Herman Koch Odessa Star

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Inhaltsangabe zu „Odessa Star“ von Herman Koch

Mit »Odessa Star« begann Herman Kochs lockere Folge von Romanen über leicht psychotische Männer, die aus einer tiefen Frustration über ihr bürgerliches Leben heraus ihre Umwelt mit Gift und Galle überziehen. Ein hochspannender, witziger Roman, der in die Unterwelt Amsterdams führt. Fred Moorman ist Ende vierzig und träumt von einem schwarzen Jeep Cherokee und einem neuen Freundeskreis. Sein Leben ist zum Stillstand gekommen und ödet ihn an. Die Zeiten, als er sich noch Gedanken machte über den Sternenhimmel, über Lichtjahre und schwarze Löcher, sind definitiv vorbei. Heute redet er nur noch über tilgungsfreie Darlehen und CruiseControl. Auch für seinen inzwischen vierzehnjährigen Sohn ist er längst kein Held mehr, und seine Frau denkt laut darüber nach, wie ihr Leben aussehen würde, wenn er plötzlich tot umfiele. In dieser Midlife-Crisis trifft Fred zufällig Max G. wieder, einen alten Schulkameraden vom Gymnasium, der Fred durch sein aggressives, brutales Auftreten, seine schönen Frauen, seinen Bodyguard und seine Autos beeindruckt. Max G. hat scheinbar alles, was Fred nicht hat: Mumm, Durchsetzungsvermögen, ein schillerndes Leben. Fred sucht Max‘ Nähe und scheut sich auch nicht davor, ihn und seine kriminellen Freunde einzuspannen, als es darum geht, eine unliebsame Nachbarin aus dem Weg zu räumen. Doch dann wird Max G. in einer spektakulären Aktion vor einem Restaurant erschossen und die ungleiche Freundschaft der beiden erscheint in einem ganz neuen Licht.

Die Handlung dieses selbsternannten Krimis brummt bis zum Ende über die Startbahn ohne jemals richtig abzuheben. Kurz: Langweilig!

— McBane
McBane

Kochs Bösartigkeit ich wunderbar.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Schreibstil wie kein anderer. Unverblümt, enthüllend und ein bißchen gemein. Nicht für jeden!

— Frieda-Anna
Frieda-Anna

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    Odessa Star
    Frieda-Anna

    Frieda-Anna

    02. July 2016 um 19:39

    ... Herman Koch wie er schreibt und lebt.Auch dieser Roman hat mich wieder überzeugt. Es gibt kaum einen anderen Autor, der es versteht seine Helden oder auch Antihelden so unverblümt, dramatisch und dennoch humorvoll zu umschreiben.In "Odessa Star" lernen wir Fred kennen, der, so gut es geht, in devoter Haltung vor seinem alten Schulfreund Max, Speichel leckt und so sein will wie er. Boss zwielichtiger Kreise und dekadenter Lebensstilführer. Während der Versuche dieses Zeil zu erreichen, passieren allerhand möglicher und eigentlich eher unmögliche Dinge.In Kochs entblößender Manier stellt er lebensnahe Gegebenheiten so dar, wie sie sind, aber keiner auszusprechen vermag. So wird an kaum einem Menschen ein gutes Haar gelassen. Auffälligkeiten und menschlich intime Aktivitäten werden facettenreich und ohne Rücksicht auf angemessene Wortwahl geschildert. Je nach Beschaffenheit des unvorhergewarnten Lesers kann es hier zu extremen Gefühlsausbrüchen kommen: Lautes Lachen, Buch entrüstet von sich werfen. erhebliches Kopfschütteln. Fassungslosigkeit und Überlegungen, den Autor zu verklagen.  Ekel oder Brechreiz können außerdem die Folge sein. Also Achtung - ist nichts für zart besaitete Leser!Beim Verschenken dieses Buches vorher unbedingt lesen und dann gut überlegen, wem damit eine Freude gemacht werden kann, oder nicht soll.Übrigens lohnt es sich, die anderen Kritiken, Rezensionen und Kommentare zu lesen. Die haben genauso viel Spaß gemacht wie der Roman selber.        

