Moby Dick

von Herman Melville 
3,8 Sterne bei416 Bewertungen
Moby Dick
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (265):
Vinschens avatar

Ahab ist Ahab - der weiße Wal, sein Schicksal.

Kritisch (54):
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Ich habe zwar gewusst, dass wohl einiges von einem Lexikon in dem Buch steckt, aber für meinen Geschmack war alles, wirklich alles zu lang!

Alle 416 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Moby Dick"

Seit er auf hoher See im Kampf mit dem legendären weißen Wal ein Bein verloren hat, ist Ahab, der selbstherrliche Kapitän des Walfängers "Pequod", von grenzenlosem Hass erfüllt. Von Rachegelüsten getrieben und ohne Rücksicht auf Verluste macht sich Ahab auf die erbitterte Jagd nach seinem gespenstischen Widersacher. Mit "Moby Dick" schuf Herman Melville (Melville, Herman 1819 - 1891) im Gewand eines packenden Seefahrer- und Abenteuerromans eine grandiose Allegorie auf die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783764170516
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum:12.02.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.09.2010 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor 8 Monaten
    Herman Melville - Moby Dick

    Zum Inhalt dieses Klassikers muss ich ja wohl nichts schreiben, der sollte ja allseits bekannt sein.
    Dank "Moby Dick" habe ich festgestellt, dass mir Geschichten die auf oder im Wasser spielen so gar nicht liegen. Ich weiß, die Geschichte ist schon älter, aber ich habe andere Klassiker gelesen die sich um ein vielfaches leichter lesen ließen als "Moby Dick".
    Ich habe mich echt durch diese Geschichte gequält und hatte teilweise das Gefühl sie würde nie zu Ende gehen.

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    Gegen_den_Strom_lesens avatar
    Gegen_den_Strom_lesenvor einem Jahr
    Moby Dick

    Ich habe es wirklich versucht... Wahrscheinlich ist Melville ein brillanter Kopfgewesen! Moby Dick war mir aber einfach zu zäh, zu sachlich, zu dick.
    Der Anfang gefiel mir noch gut, wobei ich es schon recht anstrengend fand, dass es ewig gedauert hat, bis die Crew endlich auf der Pequod anheuerte.
    Die schier endlosen Beschreibungen und Systematisierungen der verschiedenen Rückenflossen von Walen war mir dann aber leider einfach zu viel. Wenn ich mich mit den Erwartungen ein Sachbuch lesen zu wollen, an den Roman herangetastet hätte, wären diese bestimmt nicht so sehr enttäuscht worden.

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    natti_ Lesemauss avatar
    natti_ Lesemausvor 2 Jahren
    Moby-Dick

    Ein Klassiker schlecht hin- Moby Dick.
    Die Geschichte von Kapitän Ahab, seiner Manschaft und dem berühmten weißen Wal Moby Dick.
    Die unmögliche Jagd nach diesem Großen Tier, bringt den Kaptiän fast um den Verstand und stürzt die Mitglieder des Schiffes ins Unglück, aber die Jagd kann nicht zu ende sein, bevor der Wal nicht erlegt ist.

    Es ist eine klassische Geschichte, die oft im TV gezeigt wurde.
    Das Buch ist zwar nicht einfach zu lesen, stellenweise etwas schwer, aber es ist gut beschrieben und man lernt damit die Wale, die Natur und das Meer kennen.
    Man bekommt Respekt vor dem ganzen und kann nur den Kopf schütteln über die sturheit des Kapitän Ahab.
    Das am ende natürlich alles schrecklich endet, ist nur natürlich dabei.

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    Lesemaus85s avatar
    Lesemaus85vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Klassiker mit gewöhnungsbedürftigem Stil
    Der schreckliche große weiße Wal

    Moby Dick - jedem hinreichend bekannt.
    Für den modernen Leser ein sicher gewöhnungsbedürftiger Schreibstil.
    Für mich sehr schwer zu lesen, schwer dran zu bleiben, nicht ganz geschafft...

