Herbert Günther

 4.3 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Zeit der großen Worte, Seit gestern ist Frieden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Herbert Günther

Herbert Günther, geboren 1947 in Göttingen, arbeitete als Buchhändler und Lektor. Seit 1988 ist er als freier Schriftsteller und Übersetzer tätig und lebt in Friedland. Er hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher sowie Drehbücher fürs Fernsehen geschrieben und wurde u.a. mit dem Friedrich-Bödecker-Preis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Herbert Günther

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Cover des Buches Zeit der großen Worte (ISBN:9783570312070)

Zeit der großen Worte

 (26)
Erschienen am 13.08.2018
Cover des Buches Joachim Ringelnatz (ISBN:9783499500961)

Joachim Ringelnatz

 (4)
Erschienen am 01.07.1964
Cover des Buches Seit gestern ist Frieden (ISBN:9783836956611)

Seit gestern ist Frieden

 (4)
Erschienen am 25.06.2018
Cover des Buches Die Reise zum Meer (ISBN:9783833470806)

Die Reise zum Meer

 (4)
Erschienen am 30.04.2007
Cover des Buches Mach's gut, Lucia! (ISBN:9783423622554)

Mach's gut, Lucia!

 (2)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Ein Sommer, ein Anfang (ISBN:9783839194683)

Ein Sommer, ein Anfang

 (2)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Der Versteckspieler (ISBN:9783866743267)

Der Versteckspieler

 (1)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Roberts Land (ISBN:9783836952903)

Roberts Land

 (0)
Erschienen am 25.01.2010

Neue Rezensionen zu Herbert Günther

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Rezension zu "Seit gestern ist Frieden" von Herbert Günther

"Wie hat der Frieden angefangen, der uns heute zum Glück so selbstverständlich ist"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Wäre dieses Jugendbuch 1960 erschienen, dann hätte es vielleicht in die Zeit gepasst. Aber jetzt, drei Generationen später, können sich Jugendliche kaum vorstellen, wie die Stimmung im damaligen Westdeutschland war. Vielleicht ist das ein Grund, ein solches Buch heute zu schreiben und zu veröffentlichen. Ob es auf Interesse stößt, wird man sehen. Zu vermuten ist eher das Gegenteil. Wir haben andere Probleme, als uns an die ersten Nachkriegsjahre zu erinnern. Und für die heutige Jugend scheint diese Zeit Lichtjahre entfernt. Ihr Vorstellungsvermögen reicht nicht mehr aus, um sich in diese Zeit hineinversetzen zu können. Einen Vorwurf kann man ihr daraus natürlich nicht machen, denn allenfalls die Großelterngeneration kann sich noch an die damaligen Umstände erinnern. Ohne einen emotionalen Bezug wird sich also kaum ein Jugendlicher für ein solches Buch interessieren.

Vielleicht könnte man es in Geschichtsunterricht zur Illustration der damaligen Stimmungslage nutzen. Es gibt nämlich keinen wirklichen Grund, dieses Buch in irgendeiner Weise zu kritisieren. Es ist gut geschrieben, folgt einer nachvollziehbaren, weil realistischen Handlung und erklärt die Umstände geradezu hervorragend. Zahlen und Fakten dominieren gewöhnlich die Geschichte, und man vergisst dabei, dass es auch damals ein Leben gab. In der schwierigen Zeit unmittelbar nach Kriegsende gab es für die vierzehnjährige Hanne Hoffmann die ersten Berührungen zum anderen Geschlecht, Tanzstunden, Schulunterricht und Familienprobleme. Das alles in einer Zeit der Not und der heftigen politischen Umbrüche, die im Westen Deutschlands allerdings nicht so dramatisch waren wie im Osten. Alte Strukturen und Seilschaften blieben erhalten. Auch das kann man hier lernen.

Nach knapp 200 Seiten endet das eigentliche Buch. Danach folgen eine recht lange Liste mit Erklärungen von Begriffen und eine grobe Zeittafel, aus der man die Entwicklung in Deutschland von 1933 an nachverfolgen kann. Für die Zielgruppe scheint mir das eine sehr gelungene Möglichkeit zu sein, sich in ersten Ansätzen mit dieser Zeit zu beschäftigen.