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  • Schmutzige Gläser

    Odessa Star
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wer seine Mitmenschen durch schmutzige Gläser sehen will, dem ist das Buch zu empfehlen. Koch bedient sich nicht nur einer mit ordinären Ausdrücken nicht geizenden Sprache. Er hat mit Fred Moormann (der Nachname könnte schon ein Omen sein) eine Figur ins literarische Leben gerufen, die sich für mich nicht stark von der des Schulfreundes von Moormann unterscheidet. Dieser Schulfreund, Boss eines Verbrecherrings, führt das aus, was der Bildungsbürger Fred Moormann sich in Gedanken wünscht. Mir ist natürlich bewusst, dass zwischen der bösen Absicht und ihrer Verwirklichung die Grenze verläuft, die zur Strafbarkeit führt. Gleichwohl - sympathisch ist keiner der beiden Schulfreunde. - Wer liest denn nun schon gerne einen Roman, in dem die Menschen vorwiegend in ihrer Hässlichkeit dargestellt werden. Diese Hässlichkeit aufzuzeigen, und vielleicht ist das sogar als bemerkenswert herauszustellen, versteht der Autor sogar auf den menschlichen Sexualakt zu übertragen. Ihm gelingt es, das, was in der Mehrzahl von Romanen einen Schuss Erotik ins Spiel bringt, so zu beschreiben, dass es einen nicht anmacht, sondern im Gegenteil anwidert. Mein subjektives Fazit lautet daher: Kein abgründig-„witziger“ „Mords-Lesespaß“, vielmehr eher ein weitgehend hässliches Leseerlebnis, das ich anderseits aber auch nicht bedaure.

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    • 2
  • Odessa Star

    Odessa Star
    abetterway

    abetterway

    14. April 2014 um 16:13

    Fred...mitte 40, unzufrieden mit seinem Leben...verheiratet, einen Sohn, eine Job, eine Nachbarin die er nicht leiden kann....ein spießiger, unsympatischer Typ. Er trifft im Kino seinen alten Schulkameraden Max wieder und sucht schon fast aufdringlich seinen kontakt. Max ist jemande der es zu etwas gebracht hat, aber eben mittels kriminellen Spielen...Fred sucht den Kontakt zu Max...taucht an Orten auf wo sich Max befindet, Spioniert ihm nach, ruft in seiner Autowerkstatt an, spricht seine Frau auf der Straße an, usw... Sie kommen sich näher und Max verstrickt Fred in seine kirminellen Machenschaften, allerdings auch um ihm kleine Gefallen zu tun (zB: Beseitigung der Nachbarin). Der Roman was für mich weder witzig noch spannend...zweitweise war er sehr langatmig, da immer wieder Gedankensprünge und Rückblicke geschrieben sind, obwohl man gar nichts mit ihnen anfangen kann. Der Tod von Max war zum Schluss einfach da, klar man kann sagen wann es passiert ist, aber warum Max ermordert wurde bleibt unaufgelöst. in der Leseprobe machte es den Eindruck das Max im ersten drittel des Buches stirbt und nicht erst auf den letzten 15 Seiten. Sehr einfach geschrieben, auf dem Cover steht soweit ich mich errinnern kann "witzige Tragikkomödie"...Tragik konnte ich erkennen, aber die Lacher blieben bei mir aus.

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  • Boshafter, zynischer Spießer!

    Odessa Star
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Spießer Fred Moorman steckt mitten in einer Midlife Crisis...den Endvierziger ödet alles an: sein Leben, seine Arbeit, seine Familie, sein Auto, seine Mitmenschen. Da ist es ihm gerade recht, dass er bei einem Kinobesuch seinen alten Schulfreund Max wiedertrifft. Und Max hat alles, was Fred sich erträumt. Ein vermeintlich aufregendes Leben mit tollen Frauen, einen Sportwagen und, wie Fred vermutet, Geldeinnahmen durch kriminelle Machenschaften. Fred ist absolut fasziniert von seinem schillernden Freund und begibt sich immer mehr in dessen halbseidene Welt. Und dann passieren in Freds Leben auch aufregende Dinge. Seine Mieterin verschwindet spurlos und auch andere Personen in Freds Umfeld bekommen ihr Fett weg ...! Ich kannte den Autor Herman Koch noch nicht und habe mich eigentlich mit wenig Erwartung ans Lesen gemacht. Doch dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand geben. Angeküngigt wurden ein Thriller und eine Tragikkomödie.....die Tragikkomödie kommt hin. Die Geschichte von den beiden Freunden Fred und Max ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch ich habe jede Zeile genossen. Es war herrlich, wie Fred vom muffigen Spießer und uncoolen Vater zum selbsternannten "Superman" mutierte. Und dabei ein zynisches, boshaftes, meschenverachtendes Ekel wurde. Seine Gedankengänge sind schrecklich und doch haben sie mich amüsiert. Also, wer einen spannenden Thriller lesen möchte, ist hier falsch. Aber wer gute Unterhaltung mit schwarzem Humor sucht.....bitte sehr. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe mir noch weitere Bücher des Herrn Koch zugelegt. Meine Leseempfehlung habt ihr !

