Herbert Knappstein Ja, bin ich denn der Leo?

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ja, bin ich denn der Leo?“ von Herbert Knappstein

Eine Frage auf Facebook: „Warum gibt es kein Poster mit den Sauerländer Wörtern?“ gab kurz vor Weihnachten den Anstoß, ein solches Poster mit bekannten Wörtern der Sauerländer Alltagssprache zu gestalten und zu drucken. Inzwischen hängen die Sauerländer Wörter gerahmt oder ungerahmt in Studentenbuden, Fluren, Wohnzimmern und Büroräumen. Nicht nur im Sauerland sondern in der ganzen Welt. Eine rege Diskussion über die Bedeutung der Worte und Begriffe erfreut die Herzen zahlreicher Besucher auf der zutreffenden Facebook-Seite. Es lag daher nahe, den Autor des vor vielen Jahren erschienenen Buches „Ja, bin ich denn der Leo? – Alltagssprache im Sauerland“, Herbert Knappstein zu fragen, ob er nicht eine Neuauflage dieses Bestsellers aus den 80iger und 90iger Jahren des vorigen Jahrhunderts veröffentlichen wolle. Herbert Knappstein fand die Idee gut und hat das Projekt sofort unterstützt. Lektorin Carina Middel tippte mit sauerländischem Fleiß das Manuskript ab, hat es da, wo erforderlich, korrigiert und um neuere, bisher nicht aufgeführte Begriffe und Redewendungen erweitert. Rainer Zepernick feilte mit friesischer Beharrlichkeit am Layout und vor allem am Umschlag und Rothaarsteig-Fotograf Klaus-Peter Kappest hat eine kleine Auswahl seiner wunderschönen Aufnahmen aus dem Sauerland beigesteuert, um einzelne Worte besonders in Szene zu setzen. - Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise durch das Sauerland. Die manchmal deftige, aber immer direkte Alltagssprache und die Sauerländer Wörter lassen ein wenig erahnen, was die Mentalität und Lebensart der Sauerländer auszeichnet. Bei allem Fleiß wissen wir aber, dass dieses Büchlein nicht vollständig und durch weitere Worte, Begriffe und Redewendungen erweitert werden muss. Dazu lade ich Sie, liebe Leserinnen und Leser gerne ein. Schicken Sie mir ein E-Mail an info@woll-magazin.de oder beteiligen Sie sich an der Diskussion auf Facebook www.facebook.com/wollmagazin. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen viele Freude und Lesespaß mit diesem Buch der Sauerländer Alltagssprache. Woll!Hermann-J. HoffeHerausgeber
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Ja, bin ich denn der Leo?: Alltagssprache im Sauerland" von Herbert Knappstein

    Ja, bin ich denn der Leo?

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. March 2012 um 21:08

    Ach, du dicker Vatta, jetzt kommse auch noch mim Wörterbuch umme Ecke….. Woll – ein Wort erobert die Welt Eigentlich ist „Woll“ eher ein Wörtchen – ein kleines Wörtchen nur, aber mit einer immensen Bedeutung für die Menschen die es tagtäglich gebrauchen. Unbewusst, zu jeder Tageszeit und Gelegenheit passend. WOLL ist Sauerland – und das Sauerland hat seine eigene Sprache die uns der kleine aber feine Woll- Verlag mit „Ja, bin ich denn der Leo“ ans hochdeutsche Herz legt. Wenn der Sohnemann „auf seinem Fiffi mit Foffo durchs Geplänte pehst, dat eim de Sprickeln umme Ohren fliegen“ – wer bei solchen Aussagen aus dem Mund eines Sauerländers nur verständnislos den Kopf schüttelt, der sollte sich mit der Alltagssprache des Sauerlandes, die manchmal recht deftig aber immer direkt ist, beschäftigen. In dieser lebendigen Sprachkultur haben auch Begriffe aus dem nachbarlichen westfälischen Ruhrgebiet und solche aus dem Münsterland Pate gestanden. Außerdem finden wir Begriffe aus dem Jiddischen, der Gaunersprache und der modernen Jugendsprache wieder. Wunderbare Fotografien setzen einige Worte besonders in Szene – da werden „Käsemauken“ und „Krawentzmann“ zum eindrucksvollen Hingucker. Dieses Sauerländer Wörterbuch zeigt die unglaubliche Fülle dieses speziellen Sauerländer Wortschatzes, wann und warum der Sauerländer an sich überhaupt WOLL sagt und – ach du dicker Vatter, dann kommse auch noch mit de Grammatik umme Ecke! Ja, der Sauerländer hat seine ureigene Grammatik die dem Imperfekt sehr abgeneigt ist, Verben mal endlich in eine sinnvolle Verlaufsform bringt und den zweiten Fall als quasi nicht existent betrachtet. Während es im Rest der Welt stark regnet, ist es im Sauerland schlichtweg „am plästern“. Und wer denkt, dass unsere deutsche Sprache arm an Schimpfwörtern sei…. Der fahre mal ins Sauerland – er wird eines besseren belehrt, wie uns der große Schimpfwörterteil, den dieses originelle Buch ebenfalls mitbringt, wortstark beweist. Auch die gängigen Redewendungen für jede Gelegenheit bringen Klarheit und können bei einem Aufenthalt im Sauerland gar als Verständigungshilfe dienen. Dieses Buch ist kein Nachschlagewerk des Hoch- oder Schriftdeutschen. Es ist auch kein Lexikon des „Sauerländer- Platts“, sondern bringt uns auf höchst unterhaltsame und kurzweilige Weise, in bester Wörterbuchmanier, die Alltagssprache im Sauerland näher. Jene Sprache, die diese Region so Liebens- und lebenswert macht. „Ja, bin ich denn der Leo“ – eine Liebeserklärung an die Heimat, ein „Rettungsschirm regionaler Sprachkultur“ (wie ein Leser betonte) und nicht zuletzt eine Hommage an die eigene Alltagssprache. Der Vorläufer dieses Buches – ein Poster mit den beliebtesten Sauerländer-Wörtern, die in einer großen Umfrage ermittelt wurden, hat mittlerweile Fans auf der ganzen Welt.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks