Herman Koch Angerichtet (DAISY Edition)

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Inhaltsangabe zu „Angerichtet (DAISY Edition)“ von Herman Koch

»Das ist eine DAISY-Ausgabe, ein Hörbuch in einem speziellen MP3-Format. Verpackt ist es in einer Amaray/DVD-Box mit Punktschriftaufkleber für Blinde und Sehbehinderte Hörer. Das Hörbuch gibt es darüber hinaus inhaltsgleich auch in einer Audio-CD-Ausgabe.« Ein Abend im Sternerestaurant. Zwei Ehepaare – eine lebenswichtige Entscheidung. Der preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden erzählt ein Familiendrama, das um die Fragen kreist: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen? Ein Roman, der ins Herz schneidet. Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie sprechen über Filme und Urlaubspläne und vermeidenzunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, das ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohman, der Erzähler und Vater von Michel, will das Beste für seinen Sohn. Und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen. Mit unglaublicher Raffinesse und großem Sprachwitz erzählt Herman Koch eine Geschich te von bedingungsloser Liebe, Gewalt und Verrat. »Angerichtet« ist ein aufwühlender Roman, der lange nachhallt. Ein starkes Stück Literatur. DAISY steht für Digital Accessible Information System und ist der Name eines weltweiten Standards für Multimedia-Dokumente. Die DAISY-Hörbücher des Argon-Verlages verbinden Hörbücher im MP3-Format mit Textelementen des Booklets. Ein DAISY-Hörbuch besitzt weitreichende Navigationsmöglichkeiten: Der Benutzer kann etwa von Kapitel zu Kapitel oder von Satz zu Satz springen. Dabei kann die Sprechgeschwindigkeit reguliert werden, der Benutzer kann zudem beliebig viele Lesezeichen platzieren. DAISY-Hörbücher können entweder mit einem speziellen Abspielgerät oder über den Computer genutzt werden: Die Softwares DAISY-Leser und Max DaisyPlayer sind Freewares und auf dieser CD enthalten. Die meisten handelsüblichen MP3-Player spielen DAISY-Hörbücher ebenfalls ab, allerdings ohne DAISY-Funktionalität.

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  • Rezension zu "Angerichtet (Hörbestseller)" von Herman Koch

    Angerichtet (DAISY Edition)
    Ritja

    Ritja

    04. October 2012 um 18:18

    Den Autoren Herman Koch kannte ich bereits von einem anderem Buch und wußte dadurch, dass die so harmlos wirkende Geschichte keinesfalls so bleibt. Joachim Król kennen viele vom Tatort oder als erster (und aus meiner Sicht der beste) Commissario Brunetti. Diese Kombination hat mich gereizt doch wieder zu einem Hörbuch zu greifen und mir die Autofahrten damit spannender zu gestalten. Und es hat sich gelohnt. Die Geschichte ist spannend und fesselnd und schockierend zu gleich. Wie weit würden sie gehen? Haben sie es wirklich getan? Wer deckt wen und warum? Die Geschichte bginnt harmlos mit einem Treffen im Restaurant, worauf Paul Lohmann so gar keine Lust hat und nun mit beißendem Humor davon erzählt, wie es die letzten Male war. Die Geschichte nimmt immer mehr Tempo auf, je weiter sie fortschreitet. Das Essen beginnt und Paul erzählt, was der Kellner tut und wie sehr er es hasst. Dazwischen werden immer wieder Rückblenden eingespielt und man erfährt so nach und nach, dass in dem Leben von Paul Lohmann so einiges schief gelaufen ist. Seine Arbeit als Lehrer, seine Familie, sein Verhältnis zum Bruder Serge sind nicht so einfach und unkompliziert wie es anfangs wirkt. Es schlummert etwas in ihm. Aber auch seine Frau Claire ist nicht frei von bestimmten Vorstellungen und Ansichten und so spitzt sich sich die Lage immer mehr zu und am Ende...muss jeder das Hörbuch selber hören und seine Meinung bilden. Es ist durchaus vorgekommen, dass ich noch eine Weile im Auto sitzengeblieben bin, um noch eine Szene zu Ende zu hören, damit ich wußte "wie es ausgeht".