Wenn man im Osten Deutschlands gelebt hat, wird man aus dieser Zeittafel übrigens herauslesen können, dass es offenbar bis zum Ende der 1970er Jahre brauchte, ehe man das volle Ausmaß der Judenvernichtung während der 12 fürchterlichen Jahre in einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis nahm. Wenn das tatsächlich so war, dann kann man sich schon erschrecken und einen erheblichen Unterschied zum Osten feststellen.

Kurz: Obwohl zu befürchten ist, dass dieses Buch auf wenig Interesse stößt, bietet es einen sehr guten Einblick in die ersten Nachkriegsjahre in Westdeutschland. Immer natürlich aus der Sicht eines zu Kriegsende vierzehnjährigen Mädchens und seiner Familie.

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W

Rezension zu "Mach's gut, Lucia!" von Herbert Günther

Rezension zu "Mach's gut, Lucia!" von Herbert Günther
WinfriedStanzickvor 8 Jahren

Geschichten haben schon vor Urzeiten Menschen zusammengebracht. Geschichten können erzählen von den Sorgen und Nöten, von den Hoffnungen und dem Glück von Menschen. Und so ist der Versuch des Kinder- und Jugendbuchautors Herbert Günther nur zu begrüßen, der ein von Ute Martens mit beeindruckenden Zeichnungen illustriertes Geschichtenbuch vorlegt, in dem er dem jugendlichen Leser sechs Kinder aus Thailand, Indien, Brasilien, Uganda, Deutschland und Russland und ihre jeweilige Geschichte näher bringt.

Die das Buch abschließende Geschichte „ Reise nach Europa“ beschreibt die Geschichte einer Flucht von Afrika nach dem goldenen, rettenden Europa, der Sehnsucht für viele, vor allem junge Menschen, nicht nur aus Afrika.

In einer Zeit, in der bei uns viel diskutiert wird über neue Kinderarmut, wo durch Pisa-Studien und anderen Erhebungen deutlich wird, dass der Bildungsstand und die soziale Absicherung unserer Kinder mitten in einem reichen Land schon lange nicht mehr diesem Standard entspricht, wo der Rezensent, jedenfalls in seiner unmittelbaren Umgebung in seiner Heimatkommune, von zahlreichen Fällen berichten könnte, wo Kinder vernachlässigt und durch elterlichen Egoismus an ihrer Entwicklung gehindert werden, scheint der Blick auf Kinder aus anderen Ländern ein Luxus zu sein, den man sich nicht erlauben kann. Alle Energie und alle Phantasie sollte auf die Kinder im eigenen Land gerichtet werden, so lautet der dumpfe, fremdenfeindlich angehauchte Einwand auf die Idee der „Einen Welt“, nach der die Situation von Kindern in anderen Ländern sehr wohl etwas mit uns zu tun hat. Tatsächlich legt Herbert Günther in allen seinen Geschichten dieses Buches Wert darauf, diesen Zusammenhang zwischen „uns und den anderen“ explizit und implizit herzustellen.

Die Welt wächst zusammen und sie treibt gleichzeitig auseinander. Bücher wie das vorliegende können mithelfen dabei, Kindern und Jugendlichen diese Dialektik nahe zu bringen und sie ermutigen, sich einen eigenen, kritischen Standpunkt zum Thema zu erarbeiten.
Nach der Desavouierung der Entwicklungsidee, mitten in einer globalisierten Welt, nach dem Abschied von der Idee eines ideologisch eingefärbten Multikulturalismus müssen neue Wege einer echten Solidarität mit den Menschen anderer Länder gefunden werden. Nach 9/11 ist das schwerer geworden, aber wenn unser Zusammenleben in unseren westlichen Demokratien Bestand haben und weiterentwickelt werden soll, müssen wir hier quasi völlig neue Sprachen erlernen, die uns erklären können, welche Werte und Normen wir vertreten und wie wir sie mit denen anderer Kulturen ins Gespräch bringen können, ohne uns immer gleich für unsere Werte zu entschuldigen.

Wer nicht weiß, wer er ist und wo er herkommt, kann Fremden und Anderen nicht wirklich begegnen, sondern übt entweder reine Caritas oder nivelliert ideologisch verblendet die Unterschiede.

