Herbert Rosendorfer Vorstadtminiaturen

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Inhaltsangabe zu „Vorstadtminiaturen“ von Herbert Rosendorfer

'Nein, das heißt ja.' Das Aneinandervorbeireden, die Tücke des Objekts, das Groteske im Alltag bilden Inhalt und Ausgangspunkt dieser vergnüglichen Szenen. Meist geht es um den zähen Widerstand des kleinen Mannes gegen den Übermut der Mächtigen, doch auch ein voyeuristischer Bürgermeister, begriffsstutzige Polizisten und ein fliegender Aschenbecher, der den Korruptionssumpf in einer Amtsstube aufdeckt, spielen entscheidende Rollen.

In der Tradition und nach dem Vorbild Karl Valentins entstanden, sind die hintergründig-grotesken Vorstadtminiaturen erstmals 1982 erschienen. Herbert Rosendorfer hat nun die Auswahl leicht verändert und um vier neue Szenen ergänzt. 'Exquilibristische Spiele, in denen der Nonsens zum Tanzen gebracht wird.' Otto F. Beer in der Süddeutschen Zeitung

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  • Nur wohldosiert genießbar...

    Vorstadtminiaturen

    parden

    10. July 2013 um 13:12

    NUR WOHLDOSIERT GENIESSBAR... "Nein, das heißt ja ..." Das Aneinandervorbeireden, die Tücke des Objekts, das Groteske im Alltag bilden Inhalt und Ausgangspunkt dieser vergnüglichen Szenen. Meist geht es um den zähen Widerstand des kleinen Mannes gegen den Übermut der Mächtigen, doch auch ein voyeuristischer Bürgermeister, begriffsstutzige Polizisten und ein fliegender Aschenbecher, der den Korruptionssumpf in einer Amtsstube aufdeckt, spielen entscheidende Rollen... Der Band, den ich gelesen habe, ist eine andere Ausgabe als die hier abgebildete. Meine ist von 1982 und enthält orthographische Besonderheiten wie z.B. "telephonieren" - dies aber nur am Rande bemerkt. V.a. enthält sie 17 Szenen sowie ein kleines Stück "Der Basilisk". Alles ist in Form von Theaterstücken geschrieben, und Herbert Rosendorfer fühlt sich in seinen hintergründig-grotesken Alltagsszenen wohl am ehesten Karl Valentin verwandt... Einzeln gelesen, entlocken die Szenen einem zuweilen durchaus ein Schmunzeln, oftmals ertappte ich mich aber auch bei einer inneren Unruhe, die dem ewigen nicht-auf-den-Punkt-kommen-Wollen geschuldet war. Las ich mehr als eine Szene hintereinander, nahm die Ungeduld zu. Was Alfred Kerr einst über Karl Valentin sagte: "Alle lachen. Manche schreien." kann ich auch für Herbert Rosendorfer sagen: Ich neigte oftmals eher zum Schreien... Vielleicht hat sich auch der Humor einfach im Laufe der Zeit zu sehr gewandelt, so dass das Buch heute weniger erheiternd wirkt. Insgesamt bleibt als Empfehlung: Nur wohldosiert genießbar...

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