Briefe in die chinesische Vergangenheit

von Herbert Rosendorfer 
3,9 Sterne bei181 Bewertungen
Briefe in die chinesische Vergangenheit
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Scholus avatar

scheinbar ist mein bayrisch zu schelcht, um die Witze zu verstehen, daher abgebrochen :/

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Inhaltsangabe zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit"

Die wunderbaren Abenteuer und Entdeckungen des Chinesen Kao-tai in der Welt der GroßnasenEin Mandarin aus dem China des 10. Jahrhunderts versetzt sich mit Hilfe eines »Zeit-Reise-Kompasses« in die heutige Zeit. Er überspringt nicht nur tausend Jahre, sondern landet auch in einem völlig anderen Kulturkreis: in einer modernen Großstadt, deren Name in seinen Ohren wie Min-chen klingt und die in Ba Yan liegt.
Verwirrt und wißbegierig stürzt sich Kao-tai in ein Abenteuer, von dem er nicht weiß, wie es ausgehen wird. In Briefen an seinen Freund im Reich der Mitte schildert er seine Erlebnisse und Eindrücke, erzählt vom seltsamen Leben der »Großnasen«, von ihren kulturellen und technischen Errungenschaften und versucht Beobachtungen und Vorgänge zu interpretieren, die ihm selbst zunächst unverständlich sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423211734
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.10.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.1998 bei Langen-Müller erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Felices avatar
    Felicevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Kann man immer wieder lesen!
    Ein großartiger Roman

    Dies ist eins der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Damals, als ich sie noch nicht in größeren Mengen konsumiert habe und gute Romane dann auch entsprechend intensiv las.
    So zitieren wir heute noch gewisse Wörter, die Kao-tai geprägt hat, z. B. ist Dauerregen "Scheiweta" und bei Champagnerwerbung erinnern wir uns an sein Lieblingsgetränk, "Monteschangdong".
    Die Deutschen, besonders die Bayern, aus der Sicht eines chinesischen Mandarins aus dem 10. Jahrhundert in Briefen an den Freund in der Vergangenheit beschrieben- einfach genial!

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    littleowls avatar
    littleowlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kontrovers und viel politischer als es auf den ersten Blick scheint.
    Briefe in die chinesische Vergangenheit

    Meine Meinung

    Ich finde es äußerst schwierig, zu diesem Roman eine Rezension zu verfassen. Nicht, weil ich zu der Geschichte nichts zu sagen hätte, sondern weil es in diesem Fall besonders schwer ist, zwischen den im Buch geäußerten Ansichten und der Meinung des Autors zu trennen. „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ ist ein sehr politisches und gesellschaftskritisches Werk, im Grund mehr Manifest als Roman. Von Umwelt, Rechtssystem und Ernährung bis hin zu Religion, Bildung, Gesundheitssystem und Politik wird die Lebensweise des modernen Deutschen hier unter die Lupe genommen – mit vernichtendem Urteil. Und während ich Rosendorfers Kritik größtenteils zustimme, würde ich mich in einigen Punkten auf keinen Fall anschließen – wobei ich hier wie gesagt von ausgehe, dass es bis zu einem gewissen Grad tatsächlich seine Meinung ist.

    Allerdings sind die Briefe, in denen uns das Leben der „Ba Yan“ beschrieben wird, von einem Mandarin aus dem 10. Jahrhundert verfasst, und viele Bewertungen lassen sich sicher mit dessen kulturellen Hintergrund erklären. Beispielsweise möchte ich dem Autor nur ungern unterstellen, ein Verfechter von Bigamie, Todesstrafe, Feudalismus und allgemeiner Unterdrückung der Frau zu sein. Schon eher als Meinung Rosendorfers würde ich interpretieren, dass hier die Teilung Deutschlands befürwortet und Psychologie als Wissenschaft grundsätzlich abgelehnt wird. Keinem von beidem wurde ich auch nur ansatzweise zustimmen. Vereinzelt merkt man außerdem, dass das Buch ein bisschen Staub angesetzt hat (erschienen ist es 1983), etwa wenn es um das Waldsterben, den kalten Krieg oder „neue“ Medien (= Fernseher) geht.

    Ich habe „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ definitiv als gesellschaftspolitische Stellungnahme gelesen, doch davon mal ganz abgesehen ist der Roman auch ein wunderbar witziges Lesevergnügen. Für Kao-tai ist die Zeitreise natürlich ein unfassbarer Kulturschock und sieht Dinge, die für uns ganz alltäglich sind, mit ungläubigem Staunen. Ich hatte viel Spaß daran, seine Briefe zu lesen, besonders die Verballhornung deutscher Begriffe hat mich so manches Mal zum Lachen gebracht. Zudem ist Kao-tai ein wunderbar sympathischer Protagonist und geht wunderbar offen und neugierig durch die Welt.

