Herbert Dutzler Letzter Kirtag

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Inhaltsangabe zu „Letzter Kirtag“ von Herbert Dutzler

So etwas hatte selbst Gasperlmaier noch nie gesehen. Dabei hat er schon viel gesehen, der Gasperlmaier, schließlich ist er seit mehr als zwanzig Jahren Polizist in Altaussee. Aber ein Erstochener am Montag in der Früh im Festzelt vom Altausseer Kirtag, das ist auch für ein gestandenes Mannsbild wie ihn zu viel. Und so trifft er eine falsche Entscheidung – nicht die letzte an diesem Tag, und auch der Tote, der in seinem eigenen Blut im Festzelt hockt, wird nicht das einzige Opfer bleiben. Herbert Dutzler setzt in seinem ersten Krimi ein mörderisches Karussell in Gang, das die unschönen Seiten der Ausseer Postkartenidylle zeigt. Konsequent aus der Perspektive von Gasperlmaier erzählt, findet Dutzler einen ganz eigenen Ton, der das Lokalkolorit glaubhaft wiedergibt. Mit dem liebenswürdig tollpatschigen Dorfpolizisten hat er einen originellen Ermittler geschaffen, der für Spannung und Schmunzeln gleichermaßen sorgt – den Gasperlmaier wird man sich merken müssen!

lustiger Krimi der aber auch bis zum Schluss spannen bleibt. Etwas leichtes für zwischendurch

— BettinaForstinger

Spannend, humorvoll und ein wenig schräg. Einfach eine Lust, dies zu lesen und das Leben des sympathischen Gasperlmaier weiter zu verfolgen.

— Gabriele_Maricic-Kaiblinger

Klischeegetränkt und ein furchtbar naiver Ermittler!

— talisha

Ein unterhaltsamer Krimi mit liebenswerten Figuren und einem amüsanten Schreibstil der nie an Spannung verliert. Kann ich weiterempfehlen!

— Icelegs

Ein Regionalkrimi aus dem Ausseerland mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit.

— Sikal

hat man sich an die Figuren gewöhnt, mag man den Krimi nicht mehr aus der Hand legen. Humorvoll und Spannend.

— Elfenbluemchen

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  • Mit Gasperlmaier wurde ich nicht warm

    Letzter Kirtag

    talisha

    30. September 2016 um 17:56

    Der erste Fall für Gasperlmaier, der - man glaubt es kaum - bereits seit 20 Jahren Polizist in Alttaussee ist. Morgens entdeckt er einen toten Mann im Bierzelt und schleift ihn kurzerhand ins Pissoir, damit die Festbesucher in aller Ruhe bzw. Ausgelassenheit weiter feiern können.... An österreichischen Krimis kannte ich bisher nur "Kommissar Rex". Was für Kommissar Rex und sein Team die Wurstsemmel ist, ist für Polizist Gasperlmaier der Schnaps. An Kirtagen geht das ja gerade noch, aber sonst?Wir haben hier einen dümmlichen, naiven Polizisten mit angeblich über 20 Jahren Berufserfahrung, der meint es falle niemandem auf, wenn man eine Leiche bewegt. Dazu einen peinlichen Gerichtsmediziner, der ausschliesslich schlüpfrige Witze erzählt. Gasperlmaiers Chef ist auch nicht viel besser, er hat wie Gasperlmaier ein grosses Problem mit Frauen. Kaum hat eine einen kurzen Rock an, wissen die Polizisten kaum mehr wo hingucken. Fast auf jeder Seite fällt ihnen zuerst die Oberweite der Frauen oder ihre restliche Kleidung auf, etwa "Unterhose mit Schnürl durch". Nicht mal die aufgebotene Frau Doktor Kohlross von der Bezirkspolizei wird ausgelassen. Von ihr ist Gasperlmaier erotisiert und er setzt "ein etwas blöde wirkendes Lächeln" auf. Ich frage mich, wie so einer wie Gasperlmaier Polizist werden konnte. Bringt kaum einen vernünftigen Satz heraus und ist mehr Fremdenführer für die Kohlross als ein selbstbewusster Polizist. Seine Frau Christine ist bei weitem die bessere Ermittlerin als Gasperlmaier selbst, der rein gar kein Fettnäpfchen auslässt.Ich nehme an, der Autor wollte mit seinem Text humorvoll rüberkommen, aber an solchen geballten sexistischen Äusserungen auf praktisch jeder Seite finde ich nichts lustig.Ihr seht, ich bin absolut nicht warm geworden mit diesem steirischen Regionalkrimi, der neben oben genannten Attributen mit seitenweise purem Dialekt und dialektdurchzogenem Hochdeutsch glänzt. Klischeegetränkt durch und durch; und voller Vorurteile (die armen Wiener!).  Fazit:  Eigentlich könnte ich das Gespann Gasperlmaier/Kohlross mögen, wenn nicht alles auf Gedeih und Verderben derart hinterwäldlerisch daher kommen würde. Schade. 2 Punkte.

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  • Kirtag in Aussee

    Letzter Kirtag

    Sikal

    06. February 2015 um 22:50

    Dorfpolizist Gasperlmaier findet frühmorgens eine Leiche im Bierzelt und hat die glorreiche Idee, diese ins Pissoir zu zerren, damit der Kirtag nicht unterbrochen wird. Schon bald merkt Gasperlmeier, dass es doch nicht so gescheit war, den Tatort zu verschleiern. Dies lässt ihn Frau Doktor Kohlross auch gleich merken, die eigens aus Liezen angereist kommt, um die Ermittlungen zu leiten. Protagonist Gasperlmaier ist ein liebenswürdiger Tollpatsch, der kein Fettnäpfchen auslässt und sehr empfänglich für weibliche Reize ist. Sobald er nervös wird, bringt er keinen klaren Satz raus und ärgert sich über sich selbst, dass er nicht so redegewandt ist wie die Frau Doktor oder seine Christine. Überhaupt bringt seine Christine so manchen Tipp in die Ermittlung ein, die für Gasperlmeier sehr hilfreich sind. Anfangs glaubt man, dass Gasperlmeier wirklich nur ein dummer Dorfpolizist ist, der nichts auf die Reihe bekommt, doch man wird zum Glück eines Besseren belehrt. Als besondere Ergänzung ist die Frau Doktor Kohlross an der Seite Gasperlmaiers, die mit ihrem forschen Auftreten und den immer passenden Highheels nicht nur ihren Kollegen beeindruckt. Der Schreibstil ist kurzweilig, humorvoll und leicht zu lesen. Die humorvollen Dialoge lassen die Seiten verfliegen. Leider habe ich relativ bald den Mörder erraten, was den Lesegenuss jetzt nicht wirklich gestört hat. Fazit: Ein typischer Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Ausseer Eigenheiten. Natürlich gibt es viele, viele Klischees, die ich hier aber nicht unpassend fand.

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    NiliBine70

    06. July 2011 um 14:31

    Wunderbarstes Lokalkolorit! Zum Kirtag findet Polizist Gasperlmaier im Bierzelt einen Toten, offenbar erstochen. Er ist in der Zwickmühle. Einerseits ist da sein Pflichtbewusstsein, sofort auf der Wache anrufen, Meldung machen, die Maschinerie in Gang bringen. Doch dann, der Kirtag soll doch richtig starten und eine Mordermittlung würde allen Unmut auf ihn lenken – denkt er zumindest. Und so schleppt er –wider allem, was er als Polizist weiß und denkt- den Toten in eine Toilette, die hinter dem Festzelt steht. Und damit wird eine ganze Reihe an merkwürdigen, manchmal urkomischen Entscheidungen in Gang gebracht, welche die ganze Geschichte tragen. Neben dem Verbrechen in der wunderschönen Idylle in Aussee, mit allem was man aufbieten kann, wird durch Gasperlmaiers Art und Weise eine unvergleichliche Komik zu Tage gefördert, die wirklich ihres Gleichen sucht. Selten hab ich bei einem Krimi so schmunzeln können und fühlte mich trotzdem nicht gestört, bzw. der Krimi blieb erhalten. So taucht ja auch noch die Frau des Toten als Leiche im See treibend auf, der Sohn wird ebenso tot aufgefunden und all dies gehört aufgeklärt. Gasperlmaier wird mit einer attraktiven, fähigen Ermittlerin konfrontiert, die ihn zwar ganz schnell durchschaut, aber seine Fähigkeiten genauso sieht, wie seine Fehler und es ihm nicht unbedingt nachträgt, welche fatale Fehlentscheidung er getroffen hat, indem er die Leiche vom ursprünglichen Fundort entfernt hat. Wunderbar hat Dutzler die Dorfbewohner –wenn auch manchmal sehr klischeehaft- skizziert, bei Gasperlmaier aber hat er ein echtes Prachtexemplar geliefert. Ich habe da so ein Bild vor Augen gehabt, einen rotwangigen, in Krachlederne gekleideten Polizisten, mit Schnauzbart, ergraut und einer schon recht üppigen Körperfülle, der ein bisschen dümmlich daherkommt, aber doch eigentlich gar nicht so dumm sein kann, wenn er Polizist ist… Also kann man schon sagen, dass dieser Krimi eine hervorragende Vorlage für einen Samstagabend-Krimi im TV darstellen könnte, so bildhaft ist die Sprache! Mir hat das Buch als kurzweilige Unterhaltung sehr sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, Gasperlmaier und seine Kollegen (und seine Frau!) in einer weiteren „Folge“ wiederzusehen!

