Herman Melville

 3.8 Sterne bei 746 Bewertungen
Autor von Moby-Dick; oder: Der Wal, Bartleby der Schreiber und weiteren Büchern.
Autorenbild von Herman Melville (©gemeinfrei)

Lebenslauf von Herman Melville

Der Autor packender Reiseerzählungen: Herman Melville kam im Jahr 1819 in New York City zur Welt. Seine Familie war zunächst wohlhabend, verarmte aber nach dem frühen Tod des Vaters. Nach seiner Tätigkeit auf einem Postschiff und als Lehrer heuerte Melville 1841 auf einem Walfänger an, „desertierte“ aber anschließend aufgrund der seiner Meinung nach unzumutbaren Bedingungen an Bord des Schiffes. Später arbeitete er weiterhin auf Schiffen und gelangte auf seinen Reisen bis in die Südsee. Nach seiner Rückkehr in die USA betätigte sich Herman Melville als Schriftsteller, wobei er seine Reiseeindrücke verarbeitete. Sein Erstlingswerk „Typee“ schrieb er im Jahr 1846. Sein Roman „Moby Dick“ erschien 1851. Dieses Buch zählt heute zu den bedeutenden Werken der Weltliteratur. Zu Lebzeiten des Autors verkauften sich aber nicht mehr als rund 3.000 Exemplare. Mit der erstmaligen Neuauflage des Werkes kurz nach dem Tod Herman Melvilles im Jahr 1891 begann die Wiederentdeckung seiner Arbeit. Der Roman enthält zahlreiche religiöse und mythologische Hinweise und beschäftigt sich mit philosophischen und historischen Themen. Die Inspirationen für seine Werke sammelte Melville auf zahlreichen Reisen, die ihn unter anderem nach England, an das Mittelmeer und nach Palästina führten.

Neue Bücher

Moby Dick

 (2)
Neu erschienen am 07.04.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Benito Cereno

Neu erschienen am 13.03.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Moby-Dick oder Der Wal

 (13)
Erscheint am 26.08.2020 als Hörbuch bei Parlando ein Imprint von Argon.

Alle Bücher von Herman Melville

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Cover des Buches Moby-Dick; oder: Der Wal9783990270875

Moby-Dick; oder: Der Wal

 (453)
Erschienen am 18.10.2018
Cover des Buches Bartleby der Schreiber9783406624209

Bartleby der Schreiber

 (86)
Erschienen am 17.03.2015
Cover des Buches Billy Budd9783446232907

Billy Budd

 (22)
Erschienen am 04.03.2009
Cover des Buches Taipi: Abenteuer in der Südsee9783843017428

Taipi: Abenteuer in der Südsee

 (10)
Erschienen am 28.04.2016
Cover des Buches Moby-Dick9783257244984

Moby-Dick

 (12)
Erschienen am 26.06.2019
Cover des Buches Pierre9783442731077

Pierre

 (5)
Erschienen am 01.09.2004
Cover des Buches Ein Leben9783446205543

Ein Leben

 (4)
Erschienen am 10.09.2004
Cover des Buches Bartleby. ErzählungenB002LBZUDS

Bartleby. Erzählungen

 (3)
Erschienen am 01.01.1981

Neue Rezensionen zu Herman Melville

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Rezension zu "Moby Dick" von Herman Melville

Moby Dick
Mira123vor 21 Tagen

Ich habs geschafft! Ich glaubs selbst noch nicht, aber ich habs geschafft! Nach über einem Monat, in dem ich täglich in diesem Buch gelesen habe, bin ich endlich mit "Moby-Dick" durch. Dieser Wälzer hat beeindruckende 684 Seiten, auf denen um einiges weniger passiert, als ich erwartet habe.

