Herman Koch Angerichtet

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Inhaltsangabe zu „Angerichtet“ von Herman Koch

Der Spiegel-Bestseller jetzt als KiWi-Paperback
Der preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden erzählt ein Familiendrama, das um die Fragen kreist: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen?
Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie müssen über ihre Söhne sprechen, Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann. Mit unglaublicher Raffinesse und großem Sprachwitz erzählt Herman Koch eine Geschichte von bedingungsloser Liebe, Gewalt und Verrat. Nach und nach nur werden die wahren Abgründe und Motive der Personen sichtbar, ständig wird der Leser herausgefordert, sein moralisches Urteil neu zu fällen.
'Angerichtet' ist ein aufwühlender Roman, der lange nachhallt.

Absolut lesenswert!

— Franzihoffmann

Sehr unterhaltsames Buch das viele wendungen hat.

— Cinderella11k

Schokierend!

— tardy

Als Krimi -Fan war der Plot eine gelungene Überraschung, tlw. sehr ruhig, familiär, zeitlich begrenzt und doch für Einige extrem tödlich -

— Hermes

Bissig, giftig, gut!

— Kerstin_Westerbeck

War leider so gar nicht meins...

— buecherwuermli

Sehr subtil spielt hier ein Autor mit dem Leser, hält ihn hin, erstaunt, amüsiert, um dann sehr unerwartet zu enden. Genial!

— sursulapitschi

Habe mir mehr erwartet

— Petra1984

Krass! Unerträglich! Und gut!!!!!

— Naibenak

Fulminantes Kammerspiel. Lesenswert.

— ulrikerabe

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  • Angerichtet

    Angerichtet

    tardy

    14. August 2017 um 08:11

    Paul und Serge, zwei Brüder. Der eine, psychisch krank und nicht mehr fähig, als Lehrer zu arbeiten, der andere ein erfolgreicher Politiker, kurz vor seiner Wahl. Sie treffen sich mit ihren Frauen Claire und Babette zum Essen in einem Nobelrestaurant. Eigentlich ein ganz normaler Abend, wenn nicht diese eine Sache wäre. Denn die Söhne der beiden Paare haben etwas getan, etwas Schreckliches. Etwas, was man am liebsten unter den Tisch kehren möchte. Aber darf man das?Herman Koch hat ein außergewöhnliches Buch geschaffen. Ein Buch, das tief in die menschlichen Abgründe führt, das Grenzen überschreitet und den Leser zum Nachdenken zwingt. Seine poetische, detaillierte Sprache lässt kaum eine Atempause zu, man ist wie in einem unerbittlichen Sog gefangen und will nur eines: lesen. Am Anfang denkt man noch an leichte Kost, liest die appetitlichen Beschreibungen der Gerichte, das Geplänkel der Protagonisten, spürt den Witz, die gelöste Atmosphäre. Irgendwann kommt dann das Böse, das Unaussprechliche. Es schleicht sich in die Geschichte ein, wie ein Virus. Erst unerkannt, zaghaft, dann fest auftretend. Mit Rückblenden wird die ganze, grausame Tat aufgedeckt. Häppchenweise, wie das Menü, das die einzelnen Episoden begleitet. Geschickt hat der Autor die Geschichte aufgerollt und in die Rahmenhandlung eingewebt, dadurch wird die Spannung fast unerträglich und bleibt bis zum letzten Satz bestehen. Eiskalt wird der Leser mit seinen eigenen Moralvorstellungen konfrontiert. Man will, man muss Partei ergreifen, denn man ist schon so sehr involviert, dass man sich nicht mehr als stiller Beobachter davonschleichen kann. Mich hat das Buch sehr aufgewühlt, habe ich doch selbst zwei Kinder. Sie sind zwar schon erwachsen, aber die Frage kann sich auch dann noch stellen und ich wüsste nicht, wie ich mich in einem solchen Fall entscheiden müsste. Ein unbequemes Buch, dem ich einfach die volle Punktzahl geben muss.