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. June 2011 um 16:45

    Frau Dr. Kohlross zieht die falschen Schlüsse. Wer hätte das gedacht. Die fesche Ermittlerin vom Bezirkskommando aus Liezen bringt Gasperlmeier, Polizist in Altaussee, in jeder Beziehung durcheinander. Nun scheint sie ihn ertappt zu haben, doch weit gefehlt. Seine mehr als überdeutlich erkennbare Erregung deutet sie tatsächlich falsch. Sie vermutet einen Schock bei ihrem Kollegen, denn es gehört ja nicht gerade zum polizeilichen Alltag, in Altaussee eine Leiche zu finden und eine derart zugerichtete schon gar nicht. Für sie sei es auch nicht immer leicht, versucht sie ihm tröstende Unterstützung zu leisten, während Gasperlmeier nichts anderes einfällt, als den V-Ausschnitt ihrer Kostümjacke, der eine winzige Andeutung der Falte preisgibt, die ihre Brüste voneinander trennt, einem genaueren Studium zu unterziehen. Selbstverständlich nicht aus profaner Lüsternheit oder purer Freude an den natürlichen Gegebenheiten des anderen Geschlechts, sondern (auch) aus Angst. Gasperlmeier hat panische Angst vor ihren Augen. Ein ausgiebiger Blickkontakt würde ihn sicher verraten. Dieser Frau kann man nichts vormachen. Sie würde in seinen Augen lesen können wir auf einem Plakat. Doch vorerst bittet sie um mehr Aufmerksamkeit, da ihrem Adlerblick natürlich nicht entgeht, in welche Regionen er sich zu verlaufen droht. Mit eindringlichen Worten holt sie ihn unmittelbar aus seiner Deckung heraus: "Hier heroben spielt die Musik!" Zunächst erzählt er wieder die mühsam zusammengelogene Version vom Leichenfund auf dem Pissoir beim Festzelt. Es ist Kirtag in Altaussee. Da er früh am Morgen Streifendienst hatte, wollte er wie immer Zelt und Gelände genaustens prüfen, bevor der Publikumsverkehr wieder beginnt. Da er alsbald ein natürliches Bedürfnis verspürte, machte er sich auf den Weg zum Pissoir neben dem Festzelt. Doch statt der erhofften Erleichterung fand er dort die Leiche von dem Herrn Dr. Naglreiter. Angerührt hat er aber nichts, wie er sagt. Leider stimmt diese Version ganz und gar nicht, denn Gasperlmeier machte den Fehler seines Lebens. Seit zwanzig Jahren ist er Polizist in Altaussee, doch ein derart kapitales Fehlverhalten konnte er sich bislang in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen. Tatsächlich war er es gewesen, der die Leiche fand. Sie lag aber nicht im Pissoir, sondern saß noch auf einer Bank an einem Biertisch! Er fürchtete einen Skandal und aus lauter Angst, der langersehnte Kirtag könnte damit zu Ende sein, wollte er die Leiche an einen anderen Ort schaffen! Nachdem er die Leiche auf den Boden gelegt hatte, entsorgte er die blutverschmierte Bank in einem Gebüsch und zerrte die Leiche aus dem Zelt. Ein nahender Biertransporter setzte seinem Vorhaben aber ein Ende und so musste er notgedrungen sein Vorhaben im angrenzenden Pissoir beenden. Das riecht natürlich nach einer Menge Ärger. Und den wird es auch geben. Doch nicht so, wie man hätte meinen können ...! Zusätzlichen Sprengstoff bilden weitere Morde, die nicht nur was die Umstände betreffen, sondern auch die betroffenen Personen so nicht erwartet wurden. Und das schon fast tragisch-komische Ende schon gar nicht ... Ich möchte freundlich unterstellen, dass Herbert Dutzler mit seinem Gasperlmeier einen ganz großen Wurf gelandet hat. Seine Figur des kauzigen Ermittlers aus Altaussee fasziniert auf jeder Seite mit einer Authentizität, die nicht jeder fiktive Ermittler mit ihm teilt. Gasperlmeier überzeugt als liebenswerter Tolpatsch mit kindlichem Gemüt auf ganzer Linie. Sein ebenso bodenständiges wie menschliches und nicht immer fehlerfreies Verhalten stilisiert ihn einerseits zu einem Katastrophenmagnet, andererseits zu einem außerordentlich sympathischen Zeitgenossen. Die Verwirrungen, die er immer wieder auslöst, sind haarsträubend, aber zutiefst menschlich. Ermittlungstechnisch ist er sehr direkt und geht keine Umwege, auch wenn er sich oft nicht unbedingt auf Dinge konzentriert, die im Moment vielleicht wichtiger wären. Insbesondere betrifft dies seine punktgenauen Beobachtungen, was die Reize des anderen Geschlechts betrifft. Diese brillieren ebenfalls auf sehr direkte und unmittelbare Weise, und sorgen mehr als nur einmal für fast slapstickartige Verwirrungen. "Letzter Kirtag" ist ein weiterer Qualitätskrimi aus Österreich und ich möchte meiner inständigen Hoffnung Ausdruck verleihen, dass Herbert Dutzler seinem Gasperlmeier noch eine ganze Reihe von weiteren Aufgaben und Fällen zugedacht hat. Zudem würde ich mich sehr darüber freuen, wenn in einem Nachfolgeband vielleicht die beiden angefangenen Witze von Gerichtsmediziner Kapaun zu Ende erzählt werden würden ... Habe die Ehre. © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. June 2011 um 13:57