Das Buch wird abgeschlossen mit Informationen und ausführlichen Landkarten zu den jeweiligen Geschichten und mit einer absolut empfehlenswerten Literaturliste von Kinder – und Jugendbüchern für den interessierten Weiterleser.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Widerspruch (ISBN:undefined)

In welcher Welt wollen wir leben? Diese Frage wirft der Autor Herbert Günther mit seinem soeben erschienenen Jugendroman Der Widerspruch auf. Eine Freundschafts- Liebes- und Schulgeschichte auf dem Hintergrund von 1963, erzählt aus den Perspektiven von vier Jugendlichen und einem Erwachsenen. Sie handelt von einem Widerspruch, der uns auch heute betrifft. Diskutiert gemeinsam mit Herbert Günther über seine Frühjahrsnovität und darüber, was unser Leben im Großen und Kleinen bestimmt.
Wir vergeben 15 Freiexemplare für diese autorenbegleitete Leserunde. Bewerbungsschluss ist der 7. Februar.


Das Buch ist für Leser ab 14 und darum geht es:
1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es in Herbert Günthers Roman um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus.


Leseprobe auf Book2Look: http://www.book2look.de/book/dnUOFbIs6T

Unterrichtsmaterial zum Buch: http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=25


Das Buch auf der Verlagswebsite: http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836959025


Bewerbung:
Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen wollt, bewerbt euch bitte bis zum 7. Februar, indem ihr uns folgende Frage beantwortet:

Glaubst du, dass man aufrecht und selbstbestimmt durchs Leben gehen kann oder bestimmen die Mächtigen und das Geld unser Tun und Lassen?

169 BeiträgeVerlosung beendet
I
Cover des Buches Zeit der großen Worte (ISBN:undefined)

Leserunde „Zeit der großen Worte“


2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Um auch den jugendlichen Lesern diesen Teil der Weltgeschichte näher zu bringen, möchten wir zusammen mit euch das Jugendbuch „Zeit der großen Worte“ von Herbert Günther lesen und besprechen. Es eignet sich für Leser ab 14 Jahren, aber auch für Erwachsene.

Zum Buch:
Sarajevo - ein Wort mit einem wunderbar weichen Klang. Der vierzehnjährige Paul schnappt es im Vorübergehen auf. Doch was in seinen Ohren wie eine Zauberformel klingt, kündigt die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts an. Pauls Alltag ist geprägt von ganz anderen, von pathetisch aufgeladenen Worten, die die Kriegsbegeisterung schüren. Pauls Vater und sein bewunderter großer Bruder melden sich als Freiwillige. "Weihnachten sind wir wieder zu Hause!" Mit diesen Worten verabschieden sie sich. Doch alles kommt ganz anders als erwartet und Pauls Familie zerbricht fast an diesem Krieg, der sich vier Jahre hinziehen wird. Immer dringlicher wächst in Paul die Frage danach, wie seine Zukunft aussehen wird, danach, was sich hinter den großen Worten verbirgt, und welches seine, Pauls Worte, sein könnten. (Gerstenberg Verlag)

Über den Autor:
Herbert Günther, geb. 1947, lebt in Friedland bei Göttingen. Nach einer Buchhandelslehre arbeitete er als Lektor sowie als Leiter einer Kinderbuchhandlung. Herbert Günther schreibt Kinderbücher, Jugendbücher und Bücher für Erwachsene sowie Drehbücher für Kinderfilme im ZDF. Seit 1988 ist er freier Schriftsteller. Zusammen mit seiner Frau Ulli übersetzt er auch Kinder- und Jugendbücher aus dem Englischen ins Deutsche. www.herbertguenther.de

Ihr möchtet mehr über Paul und seine Familie erfahren? Dann bewerbt euch jetzt bis zum 15.01.2014 für eines von 15 Exemplaren indem ihr uns folgende Frage beantwortet:
Warum ist es wichtig, noch heute über den Ersten Weltkrieg zu sprechen?

Unter allen Bewerbern werden dann am 16.01.2014 die 15 Gewinner ausgelost.

Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen mit euch!


**Für die Bewerbung wird ein zeitnahes Lesen und Rezensieren vorausgesetzt. Für die Post übernehmen wir keine Haftung. **

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