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  • Leider nicht meins...

    Angerichtet

    buecherwuermli

    30. June 2017 um 19:24

    Titel : angerichtetAutor : Herman KochSeitenzahl : 320Verlag : Kiwi-VerlagInhaltsverzeichnis: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen? Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie müssen über ihre Söhne sprechen, Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann.Das Buch war leider gar nicht meins. Ich fand das Thema wirklich spannend wurde aber für mich persönlich nicht wirklich gut umgesetzt.Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen..Man erfährt eine Menge über das was die vier Personen im Restaurant essen und nur nebenbei was es mit ihren Kindern auf sich hat. Zwar wurde die Situation im Restaurant amüsant beschrieben auch in der Geschichte an sich gab es die ein oder andere amüsante Begebenheit. Aber ich konnte  irgendwie mit den Charakteren nicht so ganz warm werden. Irgendwie fand ich sie alle etwas unsympathisch.Am Ende fragt man sich aber dann trotzallem wie weit man selber für seine Kinder gehen würde und ob das was die 4 Personen machen alles so seine Richtigkeit hat.Fazit:Nicht so wirklich spannend...

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  • Ein hinterhältiges Buch

    Angerichtet

    sursulapitschi

    22. June 2017 um 19:32

    Dieses Buch ist hinterhältig. Klein und harmlos sieht es aus. Man denkt: Nett, das könnte ich mal lesen.Und harmlos fängt es dann auch an. Vier Menschen treffen sich in einem Nobelrestaurant. Sie haben etwas zu besprechen, aber offensichtlich keine Eile damit. Ausführlich und urkomisch erzählt der Geschichtslehrer Paul Lohmann von dieser Situation, holt weit aus, beleuchtet jeden der Anwesenden gründlich nebst Schlenkern in die ein oder andere Vergangenheit. „Meine Frau, ich sollte das nicht mehr sagen. Sie heißt Claire. Ihre Eltern haben sie Marie Claire genannt, aber irgendwann wollte sie nicht mehr wie eine Frauenzeitschrift heißen. Manchmal nenne ich sie Marie, um sie zu ärgern.“Auch nach den ersten 100 Seiten ist hier eigentlich noch nichts passiert. Ab und an gibt es mal eine dezente Andeutung, ansonsten erzählt Paul höchst amüsant und mit einer Weitschweifigkeit, die Methode hat. Man ist kurz davor, genervt zu sein, aber dann ist es doch wieder kreuzkomisch. Paul ist gnadenlos ehrlich, beschönigt nichts, serviert es aber immer mit köstlichem Humor.Dann geht es ans Eingemachte und da vergeht einem das Lachen ganz schnell.Die Söhne der beiden Familien haben etwas ausgefressen und dabei geht es nicht um den berühmten Fußball in der Fensterscheibe. Eine handfeste Straftat steht im Raum. Was macht man jetzt damit?Auch hier führt der Autor den Leser wieder gekonnt in die Irre. Häppchenweise erfährt man, was passiert ist. Zwischendurch macht man wieder Ausflüge in die Vergangenheit, die nach und nach die Protagonisten in einem ganz anderen Licht zeigen. Immer neue Aspekte kommen dazu, bis man nur noch staunt und voller Grauen auf das dicke Ende wartet. Dieses Buch ist genial. Sehr subtil spielt hier ein Autor mit dem Leser, hält ihn hin, erstaunt, amüsiert, entsetzt und wartet dann auch noch mit einem höchst unerwarteten Ende auf. Ich bin beeindruckt und hatte Spaß, werde aber noch eine Weile darüber nachdenken. Was hätte ich getan in dieser Situation? Keine Ahnung…

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    • 5
  • Habe mir mehr erwartet

    Angerichtet

    Petra1984

    20. June 2017 um 10:06

    Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch überhaupt nicht angesprochen hat. Der Einstieg war zwar leicht und es ist auch gut und flüssig geschrieben, aber leider kann ich die Begeisterung für dieses Buch nicht ganz nachvollziehen. Das Essen und die handelnden Personen werden ganz genau und detaillreich beschrieben ( vor allem die Hände/ Fingernägel des Maitre) .Die Handlung konzentriert sich eigentlich nur auf diesen einen Abend bzw. dieses eine Essen. Ich kann hier leider keinen Bestseller erkennen

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  • Menschliche Abgründe zum Dessert...