    Kurzbeschreibung: So etwas hatte selbst Gasperlmaier noch nie gesehen. Dabei hat er schon viel gesehen, der Gasperlmaier, schließlich ist er seit mehr als zwanzig Jahren Polizist in Altaussee. Aber ein Erstochener am Montag in der Früh im Festzelt vom Altausseer Kirtag, das ist auch für ein gestandenes Mannsbild wie ihn zu viel. Und so trifft er eine falsche Entscheidung - nicht die letzte an diesem Tag, und auch der Tote im Festzelt wird nicht das einzige Opfer bleiben. Zum Autor: Herbert Dutzler, geboren 1958, aufgewachsen in Schwanenstadt und Bad Aussee, lebt in Schwanenstadt. Diplomarbeit zum Thema Kriminalroman, Letzter Kirtag ist sein Debüt als Krimiautor. Rezension: Der Polizist Franz Gasperlmaier entdeckt am Montagmorgen des Altausseer Kirtags eine Leiche im Festzelt. Da bei Entdeckung dieser aber das ganze Fest in Gefahr ist, beschließt er, dass sie schnellstmöglich verschwinden muss und verbringt sie in den nahegelegenen Toilettenwagen. Schon bald muss Gasperlmaier feststellen, dass diese Idee nicht besonders gut war. Zur Aufklärung dieses Falles wird er Frau Doktor Kohlross unterstellt, die er bei den Ermittlungen unterstützen soll und ihr wird schnell klar, dass der Tote nicht im Toilettenwagen umgebracht wurde. Doch soll dies nicht der einzige Tote bleiben und Gasperlmaier tritt während der Ermittlungen in seiner Tollpatschigkeit von einem Fettnäpfchen in das nächste... Der Charakter des Franz Gasperlmaier war mir von Beginn an sympathisch. Herbert Dutzler schildert ihn als relativ schüchternen, in manchen Situationen auch verklemmten Mann, der sich aber in Situationen, in denen es durchzugreifen heißt, immer zu helfen weiß. Frau Doktor Kohlross empfand ich als eine kompetente Vorgesetzte, die sich jederzeit durchzusetzen vermag und auch mit gewissen Vorurteilen ihrer männlichen Kollegen gut umgehen kann und immer ein offenes Ohr für ihre Untergebenen hat. Der Fall selbst gerät ein wenig ob der sehr hohen Präsenz Gasperlmaiers ins Hintertreffen, doch bleibt er generell spannend, denn es ist sehr lange Zeit nicht klar, wer der Mörder ist und es kommen auch noch einige Morde während der Handlung hinzu. Zwar bleiben die Verdächtigen in einem übersichtlichen Rahmen, doch das Motiv wird erst zum Ende hin sichtbar. Mit "Letzter Kirtag" ist Herbert Dutzler ein wunderbares Debüt im Bereich Regionalkrimi gelungen, das nur so vor Lokalkolorit schäumt und dessen Protagonist Gasperlmaier in einigen Situationen kein Auge trocken lässt. Ich hoffe, dass noch einige Fälle auf den durchaus sympathischen Polizisten warten. Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem dunklen Untergrund des Covers ist ein Ausschnitt einer Altausseer Lederhose zu sehen, die am Bein von Blut durchtränkt ist. Gut gefallen hat mir die Idee, die Ecken des Taschenbuchs abzurunden. Fazit: "Letzter Kirtag" möchte ich Lesern empfehlen, die Regionalkrimis mit einem hohen Anteil humorvollen Lokalkolorits mögen. Auf ein Wiedersehen mit Gasperlmaier und seinen Kollegen freue ich mich bereits jetzt.