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  • Rezension zu "Angerichtet" von Herman Koch

    Angerichtet (DAISY Edition)
    hexhex

    hexhex

    12. February 2012 um 19:55

    Paul und Serge, zwei Brüder, und ihre Frauen treffen sich in einem Nobelrestaurant, weil sie über ein Problem ihrer Söhne sprechen müssen. Der unbekanntere der beiden Brüder Paul erzählt die Geschichte der beiden Familien. Anfangs wird in einem lockeren, ironischen Plauderton über das Restaurant und den berühmten Bruder hergezogen. Nach und nach, anscheinend nebenbei wird von den Problemen mit den Kindern berichtet. Es beginnt alles ganz harmlos, man redet übers Essen, Urlaube und jeder Gang wird sehr genau beschrieben bis das ganze Drama ans Licht kommt. Super gelesen von Joachim Krol. Gerade die ironischen Erzählungen am Anfang des Buches haben mir sehr gut gefallen, zwischendrin hatte ich allerdings manchmal den Eindruck, die symphatische Stimme passe nicht richtig zur Person des Ich-Erzählers. Das Buch behandelt ein sehr sensibles Thema, das zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Angerichtet" von Herman Koch

    Angerichtet (DAISY Edition)
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Vorspeise: Die Brüder Paul und Serge Lohmann treffen sich mit ihren Frauen Claire und Babette an einem schönen Abend in einem der Top-Restaurants der Stadt. Serge gehört zu den Menschen, für die die 3-monatige Warteliste nicht gilt und der sich den Tisch mit Gartenblick gleich noch dazu wünschen kann. Den Grund für das Treffen allerdings konnte er sich nicht aussuchen und dieser Grund hat es in sich. Doch aufgeklärt wird man in aller Ausführlichkeit zunächst nur vom Maître, der sich hingebungsvoll über sardisches Olivenöl und Rosmarin aus dem Eigenanbau auslässt, stets begleitet vom kleinen Finger, der affektiert auf die jeweiligen Speisen zeigt. Die Erzählung von Paul hingegen fällt so dürftig aus, wie die Portionen im Restaurant mickrig sind. Sehr langsam stippt Paul in Erinnerungen und den Schilderungen des Abends, sodass sich allmählich eine Vorstellung davon aufbaut, was für die Familien auf dem Spiel steht. Klar ist nur: Es steht höchst unverdauliche Kost auf dem Speiseplan; da kann sich der schrill gekleideten Maître noch so sehr abmühen, für seine Gäste wird der Abend den Bach runtergehen. Da ist zu Beginn nicht viel mehr als die gereizte Stimmung von Paul, die Andeutung, dass sich Sohn Michel derzeit etwas von der Familie distanziert oder der Hinweis, dass Paul die Videos auf dem Handy des Sohnes mit grausigem Ergebnis kontrolliert hat. Nur die Anspannung, mit der die vier Personen in das Restaurant eingelaufen sind, ist präsent. Paul lässt sich deutlich über seinen erfolgreichen Bruder aus; der heute erfolgreiche Politiker ist für ihn ein Trampel geblieben, der immer noch ohne Rücksicht einfach zu essen beginnt, obwohl die Hälte der Tischgesellschaft fehlt. Der sich nur deshalb Weine als Hobby zugelegt hat, weil das zu seinem Image passt. Und der deshalb - obwohl es an diesem Abend nun wirklich nicht passt - von Paul einen Fan zugeschustert bekommt, mit dem er sich fröhlich fotografieren lassen muss. Paul selbst bemerkt vielleicht gar nicht, dass er über sich selbst auch nicht viel Gutes berichtet. Er neidet seinem Bruder viel und scheint nie eine persönliche Mitte gefunden zu haben. Auch seine plötzlichen Gewaltfantasien, die er zu Serges Urlaubsdomiziel in Frankreich entwickelt, sprechen Bände. Doch nach zwei CDs laufen nach wie vor nur die Vorbereitungen für den großen Knall. Das mag langweilig klingen, aber wer Joachim Król zuhört, wird vom Sog der sich aufbauenden Spannung einfach mitgezogen. Hauptgericht: Die Söhne der Lohmanns sind (wie man inzwischen schon ahnt) gewalttätig geworden und über Paul erfährt man, worum es sich genau dreht. Alle vier wissen in offensichtlich unterschiedlichem Umfang Bescheid, haben bisher aber nichts unternommen. Der Abend, den Serge als Familienrat einberufen hat, zwingt die anderen drei, sich konkreter mit den Folgen auseinander zu setzen. Lieber wäre es ihnen nämlich gewesen, die Sache im Sande verlaufen zu lassen. An diesem Punkt setzt eine richtiggehende Vivisektion der vier Lohmanns ein. Dabei nimmt die Erzählung des eigentlichen abendlichen Treffens nur einen Teil der Erzählung ein. Pauls regelmäßig eingestreute Erinnerungen drehen sich nach wie vor um frühere Ereignisse, die - kombiniert mit dem Abend - ein erschreckendes Familienbild zeigen, in dem sich in einem Fall alles um eine übersteigerte "Normalität" dreht, im anderen Fall um den verbissen geführten Kampf um den gesellschaftlichen Status Quo. Dessert: Interessant ist, wie sich im Lauf der Zeit meine Sympathien drehten. Ich schätze, das hat Koch von Beginn an auch so vorgesehen und geschickt vorbereitet. Im Prinzip steht nur der Erzähler selbst von Beginn an recht deutlich vor Augen; alle anderen Figuren musste ich überdenken und das Machtgefüge neu setzen. Beunruhigend, wie Schuld mit kruden Argumenten weggeredet wird, wie relativ Schaden wahrgenommen wird, wenn die eigene Familie beteiligt ist, beängstigend zu sehen, was die einen in Kauf nehmen müssen, um das Glück der anderen zu sichern. Digestif: Alles in allem ist Angerichtet ein hervorragend komponiertes literarisches Menu mit einem sehr bitteren Nachgeschmack. Ich stelle fest, dass mir die Personen und Details ihrer Handlungen nach wie vor durch den Kopf gehen. Das Menu lässt eine Menge Fragen zur Gewichtung zwischen der familiären und der gesellschaftlichen Verantwortung zu. Klug geschrieben und genau so erzählt, wie sich Paul dem Leser darstellt: Beängstigend ruhig mit punktuellen Ausrastern, die anderen richtig gefährlich werden können.