    Angerichtet

    Naibenak

    16. June 2017 um 12:49

    Das Ehepaar Paul und Claire wurde von Pauls snobistischem Politiker-Bruder Serge Lohman samt Gattin in ein Nobelrestaurant geladen. Dort wird nach anfänglichem Smalltalk ein schwerwiegendes Problem besprochen. Die beiden etwa 16jährigen Söhne Michel und Rick haben nämlich etwas ausgefressen. Etwas Schreckliches. Da aber bislang noch nichts davon an die Öffentlichkeit geraten ist, soll nun „in Familie“ diskutiert werden, wie mit dem Problem umzugehen ist (wohlgemerkt: die Söhne werden nicht befragt). Ob sie sich wohl einigen können? Aus Pauls Sicht („Ich“-Perspektive), der aus Krankheitsgründen pensioniert ist,  erzählt Herman Koch zu Beginn noch äußerst witzig über den gemeinsamen Abend. Außerdem mit einem Hauch an Spannung, weil der Leser von Beginn an weiß, dass etwas vorgefallen sein muss. Natürlich wird erst nach und nach aufgedeckt, worum es geht. Sehr gut kann ich mich derweil in Paul hineinversetzen, der sich (gedanklich) über die gähnende Leere auf den Nobelrestaurant-Tellern und über die Penetranz der Angestellten echauffiert.  Dies ist wirklich amüsant beschrieben. Aber bereits jetzt kommt es zu kleinen Unbequemlichkeiten, als Serges Frau zu weinen beginnt. Während dieser Zeit im Restaurant begleiten wir Paul immer wieder in seine Gedankenwelt – in Erinnerungen an frühere Begebenheiten. Diese sind zumeist recht interessant, aufschlussreich und überraschend, aber zeitweise auch ein wenig lahm. Ich habe in der ersten Hälfte ein bisschen länger gebraucht, um in der Geschichte anzukommen. Aber dann!!!! Weia… böse! Die zweite Hälfte habe ich in einem Stück verschlungen. Und ich muss sagen,  sie liegt mir noch schwer im Magen ;) Wie Herman Koch hier mit verschiedenen Moralvorstellungen jongliert und dadurch Sympathien und Antipathien durcheinanderwürfelt, ist wirklich krass. Und genial! Es ist für mich teils unerträglich gewesen – wegen der Dinge, die gesagt und gedacht werden, die getan oder eben nicht getan werden.  Es gibt überraschende Erkenntnisse und Wendungen. Stück für Stück kommen die wahren Charaktere zutage und lassen mich ein ums andere Mal erschaudern. Vielleicht trägt Koch hier und da ein bisschen dick auf am Ende, doch genauso funktioniert dieses Stück Gesellschaftssatire! Umrahmt wird alles von der Menü-Abfolge im Restaurant – vom schönen Schein… Fazit: Nach einem prima Start wird der Roman etwas lahm, entwickelt sich aber ab der zweiten Hälfte zur Höchstform. Auf teils witzige, oft aber äußerst unbequeme und schonungslose Weise haut uns Herman Koch die Frage um die Ohren: wie weit würden wir gehen, um unsere Kinder zu schützen? Und uns selbst. Was ist richtig? Was könnte man nochmal durchgehen lassen? Und so weiter… Dieser Roman hat mich erschüttert und fasziniert zugleich! Und er hat mich stark ins Grübeln gebracht. Lesen!