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Sternenstaubfee

    20. May 2011 um 16:34

    Franz Gasperlmaier ist seit vielen Jahren Polizist, und dennoch begeht er einen großen Fehler, als er im Festzelt einen Toten findet. Frühmorgens entdeckt er auf einer der Bänke im ansonsten leeren Festzelt die Leiche des Anwalts Naglreiter mit einer Stichwunde im Bauch. Weil er sich Sorgen um den Kirtag macht, will er die Leiche aus dem Zelt schaffen und zerrt sie bis zum Toilettenwagen. Dort wird sie dann offiziell gefunden. Gasperlmaier bekommt die Frau Doktor Kohlross vorgesetzt, mit der zusammen er den Fall klären soll. Das erweist sich als gar nicht so einfach, denn bei dem einen Toten bleibt es nicht… * Meine Meinung * Dieses Buch ist anders als andere Krimis. Allein schon der dümmlich- naiv wirkende Gasperlmaier, der sich manchmal ein wenig zu sehr für andere Frauen zu interessieren scheint, ist alles andere als ein typischer Polizist. Auf seine urige Art ist er etwas Besonderes, ein Unikat. Mir war der österreichische Gasperlmaier aber durchaus sympathisch, und auch die übrigen Figuren sind vom Autoren gut herausgearbeitet worden. Der Schreibstil ist auch anders als üblich, da nach meinem Empfinden weniger direkte Rede im Roman vorkommt. Trotzdem hat es der Autor aber geschafft, die Geschichte durchweg spannend zu halten. Das Buch läßt sich sehr leicht und flüssig lesen, und bis zum Ende bleibt offen, wer der Täter ist. Man kann das Buch somit kaum aus der Hand legen, weil einfach diese Neugier immer da ist, was da nun wohl passiert sein mag… Ich kann diesen Roman allen Krimifans wärmstens empfehlen und würde mich freuen, wenn es vielleicht bald einen weiteren Krimi mit dem Franz Gasperlmaier geben sollte!