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    • 2
    Arun

    Arun

    12. March 2014 um 12:01
  • Enttäuschend

    Odessa Star
    frenx1

    frenx1

    22. December 2013 um 22:16

    Herman Kochs Spezialität sind die fiesen Typen. Sie spielen die Hauptrolle in seinen Romanen. So auch in seinem Buch „Odessa Star“, das in diesem Jahr auf Deutsch erschienen ist. Fred, 47 Jahre alt, ist die Hauptfigur, aus deren Perspektive das Geschehen berichtet wird. Er ist ein ordentliches Ekelpaket. Einer der Männer, die ihre Macht gnadenlos ausspielen, wo es ihnen möglich ist und die sich gnadenlos einschleimen, wo es ihnen hilft. Er bieder sich bei seinem 16-jährigen Sohn an, unterstellt seiner Frau ein Verhältnis. Und er sucht den Kontakt zu seinem früheren Klassenkameraden Max, der ihn aufgrund der kriminellen Machenschaften, in die er verstrickt ist, fasziniert. Im Zentrum der Handlung steht eine Entmietung: die der Mitbewohnerin und Hundebesitzerin, denn die entsorgt den Hundekot nie und sorgt so für eine „Geruchsmischung aus Kamelstall und versiffte Kloanlagen“. Und – welch Überraschung – eines Tages ist eben diese Hundehalterin spurlos verschwunden. Daraus ließe sich in der Tat ein guter Roman basteln. Dies allerdings gelingt Herman Koch nicht. Sein Roman will zu viel: er will grotesk komisch sein, will abstoßend sein, will provokativ und cool sein, und er will nicht zuletzt spannend und ernüchternd zugleich sein. Nichts davon gelingt ihm so richtig überzeugend. In der Tat gibt es fantastisch groteske Stellen, zugleich gibt es aber furchtbar alberne Beschreibungen wie die Überlegungen, wie das Liebesleben des Französischlehrers aussehen könnte. Es gibt richtig spannende Kapitel, vor allem zum Schluss hin, es gibt aber auch die totlangweilige Beschreibung des Urlaubs auf Menorca. Was nach dem Lesen übrig bleibt, ist der schale Beigeschmack der so gar nicht überzeugenden Umsetzung einer ganz passablen Story.

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  • Merkwürdiger Versuch der Lebensänderung