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    • 5
  • Sehr gelungener Roman

    Angerichtet

    DeMonSang

    15. June 2017 um 19:56

    "Angerichtet" handelt von zwei Familien. Um genauer zu sein von Paul Lohmann und seiner Frau Claire und von seinem Bruder, dem Premierministerkandidat Serge Lohmann und dessen Frau Babette.Die beiden Ehepaare verabreden sich zum Essen, um dort das anzusprechen, was ihnen am wichtigsten ist: ihre Kinder. Denn ihre Söhne Michel und Rick haben ein schweres Verbrechen begangen und die beiden Ehepaare möchten nichts lieber tun, als ihre Kinder zu beschützen. Aber wie weit dürfen sie gehen um dies zu tun?"Angerichtet" ist ein wundervoller, geistreicher und philosophischer Roman, der sich mit einem ernstzunehmenden Thema auseinandersetzt, mit dem sich, denke ich, alle Menschen irgendwann im Leben auseinandersetzen müssen: Wie weit darf ich gehen, um meine Kinder zu beschützen? Und darf ich überhaupt so weit gehen?Der Roman wurde in einem sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil geschrieben, sodass man sehr große Freude beim Lesen hat. Da das Buch aus der Sicht von Paul Lohmann geschrieben wurde, werden in dem Roman zum großen Teil seine Gedanken und Gefühle beschrieben. Dabei wurden oft alltägliche kuriose und allseits bekannte Situationen angesprochen, sodass sich das Gefühl ergab, man würde mit einem alten Bekannten sprechen.Was sehr positiv anzumerken ist, ist die Verbindung von äußerer Handlung (Besuch des Restaurants) und innerer (Konflikt um die Kinder). Diese wurden sehr geschickt miteinander verwoben, sodass, obwohl sich die beiden Situationen sehr voneinander unterscheiden, nicht der Eindruck entstand, das eine oder das andere wäre fehl am Platz.Mir gefielen besonders die Charaktere und deren Gestaltung. Alle Charaktere wurden gut ausgearbeitet und gewannen dadurch Tiefe und Vielschichtigkeit. Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die zwei Seiten einer Person sein können. Insgesamt ist "Angerichtet" ein Roman, der mir sehr großes Vergnügen beim Lesen bereitet hat und mich auch zum Nachdenken anregen konnte. 

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  • Fulminantes Kammerspiel

    Angerichtet

    ulrikerabe

    14. June 2017 um 22:14

    „Es kann natürlich sehr gut sein, dass die Sache niemals aufgedeckt wird. Aber kann man damit leben? Können wir damit leben?“Zwei Ehepaare - die Männer sind Brüder, Serge ist Spitzenkandidat für ein hohes politisches Amt in den Niederlanden, Paul ist Lehrer im Ruhestand – sind in einem Nobelrestaurant verabredet. Es gilt ein wichtiges Thema zu besprechen, dass die Söhne der beiden Paare betrifft. Wir erfahren Alltäglichkeiten der Familien. Paul, der Erzähler, schweift gerne vom Hundertsten ins Tausende, lässt in Gedanken kein gutes Haar an seinem Bruder Serge, der in seinen Augen blasiert, ein Opportunist und arroganter Angeber mit Haus in Frankreich und absolviertem Weinseminar ist. Er selbst und seine Frau Claire sind ja viel bodenständiger, offener, ehrlicher. Obwohl man schon zu Anfang erfährt, dass etwas vorgefallen sein muss, dass Paul einen kalten Schrecken einjagt, kommt das Buch zunächst ganz harmlos daher. Bis sich plötzlich das Drama mit voller Wucht entwickelt, sich tiefste zwischenmenschliche Abgründe auftun. Angerichtet von Herman Koch ist ein fulminantes Kammerspiel voll mieser psycholgischer Finten, moralischer Verfehlungen und juristischen Entgleisungen. Bis zum Schluss niemand mehr die Person ist, für die sie gehalten werden sollte.Koch spielt oft mit dem Anfangssatz aus Tolstois Anna Karenina über glückliche und unglückliche Familien. In diesem Buch wird sehr deutlich, dass oft nichts so ist wie es scheint und der Blick hinter die vorwurfsfreie Fassade manchmal ein Bild des Schreckens zeichnet.Ich habe dieses Buch mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu gelesen. Neugierig bin ich auf die filmische Umsetzung. Der Film „The Dinner“ läuft gerade in unseren Kinos. Man darf gespannt bleiben.