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    sternthaler75

    12. April 2011 um 22:59

    Meine Güte, so etwas hat der Gaspelmaier ja nicht geahnt, als er in den leeren Bierzelten nach dem Rechten schaut. Es ist doch der letzte Kirtag in Altaussee, und nun sitzt hier eine Leiche. Ja, genau sie sitzt, mitten auf einer Bank, unter ihr eine riesige Blutlache. Und die gute Lederhose ist auch hin. Um den letzten Kirtag nicht zu verderben, schleift der Gaspelmaier die Leiche kurzerhand ins Pissoir, wird schon keiner merken. Schließlich arbeitet er ja bei der Polizei von Altaussee, die wissen, was sie tun. Nee nee, so einfach wirds nicht, dass ist ihm schnell klar, als Verstärkung aus Wien kommt, um den Mord aufzuklären. Mord in Altaussee, nein sowas aber auch. Frau Doktor Kohlross hat den Dorfpolizisten bald durchschaut, was seinen Versuch des vertuschens anbelangt. Und sie bringt ihn mächtig durcheinander mit ihrer ganzen Art. Der arme Kerl nimmt aber auch jede Chance wahr, sich irgendwie lächerlich zu machen. Wie soll man denn da einen Mord aufklären, und überhaupt. Viel lieber erstmal ein Bier und ein Leberkäs, das wäre ja eher nach seinem Geschmack. Doch nix ist, die nächste Leiche treibt schon im See. Langsam nimmts Überhand mit diesen Leichen, wer weiß, was noch kommt. So stelle ich mir einen Dorfpolizisten schon vor, urige Gemütlichkeit, die Ruhe selbst und erstmal abwarten, was geschieht. Oder es eben so zurecht biegen, das es paßt, und nicht solange aufhält. Und hier wurde ich diesbezüglich nicht enttäuscht. Jedes Vorurteil sitzt perfekt, Herbert Dutzler hat ganze Arbeit geleistet. Die Gedankensprünge des Gaspelmaiers in seiner verzwickten Situation sind gut nachvollziehbar und herrlich zu lesen in österreichischer Mundart. Schnell findet sich der Leser ein in den urig-herzigen Dialekt mit all seinen Ecken und Kanten. Häufig lädt der Satzbau zum Schmunzeln ein, es scheint geschrieben, wie dem Gaspelmaier die Gedanken gerade in den Kopf gekommen sind. Und der Gaspelmaier hat viele Gedanken in seinem Kopf. Insgesamt fühlte ich mich während des Lesens gut unterhalten, ohne jede Frage.

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Solifera

    05. April 2011 um 19:27

    Es ist Kirtag in Altausse! Und das lääst sich Dorfpolizist Gasperlmaier auch nicht von einem Toten auf der Bierbank vermiesen. Den schafft er eben mal in Toilettenräumlichkeiten. Das führt zu leichter Verwirrung bei den Ermittlungen. Und dann stellt sich natürlich die Frage: Wer hat den Mann überhaupt auf dem Gewissen? Die Polizei schwankt immer noch im Dunkeln und es bleibt nicht bei einem Mord! Können der Gasperlmaier und seine Leute den Fall lösen? Protagonist Gasperlmaier ist ein echtes Original! Er handelt zwar nicht immer vollkommen logisch und korrekt (Wegbewegen einer Leiche vom Tatort), ist leicht tollpatschig, dafür aber umso liebenswerter. Seine Kollegin Doktor Kohlross ist fesch und hat viel Erfahrung auf dem Gebiet der Ermittlungen. Die beiden scheinen sich zu ergänzen, auch wenn die beiden zusammen ein wenig seltsam erscheinen. Rein Sprachlich ist das Buch leicht und flüssig zu lesen. Es ist so detailreich (manchmal vielleicht ein bisschen zu sehr), dass man sich alle genauestens vorstellen kann. In Teilen fließt auch das ein oder andere Wort in Österreichisch mit ein, was aber keine größeren Probleme bereitet. Fazit: Ein gelunger Krimi-Erstling von Herbert Dutzler! Ich würde gerne mehr von ihm (und vom Gasperlmaier) lesen. Spannend bis zum Schluss, denn erst da wird die Lösung des Falles und der Morde komplett aufgeklärt!