    Odessa Star
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2013 um 12:13

      Der Klappentext verrät es bereits. Der „neue, alte“ Freund, den Fred Moormann sich als „neues Umfeld“ ausgewählt hat, ist ein harter Knochen. Ein „Boss“ der Unterwelt. Einer, der mit der „Odessa Star“, einem Frachter, einiges an verdeckten Geschäften tätigt.   Vor allem aber scheint Max G. (den Fred bereits aus Schulzeiten kennt) zunächst gar nicht zu wissen, was er mit diesem Fred nach Jahrzehnten der „Pause“ nun anfangen soll. Nur weil Fred beschlossen hat, dass „neue Freunde“ her müssen? Was hat er damit zu schaffen?   Wie eine Klette heftet sich Fred an die Fährte des Kriminellen, lässt es zu „unerwarteten“ Begegnungen kommen und, tatsächlich, die Hartnäckigkeit scheint sich zu lohnen. Zumindest das Problem mit einer älteren Mieterin im Hause Freds löst sich relativ schnell.   Aber, wie Fred erfahren muss, alles hat seinen Preis. Das sieht er bereits am Umgang mit jenem Fahrer eines Golfes, der Max G. und seinen Gehilfen bei einer „Ausfahrt“ leicht stört. Und das wird er noch an sich selber feststellen müssen.   Weniger aber zunächst der zu zahlende Preis steht im Mittelpunkt dieses Romans, sondern Koch gelingt es zumindest zu Beginn, die innere Zerfaserung eines Mittvierzigers, eines bis dato kleinbürgerlich agierenden Mannes, minutiös zu beschreiben.   Angefangen bei einer Erinnerung an Schulzeiten (eine Fantasie des Max G. über das „harte“ Liebesleben des ungeliebten Französisch-Lehrers, die klar, massiv und in aller Deutlichkeit und Härte von Koch beschrieben wird) und des damit verbundenen Reizes einer „anderen Welt“), über die Verächtlichkeit, mit der Fred mehr und mehr seinem gewohnten Umfeld begegnet bis hin zu dem spürbaren Wunsch des Mannes, seinem heranwachsenden Sohn doch noch zu imponieren, einen Draht zu ihm hinzubekommen.   Aber ob diese Folgen der neuen Freundschaft so gewollt waren? Oder ist nun einmal der innere Drang größer, selber einfach einmal „gesehen“ werden zu wollen? Denn Fred, das ist nun mal einer, der kaum im Gedächtnis haften bleibt, der nicht den Eindruck hinterlässt, den er gerne hinterlassen würde.   Ein Weggleiten aus dem Alltag, der Versuch, sich aufzublasen und dann jenes „nicht mehr loswerden der Geister, die man rief“, das alles schickt Herman Koch durchaus mit Tempo und einem intensiven Blick auf die inneren Vorgänge lesbar auf den Weg.   Aber zudem auch mit Brüchen, was die innere Logik der Geschichte und deren Realitätsgrad angeht und, vor allem, mit einer überbordend dargestellten Verachtung für „normale Menschen“. Oder gegenüber Menschen überhaupt.   „Wenn man wollte wie man könnte“, da müsste sich aber so mancher Nachbar, Mitbewohner oder so manche nervende Schwägerin vorsehen, so lässt sich das Buch auch beschreiben. Ein sprachlich nicht immer einfach zu ertragendes Buch, dass über ein „denen zeig ich´s“ einfach zu wenig hinausgeht und daher doch letztlich den Leser irritiert zurücklässt.   Dennoch, die Entfaltung von Charakterlosigkeit und Menschenverachtung und zudem das Augenmerk auf die Egomanie und das Desinteresse an anderen Menschen hinter vielen bürgerlichen Fassaden, die legt Koch durchaus intensiv vor Augen. Bei allen Brüchen der Geschichte und übertriebenen Handlungen von Personen im Buch.

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  • Mafiathriller oder die Rettung aus der Langweile?

    Odessa Star
    kassandra1010

    kassandra1010

    04. December 2013 um 09:02

      Fred trifft auf Max, den er schon ewig nicht mehr gesehenen hat. Während Fred ein eher Ein Spießer und ein Mafiaboss, wie passt das zusammen? Fred ist langweilig in seinem Leben und ausgerechnet dann trifft er auf seinen alten Klassenkameraden Max G. Doch Max hat eine ganz andere Karriere hingelegt und das wird Fred erst klar, als sein verhasster alter Französischlehrer mit einem Kopfschuss tot aufgefunden wird. Zufälliger Weise scheint Max Fred einiges schuldig zu sein und somit eröffnen sich für Fred völlig neue Lebenswege und Geldquellen.   Doch Max wird am Ende erschossen und selbst das Geld, was er bei dem kleinen Betrug bei Wer wird Millionär gewonnen hat, nicht über die Trauer über den Freund hinweghelfen.

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  • Ein Werk mit Fragezeichen statt mit Antworten!