In "Moby-Dick" geht es um Captain Ahab, der Jagd auf den weißen Wal Moby-Dick macht, weil der ihm vor einigen Jahren ein Bein abgebissen hat. Koste es was es wolle - dieser Wal muss sterben. Ahab ist ein total schräger Vogel, alles an ihm strahlt diesen Hass auf den Wal aus. Verdammt, der Typ hat sein verlorenes Bein durch einen Walknochen ersetzt. Wie gruselig ist das?! Die Gesichte wird aber aus der Sicht von Ishmael erzählt, der auf Ahabs Schiff arbeitet. Ishmael arbeitet schon seit Jahren im Walfang und das merkt man als Leser auch sehr schnell. Ganze Kapitel sind der Geschichte des Walfangs gewidmet, erklären, wie man am besten einen Wal fängt, wo es in der Literatur Wale gibt und welche biologischen Auffälligkeiten bei Wale wichtig sind. Wie korrekt die Biologie heute oder auch zur Zeit Melvilles so ist, kann ich nicht sagen. Biologie gehört nicht zu meinen Stärken, ich interessiere mich einfach viel zu wenig dafür. Genau deswegen habe ich auch viele dieser Biologie-Kapitel nur überflogen. Tut mir leid, das musste sein, sonst wäre ich nämlich durchgedreht. Diese Exkurse über Wale und den Walfang waren zu Beginn noch ganz interessant, nach den ersten 50 Kapiteln dieser Art wünschte ich mir aber, dasss das jetzt bitte endlich aufhört.
Doch das waren nicht die einzigen Besonderheiten, die dieser Klassiker zu bieten hat. In manchen Kapiteln wechselt Melville einfach mal das Genre. Plötzlich liest man dann keinen Roman mehr, sondern einen Text, der an ein Theaterskript erinnert. Das fand ich gar nicht so störend, zumindest hat es mich beim Lesen nicht weiter aufgehalten. Teilweise war das meiner Meinung nach sogar ganz amüsant. Aber ich hab auch schon mehrere Theaterstücke auf Englisch gelesen und studiere Literaturwissenschaft.

Was mich an Ishmael, also dem Erzähler, sehr gestört hat, war die Beschreibung seines "Freundes" Queequeg. Der gehört zur Gruppe der indigenen Einwohner Amerikas und wird über weite Teile des Buches sehr von oben herab beschrieben. Laut Ishmael ist Queequeg ein Kannibale und ein Wilder, stellt sich aber später als harmlos und loyal heraus. Englisch kann er anscheinend nur wenig, Queequeg war nämlich die Person, die ich am schwersten verstanden habe. Dieses von oben herab hat mich wirklich, wirklich gestört.

Mein Fazit? Dieses Buch hat mich echt viel Zeit und Nerven gekostet. Jetzt kann ich es von meiner Bucket-List streichen. Wird nicht mein neues Lieblingsbuch, das sollte klar sein.

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Rezension zu "Bartleby der Schreiber" von Herman Melville

Der berühmte tatenlose Schreiber Melvilles
vanessablnvor 2 Monaten

Diesen kurzen Klassiker von Herman Melville sollte man gelesen haben, auch wenn er ratloser macht, je näher man dem Ende kommt. Es gibt sicherlich verschiedene Interpretationsansätze für den Schreiber, der beim Notar angestellt ist, aber auf seine höfliche Art "plötzlich nicht mehr möchte". Durch diese ungewöhnliche Handlung bzw. Nicht-Handlung, bei der alle Abhilfeversuche scheitern, ist es ein sehr besonderes Buch, denn viel passiert hier nicht. Trotzdem ist es auf eine bestimmte Art spannend zu lesen.

Der Schreibstil in der Übersetzung (Insel-Taschenbuch, 2016) war überraschend gut zu lesen. Leider habe ich es nicht mit dem Original versucht, das sicher mit mittleren Englischkenntnissen problemlos zu lesen ist. Man muss sich vor Augen halten, dass der Kurzroman aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die Arbeitswelt war noch eine ganz andere als heute. Es gab noch handschriftliche Kopisten, die sich, ganz anders als heutige Office-Managerinnen, noch auf ihre schriftliche Arbeit konzentrieren durften, ohne sich im Multitasking zu üben und Kommunikationstalente zu sein. So gesehen denkt man, die damalige Arbeit käme jemandem wie Bartleby, der gerne zurückgezogen bleibt und praktisch keine Ansprüche stellt, ganz recht. Aber gerade er wagt es, seinem Chef zu sagen, er möchte eben lieber nichts mehr tun. Was witzig, absurd und rebellisch klingt, nimmt ungeahnte Ausmaße an. 