    Fazit

    Ein kontroverses und zumindest größtenteils immer noch sehr aktuelles Buch! Dass die „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ sehr amüsant zu lesen sind, konnte mich allerdings nicht darüber hinwegtrösten, dass hier ein paar ziemlich fragwürdige Ansichten geäußert werden.

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    Sookie70s avatar
    Sookie70vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Was erlebt ein chinesischer Mandarin aus dem 10. Jahrhundert, den es per Zeitmaschine ins heutige Deutschland verschlägt? Herrlich!
    Sprachliche und kulturelle Herausforderung...

    Die amüsante Geschichte eines Mandarins aus dem 10. Jahrhundert, den es mittels Zeitmaschine ins München der Neuzeit verschlägt. Es sind ihm nicht nur die sprachlichen Gegebenheiten fremd (und der Protagonist, der in seinen Briefen natürlich in der Ich-Form erzählt, stellt uns LeserInnen damit vor so manche Herausforderung), auch mit der Kultur Mitteleuropas hat er so seine Probleme. Wie sollte er auch wissen, dass man hier seine Notdurft nicht im Treppenhaus hinter einem Regenschirm verrichtet?

    Schade, dass von dem inzwischen verstorbenen Autor nicht mehr solch brilliante Romane zu erwarten sind. Unbedingt lesen!

    Kommentare: 2
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    Perles avatar
    Perlevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein klasse Buch - habe schon vor Jahrzehnten davon gehört und gelesen!
    Herbert Rosendorfer - Briefe in die chinesische Vergangenheit

    Klappentext:
    Ein chinesischer Mandarin aus dem 10. Jahrhundert gelangt mittels Zeitmaschine in das heutige München und sieht sich mit dem völlig anderen  Leben der "Ba Yan" konfrontiert ...
    "Das komische Min-chen-Buch des Jahres." (Rolf Seeliger, tz)

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch fand ich letzten Sonntag auf einem Flohmarkt in Belgien an der Grenze. Ich hatte schon vor Jahrzehnten von diesem tollen Buch gehört und gelesen. Es ist in Vergessenheit geraten - und jetzt entdecke ich es tatsächlich in meiner Nähe. Das konnte ich nicht liegenlassen und musste es schnell mitnehmen.

    Begann es dann auch diese Tage direkt zu lesen. Die ersten Briefe waren noch kurz und es war etwas verwirrend zu verstehen um was es genau ging. Doch auf einmal spürte ich die Liebe zu den Zeilen, ich musste schmunzeln an manchen Stellen (besonders auf Seite 313), und dann hatte es mich gefesselt und ich kam nicht mehr davon los. Ich brauchte 3-4 Tage, wovon ich ein Tag gar nicht las.

    Der Schreibstil war gut gewählt und ich mussdte an meine jungen Jahre denken, in denen ich sehr viel mit Freunden korrespondiert habe, Briefe ü+ber Briefe schickte ich durch ganz Deutschland und noch heute schreibe ich gerne Mails im Internet und chatte gerne. Schreiben ist was wunderbares, genau wie lesen. Bücher sind was ganz Feines. Es ging ja auch um Dichter und Gedichte hier in diesem Buch. Das war genau mein Thema, da ging mein Herz auf. 

    Ich kann es gut und gerne weiterempfehlen und bereue es nicht es gekauft und gelesen zu haben, für 1 € kann man nichts sagen. Es hat mich außerordentlich guit unterhalten, könnte ich in paar Jahren nochmal lesen, im Urlaub oder im Garten im Liegestuhll bzw. auf der Sommerwiese bei herrlichem Sonnenschein. Da komm ich voll ins Träumen.

    Vergebe hierfür gerne liebgemeinte 5 Sterne!


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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 4 Jahren
    Ein steinalter Mandarin


    Ein Mandarin Namens Kao-tai aus dem alten Reich Chinas macht mit Hilfe einer Zeitmaschine eine Reise in die Zukunft. Er möchte neue Erkenntnisse erwerben. Allerdings liegen exakt 1000 Jahre dazwischen. Wegen eines Berchnungsfehlers landet er nicht, wie erhofft in China, sondern in München und erleidet einen Kulturschock.