    Odessa Star
    Callso

    Callso

    30. November 2013 um 10:26

    Ach nee, überraschend liefert Herman Koch mit "Odessa Star" für mich die Enttäuschung des Jahres ab. Die beiden excellenten Vorgänger "Angerichtet" und "Sommerhaus" waren herausragend, aber bei dem vorliegenden Werk war ich arg enttäuscht. Keine stimmige Geschichte, völlig undurchschaubare Charaktere, ganz viele Andeutungen, aber viele Dialoge und Szenen , die sehr abrupt endeten. So hinterlässt das Buch viel mehr Fragezeichen als es Antworten gibt. Wo verblieb die alte Frau? Woher kam der Gestank in der unteren Wohnung und was geschah damit? Und wer hat Max ermordet? Wenn man ein Buch mit so vielen Fragen beendet, dann bleibt bei mir ein schaler Nachgeschmack. Unbefriedigend. Nichts gegen Andeutungen oder ein wenig Phantasie, mit der man sich Vieles ausmalen kann. Aber in dem Fall war das Bild jeweils zu sehr nur angerissen.... Dabei unterstreicht der Autor auch in dem Buch, dass er eine enorm kreative Ader hat. Die Schreibe des Holländers ist munter und einfallsreich. doch die ganze Story ist zu abstrakt, zu künstlich und vor allen Dingen viele zu unrealistisch. Das Verschwinden von vielen Personen wirft kaum polizeiliche Ermittlungen nach sich. Die inhaltlichen Schwächen und die vielen Fragezeichen haben mich das Buch aus dem Jahr 2003 mit drei Sternen bewerten lassen. Vielleicht ist ob der vorhandenen Schwächen das Buch erst einige Jahre mit Verspätungen in Deutschland erschienen... Ach ja: Buchtitel und Buchcover finde ich auch komisch.....

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  • Ist doch alles so sinnlos

    Odessa Star
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. November 2013 um 06:28

    "Odessa Star" von Hermann Koch ist 2013 im Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln erschienen. Das Buch hat 320 Seiten und ist fest gebunden. Es geht um den 47jährigen Fred Moormann, welcher mit seinem Leben unzufrieden ist. Alles ist so eingefahren, sein Reihenhaus, seine Frau, seine Nachbarn - alles ödet in im Moment stark an. Seine Frau denkt laut darüber nach, was wäre wenn er tot umfallen würde - die Beziehung zu seiner Frau ist wohl gelaufen. Wie der Zufall es will, trifft er genau in dieser Phase seines Lebens einen alten Schulkamerade wieder. Max G. besuchte mit Fred zusammen das Gymnasium ist ist inzwischen ein Mafia Boss geworden. Fred bewundert ihn wegen seines brutalen Auftretens und seiner schönen Frauen - es entsteht einen Freundschaft (allerdings wohl eher von Freds Seite aus). Er profitiert von der Freundschaft zum Mafia Boss, eine kleine Bemerkung und schon ist seine unliebsame Nachbarin verschwunden. Allerdings endet diese Freundschaft schnell, nachdem Max erschossen wird. Es handelt sich um einen Roman in der Ich - Erzählform. Fred erzählt aus seiner Perspektive über sein Leben und seine Freundschaft zu Max. Es lässt sich relativ leicht lesen, manchmal hatte ich so meine Probleme ihm zu folgen, da einige Sprünge vorhanden waren. Zeitlich spielt der Roman einige Tage nach der Ermordung von Max. Allerdings finden sehr viele Rückblenden statt, wo Fred sich an die Vergangenheit erinnert und das fand ich manchmal etwas sprunghaft. Ich fand Fred Moormann unmöglich, er war mir nicht gerade sympathisch. Von seinen Mitmenschen scheint er nicht viel zu halten. Mein Buch war es nicht gerade, aber wer auf schräge Menschen steht, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten.

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  • Die Geschichte kann nicht halten, was der Klappentext verspricht.

