Herm. Cl. Kosel Albrecht Dürer - Ein deutscher Heiland (Erster Band: Jugend und Wanderjahre)

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Inhaltsangabe zu „Albrecht Dürer - Ein deutscher Heiland (Erster Band: Jugend und Wanderjahre)“ von Herm. Cl. Kosel

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  • Rezension zu "Albrecht Dürer - Ein deutscher Heiland (Erster Band: Jugend und Wanderjahre)" von Herm. Cl. Kosel

    Albrecht Dürer - Ein deutscher Heiland (Erster Band: Jugend und Wanderjahre)
    mabuerele

    mabuerele

    27. April 2011 um 10:44

    Nach ca. 40 Seiten habe ich den Roman zur Seite gelegt. Es hätte mich stutzig machen müssen, dass das Buch ein Vorwort von 1922 erhält. Ich hatte eine Biografie Albrecht Dürers erwartet. Das war ein Irrtum. Der Schreibstil entspricht keinesfalls heutigen Gewohnheiten. Das muss nicht negativ sein, in diesem Fall aber würde ich ihn, vorsichtig ausgedrückt, als primitiv bezeichnen. Fakten stimmen nicht. Deutschtum wird stark hervorgehoben. Zur Zeit Dürers gab es aber kein „Deutschland“. Die Charaktere sind sehr einseitig gezeichnet. Obwohl Albrecht Dürer schon ein Lehrling ist, handelt er wie ein kleines Kind. Weinerlich, schüchtern, ängstlich erscheint er auf den ersten Seiten. Der strahlende Held ist sein Freund Wilibald. Das Familienbild, das von Dürers gezeichnet wird, entspricht dem Traumbild des angefangenen 20. Jahrhunderts und ist fern jeder Realität. Ausschlaggebend dafür, dass ich den Roman abgebrochen habe, waren aber die Geschehnisse um den jüdischen Edelsteinhändler. Sie sind so was von abwertend, dass ich keine Seite mehr weiter lesen wollte. Um 1485 hätte kein jüdisches Mädchen einen jungen Mann zum Rendezvous bestellt, um sich malen zu lassen. Während Dürers Vater als die Rechtschaffenheit in Person dargestellt wird (was ich ihm gar nicht absprechen will), wird der Edelsteinhändler denkbar negativ gezeichnet. Es tut mir leid, aber mit dem Buch wird Gedankengut von Anfang des 20. Jahrhunderts in unsere Zeit exportiert. Deshalb bekommt das Buch nicht einen Stern!

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