Herbert Rosendorfer Der Meister

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Inhaltsangabe zu „Der Meister“ von Herbert Rosendorfer

In einer Bar in Venedig erinnern sich zwei Freunde an ihr Studium, und an einen Studenten, der wegen seiner Akribie »der Meister« genannt wurde. Um seinen Lebensunterhalt aufzubessern, schrieb er Artikel für ein Musiklexikon – und erfand dabei so manchen Komponisten hinzu, etwa Thremo Tofandor. Als jedoch eine Studentin über diesen zu forschen begann, geriet der Meister in Bedrängnis. Um nicht aufzufliegen, erfand er immer neue Details hinzu, komponierte sogar dessen Werke – und wurde seinem Erfinder am Ende zum Verhängnis.

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  • Rezension zu "Der Meister" von Herbert Rosendorfer

    Der Meister
    LibriHolly

    LibriHolly

    02. February 2012 um 16:29

    Bei Herbert Rosendorfers "Satire auf den Wissenschaftsbetrieb im Allgemeinen und die Musikwissenschaften im Besonderen" handelt es sich der Form nach um eine Novelle. Äußere Rahmenhandlung hierbei: Zwei alte Studienfreunde treffen sich zufällig nach 50 Jahren in einem kleinen Restaurant in Venedig wieder und schwelgen in Erinnerungen an ihre Studientage in München, nach dem Motto: "Weißt du noch damals...?" So erinnern sie sich an so mancherlei skurrile Gestalten, die mit ihnen studiert haben oder ihnen in dieser Zeit begegnet sind. Darunter z.B. der "göttliche Gieselher", der alles nur theoretisch weis (z.B. über Instrumente, die er aber nicht spielen kann) oder manchmal auch nichts weis, aber davon viel. Dann gibt es den Musikprofessor Gobitz, der Musik nur liest, nie hört. Oder etwa Monsignore Rohrdörfer, ein Pfarrer, der dem Feiern nicht abholt ist. Auch die Erotik kommt nicht zu kurz, in Form der beiden Damen Helene Romberger und Emma Reimer. Sie alle verbindet auf die eine oder andere Weise die Musikwissenschaft. Die Hauptfigur tritt jedoch mit Thomas Wibesser auf, ewiger Student und Besserwisser.(Man beachte das Wortspiel.) Da er aber trotzdem nicht unsympathisch ist nennen ihn seine Mitkommilitonen, die ihn und sein Wissen schätzen den "Meister, der Perfektionist"(S.68). "Der Meister" hat jedoch ein großes Problem, in Form von permanentem Geldmangel, daher schreibt er Artikel für ein Musiklexikon. Doch als selbst dem "Meister" sein Wissen ausgeht fängt er das Lügen an. Dieses Lügen wird zu seinem Verhängnis, nach dem Motto "die Geister die ich rief...". Herbert Rosendorfer, Ich-Erzähler, Komponist und Jurist weis worüber er schreibt. So gibt er mit dieser fast kriminalistischen Novelle über das meisterhafte Fälschen einen humorvollen Einblick in die Musikwissenschaft. Sein Sinn für Sprachwitz sorgt dabei für ein reines Lesevergnügen. Randbemerkung: Rosendorfers Titel und Namen sind immer kleine Ratespiele und so ist es nicht verwunderlich, daß auch diese Geschichte über einen wahren Kern verfügt. Wen dies näher interessiert sollte nach dem lesen des Buches mal nach dem Namen Otto Jägermeier googlen.

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