    Odessa Star
    serpina

    serpina

    22. November 2013 um 00:37

    KURZBESCHREIBUNG LAUT AMAZON: Ein Thriller aus der Amsterdamer Unterwelt: Spießer in Midlife-Crisis schließt Freundschaft mit einem Mafia-Boss. (Denkt er.) Mit »Odessa Star« begann Herman Kochs lockere Folge von Romanen über leicht psychotische Männer, die aus einer tiefen Frustration über ihr bürgerliches Leben heraus ihre Umwelt mit Gift und Galle überziehen. Ein hochspannender, witziger Roman, der in die Unterwelt Amsterdams führt. Fred Moorman ist Ende vierzig und träumt von einem schwarzen Jeep Cherokee und einem neuen Freundeskreis. Sein Leben ist zum Stillstand gekommen und ödet ihn an. Die Zeiten, als er sich noch Gedanken machte über den Sternenhimmel, über Lichtjahre und schwarze Löcher, sind definitiv vorbei. Heute redet er nur noch über tilgungsfreie Darlehen und CruiseControl. Auch für seinen inzwischen vierzehnjährigen Sohn ist er längst kein Held mehr, und seine Frau denkt laut darüber nach, wie ihr Leben aussehen würde, wenn er plötzlich tot umfiele. In dieser Midlife-Crisis trifft Fred zufällig Max G. wieder, einen alten Schulkameraden vom Gymnasium, der Fred durch sein aggressives, brutales Auftreten, seine schönen Frauen, seinen Bodyguard und seine Autos beeindruckt. Max G. hat scheinbar alles, was Fred nicht hat: Mumm, Durchsetzungsvermögen, ein schillerndes Leben. Fred sucht Max‘ Nähe und scheut sich auch nicht davor, ihn und seine kriminellen Freunde einzuspannen, als es darum geht, eine unliebsame Nachbarin aus dem Weg zu räumen. Doch dann wird Max G. in einer spektakulären Aktion vor einem Restaurant erschossen und die ungleiche Freundschaft der beiden erscheint in einem ganz neuen Licht. ÜBER DEN AUTOR: Herman Koch, geboren 1953, ist Kolumnist, Komiker, Fernsehmacher und weltweit erfolgreicher Bestsellerautor. Sein Roman »Angerichtet« war 2009 einer der meistverkauften Romane europaweit und steht aktuell in den Top Ten der New York Times-Bestsellerliste. Mehrere Verfilmungen sind in Vorbereitung. »Sommerhaus mit Swimmingpool« (2011) erntete wie »Angerichtet« glänzende Kritiken und ist ein Spiegel-Bestseller. »Odessa Star« erschien auf Niederländisch im Jahr 2003. REZENSION - MEINE MEINUNG: Herman Koch erzählt die Geschichte von Fred. Fred ist mit seinem Leben nicht zufrieden, er steckt in einer Midlife-Crisis. Er trifft seinen alten Schulkameraden Max wieder und von da an beginnt sein Leben etwas aufregender zu werden. Da Max kriminell ist, wird es aber auch verwirrender... Eine Rezension ist mir lange nicht mehr so schwer gefallen... Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen. Es ist einfach total verwirrend und durcheinander geschrieben. Ich hatte das Gefühl, er hatte zuerst zwei verschiedene Geschichten geschrieben und diese dann versucht zu vereinen. In der Geschichte wird in der Zeit immer wieder total schrecklich vor und zurück gesprungen, so dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, was jetzt passiert ist oder nicht bzw. was gerade passiert. Um ehrlich zu sein, fande ich das Buch einfach nur langweilig. FAZIT: Die Geschichte kann nicht halten, was der Klappentext verspricht.

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  • Unterhaltsamer Thriller?

    Odessa Star
    Petris

    Petris

    20. November 2013 um 10:30

    Fred Moorman ist Ende vierzig, eigentlich könnte er zufrieden sein mit seinem Leben. Er ist verheiratet, hat einen Teenagersohn und einen bunten Freundeskreis. Doch das alles scheint ihn unglaublich anzuöden und wütend zu machen. In ihm steckt eine Wut und Aggression, von der niemand etwas ahnt. Da läuft ihm sein alter Schulfreund Max wieder über den Weg, spontan lädt er ihn zu seinem Geburtstagsfest ein, auf dem er auch mit seiner rechten Hand Richard und einer schönen Ukrainerin erscheint. Fred ist fasziniert, v.a. auch davon, wie Max Problem löst. Verschwinden lassen, töten lassen,… Diskret und so, dass niemand etwas bemerkt. Fred, der in Wirklichkeit in riesiger Feigling ist, gefällt das. Doch dann wird auch er in die Mangel genommen. Von der Mafia bekommt man nichts umsonst. Der Thriller beginnt witzig und interessant. Wie sich nach und nach die schwarzen Seiten des Mafiosi und des langweiligen Fred heraus kristallisieren, ist großartig gemacht. Am Ende ist klar, der größere Psychopath und der mit dem größeren Aggressionspotential ist Fred, ohne sich jemals die Finger schmutzig zu machen. Gegen Ende wird die Geschichte meiner Meinung nach allerdings unschlüssig und ist etwas zu dick aufgetragen, die Linie vom Anfang wird nicht ganz konsequent durchgezogen. Ich muss auch zugeben, dass ich den Anfang sehr schnell gelesen hatte und dann bei den letzten 50 Seiten stecken blieb und sie dann nur zu Ende las, um das Buch endlich abzuschließen. Alles in allem hatte ich mir nach der Leseprobe und der Lektüre von „angerichtet“ etwas mehr erwartet.