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    ThomasMajhens avatar
    ThomasMajhenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Klassiker, den man gelesen haben muss. Doch Vorsicht: Die meisten Ausgaben sind stark gekürzt!
    Großartiges Buch!

    Der vorliegende Band aus dem Drehbuchverlag ist bereits die vierte Ausgabe von Moby Dick, die ich mir zugelegt habe - nicht etwa weil ich einen verdrehten Fetisch für weiße Wale hätte. Als ich mir vor Jahren vorgenommen hatte, dieses berühmte Werk endlich einmal zu lesen (bis dahin kannte ich die Geschichte lediglich dank zahlreicher Verfilmungen), war ich überrascht, wie dünn doch das Taschenbuch war, das ich nach kurzer Suche in Händen hielt. Der Inhalt wirkte denn auch auf mich irgendwie abgehackt und wie im Schnelldurchlauf behandelt. Ich war enttäuscht.

    Sehr viel später wollte ich einen neuen Versuch wagen und kam auf den Gedanken, es einmal mit dem englischen Original zu probieren. Dort entdeckte ich nun Passagen, die mir völlig neu waren und Moby Dick in einem ganz anderen Licht erscheinen ließen. Das Problem war nur: Mein Englisch reicht zwar für eine simple Unterhaltung, der Stil des toten Melville mit einer ganzen Schiffsladung an mir fremden Vokabeln, die ich teilweise nicht einmal in meinem Wörterbuch finden konnte, machten die Lektüre anstrengend und zäh. Es musste also erneut eine ungekürzte deutsche Fassung her.

    Was einfach klingt, lässt sich tatsächlich nur mit einigem Suchen und Recherchieren bewerkstelligen. Der Einfachheit halber griff ich zu einem Band, der bei Amazon mit "vollständige Ausgabe" gekennzeichnet war - nur, um schon nach ein wenig Herumblättern festzustellen, dass auch hier im Vergleich zum Original viele Passagen fehlten. Also fahndete ich weiter und stieß bald auf die hier bewertete Ausgabe des Drehbuchverlages.

    Um es vorweg zu nehmen: Auch hier scheint mir ein wenig gestrichen und gekürzt worden zu sein. Dennoch macht die Handlung nun endlich lückenlos Sinn, anders als in meinen anderen deutschen Versionen, wo einen die plötzlichen Handlungssprünge zwischen zwei Kapiteln manchmal mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurücklassen. Auch die Übersetzung scheint mir sehr gut zu sein. Zwar wirkte Melvilles Sprachstil im Englischen ganz anders auf mich, aber das ist schließlich stets das große Problem, wenn man einen Text von der einen in die andere Sprache übertragen will.

    Wie ich herausgefunden habe, existieren doch tatsächlich auch Ausgaben, die 1:1 ins Deutsche übertragen worden sind - sodann habe wir es plötzlich mit einem Buch von annähernd tausend Seiten zu tun. Auch die eigentümliche Schreibweise des Autors soll dort so gut es eben ging übertragen worden sein, was viele Leser als sehr anstrengend empfunden haben. Dennoch, meine Neugier ist geweckt. Wer weiß, vielleicht stelle ich mir in ein paar Jahren die fünfte Ausgabe von "Moby Dick" ins Regal.

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    Aprils avatar
    Aprilvor 3 Jahren
    Verstörendes Ende

    Da Moby Dick zu den berühmtesten literarischen Werken zählt, wollte ich es schon lange mal lesen. Im Sinne meiner Klassiker Challenge hat sich dies nun endlich angeboten.
    Insgesamt fand ich die Geschichte wirklich beeindruckend. Die Sprache war einfach zu verstehen und hat einem so viele Eindrücke vom Walfang vermittelt.
    Leider finde ich Walfang sehr grausam und hab manche Passagen nicht komplett gelesen, da ich die Vorstellung einfach nicht ertragen konnte.
    Dennoch war es mal ein richtiges Abenteuerbuch über Schiffsreisen, Freundschaft und Rache.
    Wenn das Ende nicht so dramatisch und unglücklich wäre, hätte es mir allerdings noch besser gefallen.
    Dennoch lohnt es sich, sich an Moby Dick heranzuwagen und einen so berühmten Klassiker zu lesen.

