte, sich nicht einmischt und so tut, als ob ihn nichts angeht. Die Mutter, die über besorgt ist, alles bestimmt, an allem rumnörgelt, Sabine keine eigene Meinung entwickeln lässt. Am Ende bist Du still , ist kein Buch, das man mal eben schnell durchliest. Jede Seite muss man erst einmal sacken lassen.  Während dem Lesen hatte ich teilweise Mitleid mit Sabine, ihre Taten zum Schluß verstand ich nicht so richtig. Sie musste ihrer Verzweiflung, ihren negativen Gedanken Luft machen, aber einen Mord begehen.... Am Ende bist Du still, hat mich sehr überzeugt. Eine packende , außergewöhnliche, spannende, gut  durchdachte Geschichte.

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  • Spannendes Psychodrama

    Am Ende bist du still

    Maddinliest

    21. March 2018 um 19:44

    Sabine wird von der Fürsorge ihrer Mutter erdrückt. Sowohl in Kindestagen, als auch im Erwachsenenalter gibt es quasi keine Situation, bei der ihre Mutter nicht einen guten Ratschlag oder Kritik an Sabines Verhalten parat hat. Sie versucht den Kontakt zu ihrer Mutter abzubrechen, aber ohne Erfolg. Sabine steigert sich immer weiter in die scheinbar ausweglose Situation, bis sie sich zu dem einzig scheinbaren Ausweg durchringt, ihre Mutter muss sterben... Ich habe bereits zwei Kriminalromane von Herbert Dutzler gelesen und bin von seiner Schreibweise sehr angetan. In "Am Ende bist du still" überzeugt er mich erneut mit seinem sehr flüssig zu lesenden und mit vielen Dialogen gespickten Schreibstil. Er erzählt die Geschichte in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen. Zum einen wird Sabines Kindheit aufgearbeitet, in der sich das schlechte Ver-hältnis zu ihrer Mutter nach und nach aufbaut und zum anderen können wir das aktuelle Geschehen um Sabine und ihre eigene Entwicklung nach dieser verstörenden Kindheit beobachten. Der Autor entwickelt mit den Sprüngen zwischen den Zeiten und Handlungen eine Dynamik und stachelt mit häufigen Cliffhangern die Spannung an. Obwohl die Eskalation der Beziehung allein schon aus dem Titel zu erahnen ist, baut sich im Verlaufe des Buches ein enormer Spannungsbogen auf und kann im Finale aus meiner Sicht sogar noch mit einer Überraschung aufwarten. Der Charakter der Mutter, des Vaters und von Sabine wird gut herausgearbeitet und schon alleine das aufreibende Miteinander innerhalb der Familie konnte mich an das Buch fesseln. "Am Ende bist du still" ist für mich eine überzeugende Schilderung einer dramatischen Mutter-Kind-Beziehung, die niemals eine Chance bekam, erfolgreich zu verlaufen. Der Autor Herbert Dutzler versteht es diese Szenerie packend zu schildern und bescherte mir ein paar spannende Stunden. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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    • 2
  • packendes Psycho-Drama mit Thrill