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    • 2
  • Bin nicht überzeugt

    Angerichtet

    brauneye29

    12. June 2017 um 17:41

    Zum Inhalt:Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie müssen über ihre Söhne sprechen, Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann.Meine Meinung:Ja, das Buch ist schon insgesamt gut geschrieben aber weder die Story noch die Protagonisten haben mich begeistern können. Irgendwie plätschert die Story vor sich hin und immer erwartet man, dass endlich was großes passiert. Aber im Grunde passiert nix. Am Ende saß ich da und hab mich gefragt, was das ganze sollte. Wieso das ein Bestseller sein soll und auch noch verfilmt wird/wurde bleibt mir ein Rätsel. Fazit:Kann keinen Bestseller erkennen.

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  • Familie

    Angerichtet

    Sumsi1990

    11. June 2017 um 20:42

    Der Protagonist Paul Lohmann ist gemeinsam mit seiner Gattin mit seinem berühmten Politiker-Bruder und seiner Schwägerin in ein Sternerestarant verabredet. Es wird ziemlich schnell klar, dass es in dieser Familie einige Ungereimtheiten und Probleme gibt. Die Erzählung steugert sich aber rasant und eröffnet Schuld, psychologische Abgründe und schockierende zwischenmenschliche Beziehungen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und das Buch liest sich schnell und flüssig. Die Geschichte ist in den Ablauf des Dinners gegliedert nach Vorspeise, etc! Das Erzählte spielt ausschließlich im Restaurant, was bei einer solch spannenden Handlung wirklich bewunderswert ist. Mich erinnert dieser Aspekt ein wenig an "Der Gott des Gemetzels" und ist genau toll umgesetzt!Die Geschichte ist aufwühlend und konfrontiert den Leser mit seinen eigenen Werten sowie seinen Normalvorstellungen. Für mich handelt es sich um ein extrem gelungenes Werk und ich hoffe, dass die Hollywoodverfilmung dem gerecht werden kann!

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  • Reine Zeitverschwendung. Schade.

    Angerichtet

    DarkReader

    09. June 2017 um 00:58

    Nach dem Lesen von Inhaltsangabe und Leseprobe freute ich mich auf einen spannungsgeladenen Roman um eine Familie, ein Drama, dessen lesender Zeuge ich sein darf.Doch was bekam ich?Nach einem starken Auftakt ein sterbenslangweiliges Diner in 4 Gängen, auf dessen "Genuss" ich gut hätte verzichten können.Da ist zum einen Paul Loman, dessen knapp 16jähriger Sprößling schlimmes auf dem Kerbholz hat. Und zum anderen sein Bruder, der unbedingt Ministerpräsident werden möchte. Dann wären da noch die Ehefrauen und ein ständig um den Tisch der Vier in einem Nobelrestaurant herumwuselnden Maitre d´Hotel, eine Figur, die ich mir überhaupt nicht erklären konnte, bzw. warum der Autor ihr so viele Zeilen widmet.Die ersten Seiten waren spannend, flüssig geschrieben und machten neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Doch dieser Verlauf war einfach nur desaströs und für mich von gähnender Langeweile erfüllt. Paul Lomann... was soll ich zu diesem Charakter schreiben? Beim Lesen seiner Ergüsse, die vor Langeweile und Selbstbeweihräucherung, Selbstinszenierung und Gewaltausbrüchen nur so strotzten, hat es mich nur geschaudert.Der Fortgang der Geschichte wurde für mich immer abstruser, unverständlicher und ich war mehrfach versucht, die Lektüre abzubrechen.Warum ich es nicht getan habe?Aus purer Neugierde auf das Ende dieses Werkes, welches mich ebenso enttäuschte wie mehr als 2/3 dieses Buches.Was war ich doch froh, als es zu Ende war.Schade, dass ich keine 0 Sterne vergeben kann, hier wäre es angebracht.