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    lesestundens avatar
    lesestundenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein vielschichtiges, kunstvolles Buch, das mich vom Lesefluss nicht ganz überzeugen konnte
    Ein vielschichtiges, kunstvolles Buch, das mich vom Lesefluss nicht ganz überzeugen konnte

    Moby Dick hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite kann man der Vielschichtigkeit dieses Werks, sowohl auf sprachlicher, als auch inhaltlicher Ebene nur Respekt zollen. Ob gewöhnliche Erzählung, Predigt, prophetischen Reden, naturkundlichen Beschreibungen, Monologen, kunstvollen Dialogen oder einem im Stile einer Operette dargestellten Chor, bietet dieses Werk eine erstaunliche Vielfalt. Auch hinsichtlich seiner weit gefächerten Interpretationsspielraums, der zahlreichen metaphysischen Betrachtungsmöglichkeiten, und mit seinen spannenden Episoden auf hoher See ist es ein gelungenes Buch. Andererseits bin ich nicht so richtig in einen Lesefluß gekommen, denn immer wieder wird die Handlung unterbrochen und Ishmael, der Erzähler, legt in einem zwar lebhaften, aber dennoch sachlichen Stil alle Details zum Wal und Walfang ausführlichst dar. Die wechselhafte Erzählform verstärkt diesen Eindruck und hat für mich das Abtauchen in die Melodie seiner eigentlich sehr schönen Sprache gehemmt. Tatsächlich war ich bei dieser Ausgabe an einigen Stellen um die sehr sinnvollen und mit Bedacht gewählten Kürzungen dankbar, die der Herausgeber vorgenommen hat. Auch zu den Figuren baut der Leser keine richtige Nähe auf und so bin ich nicht vollständig in dieses Werk eingetaucht, sondern hab es mehr mit Verstand als Herz gelesen. Ein ausgewogeneres Verhältnis hätte ich mir bei diesem Klassiker der Weltliteratur erwartet. Eine klare Empfehlung kann ich also nur dem Leser aussprechen, der sich dem Meer verbunden fühlt, sich für den Leviathan begeistert oder viele Seitenblicke literarischer, theologischer und mythologischer Art schätzt.

    Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2016/03/moby-dick-oder-der-wal-herman-melville/

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Geschichte an sich ist echt gut. Allerdings schwere Kost. Zieht sich wie Kaugummi.
    Interessant aber langatmig

    Das Buch "Moby Dick" ist aus der Sicht des Protaginisten Ismael, der an Bord der Pequod landet und so Kapitän Ahab auf die Jagd nach dem weißen Wals, Moby Dick, begleitet.
    Es ist wirklich eine sehr interesante Geschichte und zurecht ein Klassiker. Allerdings sorgt der Beschreibungsdrang Ismaels, bzw. Herman Melvilles, dazu, dass sich das Durchlesen wie Kaugummi zieht und man oft den Drang hat das Buch wieder zur Seite zulegen. Jedenfalls empfinde ich das so.
    Gerade die Kapitel, die mir "..wozu ich noch ein paar Worte sagen muss."  brachten mich immerwieder direkt an den Rand der Verzweiflung.

    Für Fans von Seefahrstgeschichten ist es aufjedenfall ein Muss.