Über Bartleby selbst erfährt der Leser nicht viel. Sicherlich soll das deutlich machen, dass er so wenig ist wie er tun möchte. Zur Hauptfigur wird daher automatisch der Notar, der ratlos ist wie der Leser. Ob Chefs im 19. Jahrhundert allgemein rücksichtsvoller waren als heute, lässt sich schwer sagen. Wie das Buch damals aufgenommen wurde, ist daher vielleicht interessanter als die Frage, wie man die Geschichte heute sieht. Bartleby ist jedenfalls ein zeitloses Sinnbild der Verweigerung aus Prinzip mit allen seinen Folgen.



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Rezension zu "Bartleby der Schreiber" von Herman Melville

"Ich möchte lieber nicht."
Bibliomaniavor 2 Monaten

In Hermann Melvilles Erzählung geht es um den jungen Bartleby, der in einer Anwaltskanzlei als Kopist anfängt.

In den ersten Tagen macht er sich sehr gut. Er sitzt abgeschirmt vom Lärm der anderen direkt am Fenster und schaut auf eine Wand hinaus. Er ist zunächst fleißig und strebsam, doch eines Tages sagt er den Satz: „Ich möchte lieber nicht“. Ein Satz, der sein Leben verändert und soweit in ihn vordringt, dass er sich selbst verliert.

Melville kreiert für Bartleby einen Arbeitgeber, wie es ihn heute wohl nicht mehr gibt. Einen Christen und guten Menschen, durch und durch. Er lässt ihn weiterhin in seinem Büro weilen, sogar als er erfährt, dass Bartleby dort eingezogen zu sein scheint. Er lässt ihm alles durchgehen, erfindet sogar selbst Ausreden für diesen Mann. Warum tut er das? Er ist ein echter Altruist, gibt Bartleby Chance um Chance, bei der er wohl selbst weiß, dass der junge Mann sie nicht nutzen wird, bis hin zu Geld, um ihn zu unterstützen, doch Bartleby möchte selbst weiterhin lieber nicht.

Ich weiß nicht so richtig, wie ich diese kurze Geschichte überhaupt einschätzen soll. So einen Arbeitgeber gibt es in meinen Augen heutzutage nicht mehr. Im Gegenteil, sein Verhalten stieß bei mir selbst auf große Ablehnung. Ich würde einen Mitarbeiter wie Bartleby jedenfalls nicht aushalten und gleich feuern. Auch fände ich dieses Vorgehen nachvollziehbar und normal.

Diese Ausgabe hat ein Nachwort von Wilhelm Genazino, das mich auf diese Interpretation gelenkt hat. Die Menschlichkeit, die der Ich-Erzähler an den Tag legt ist vielleicht genau das, was uns heute fehlt. Und leider muss ich an mir selbst feststellen, dass sie mir wohl ebenfalls fehlt.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Moby Dickundefined
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den März haben wir uns einen der berühmtesten Abenteuerromane  ausgesucht: "Moby Dick" von Herman Melville.

Über den Autor:
Herman Melville, geboren am 1. August 1819 in New York, stammte aus einer verarmten Kaufmannsfamilie. Ab 1839 war er Matrose, unter anderem auf Walfangschiffen. 1844 kehrte er in die USA zurück und arbeitete als freier Schriftsteller. 1851 schrieb er Moby Dick, der Roman verkaufte sich zu seinen Lebezeiten nur 3000-mal und ist heute einer der wichtigsten Romane der Weltliteratur. Melville starb am 28. September 1891 in New York.

Die Leserunde startet am 1. März!

Wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
187 Beiträge
Letzter Beitrag von  PMelittaMvor 2 Jahren
Nö, ich wollte es dann einfach auch beenden ...

Zusätzliche Informationen

Herman Melville wurde am 31. Juli 1819 in New York City (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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