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    • 7
  • Glückliche Familien

    Angerichtet

    Buchstabenliebhaberin

    Dieses Buch ist köstlich zu lesen, auch wenn es immer wieder schwer unappetitlich zugeht und einem der Bissen im Halse stecken bleibt, vor Überraschung und vor Empörung.Es beginnt ganz harmlos, vier Menschen gehen ins Nobelrestaurant, der erfolgreichere der beiden Brüder lädt ein, und der andere erstickt fast an seinem Neid. Doch es geht nicht um die Rivalität der beiden Bruder, oder nur am Rande. Beide haben pubertierende Söhne, 15-jährig, die etwas ausgefressen haben ... Ansonsten, alles gut, zwei glückliche Familien, zwei nette Ehefrauen, ein Abendessen, Smalltalk, das Übliche.Nach und nach erfährt der Leser mehr, vom nicht so erfolgreichen Bruder, dem suspendierten Lehrer Paul, der sich nicht immer so ganz im Zaum halten kann. Auch wenn andere ihn kritisieren, Paul steht zu sich und seiner Meinung. Er und Claire, seine Frau, sind ein gutes Team, ein glückliches Paar, Sohnemann Michel das krönende Sahnehäubchen.Herman Koch agiert geschickt, er weckt viel Sympathie beim Leser für den armen Paul, dessen Nerven arg strapaziert werden, der seine Familie über alles liebt. Eine Erkrankung gibt eine plausible Erklärung ab für sein teilweise fragwürdiges Denken und Handeln ...Die Tat der Kids - ein Schock. Es geht hier nicht um einen albernen Streich, sondern um eine schlimme, moralisch absolut verwerfliche Tat. Die Eltern suchen nach Erklärungen, bagatellisieren, relativieren. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie sind noch so jung, haben ihr Leben doch noch vor sich. Es gibt die Chance, alles unter den Teppich zu kehren - machen oder nicht? Hier gehen die Meinungen der vier Erwachsenen auseinander, und zwar ganz anders als gedacht.Die Entscheidung wird gefällt, wie in dieser Geschichte viele Probleme gelöst werden, ein genialer Einfall des Autors. Spannend bis zur letzten Minute. Und als Leser will ich die ganze Zeit rufen: Wundert ihr euch? Euer Kind ist das Kind seiner Eltern, er imitiert, was ihm vorgelebt wird, seht ihr das denn nicht? Schützen die Eltern ihr Kind, oder rechtfertigen sie damit lediglich ihr eigenes Handeln? Diese Frage muss dringend gestellt werden. Vermutlich ist es beides.Die Geschichte ist, obwohl schwere Kost, leichfüßig und amüsant geschrieben. Die Idee mit dem Restaurantbesuch und den verschiedenen Gängen, in den die Story eingewoben wurde, originell und aufgrund ihrer Überschaubarkeit sehr angenehm. Man kann sich voll auf die Geschehnisse und die moralischen Abgründe konzentrieren, ohne sich lange mit schmückendem Beiwerk aufhalten zu müssen.Eine wunderbare Lektüre, der ich gerne 4,5 Sterne gebe.

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    • 7
  • Zum aktuellen Kinostart: Buchverlosung zu "Angerichtet" von Herman Koch

    Angerichtet

    m_exclamationpoint

    Herman Koch bittet zu Tisch… ...und was angerichtet wird, ist keine leichte Kost!Familiendramen, begleitet von einem Gourmetessen in Amsterdams Nobelrestaurant. Was hier zwischen den Lohmann-Brüdern und ihren Frauen besprochen wird, ist schwer zu verdauen, es geht um die Zukunft ihrer beiden Söhne. Denn die unfassbaren Taten der zwei Teenager könnten sich auf die ganze Familie auswirken. Wer mehr erfahren will, der muss bis zum Nachtisch bleiben, um mit ein bisschen Glück ein Exemplar des SPIEGEL-Bestsellers „Angerichtet“ zu gewinnen.Mehr zum BuchDer preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden erzählt ein Familiendrama, das um die Fragen kreist: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen? Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie müssen über ihre Söhne sprechen, Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann. Mit unglaublicher Raffinesse und großem Sprachwitz erzählt Herman Koch eine Geschichte von bedingungsloser Liebe, Gewalt und Verrat. Nach und nach nur werden die wahren Abgründe und Motive der Personen sichtbar, ständig wird der Leser herausgefordert, sein moralisches Urteil neu zu fällen. »Angerichtet« ist ein aufwühlender Roman, der lange nachhallt.>> Hier geht es direkt zur Leseprobe für den ersten EindruckMehr zum AutorDer niederländische Schriftsteller und Schauspieler Herman Koch, geboren am 05.09.1953, tritt darüber hinaus als Kolumnist, Komiker, Fernsehmacher und Romancier in Erscheinung. Seit seinem Romandebüt im Jahr 1989 veröffentlichte er in den Niederlanden sechs hoch gelobte Romane. "Angerichtet" führte monatelang die niederländische Bestsellerliste an und zählte 2009 zu den meistverkauften Romanen europaweit (Platz 7 der europäischen Jahresbestsellerliste). Darüber hinaus wurde "Angerichtet" mit dem niederländischen Publikumspreis für "Das beste Buch des Jahres 2009" ausgezeichnet, ist in 14 Ländern erschienen, und auch eine Verfilmung startet 2017 in den Kinos. Der Roman "Sommerhaus mit Swimmingpool", der im November 2011 in deutscher Sprache erschienen ist, war in den Niederlanden über viele Wochen auf Platz 1 der Bestsellerliste.Anlässlich der aktuellen Kinoverfilmung vergeben wir gemeinsam mit KiWi 20 Exemplare des niederländischen Bestsellers "Angerichtet"! Was ihr tun müsst, um ein Exemplar zu gewinnen? Bewerbt euch bis einschließlich 24.05. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen? Außerdem verlost KiWi jeweils 20x2 Kinotickets für »The Dinner«! Die Adaption des Buches mit Steve Coogan und Richard Gere in den Rollen der Lohmann-Brüder und ihre Frauen gespielt von Laura Linney und Rebecca Hall, kommt am 8. Juni 2017 in die deutschen Kinos und ist heute schon das Schmankerl in unserer Buchverlosung! >> Zum KiWi Gewinnspiel geht es hier entlang!Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen! Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 215
  • Angerichtet