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    Primrose24vor 3 Jahren
    Moby Dick oder Der Wal

    Irgendwie finde ich es ein wenig unsinnig, den Inhalt des Buches noch einmal in Worte zu fassen, da dieses Werk von Melville als Teil der Weltliteratur den Meisten nur allzu gut bekannt sein sollte, zumindest vom Hören. Für diejenigen, die bisher noch keine Bekanntschaft mit dem Buch gemacht haben sollten, hier ein kurzer Satz zum Inhalt: Ismael zieht aus einen Wal zu fangen. Okay ganz so einfach ist es vielleicht nicht zu beschreiben. Ismael heuert auf der Pequod einem Walfangschiff an, dessen Kapitän Ahab sich der Aufgabe verschrieben hat, den großen, weißen Wal Moby Dick zu fangen, der ihm bei seiner letzten Fahrt, sein Bein in einen Stumpf verwandelt hat.

    Wer sich an den langen verschachtelten Sätzen nicht schwindelig gelesen hat, der wird sehr viel, also sehr sehr viele Dinge über den Walfang lernen. Angefangen bei den Eigenschaften und Einteilungen der verschiedenen Walarten und jeder ihrer Eigenheiten, aber auch über das Schiff, die Art und Weise Tran zu kochen, die Beschaffenheit und den Gebrauch verschiedener Gegenstände, die zum Walfangen verwendet werden und so einiges an nützlichen und unnützlichen Dingen mehr.
    Umgeben von diesen teilweise belanglosen Dingen jedoch liegt Ahabs Wahn Moby Dick um jeden Preis zu erlegen auch unter der Annahme, dass er und seine Mannschaft es nicht überleben. Was genau Moby Dick allegorisch versinnbildlicht ist wohl jeder Interpretation selbst überlassen, scheint er für Ahab einfach nur die Wurzel allen Übels und all seiner Schmerzen und seines Unmutes zu sein.
    Das Ende ist dann doch relativ überraschend gewesen, soweit das bei dieser Geschichte möglich ist und man muss sich auch damit abfinden, dass es erst so richtig spannend wird, wenn es auf die letzten Seiten geht und alles Andere bis dahin eigentlich nur als Vorgeplänkel erscheint. 
    Für jeden der dieses Buch lesen will kann ich nur empfehlen, sich auf das Buch einzulassen und auch darauf zu konzentrieren. Meiner Meinung nach ist es kein Buch, das sich mal so schnell nebenbei lesen lässt, wobei auch die sehr langen Sätzen ihren Beitrag leisten. Also wer sich für Schifffahrt und Wale interessiert, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Ob man es wirklich gelesen haben muss, kann ich leider nicht beantworten. Wenn man es tut muss man sich wohl damit abfinden, dass es auch einige langweilige Stellen bereit hält. Trotzdem bin ich froh sagen zu können: Ja ich habe es gelesen und ja tatsächlich sogar die ungekürzte Fassung!

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    Phantasienreisens avatar
    Phantasienreisenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kopfkino pur und die Leselust aufs Original wird unweigerlich auch geweckt.
    Optisch und dramaturgisch fulminate Umsetzung des Klassikers