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    dark_angel

    31. March 2011 um 10:13

    Obwohl Gasperlmaier seit mehr als zwanzig Jahren in Altaussee Dorfpolizist ist, hat er so was noch nie gesehen; Am letzten Kirtag findet er frühmorgens einen ermordeten Mann im Festzelt. Was tun, um das Fest nicht wegen der Polizeiermittlungen vorzeitig zu beenden? Kurzerhand trifft Gasperlmaier die Entscheidung, den toten Mann woanders zu platzieren. Wie sich bald zeigt, wird das nicht die einzige Fehlentscheidung sein, die er trifft... In seinem Debüt-Roman "Letzter Kirtag" gelingt es Herbert Dutzler bereits auf den ersten Seiten, den Dorfpolizisten Gasperlmaier derart liebenswürdig und sympathisch einzuführen, dass der Leser nicht anders kann als weiter zu lesen. Schließlich muss doch in Erfahrung gebracht werden, was der manchmal etwas tollpatschige Dorfpolizist noch so alles anstellen wird und ob es ihm im Endeffekt gelingt, den Mörder dingfest zu machen. Erschwert werden seine Ermittlungen aber nicht nur dadurch, dass es bald mehr als einen Mord zu untersuchen gilt, sondern ihm auch noch die attraktive Dr. Kohlross vor die Nase gesetzt wird. Da er als Eingesessener mit den Altausseer bestens vertraut ist, soll er für die Frau Doktor vielmehr als Reiseführer fungieren. Der Autor zerstört nach und nach die Postkartenidylle von Altaussee und zeigt aus der Perspektive von Gasperlmaier, was sich so alles hinter der hübschen Fassade zu verbergen mag. Da Gasperlmaier ein eingesessener Altauseer ist, wirken seine Erlebnisse und Erfahrungen umso glaubhafter. Dass er dazu noch tollpatschig ist und selten ein Fettnäpfchen auslässt, macht ihn zu einem originellen Ermittler, der gleichzeitig für Spannung und Schmunzeln sorgt. Das Gespann Gasperlmaier-Kohlross könnte nicht unterschiedlicher sein und doch passen sie wohl gerade deswegen so gut zusammen. Zudem darf sich der Leser darauf freuen, selber zu rätseln, wer der Mörder ist, denn die Auflösung erfolgt erst am Schluss.

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Bellexr

    23. March 2011 um 19:11

    Mord in Altaussee . Der letzte Kirtag und das Bierzelt von der Spurensicherung gesperrt, das geht nun aber wirklich nicht. Denn dies würde passieren, würde Gasperlmaier den Toten auf der Biergarnitur sitzen lassen. Also nichts wie ab mit ihm in den nahegelegenen Toilettenwagen. Als er aber seinen Chef anruft wird dem Polizist Gasperlmeier bewusst, dass er hier wohl einen ziemlichen Fehler gemacht hat und es sollte nicht sein letzter bei dem Fall sein. Denn als einheimischer Inspektor soll er die für die Ermittlungen beauftragte Frau Dr. Kohlross unterstützen und hierbei lässt der Gasperlmaier aber auch wirklich kein Fettnäpfchen aus. . Herrlich locker und wunderbar unterhaltsam hat Herbert Dutzler seinen Krimi angelegt und hierbei ein Ermittlerduo geschaffen, das durch seine Unterschiede perfekt zusammenpasst. Die Handlung an sich rückte bei mir ziemlich schnell in den Hintergrund, denn ich wartete eigentlich mit jeder umgeschlagenen Seite nur darauf, in welchen Schlamassel der Gasperlmaier denn jetzt wieder hinein geraten wird. . Und trotzdem ist natürlich auch die Story wichtig und diese präsentiert der Autor von Anfang an gut durchdacht und schlüssig. Mir war lange Zeit nicht ganz ersichtlich, um wen es sich nun bei dem Mörder bzw. den Mördern handeln soll, denn der Tote im Bierzelt bleibt beileibe nicht der letzte. So sind auch die Spannung und die Neugier ob der Auflösung des Falls von Beginn an vorhanden und halten sich auch mühelos bis zum Schluss, auch wenn man sich während des letzten Drittels hin schon denken kann, wie die Morde zusammenhängen und warum sie geschehen sind, denn der Kreis der Verdächtigen bleibt recht übersichtlich. . Auch Gasperlmaiers Meinung über Zugereiste zu verfolgen sind einfach nur witzig und unterhaltsam. Durch diese Ansichten, den Beschreibungen von Altaussee und auch, woran man z. Bsp. an der Lederhose einen Einheimischen von einem Außenstehenden unterscheiden kann, verleiht dem Krimi viel Lokalkolorit. . Mit seinem Gasperlmaier ist Herbert Dutzler ein überaus menschlicher, ständig an sich selbst zweifelnder Charakter gelungen, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Meist wirkt er schüchtern, um Worte verlegen und unbedacht in seinen Handlungen. Und doch zeigt Herbert Dutzler auch, dass der Gasperlmaier auch einmal richtig auf den Tisch hauen kann und durchaus Durchsetzungspotential hat. . Auch die anderen Figuren sind sehr gut herausgearbeitet, haben Ecken und Kanten und wirken absolut authentisch. Wer mich wirklich angenehm überrascht hat, war der Charakter von Frau Dr. Kohlross. Anfangs hielt ich sie noch für etwas arrogant und von oben herab. Doch mit der Zeit entwickelt sich die Ermittlerin als couragierte, durchsetzungsfähige Frau, die selbstlos hinter ihren Kollegen, insbesondere dem Gasperlmaier, steht. . Fazit: Ein wunderbar witziger, unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem Protagonisten, den man einfach ins Herz schließen muss.