    Am Ende bist du still

    Petzi_Maus

    19. March 2018 um 15:24

    Kurz zum Inhalt: Sabine wird von ihrer Mutter ständig bevormundet, kritisiert, überwacht und überbehütet. Sie schreibt ihr vor, wie sie zu denken, was sie anzuziehen hat, wie sie sich verhalten soll, wer ihre Freunde sein dürfen usw... Ihr Vater steht ihr leider auch nicht bei, da er einfach nur seine Ruhe haben will und Konfrontationen aus dem Weg geht. Sogar, als Sabine bereits erwachsen und ausgezogen ist, mischt sich ihre Mutter weiterhin in ihr Leben ein, und so kommt es, wie es kommen muss - Sabine will sich von ihrer Mutter befreien...Meine Meinung: "Am Ende bist du still" lässt einen in die tiefsten Abgründe menschlichen Denkens und Verhaltens blicken; und wie es überhaupt dazu kommen kann, dass eine junge Frau zur Mörderin wird.Der Schreibstil ist schnell und flüssig zu lesen; der Wechsel in den Zeitebenen und Erzählperspektiven lässt Dynamik entstehen. Man erfährt über das Leben der Protagonistin Sabine; die Kapitel wechseln ab - römische Ziffern über ihre Kindheit in Ich-Form; arabische Ziffern über ihr Leben als junge Erwachsene in Erzähl-Form aus Sabines Sicht. Diese Unterscheidung finde ich gut und übersichtlich, und durch die Kapitel über die Kindheit erfährt man, warum sich Sabine so entwickelt hat, wie sie letztendlich als Erwachsene war. Durch das ständige Einmischen ihrer Mutter in Sabines Leben wurde sie von Tag zu Tag unglücklicher; auch hatte sie deshalb kaum Freunde und wurde gemobbt. Schon als Kind wusste sie jedoch zu manipulieren, und von ihrer Mutter bekam sie anstelle von Liebe materielle Dinge geschenkt und wurde nur ständig kritisiert.Warum Sabine dann ausgerechnet Lehramt studiert hat, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.Die anschauliche Schreibweise lässt einen ein ganzes Kopfkino abspielen, und man kann sich gut in Sabines Welt hineinversetzen, sodass man beim Lesen fast schon depressiv wird. Es gab ja irgendwie kaum etwas Positives und Schönes in Sabines Leben. Sabine hat zwar Schuldgefühle, sie kann zwischen Richtig und Falsch unterscheiden, doch ist ihr Wunsch, sich zu rächen und zu befreien, übermächtig. Auch wird sie ihrer Mutter in ihrem Verhalten immer ähnlicher, was ihr zwar unterbewusst auffällt, sie aber nicht wahrhaben will und Ausreden dafür sucht. Der Teil gegen Ende, in dem Kommissar Grünwald vorkam, fand ich leider konstruiert und überzogen, aber ansonsten hat mich das Buch in Atem gehalten. Das Cover passt auch perfekt zur Geschichte - eine Frau in Trauerkleidung und mit Rose, höchstwahrscheinlich bei einem Begräbnis. Sehr gut gefällt mir, dass der Einband matt und eher rau ist, so etwas habe ich bei gebundenen Büchern noch nie gesehen. Das Buch hält sich sehr gut in Händen, dadurch dass es ist nicht so dick und eher kleiner ist. Finde ich sehr gut. Fazit: Spannendes, aufwühlendes Buch; ein Psycho-Drama mit Thrill, das das eigene Befinden in depressive Bahnen bringen kann und einem die tiefsten Abgründe menschlichen Seins aufzeigt.

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  • Verstörender Blick in die Abgründe der menschlichen Seele