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  • Eine Mischung aus Boshaftigkeit und Witz...

    Odessa Star
    Porcelaine87

    Porcelaine87

    13. November 2013 um 12:06

    ...liefert der Roman „Odessa Star“ von Herman Koch. In seinem neuen Werk geht es um den Endvierziger Fred Moormann, welcher tief in einer Midlife-Crisis gefangen seinen Bestrebungen nach einem neuen Auto, einem neuen Freundeskreis und somit einem neuen Leben nachgeht. Dabei trifft es sich gut, dass er nach einem Kinobesuch mit seiner gelangweilten Frau einen alten Schulkameraden namens Max trifft, welcher eine viel attraktivere Frau, schnellere Autos und ein aufregenderes Leben zu führen scheint und nunmehr zum neuen, besten Freund auserkoren wird. Zwischen Fred und Max entwickelt sich eine Bindung, die über den Tod hinausgeht... „Odessa Star“ ist mein erste Roman von Herman Koch und überzeugt mich nur mäßig. In jedem Fall finde ich den Hauptcharakter sehr gut gezeichnet. Fred ist ein Mann, der in seinem Denken derart plastisch gestaltet ist, dass es durchaus Spaß bereitet, seinem verzweifelten, witzigen und zugleich auch boshaftem Wesen zu folgen. Dennoch ist die Geschichte Geschmackssache. Sie ist an manchen Stellen recht vorhersehbar und glänzt nicht sonderlich mit Tiefgang. Den vom Einband versprochenen Thriller konnte ich maximal zwischen, aber nicht in den Zeilen finden, genügt „Odessa Star“ meiner Meinung nach keiner derartigen Einstufung. Weiterhin suche ich noch immer verzweifelt nach der Botschaft im Roman und komme nunmehr zu der Erkenntnis, dass es, zumindest für mich, keine gibt. Das Fazit ist einfach: ganz leichte Unterhaltung für Zwischendurch.

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  • Ungewöhnliches, Zwiespältig und Grenzwertig

    Odessa Star
    sapadi

    sapadi

    09. November 2013 um 16:16

    Fred ist 47 Jahre alt und ein verbitterter und zynischer Mensch, der mit seinem Leben unzufrieden ist und durch einen Midlife-Krise geht. Als er seinen ehemaligen Schulkameraden, der im Amsterdamer Milieu eine Rolle spielt, zufällig wiedertrifft sieht er die Chance sein Leben zu verändern. Der bereits im Jahre 2003 geschriebene Roman von Herman Koch wurde in Deutschlang nach den Erfolgen von „Angerichtet“ und „Sommerhaus am Pool“ nun ebenso in Deutschland veröffentlicht. Beide Romane sind mir unbekannt und werden sie auch bleiben, denn die Wortwahl des Autoren ist einfach nicht mein Fall und für mich nicht mit der teilweisen Tiefgründigkeit des Buches vereinbar. Ich konnte den Roman in einer Leseprobe kennen lernen und fand diese sehr ansprechend,  gleichwohl hatte ich mich darüber gewundert dass ein Kapitel komplett fehlt. Ich ging davon aus, dass dieses vielleicht ein Rückblick ist oder einen sonstigen Grund hat, jedoch ist das fehlende Kapital von der Wortwahl einfach ganz anderes als die restlichen der Leseprobe und wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich das Buch nicht gelesen. Die beiden Protagonisten werden sehr schnell eingeführt und anschaulich beschrieben, wobei nur Fred äußerst genau und gelungen unter die Lupe genommen wird. So entsteht das Psychogramm eines richtigen Antihelden, das faszinierend und tiefgründig ist, allerdings dabei manchmal einfach nur ordinär. Die Handlung ist gut aber nicht komplett überzeugend. Irgendwie fehlt mir das gewisse Etwas, das die Handlung auszeichnen könnte. Immerhin hat es keine Längen und ist bis auf immer wieder mal eine schlecht Wortwahl angenehm zu lesen. Fazit: Ein zwiespältiges Werk mit viel schwarzem Humor, wenn auch manchmal mit recht derber Sprache.

