Herbert Knebel Hauptsache Herz is gut

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Inhaltsangabe zu „Hauptsache Herz is gut“ von Herbert Knebel

Herbert Knebel meldet sich in "Hauptsache Herz is gut" mit dem alltäglichen Wahnsinn aus dem Ruhrpott zurück. Besonders seine Mitmenschen versetzen ihn dabei immer wieder in Erstaunen: Da wäre einmal der Klaus-Dieter, der neue Mieter mit Pumphose, Schlabberhemdchen und riesen Strickmütze, der sich zu Knebels Erleichterung richtig gut mit den volkstümlichen Gepflogenheiten auf Jamaika auskennt und dessen überdimensionale Zigaretten sogar zur allgemeinen Stimmungsaufhellung beitragen. Dann der Horst Koslowski, der auf seine alten Tage noch eine abkriegt und von da an nichts mehr kennt als Laff is in sie er, und nicht zu vergessen die Sandra Krokoschinsky aus der Nachbarschaft, die als Sandra K. bei Deutschland sucht den Superstar eine Runde weiterkommt. Aber auch Persönliches enthält uns Herbert Knebel nicht vor. So zum Beispiel den drehbuchreifen Katastrophentag la Stirb langsam, Teil III, an dem ihm ein pfeifender Wasserkessel, eine fehlende Rolle Klopapier und obendrein der Schlüssel zum stillen Örtschen zum Verhängnis werden. Das Universum ist voller Rätsel, und es werden nicht weniger, eher mehr! Die Welt mit ihren Katastrophen und Schikanen wächst einem über den Kopf. Mit seinem ureigensten Mittel der flach schürfenden Annalüse rückt Knebel sämtlichen Gegenwartsproblematiken zu Leibe und kommt mit Sicherheit zu keinem Ergebnis.

Man muss die Knodderschnauze aus dem Pott einfach lieben!

— MissStrawberry
MissStrawberry

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  • Die Knodderschnauze aus dem Pott

    Hauptsache Herz is gut
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    28. December 2014 um 14:29

    Leider ist Herbert Knebel nicht deutschlandweit bekannt. Dabei ist er ebenso gut, wie Atze Schröder oder Paul Panzer - wenn nicht gar besser. Der Rentner aus dem Pott macht sich zu allem und jedem so seine Gedanken. Dabei bringt er mich immer wieder zum laut Lachen - aber er trifft den Kern der Sache immer wieder haargenau. Und das, ohne dabei bissig oder angreifend zu werden. Irgendwie veräppelt er sich immer selbst am meisten. Und auch seine total schrägen Gedanken - bei genauerer Betrachtung sind die gar nicht mehr soooo schräg! "Ich sach Sie, am besten, man wird gar nich krank. Dat is immer noch dat Gesündeste!" Stimmt doch, oder? Und dann diese Brüller, die sogar noch romatisch sind: "Ich hab doch alles hinter mir, bis auf die Scheidung, weil, wir ham uns drauf geeinigt, dat wir uns ers trennen, wenn die Kinder tot sind." Der erste Abschnitt von "Lehrer" ist dermaßen kalauerisch, dass man es immer wieder lesen möchte. Denn: das trifft tatsächlich auf uns alle zu ....! Oder "Modetrends" - ja, das hab ich auch schon festgestellt: die gruseligen Modeerscheinugen kommen zyklisch immer wieder. Da spricht der Knebel wahr! Die Schilderung der "Reifenpanne" hat mich bedenklich kichern lassen. Herrlich ... auch wenn das eigentlich so gar nicht lustig ist, wenn man es erlebt. Kurz - auf 160 Seiten finden sich 69 kleine Texte, die meisten über zwei Seiten kurz. So kann man immer mal einen Text lesen oder das Buch auf einen Happen verschlingen. Knebel hat sie hübsch alphabetisch sortiert - allein das finde ich schon einen typischen Knebel-Gag. Insgesamt bin ich wieder mal von Knebel (bzw. Uwe Lyko) hingerissen und vergebe deshalb vier Sterne!

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