    Angerichtet

    Lunamonique

    03. June 2017 um 15:49

    Der Roman „Angerichtet“ von Autor und Schauspieler Hermann Koch wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 2017 unter dem Titel „The Dinner“ mit Richard Gere. Zwei Pärchen, die Brüder Serge und Paul mit ihren Frauen, treffen sich in einem Restaurant der gehobenen Kategorie zum Essen. Serge ist erfolgreichen Politiker und denkt, er wäre etwas Besseres. Paul kann seinen Widerwillen über die Zusammenkunft kaum unterdrücken. Beide Eltern haben ein Problem. Ihre fünfzehnjährigen Söhne Rick und Michel haben etwas Folgenschweres getan. Die Handlungskulisse Restaurant lässt den Akteuren nur begrenzten Spielraum. Witzig eingeordnet sind die Kapitelüberschriften von Aperitif bis Trinkgeld. Pauls Problem mit Serges überkandideltem Verhalten nimmt viel Raum ein. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Paul erzählt. Es fällt leicht, sich seiner Meinung anzuschließen. Die Frage ist, warum gehen Paul und Claire trotz Abneigung zu dem Essen. Eine Erinnerung, Paul der etwas im Zimmer seines Sohnes Michel entdeckt, gibt erste Hinweise. Worum es wirklich geht, bleibt weiter rätselhaft. Mit dem Gespräch der Vier im Restaurant plätschert die Geschichte so dahin. Es scheint klar, dass alles einer Eskalation entgegen steuert. Mit dem Einbau von Rückblicken und neuen Handlungskulissen nimmt der Roman Fahrt auf. Das Unfassbare ist kaum in Worte zu fassen. Haben die Eltern versagt? Nicht nur Serges auch Pauls Schwächen werden deutlich. Unterschiedliche Meinungen und Lösungswege treffen aufeinander. Wie weit geht Elternliebe? Das ist das zentrale Thema von „Angerichtet“. Paul und Claire entwickeln sich mehr zu Hauptfiguren als Serge und Babette. Wer hat das Ruder in der Hand? Mehr als eine Wahrheit kommt ans Licht. Als Trumpf erweist sich der Erzählstil. Dem Leser werden wichtige Infos in Puzzlestücken serviert. Auch die Kulisse Restaurant wirkt im Nachhinein passend. Das Realitätsnahe beeindruckt. Leicht zu glauben, dass alles so passiert sein könnte. Hat jeder Mensch eine dunkle Seite? Zum Ende hat die Geschichte längst eine besondere Intensität entwickelt. Auch wenn nicht alles restlos aufgeklärt wird. Die Story ist rund und schlüssig. Das Überschreiten von Grenzen schockiert. Das Cover hat mehr Humor als der Inhalt. Der Titel wird durch den Hummer kreativ in Szene gesetzt. Gerne hätte es auch ein paar Details zum Krimiflair gegeben können. „Angerichtet“ wird anfangs unterschätzt, kann dann aber seine Leser mitreißen. Im Nachhinein eine Lektüre, die sich lohnt.

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  • Angerichtet

    Angerichtet

    CharlotteZeiler

    17. January 2017 um 10:30

    Brillant geschrieben. Ich bin begeistert. Hermann Koch gelingt es beilläufig, dass ich mich immer mehr mit dem Ich- Erzähler Paul Lohmann identifiziere. (Wer mag schon Sternerestaurants und Politiker?) Erst nach und nach kommt die schreckliche Wahrheit ans Licht und damit auch die Frage: Wie weit darf man gehen, um seine Familie (Kinder) zu schützen? Ein Roman, der nachhallt und zur Diskussion anregt.

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  • angerichtet

    Angerichtet

    solveig

    22. September 2016 um 09:15

    Wie sähe das Leben aus, wenn man etwas Bestimmtes NICHT getan hätte? Wäre alles wie vorher? Als Paul Lohmann das Handy seines minderjährigen Sohnes Michel einsteckt, ahnt er noch nicht, wie schnell sich sein Leben und das seiner Familie verändert. Beim gemeinsamen Abendessen in einem exklusiven Restaurant mit Ehefrau Claire, Bruder Serge und dessen Frau Babette sollen Probleme ihrer Söhne erörtert werden, die etwas „angerichtet“ haben. Hinter dem doppeldeutigen Titel des Romans versteckt sich  -  wie man es von Herman Koch kennt  -  eine bitterböse Gesellschaftssatire, durchaus aktuell. Aus vielen, nur scheinbar nebensächlichen Erzählungen und Anekdoten setzt der Autor seinen Roman zusammen. Peu à peu, so wie die einzelnen Gänge des Menüs in dem teuren Restaurant serviert werden, serviert auch der Autor seinen Lesern ein regelrechtes Familiendrama, wobei der Höhepunkt mit dem Dessert erreicht wird. Locker und mit bissigem Humor schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse und zieht den ahnungslosen Leser mitten hinein in einen Strudel schrecklicher Geschehnisse. Letztendlich wird er mit Gewissensfragen  konfrontiert: Wie würde ich handeln? Was würde ich für das Glück meiner Familie tun? Der Moment der Wahrheit, bis zum Dessert hinausgezögert, lässt den Abend  -  man ahnt es bereits  -  dramatisch enden. Ob der Leser Kochs „Menü“ verdauen kann? Es liegt ihm sicher lange im Magen!

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