    Am Ende bist du still

    tinstamp

    18. March 2018 um 13:42

    Bewertung: 4 1/2 SterneDer österreichische Autor aus Schwanenstadt in Oberösterreich hat mit seiner Reihe rund um den schrulligen Ermittler Gasperlmaier eine Reihe erschaffen, die mich an Rita Falks Eberhofer-Reihe erinnert. Mit "Die Einsamkeit des Bösen" probierte er 2016 eine ganz andere Richtung aus, nämlich die eines psychodramtischen Krimis, der mehr an einem Thriller erinnert und konnte damit bei mir voll punkten.Wie in "Die Einsamkeit des Bösen" zeigt der Autor auch hier wieder gekonnt die menschlichen Abgründe auf. Mit seiner Protagionistin Sabine lernen wir eine verstörte und manipulative junge Frau kennen. Bereits als Kind wird sie durch das Verhalten ihrer Mutter ausgegrenzt. In Rückblenden erfährt der Leser immer häppchenweise übers Sabines Kindheit. Diese wird von ihrer Mutter beherrscht, die nur über materielle Dinge ihre "Liebe" zeigen kann. Sabine hat zwar immer die neuesten Kleider, Schulartikel oder Spielsachen, aber sonst hört sie nur, wie unzureichend sie ist. Sie darf kaum mit anderen Kindern spielen und wird in der Schule gemobbt. Ihre Einsamkeit und der schwelende Hass wird sehr plastisch beschrieben. So tauchen wir beim Lesen immer weiter ein in die Abgründe von Sabines Seele. Der Hass, der bereits in ihr schwelt, ist nach zwanzig Jahren kurz vor dem Ausbruch. Man spürt die kommende Tragödie, wie die drückende Schwüle von einem reinigenden Gewitter. Trotzdem konnte ich teilweise ihren Hass verstehen....aber nur teilweise. Denn nach jahrelanger Übung, hat Sabine herausgefunden, wie sie sich am Besten präsentiert, um ihre Mitmenschen positiv von ihr zu beeinflussen. Sie ist berechnend und manipulativ. Dabei wird sie ihrer Mutter immer ähnlicher.Die Charaktere werden hervorragend dargestellt. Die kontrollsüchtige Mutter, die auch den Vater beherrscht und der sich unterdrücken lässt, damit er einfach seine Ruhe hat. Sabine, die immer mehr zur Psychopatin wird und dringend eine Therapie benötigen würde. Sie ist intelligent, manipulativ und weiß, wie sie sich am Besten präsentiert.Der Vater ist passiv und steht unter dem Pantoffel seiner Frau. Er zieht sich zurück und will größtenteils einfach seine Ruhe haben. Ob ein anderes Verhalten Sabines Hass auf ihre Mutter verändert hätte? Darüber kann man nur spekulieren....Überraschende Wendungen lassen einem immer wieder nach Luft schnappen. Cliffhanger am Ende des Kapitels garantieren, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht und so hatte ich das Buch an einem Wochenende durch.Der Aufbau des Krimis ist ähnlich gestaltet, wie bei "Die Einsamkeit des Bösen". Wir tauchen in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Beim Lesen erlebt man viele Facetten seiner eigenen Emotionen: Abscheu, Mitleid, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Furcht, Hoffnung,.... Die Liste könnte man unendlich fortsetzen. Der Autor hat hier ganze Arbeit geleistet und hat mich in einen Lesesog versetzt, aus dem man sich nicht mehr lösen konnte. Ich habe den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.Nur zum Schluss hin habe ich leider wieder ein kleine Kritik. Auch diesmal konnten mich die letzten Seiten nicht ganz überzeugen. Bei "Die Einsamkeit des Bösen" Buch kam mir das Ende zu abrupt. Diesmal fand ich einige Passagen und Verhaltensweisen in den letzten Kapiteln zu unglaubwürdig. Dies bezieht sich besonders auf eine Person. Trotzdem ein absolut spannender und beklemmender Krimi, der mir sehr gut gefallen hat.Schreibstil:Herbert Dutzlers Schreibstil ist flüssig und lebt von vielen Dialogen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Kinder- und Jugendzeit Sabines und aus der Gegenwart aus ihrer Sicht geschildert. Der Spannungslevel ist hoch und steigt zum Ende hin noch an.Die Handlung ist in 20 (10/10) Kapitel eingeteilt, wobei diejenigen mit der römischen Ziffer (X) in der Vergangenheit spielen und die mit den arabischen (10) in der Gegenwart.Fazit :Ein spannendes Psychodrama, das immer wieder überraschen kann. Die Protagonistin ist eine manipulative Frau, die beim Lesen viele Emotionen weckt. Man erhält einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Zum Ende hin wurde es mir leider ein bisschen zu unglaubwürdig, was der Bewertung einen halben Stern gekostet hat. Trotzdem empfehle ich diesen Krimi gerne weiter!

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  • Emotionsgeladen, furchterregend und aufrüttelnd