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  • Midlife-Crisis oder Unsympath

    Odessa Star
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    08. November 2013 um 14:35

    Fred, 47 Jahre alt, steckt in der Midlife-Crisis. Alles langweilt ihn. Die Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war. Der pubertierende Sohn nervt. Die alte Dame, die mit ihrem Hund im Erdgeschoss wohnt, stört ihn auch. Wegen des Hundes stinkt es im ganzen Haus. Dann gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Klassenkameraden Max, der ein aufregendes, aber auch ein kriminelles Leben führt. Max tritt rücksichtslos auf und hat die tollsten Frauen. Fred beneidet Max, der scheinbar alles das hat, was Fred sich heimlich wünscht. Als Fred von seiner furchtbaren Nachbarin erzählt, ist diese kurz darauf verschwunden. Dafür soll sich Fred revanchieren. Da Max den Moderater von "Wer wird Millionär" in der Hand hat, soll Fred dort mitspielen und 10 Millionen gewinnen, von denen Max allerdings 9 Millionen für sich beansprucht. Dann wird Max vor dem Restaurant erschossen, während Fred auf der Toilette war. Ein Erlebnis, dass ihn zum Nachdenken bringt. Der Roman hat viele Rückblenden, wenn sich Fred an frühere Zeiten erinnert. Er ist ein unsympathischer Mann, wenig tolerant und sehr ich-bezogen. Obwohl manches witzig geschrieben ist, konnte ich mich mit dem Buch nicht anfreunden. Zu wenig Thriller, zu wenig Handlung, dafür aber zu viel absurde Gedanken.

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  • Sorry, ich habe es nicht zu Ende gelesen.

    Odessa Star
    kvel

    kvel

    03. November 2013 um 23:05

    Mir erschließt sich der tiefere Sinn oder der Humor dieses „abgründig-witzigen Thrillers aus der Amsterdamer Unterwelt“ leider nicht. Das Cover würde meiner Meinung nach eher zu einem Urlaubs- oder Frauenroman passen – der Hintergrundgedanke zu diesem Motiv hat sich mir nicht erschlossen. Hint: Der Name „Odessa Star“ ist der Name eines Schiffes, das in dem Roman vorkommt – auch wenn es keine weitere Rolle in dem Roman spielt, oder zumindest habe ich es nicht mitbekommen. Fred ist 47; ihn langweilt sein Leben, seine Familie und seine Freunde; er steckt mitten in einer Midlife-Crisis; zufällig trifft er seinen alten Schulfreund Max wieder; Max beeindruckt Fred mit seinem Geld und Gehabe; daraufhin sucht Fred die Nähe zu Max, weil er sich von dessen Lebensstil angezogen fühlt. Der Protagonist Fred ist mir völlig unsympathisch – dies muss ja in einem Roman nicht unbedingt schlecht sein, macht aber hier die Sache auch nicht besser. Die zusammenfantasierte Sexszene des Französischlehrers mit dessen Frau empfinde ich als geschmacklos, wie so andere Ausschmückungen und Ansichten ebenso. Gründe, warum ich das Lesen abbrach: u.a. die teils chaotischen Zeit- und Themensprünge ohne erkennbare Zusammenhänge. Für mich machte das Geschriebene eher den Eindruck, als dass der Autor selbstverliebt seine Gedankengänge zu Papier brachte, ohne Rücksicht auf seine Leserschaft. Bisher kannte ich den Autor nicht, vielleicht sind ja seine anderen Werke besser. Mein persönliches Fazit: Der Roman ist langweilig und gegen des Guten Geschmacks. Eigentlich hätte ich nur einen Stern vergeben, aber da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, stirbt bekanntlich die Hoffnung zuletzt, und so habe ich noch einen wohlwollenden Sonderpunkt vergeben.

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