Herman Melville Billy Budd

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Inhaltsangabe zu „Billy Budd“ von Herman Melville

Die Neuübersetzung von Herman Melvilles großen Erzählungen schließt die letzte Lücke in seinem unvergleichlichen Werk. Nach dem Erfolg des neu übersetzten "Moby-Dick" liegt nun ein neuer Band vor, der Meisterwerke wie "Bartleby, der Notariatsschreiber", "Benito Cereno" oder "Die Encantadas oder die verwünschten Inseln" enthält. Den Höhepunkt und Abschluss bildet "Billy Budd, Matrose", eine rätselhafte, mythische Geschichte von Schuld und Tod, die heute neben "Moby-Dick" wohl das berühmteste, aber auch umstrittenste Werk dieses frühen Meisters der US-Literatur ist. Der Kommentar von Daniel Göske gibt dem Leser alles zur Hand, was zum Verständnis notwendig ist.

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  • Eine Seefahrererzählung

    Billy Budd

    Bibliomania

    Billy Budd ist ein stets gut gelaunter, äußerst attraktiver Seemann, der vom Kapitän eines Kriegsschiffes abgeworben wird und fortan bei diesem arbeiten soll. Der Waffenmeister der "Indomitable" ist ein guter Arbeiter, der seine Pflichten ernst nimmt und als eine Art Polizeichef fungiert. Allein sein etwas unansehnliches Kinn stört ihn. So sehr, dass er Billy Budds "Schönheit" extrem neidet und ihn der Meuterei bezichtigt. Der Kapitän muss handeln und verurteilt Billy zum Tode durch Erhängen... In entsprechend alter Sprache erfahren wir die Geschichte von Billy Budd durch einen wechselnden personalen Ich- und Er-Erzähler. Ein Seefahrergeschichte, die doch recht schnell vorbei geht. Leider hat es mich trotz der Kürze nicht so richtig in seinen Bann gezogen, obwohl ich gerne Seegeschichten lese.

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    • 2

    BrittaRoeder

    01. June 2015 um 20:33
  • Das Beste von Melville!

    Billy Budd

    Sokrates

    10. January 2014 um 11:13

    Bartleby, der Schreiber Unter Literaturwissenschaftlern, so habe ich gelesen, eine schwer zu deutende Materie... Melville's Kurzgeschichte erzählt aus der Perspektive eines Anwalts dessen Erlebnisse mit seinem Schreiber Bartleby. Zunächst kommt Bartleby seinen Aufgaben nach, aber schon als er seine Schriften nochmals mit seinem Chef durchgehen soll, meint er mit Nachdruck "Ich möchte nicht". Immer mehr seiner Aufgaben lehnt Bartleby ab mit der immer gleichen Begründung "Ich möchte nicht". Am Ende arbeitet er garnicht mehr, bleibt den ganzen Tag in der Kanzlei, sein Chef versucht ihn zunächst zum Auszug zu bewegen, geht aber schließlich selbst, da sich Bartleby keinen Deut bewegt. Dass die Geschichte traurig endet, kann sich jeder denken (sollte es aber besser selbst lesen). Und wieder ein Melville, der einem nicht aus dem Kopf gehen wird! Der Schreibstil ist rund, angenehm und flüssig zu lesen. Melville lässt den verzweifelten Chef die Geschichte seines Schreibers erzählen, zeichnet so den für Dritte nicht nachvollziehbaren leisen, sanften Weg des Widerstands des Schreibers Bartleby. Zunächst muss man schmunzeln, denkt, man liest eine humorvolle Kurzgeschichte, die eine Charakterstudie werden soll. Erst ab der Mitte des Buches kippt die Stimmung ins nachdenklich-resignative, denn als Bartleby immer mehr Arbeiten verweigert, überhaupt nicht mehr redet, teilweise regungslos in der Mitte eines Raumes verharrt, beginnt man über die Ursachen nachzudenken, kann sein Verhalten nicht mehr entschuldigen, denn er liefert nie eine Erklärung. Das Ende bleibt für den Leser unbefriedigend, traurig, freudlos: Melville's (mögliche) Erklärung für das traurige Ende des Bartleby offenbart eine seltsame Sinnlosigkeit. Melville's Erklärung für Bartlebys "Lebensaufgabe", seinen Rückzug aus der Welt, seine stille Verweigerung, ist recht einfach (eine frühere Arbeitsstelle) und gerade diese Einfachheit vermag in ihrer drastischen Wirkung nicht wirklich überzeugen - ich war leicht desillusioniert. Möglicherweise handelte es sich bei Bartleby um einen sehr empfindsamen, ängstlichen und depressiv-veranlagten Menschen --- aber lest selbst!

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