    Am Ende bist du still

    Nyansha

    15. March 2018 um 12:33

    „Am Ende bist du still“ ist ein Kriminalroman von Herbert Dutzler, der am 13. Februar 2018 im Hay-mon Verlag erschienen ist. Die gebundene Ausgabe umfasst 312 Seiten. Inhaltsangabe WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRDSabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben. (Quelle: https://www.amazon.de/Am-Ende-bist-still-Kriminalroman/dp/3709934184) Bewertung Das Cover zeigt den Torso einer in schwarz gekleideten Frau, die eine einzelne Rose in den Händen hält. Schon auf den ersten Blick kam mir die Assoziation einer Beerdigungsszene, die sehr gut zum Titel des Buches passt. Das Layout ist ansprechend, zur Printausgabe gehört ein Schutzumschlag. Die Handlung ist in zehn Kapitel aufgeteilt, die mit römischen Ziffern bezeichnet werden. Die Handlung wird spannend und flüssig erzählt, gleich zu Beginn wurde ich tief in die Geschichte hineingezogen und es fiel mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Sabine ist eine Protagonistin, die einfach nur Abscheu auslöst, allerdings ist es nicht ganz so einfach, es dabei zu belassen. Denn dadurch, dass sich die Erzählung in Sabines Kindheit und Erwachsenenleben aufteilt, erfährt der Leser bzw. die Leserin natürlich auch, warum sie so handelt und denkt, wie sie es letzten Endes tut. Ihre Mutter ist dominant und kontrollsüchtig, ihr Vater unterwirft sich seiner Frau vollkommen. Dies sorgt letzten Endes von früher Kindheit an dafür, dass aus Sabine eine kalte, unsympathische Person wird, die über materielle Dinge Aufmerksamkeit bekommen möchte. Intelligent ist sie durchaus und versucht in der Erwachsenenwelt stets positiv auf andere zu wirken. Allerdings ist sie dabei dermaßen manipulativ, dass es schon erschreckend wirkt. Man kann ihr ganz klar eine berechnende Art zuschreiben, die mich beim Lesen oft genug richtig wütend gemacht hat. Emotionen wurden während des Lesens reichlich geweckt und dies trägt natürlich auch dazu bei, fasziniert von der Erzählung zu sein – auf eine unglaubliche Weise, die nicht nur makaber, sondern auch tragisch ist. Von Anfang an ist klar, dass Sabine eine tickende Zeitbombe ist und unbedingt therapeutisch betreut werden müsste – genau wie ihre ganze Familie. Racheaktionen wie das z.B. Verbrennen des Kochbuchs ihrer Mutter deuten immerhin auch auf die Dringlichkeit einer Familientherapie hin. Im weitest gehenden Sinne sind immerhin auch Hilferufe Sabines erkennbar, sie versucht, das, was im Grunde schon längst in ihrem Kopf geplant ist, abzuwenden, indem sie beispielsweise ihren Vater dazu überreden will, sich scheiden zu lassen. Die Erzählungsmethodik löste bei mir teilweise aber auch Frustration aus, da ich die Kapitel, in denen das Leben der erwachsenen Sabine geschildert wurde, doch spannender als die Kindheitserinnerungen empfand. So war es manchmal schon etwas schade, dass gerade dann, wenn sie Spannung zwischen Mutter und Tochter auf dem Höhepunkt war, erneut die Zeit gewechselt wurde. Obwohl ich solche Cliffhanger durchaus als interessant betiteln möchte, störten sie mich an einigen Stellen doch. Es ist möglich, die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen zu verfolgen, obwohl natürlich Sabine die Protagonistin bleibt. Das passive Verhalten des Vaters stellt aber ebenfalls einen Ansatzpunkt dar, denn ich habe mich häufig gefragt, ob das Endergebnis der Geschichte nicht hätte verhindert werden können, wenn er früher eingeschritten wäre. Dass ein Vater nicht erkennt, welcher Druck auf der eigenen Tochter lastet und nicht einschreitet, fand ich unglaublich. Nicht im Hinblick auf die Authentizität des Romans, sondern psychologisch gedacht. Kritik Bezüglich der Authentizität war ich begeistert, mich hat die Geschichte sehr mitgerissen und auch das Verhalten der Charaktere erschien mir größtenteils glaubwürdig. Ausnahmen bilden da nur die Verhaltensweisen einiger Nebencharaktere. Das Verhalten von Sabines Freund Henderson war mir etwas zu übertrieben und auch die Erpressungsversuche des Kriminalbeamten haben bei mir eher ein Schmunzeln ausgelöst, weil das doch etwas zu weit hergeholt klang. Dies gilt letztendlich auch für das Ende des Buches, das auf mich etwas zu fantasievoll gewirkt hat, um komplett glaubwürdig zu erscheinen. Fazit Sabine ist für mich das Paradebeispiel einer Psychopathin und die Momente, in denen sie auf ihre Mutter trifft, sind dermaßen spannend, dass man das Gefühl bekommt, dass zwei Hyänen aufeinandertreffen. Man weiß, dass etwas Schreckliches in der Luft liegt, aber man kann auch nicht wegschauen. Obwohl Sabine so ein hassenswerter Charakter ist, weiß man recht schnell, dass sie eben auch lange die Marionette ihrer Mutter war. Sie wurde vorgeführt, nicht ernst genommen und hatte lediglich zu funktionieren. Was so etwas aus einem Menschen macht, ist nachvollziehbar, dennoch schlägt sie einen komplett falschen Weg ein und lässt ihre Kindheit auch ihr Erwachsenenleben bestimmen. Im Grunde befindet Sabine sich Zeit ihres Lebens in einer Ohnmacht, aus der sie glaubt, sich nur mit einer Gewalt befreien zu können, die den Zustand, der ihr das alles angetan hat, ein für alle Male beendet. Alles in Allem ist es ein unglaublich spannendes Buch mit kleinen Schönheitsfehlern, das ich dennoch gerne weiterempfehlen möchte.

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  • Drama um Helikoptereltern - was sie vorleben und bewirken...abartige Spannung!