    Graphic Novel-Adaptionen von Klassikern sind etwas Wunderbares: Wer das Original noch nicht gelesen hat, kann sich durch die Comicversion zunächst an den Stoff herantasten und wird sich bei Gefallen höchstwahrscheinlich noch der ursprünglichen Geschichte widmen, was den Klassikern ein kleines Revival bescheren kann; wer den Klassiker hingegen schon kennt, dem bieten Graphic Novels einen ganz neuen Zugang, vielleicht sogar eine neue Perspektive und neue Interpretationsansätze. Im Falle von “Moby Dick” reihe ich mich in die erste Gruppe ein. Die Geschichte um Kapitän Ahab, der regelrecht besessen davon ist, den großen weißen Wal zu fangen und für dieses Ziel sogar bereit ist, das Leben seiner Mannschaft zu opfern, hatte mich bislang nie genug reizt, um mich Herman Melvilles Roman zu widmen. Zwar war ich nicht uninteressiert, doch die Neugier reichte nicht aus, um mich dem Wälzer in seiner ungekürzten Form zu widmen, insbesondere da Melvilles Buch allzu oft für Längen und Abschweifungen kritisiert wurde. Eine gekürzte Romanfassung kam für mich indes nie Frage. So schob ich die Auseinandersetzung mit “Moby Dick” viele Jahre vor mir her. Als ich dann vor wenigen Monaten von Olivier Jouvrays und Pierre Alarys Comicversion erfuhr, sah ich daher die ideale Möglichkeit, die Geschichte um die Besatzung der Pequod zu erfahren, ohne mich dabei gleich für  mehrere Hundert, eventuell enttäuschende Seiten zu verpflichten. Nun, nach der Lektüre der Graphic Novel, kann ich nicht anders, als alsbald Melvilles Original zu lesen! Denn ich als Leserin wurde in die Geschichte hineingesogen wie die Schiffe in den Malstrom. Jouvray und Alary zeigen in “Moby Dick” ihr Talent für atmosphärische Bilder. Sie machen sich die Farbtemperaturen des Lichtes zunutze, fangen es in ihren Panels ein und verleihen so jeder Szene einen eigenen Charakter. Bereits auf den ersten drei Seiten fühlte ich die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, spürte das wogende Meer unter mir und hörte in der Ferne die Möwen schreien – natürlich gibt es so weit auf dem offenen Meer gar keine Möwen, doch die von Pierre Alary gezeichneten Bilder mit ihren fast schon cineastischen Ausschnitten und Perspektiven sowie den lebendigen Mimiken der Figuren lassen die Geschichte vor dem (geistigen) Auge wie einen Film abspielen.

    Neben der optisch famosen Umsetzung kann “Moby Dick” aber auch dramaturgisch überzeugen. Dem für Adaption und Text verantwortlichen Olivier Jouvray ist es gelungen, die Handlung aufs Wesentliche herunterzubrechen, ohne dass dies auf Kosten der Figuren oder Spannung geht. In Jouvrays und Alarys Graphic Novel gibt es kein Bild, das zu viel ist – die Handlung bleibt durchgängig am Laufen, gleichzeitig wird genug Raum gegeben, um den Leser in die einzelne Settings einzuführen und mit den Charakteren vertraut zu werden. Ob Matrose Ismael, Harpunier Queequeg, Offizier Starbuck oder Kapitän Ahab – Jouvray widmet jedem von ihnen genug Szenen, in denen der Leser sie kennenlernen kann, und verleiht ihnen eine Tiefe, die ich diesem Ausmaß in Comics selten erfahren habe. Nach den nur 123 Seiten der Graphic Novel hatte ich das Gefühl, Ismael, Queequeg, Starbuck und Ahab besser zu kennen als so manche Charaktere aus 500-Seiten-Romanen! Queequeg, der menschgewordene Fels in der Brandung, und Starbuck, der sich als Einziger offen gegen Ahabs Verhalten ausspricht, schloss ich in dieser kurzen Zeit besonders in mein Herz und nur zu gern hätte ich ihre persönlichen Lebensgeschichten vor der Jagd auf Moby Dick erfahren. Als die 123. Seite umgeblättert war, fiel mir der Abschied demnach trotz der Grausamkeit der Waljagd und der Skrupellosigkeit Ahabs schwer. Ich will zurück aufs Meer, noch einmal mit Ismael, Queequeg und Starbuck segeln – und das werde ich auch, allerdings für ein paar hundert Seiten mehr und unter Führung von Hermann Melvilles Worten. Jouvray und Alary bleibt an dieser Stelle daher mein Dank dafür, dass sie mir die atemberaubende Geschichte um Kapitän Ahab und den weißen Wal nahegebracht und in mir eine leidenschaftliche Neugier auf das Original entbrannt haben. Merci!

    Fazit:

    Eine optisch wie inhaltlich grandios in Szene gesetzte Adaption des Melville-Klassikers, die sich neuen wie alten Mitreisenden der Pequod gleichermaßen anbietet.

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