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  • Rezension zu "Letzter Kirtag" von Herbert Dutzler

    Letzter Kirtag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. March 2011 um 18:35

    Der Kirtag ist in Altaussee das Fest des Jahres und darf auf gar keinen Fall abgesagt werden. Das denkt sich zumindest Polizist Gasperlmaier als er am frühen Morgen im Festzelt eine Leiche findet. Er muss eine Entscheidung treffen um den Kirtag zu retten und macht damit nicht seinen letzten Fehler in Bezug auf diesen Fall. Letzter Kirtag erzählt die sehr amüsante Geschichte eines Polizisten, der so großen Wert auf Traditionen legt, dass ihm alles andere egal zu sein scheint. Immer wieder begibt er sich in die unmöglichsten Situationen und scheint nur durch pures Glück immer wieder über hilfreiche Hinweise zu stolpern. An seiner Seite befindet sich Frau Doktor Kohlross, die im Gegensatz zu ihm Erfahrung in Sachen Mord zu haben scheint, wurde sie schließlich extra dafür auf den Fall angesetzt. Die beiden zusammen ergeben das merkwürdigste, aber auch unterhaltsamste Ermittlerpaar, dem ich je begegnet bin. Bei den beiden handelt es sich um völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, Gasperlmaier der eher Schüchterne, Kohlmaier dazu das komplette Gegenteil. Dadurch kommt es immer wieder zu Situationen in denen Gasperlmaier sich unmöglich verhält, sich immer wieder verhaspelt, wenn er was zu sagen hat und mit der Gesamtsituation einfach überfordert zu sein scheint, eine attraktive Frau an seiner Seite zu haben. Die Charaktere haben mir in diesem Buch wirklich sehr gut gefallen. Die beiden zusammen unterhalten ungemein. Es ergeben sich immer wieder die lustigsten Zwischenfälle, die einfach nur unmöglich sind. Vor allem Gasperlmaier hat es mir angetan. Wie der Name schon den Eindruck vermittlet, man entdeckt schnell die Ähnlichkeit zu Kasperl, ist er ein absoluter Tollpatsch, der den Leser immer wieder zum Lachen bringt. Seine Gedankengänge sind äußerst amüsant, es macht Spaß, diese zu verfolgen. Der Fall selbst bringt einen gewissen Grad an Spannung mit sich, denn es wird nicht bei dem einen Mord bleiben und man verfolgt gespannt, wie Gasperlmaier und Kohlross, mit ihrer ungewöhnlichen Art und Weise zu ermitteln, dem Täter auf die Spur kommen. Das Ende, mit der letztlichen Aufdeckung des Täters war dabei sehr überraschend und bietet einen schönen runden Abschluss dieser sehr gelungenen Geschichte. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, man konnte sich leicht in die verschiedenen Situationen einfinden und sich die Personen persönlich vorstellen. Ein durchgehend angenehmer Lesefluss ist gegeben, so dass es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Eine wirklich witzig spritzige Geschichte, die mit allerlei Vorurteilen gespickt ist und auf wunderbare Art und Weise unterhält. Gasperlmaier ist ein überaus liebenswerter Charakter über den man gerne noch mehr lesen möchte.

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