    Am Ende bist du still

    dreamlady66

    14. March 2018 um 23:14

    (Inhalt, übernommen)WENN DIE EIGENE TOCHTER ZUR MÖRDERIN WIRD Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben. PSYCHOLOGISCHER PAGETURNER MIT GROSSER SOGWIRKUNG An einem Tag zu Weihnachten sieht sie ihre Chance gekommen. Oder hat doch ihre Mutter vergessen, die flackernden Kerzen am Adventkranz zu löschen? Furios führt Herbert Dutzler von Seite zu Seite tiefer in die destruktive Gedankenwelt einer jungen Frau, die nur ein Ziel hat: sich zu rächen – und dabei immer weniger zwischen Gut und Böse, sinnloser Rache und notwendiger Loslösung unterscheiden kann. Ein beklemmendes Feuerwerk aus verstörender Spannung und dem unstillbaren Wunsch nach Vergeltung!Zum (genialen) Autor:Herbert Dutzler, geboren 1958, aufgewachsen in Schwanenstadt und Bad Aussee, lebt als Lehrer und LehrerInnenbildner in Schwanenstadt – und ist mit seinen Krimis um den liebenswürdigen Altausseer Polizisten Gasperlmaier Autor einer der erfolgreichsten österreichischen Krimiserien.Schreibstil/Fazit:DANKE an den Autor bzw. Haymon-Verlag für Eure Zusage und superschnelle Belieferung im exquisiten Hardcover mit 311 Seiten und 10 Doppelkapiteln, die jeweils in der Vergangenheit und Gegenwart spielten - ein besonderer Schachzug, der aber gefiel.Was soll ich sagen?Der rasante Inhalt um die Hauptprotagonistin und Tochter Sabine, die sich von ihren (Helikopter)eltern missverstanden und in ihrer Tochterrolle dermassen eingeengt und nie richtig wohlfühlte, kam krass, unverblümt, direkt, hart, abartigböse und pervers daher - ich schüttelte ob der vielen genannten Szenen oft nur den Kopf und konnte das Gelesene kaum glauben, aber auch zu welchen Emotionen und späteren Handlungen sie fähig war - ohne Rücksicht auf Verluste - aber, das Leben besteht nicht nur aus schwarz oder rot - auch sie musste das lernen und am eigenen Körper erleben...das Ende kam dennoch überraschend...Obwohl viele der actionreichen Handlungsstränge vorprogrammiert und vorhersehbar waren, hatte der sich immer mehr aufbauende Krimi Thrillercharakter, da einfach spannend und mitreissend erzählt. Wie weit kann grenzenloser Hass gepaart mit Eitelkeiten und Eitkettenschwindel gehen? Findet es heraus - ein interessantes Thema - welches einem ganz schnell die eigenen Grenzen aufzeigt :) Mein eigenes Kopfkino war stets hellwach, eine Gefühlswelt im Achterbahnmodus...

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  • Packendes Psychogramm

    Am Ende bist du still

    ulrikerabe

    12. March 2018 um 14:34

    Sabine wächst in einem gut situierten Elternhaus auf, Garten mit Pool, tolle Urlaube, schöne teure Kleidung. Man könnte meinen, sie hat alles, was man sich nur wünschen kann, wäre da nicht die Übermacht der Mutter. Kontrollierend, maßregelnd, unterdrückend bis zur Boshaftigkeit ist Sabines Mutter. Der Vater, zu weich oder zu ängstlich sich der Konfrontation zu stellen, ist er Sabine keine große Hilfe und entzieht sich dem Konflikt zumeist durch Abwesenheit. Mittlerweile ist Sabine erwachsen und als Lehrerin tätig. Doch noch immer nicht kann sie sie sich nicht der ständigen und immer distanzlosen  Einflussnahme der Mutter entziehen. So kocht der Zorn und Hass Sabines auf die Mutter derart, dass es an einem Weihnachtsabend zur Eskalation kommt. Herbert Dutzler zeichnet hier ein Psychogramm zweier äußerst verstörenden Protagonistinnen. Leidet man zunächst mit dem Kind Sabine mit, wird einem die junge Frau immer unangenehmer. Aus dem zerstörten Kind wird eine gleichermaßen destruktive Erwachsene. Aufgebaut ist der Roman in zwei Zeitebenen. Einerseits wird episodenhaft Sabines Kindheit geschildert. Andererseits lässt der Autor die erwachsene Sabine für sich selber sprechen. Die Geschichte entwickelt dabei so einen massiven Sog, dem man sich beim Lesen nicht entziehen kann.  Eine Gefühlspalette von Mitleid bis zur schieren Fassungslosigkeit und Abscheu entfaltet sich. Meiner Meinung driftet das Ende der Geschichte ein wenig zu sehr in einen actiongeladenen Thriller ab.  Eine Wendung, die mir ein bisschen zu konstruiert schien und dem Buch ein wenig die feine Klinge nahm.

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