    Der Lärm und die Schnelligkeit von "Eisenwagen" fallen ihm zuerst auf. Nur sehr langsam findet er sich in der "neuen Welt" zurecht. Aber, nachdem er die Sprache erlernt hat begibt er sich mutig auf Erkundungstour und berichtet in 37 Briefen an seinen Freund Dji-gu, Erfinder der Zeitmaschine, seine Erlebnisse und sonderbaren Entdeckungen.

    Köstlich, wie der Leser mitunter erraten muss, was der kleine sonderbare Chinese gemeint hat, wenn er von Gegenständen spricht, die in seiner Welt noch nicht vorkamen. Essinstrument Gan-bal mit 4 Zacken vorne dran z.B. oder Hong-tel in Min-chen, heißt soviel wie Hotel in München. Bei anderen Bezeichnungen überlegt man schon etwas länger. An die Freizügigkeit der Damen muss er sich auch erst noch gewöhnen. Ein recht amüsantes und lesenswertes Buch, bei dem Herbert Rosendorfer die Leser doch sehr zum Nachdenken über das Verhalten der sogenannten "Großnasen" ließ.

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    D
    doktormabusevor 6 Jahren
    Rezension zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer

    Rosendorfer ist großartig!
    Der Blick eines fernen Zeitreisenden (aus dem Reich der Mitte vor 1000 Jahren ins München der 80er Jahre) auf unsere heutigen Befindlichkeiten ist augenöffnend.
    Nur einige Zitate.
    'Die Großnasen sind ständig damit befasst, Veränderungen vorzunehmen. Sie nennen es, ..., Fort-Schreiten. So ist es nur folgerichtig, daß bei ihnen einer, der sich zum Zwecke der Betrachtung, der Kontemplation, der Selbstvervollkommnung vom öffentlichen Leben zurückzieht, als Versager, als Verlierer gilt.'

    oder

    'Geteilte Zeit vergeht rasch. Die Großnasen haben ihre Zeit erbarmungslos zerhackt, und die Zeit rächt sich damit, daß sie entflieht, so schnell sie kann. Und darüber wundern sich die Großnasen ständig. Ständig jammern sie, daß ihnen, ..., "die Zeit in den Händen wie Wasser zerrinnt". Ist denn noch keiner von ihnen darauf gekommen, darüber nachzudenken? Es ist doch nicht schwer, den Zusammenhang zu erkennen. Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass man hier die Floskel "...der ist einer, der immer Zeit hat" als Schimpfwort gebraucht. Daß den Großnasen dabei nicht sogar selber etwas auffällt? Aber Denken ist nicht die Stärke der Großnasen... dazu "haben sie keine Zeit".'

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    Anita27as avatar
    Anita27avor 10 Jahren
    Rezension zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer

    Nette Unterhaltung, chinesischer Mandarin gelangt mit einer Zeitmaschine nach Ba Yan ins München (Min-chen), mittlerweile der 80 er Jahre. Unser heutiges Leben aus der Sicht eines Fremden, was manchmal recht komisch ist.

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    Eltragalibross avatar
    Eltragalibrosvor 10 Jahren
    Rezension zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer

    Ein amüsantes Buch über einen Chinesen der in die Zukunft reist, wobei die Zukunft unsere Zeit ist und dort allerhand neues entdeckt. Es macht Spaß zu lesen, welche seltsamen Dinge ihm widerfahren, v.a. herauszufinden, was er gerade meint, da er ja die Namen der Dinge (z.B. Autos) nicht kennt.

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    MoMos avatar
    MoMovor 10 Jahren
    Rezension zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer

    Ein Chinese reist aus der Vergangenheit 1000 Jahre in die Zukunt und landet ausgerechnet in Bayern. Dort erlebt er einiges, hat dank "goldener Schiffchen" keine Geldsorgen und berichtet in Briefen an seinen zurückgebliebenen Freund über die selstsamen Sitten und Gebräuche in der Zukunft. Auch über das Bild was sich die Menschen von China machen. Dies aber sehr verklausuliert in der Sprache der Vergangenheit. Es macht unheimlich Spass rauszufinden von welchen Sitten und Unsitten gerade berichtet wird. Auch bekommen wir eine ganz andere Sicht auf die modernen Probleme. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert.

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    I
    Inesvor 10 Jahren
    Rezension zu "Briefe in die chinesische Vergangenheit" von Herbert Rosendorfer

    Das Buch lehrt einen über Veränderungen in der Welt, die man im Alltag nicht einmal mehr registriert, auf eine lustige und geistreiche Weise.

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