Herbert Rosendorfer Kadon, ehemaliger Gott

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kadon, ehemaliger Gott“ von Herbert Rosendorfer

Der Geist der Einsamkeit und des NichtsNach einem Schiffsunglück vor der entlegenen Insel St. Gefion können sich nur achtzehn Passagiere retten, darunter der Ich-Erzähler, der, wie sich bald herausstellt, als einziger überleben wird. Er, der nunmehr einzige Bewohner des unwirtlichen Eilands ist Kadon, der Gott der Insel, jedenfalls empfindet er sich so. In Meditationen und philosophischen Disputen mit den zunächst noch Überlebenden und in Selbstgesprächen entsteht eine Art Welterklärung aus dem Geist der Einsamkeit und des Nichts, die ebenso scharfsinnig wie komisch ist, durchsetzt mit höchst unterhaltsamen Rückblenden zur Schiffsreise mit dem typisch Rosendorferschen Arsenal seltsamer Figuren.

Stöbern in Romane

Lügnerin

In jeder Hinsicht überzeugend erzählt.

jamal_tuschick

Wer hier schlief

Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

MrsFraser

Der Sympathisant

Ein kommunistischer Spion unter Exil-Vietnamesen in den USA: Teilweise fesselnd und überraschend amüsant und satirisch-ironisch.

Gulan

Im siebten Sommer

Spannend und emotional. Ein echter Pageturner!

thebooklettes

Als wir unbesiegbar waren

Nicht mein Buch

brauneye29

Menschenwerk

Schwer erträglich. Als Mahnmal und Erinnerung notwendig.

wandablue

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Kadon, ehemaliger Gott" von Herbert Rosendorfer

    Kadon, ehemaliger Gott

    The iron butterfly

    16. October 2009 um 20:00

    "Mein Name ist Kadon (auch: Cadon, Kaedhon, Cadonch, Kahtong u.ä.). Vielleicht bin ich Gott Kadon....Ich weiß nicht, ob ein Gott, an den niemand glaubt, ein Gott ist. Ich bin der Gott der Insel Gefion." - Dies zur Einleitung in diesen ungewöhnlichen Roman von Herbert Rosendorfer. Achtzehn Personen, unter ihnen Gott Kadon, überleben mehr schlecht als recht ein Schiffsunglück, bei dem 782 Passagiere vom eiskalten Wasser verschluckt werden. Kadon erzählt aus der Ich-Perspektive vom Überlebenskampf der skurrilen Truppe der Überlebenden. Relativ zügig fällt jedoch einer nach dem anderen den Naturgewalten rund um das Eiland St. Gefion zum Opfer, da hilft es auch nicht, dass beim Erklimmen eines Bergkamms festgestellt wird, dass die Insel essbar ist. Als einzigen Überlebenden überlässt Rosendorfer seinen Kadon seiner Gedankenwelt, die um Sein, Nicht-Sein, die menschliche Existenz, Gott, Jesus und natürlich die entzückende Lorna Finferli kreist. Skurrile Figuren, absurde Gedanken und doch kann man sich der Geschichte nicht entziehen ehe man die letzte Seite umschlägt. Die Nachwirkungen sind ein Grinsen, ein befreiendes Kopfschütteln und die Erkenntnis, dass es besser ist kein Gott zu sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Kadon, ehemaliger Gott" von Herbert Rosendorfer

    Kadon, ehemaliger Gott

    Haeddl

    11. February 2009 um 11:13

    Was zum Geier war denn DAS? Wer behauptet, das literarische Gewicht eines Buches nähme mit jeder Seite zu, getreu dem Motto 'je dicker, desto besser', kann sich gerne mal Herbert Rosendorfers kurzen Roman KADON, EHEMALIGER GOTT zu Gemüte führen. Ich jedenfalls lag noch lange nach der letzten der 127 Seiten wie erschlagen auf dem Sofa, das schmale Büchlein noch in der zittrigen Hand. Zum Inhalt: Nach einem Schiffsunglück retten sich achtzehn Kreuzfahrtpassagiere, darunter auch Kadon, der Ich-Erzähler, auf die karge Antarktisinsel St. Gefion. Polare Stürme zwingen die Überlebenden, auf die andere, dem Wind abgewandte Seite der Insel zu flüchten. Dazu muss die bunt zusammengewürfelte Truppe allerdings über einen hohen Bergkamm klettern. Bei diesem Unterfangen erliegt einer nach dem anderen den Naturgewalten und bereits bei der Hälfte des Buches ist, abgesehen von Kadon, die komplette Gemeinschaft tot. Kadon bleibt über viele, viele Jahre allein auf der Insel, über die er nun als selbsternannter Gott herrscht, und ab hier wird der Roman zu einem philosophisch-religiösen Psychotrip: Kadon sinniert über das Sein, das Nicht-Sein und die Unvorstellbarkeit all dessen, sucht den Sinn seines Lebens als Gottheit über eine Insel, auf der niemand wohnt, der an ihn glauben kann, versucht sich an einem handfesten Beweis für oder gegen die Existenz eines wahren Gottes und verliert darüber fast seinen Verstand. Rosendorfer schreibt auf hohem Niveau mit gallig-sarkatistischem Humor und vielen postmodernen Einfällen. Die Figuren sind schrullig, bewusst überzeichnet und fast genauso skurril, wie die Insel auf der sie landen. Dies war mein erster Roman von diesem Ausnahme-Autor - der in ein paar Tagen übrigens seinen 75. Geburtstag feiert - und für mich steht fest: Rosendorfer macht süchtig - Ich brauche mehr davon!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks