Herbert Rosendorfer Huturm

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Inhaltsangabe zu „Huturm“ von Herbert Rosendorfer

In Huturm am See kreuzen sich in den 20er-Jahren des 19. Jahrhunderts die Wege des Fürsten Feldenwerth-Tragans und des Wandergesellen Friedrich Guggemot. Die Nachwirkungen der Napoleonischen Kriege haben sie in diesen verlassenen Winkel gespült. Der eine will sein Schloss - ein säkularisiertes Kloster - in Besitz nehmen, der andere ist auf der Suche nach Arbeit; sie beide und ihre Nachkommen werden die Geschicke von Huturm über mehr als ein Jahrhundert prägen.

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    Huturm

    Juana

    24. June 2013 um 13:36

    Im Frühjahr erschien Herbert Rosendorfers teils satirischer Roman „Huturm. Nachrichten aus der Tiefe der Provinz“. Es ist die Geschichte eines fiktiven Dorfes im Herzen Österreichs, das sich von 1848 bis zur amerikanischen Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer florierenden Stadt mauserte. Da war zum Beispiel der Lehrer Hahn, ein 48er Revolutionär, der den Fürsten gern „Blutsauger, Bauernschinder, Geschwür am Körper des Volkes“ schimpfte. Fürst Feldenwerth-Tragans nahm es ihm nicht übel, vielleicht weil auch er ein Zugezogener war und die es auf diesem Fleckchen Erde nicht leicht hatten. Der Guggemot zum Beispiel war fast gleichzeitig mit dem Fürsten nach Huturm gekommen, sah aus wie ein Landstreicher, hatte in Waterloo gekämpft und sich im Ort als fleißig und pünktlich erwiesen. Trotzdem hieß es noch vier Generationen später: „Diese schwarzen Haare, ob das nicht Zigeuner oder Juden sind.“ Da war die Familie des einst „Dahergelaufenen“ längst die reichste am Ort, besaß mehrere Hotels, Gaststätten und Anteile an Fabriken. Wer hätte damals gedacht, dass die Guggemots es einmal so weit bringen würden? Und dass die Fürstenfamilie parallel dazu in der Bedeutungslosigkeit versinken würde? Ja, es ist einiges los auf diesen 180 Seiten und wie Rosendorfer die Geschichte in bodenständiger Umgangssprache erzählt, ist große Kunst: schlaglichtartig, mit Anekdoten, teils skurrilen Figuren und lustigen Dialogen gespickt, mit Seitenhieben auf historische Persönlichkeiten und kurzen Exkursen in die Weltgeschichte. Wie so viele seiner Romane und Erzählungen, bereitet auch dieses Buch großes Lesevergnügen.

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