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  • Rezension zu "Angerichtet" von Herman Koch

    Angerichtet (DAISY Edition)
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2010 um 20:56

    Der preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden erzählt ein Familiendrama, das um die Fragen kreist: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen? Ein Roman, der ins Herz schneidet. Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie sprechen über Filme und Urlaubspläne und vermeiden zunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, das ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohmann, der Erzähler und Vater von Michel, will das Beste für seinen Sohn. Und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen. (Verlags-Info) Welch doppeldeutige Bezeichnung für diesen Roman hat Hermann Koch da gewählt. Ein Verbrechen bekommt man während eines luxuriösen Abendessens, mit jedem Gang ein Häppchen mehr angerichtet. Alles beginnt in einem Restaurant, in dem sich zwei Brüder mit ihren Frauen, zu einem exklusiven Dinner verabreden. Sie wollen einerseits feudal speisen und andererseits über etwas sehr Wichtiges sprechen. Ganz behutsam, als Ich Erzähler, beginnt der Sprecher Joachim Król die Familienaufstellung um den Vater Paul Lohmann. Sehr getragen nimmt er den Hörer mit und in die anschaulichen Beobachtungen um ihn herum hinein. Doch wer weiß was, wie bekommt man es heraus und noch wichtiger, wie gehen alle damit um? Beide Ehepaare haben Kinder und wollen nur das Beste für sie, doch was ist das Beste und wie weit geht Elternliebe? Man wird in dieser ganzen Handlung hin und hergerissen, für wen man jetzt Sympathie oder gar Partei ergreifen soll und muss sich letztendlich selber, mit dem Thema Moral, Loyalität und Verrat auseinandersetzen. Dieser Roman ist brillant aufgebaut und entwickelt einen Sog, der einem Thriller gleicht und doch mit jedem Satz so real ist und man seinen eigenen Standpunkt immer wieder überprüfen muss. Persönliche Meinung: 4,5 Sterne (von 5 möglichen) weil es ausgefallen und doch stimmig ist, selbst das Cover ist toll gewählt. Dieses Hörbuch hat mich sehr überrascht und hinterlässt einen blutigen Nachgeschmack. Es vereint Spannung, eine schwierige gesellschaftliche und familiäre Thematik, mit gekonntem Witz und ist dazu noch sehr gut vorgetragen.

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