Herman van Veen

 4.1 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Solange es leicht ist, Erinnerte Tage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Herman van Veen

Das Allroundtalent: Herman van Veen, geboren am 14. März 1945 in Utrecht, ist ein niederländischer Violinist, Songwriter, Schauspieler und Schriftsteller. Er studierte Musikpädagogik, Geige und Gesang am Utrechter Konservatorium. Dort war er Mitbegründer der Kabarett-Gruppe Chanrant Harlekijn. Nach ersten Auftritten folgten schon Fernsehauftritte und Schallplattenaufnahmen. 

1972 wurde er dann für den deutschsprachigen Raum entdeckt. Seine Lieder wurden ins Deutsche übersetzt, er hatte regelmäßige Auftritte auf deutschen Bühnen und auch sein Kulturmagazin „Herlekijn“ erschien in Deutschland. Seitdem hat van Veen über 140 Tonträger, über 60 Bücher und zahlreiche Drehbücher veröffentlicht. Der Autor ist auch politisch aktiv und setzt sich vor allem für die deutsch-niederländische Freundschaft ein. Für seine Beiträge wurde er mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Außerdem bekam er schon den Louis-David-Preis, die Goldene Kamera, des Prix Charle Cros, den World Peace Flame und die Martin-Buber-Plakette.

Alle Bücher von Herman van Veen

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Cover des Buches Solange es leicht ist (ISBN: 9783426214626)

Solange es leicht ist

 (3)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Erinnerte Tage (ISBN: 9783426789292)

Erinnerte Tage

 (3)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Unter einem Dach (ISBN: 9783688113484)

Unter einem Dach

 (2)
Erschienen am 17.08.2018
Cover des Buches Das Leben ist ein Wunder (ISBN: 9783861532071)

Das Leben ist ein Wunder

 (1)
Erschienen am 01.03.2000
Cover des Buches Lieber Himmel (ISBN: 9783579064376)

Lieber Himmel

 (1)
Erschienen am 17.09.2007
Cover des Buches Alfred J. Kwak, Mein abenteuerliches Leben (ISBN: 9783800023233)

Alfred J. Kwak, Mein abenteuerliches Leben

 (1)
Erschienen am 01.02.1993
Cover des Buches Bevor ich es vergesse (ISBN: 9783351027186)

Bevor ich es vergesse

 (1)
Erschienen am 15.03.2010
Cover des Buches Unter einem Hut (ISBN: 9783352006487)

Unter einem Hut

 (1)
Erschienen am 01.01.2003

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Rezension zu "Solange es leicht ist" von Herman van Veen

Wolkenblick
Thomas_Lawallvor 8 Monaten

Wenn ein Musiker und Entertainer 180 CDs und 80 Bücher veröffentlicht hat, darf man gespannt sein, was er in einem weiteren Buch überhaupt noch zu sagen hat. Kennt man Herman van Veen von Konzertbesuchen, ahnt man erstens, dass es sehr viel sein wird und zweitens, dass er alle Dramen, so schlimm sie auch werden mögen, mit einem Lächeln besiegeln und damit besiegen wird.

Wobei man das Alter nicht wirklich besiegen kann. Besingen aber schon. Und mit 74 Jahren herumhüpfen funktioniert auch noch recht gut, was der Meister u. a. bei seinem diesjährigen Konzert in Stuttgart eindrucksvoll bewiesen hat. Insofern waren für das Titelfoto des Buches keinerlei Tricks vonnöten ...

In Abwesenheit der Eltern fand der elfjährige Herman dereinst, hinter Büchern versteckt, ein Buch über den zweiten Weltkrieg. Jetzt versteht er, "weshalb die Stimmen seiner Eltern leiser wurden, wenn sie über den Krieg redeten". Zerstörte Städte und der millionenfache Tod waren für ihn Neuland. Nichts mehr war wie vorher. Vielleicht das Ende seiner Kindheit. Und der Beginn einer diffusen Angst.

Jener nicht greifbare Zustand hielt an, bis eine Lösung des Dilemmas heranschlich. Herman fand etwas heraus: "Etwas sehr Kluges und Kleines." In eine "andere Dimension" zu reisen brachte Erlösung und "sich klein denken". Oberhalb der Gardinenstange gab es ein Loch, welches in eine rettende Parallelwelt führte. "Lang lebe die Fantasie."

Die zahllosen Geschichten und Erinnerungen haben alle etwas gemeinsam. Sie verzweigen sich endlos, kommen vom Hundertsten ins Tausendste, und nehmen jeweils, aus den Tiefen der Vergangenheit, Bezug auf die Gegenwart in all ihren Farben und Schattierungen. So zu erzählen ist alles andere als gewöhnlich und dabei merkwürdig anregend. Es fegt einseitige Betrachtungen auf der Stelle ins Nichts und ad absurdum.

Alles scheint mit allem in Verbindung zu stehen. Rückblenden in detaillierte Kindheitserinnerungen, die Tragödie seiner nicht vorhandenen Geschwister, Selma Meerbaums Gedichte, die schwarze Wand, die er manchmal sieht, anatomische Details einer "Sex Doll", ein Zahnarztbesuch, oder die Quantentheorie und überhaupt die ganze Achterbahn seines Lebens.

Doch egal was passierte und passiert, immer wieder sind es die Wendungen, die eine Katastrophe plötzlich ins Gegenteil verkehren. Vielleicht ist es so, weil Herman van Veen das Staunen einfach nicht lassen kann. Sein Publikum tut es seit 50 Jahren und doch ist er es, wie er schreibt, der am meisten staunt.

Ja, er wird älter, aber, wie soll es auch anders sein, er macht aus dieser Not eine Tugend. Da steht ein Stühlchen auf der Bühne, auf welchem er immer öfter einfach mal ein Päuschen einlegt. Seinen jüngeren Kolleginnen und Kollegen gibt er dann gerne "Raum zum Glänzen".

Es ist mit diesem Buch wie bei den Konzerten. Man nimmt ein Füllhorn an Eindrücken mit, um fortan frohen Mutes und mit stark erweitertem Horizont seinen ganz persönlichen Weg weiterzugehen. Mit einer Träne im Auge und dem Blick auf den Platz zwischen den Wolken.

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Rezension zu "Solange es leicht ist" von Herman van Veen

Vom Abschiednehmen...
pardenvor einem Jahr

VOM ABSCHIEDNEHMEN...

Auch mit über 70 steht Herman van Veen noch fast täglich auf der Bühne. Seit seinen ersten Konzerten vor mehr als 50 Jahren beschäftigt sich der Musiker und Entertainer immer wieder mit dem Älterwerden und dem Tod. In seinem neuen Buch behandelt Herman van Veen in autobiografischen Schlaglichtern und persönlichen Anekdoten auf die ihm typisch poetisch-augenzwinkernde Weise alle Aspekte des Älterwerdens: die Gebrechen des Alters, die Verluste, die geistigen und seelischen Entwicklungen – aber er erzählt auch, was ihn jung hält und Kraft verleiht in dieser Lebensphase.

Herman van Veen - wer kennt den Liedermacher mit der zärtlich-warmen Stimme nicht? Dass er zudem malt - und das schon länger - war mir neu. Dass er außerdem auch schreibt, ebenfalls. Als ich dieses Buch in der Hand hielt, stellte ich erstaunt fest, dass es sich hierbei auch keinesfalls um sein Debüt handelt. Was man so alles nicht mitbekommt, schon erstaunlich...

Auch wenn der Untertitel 'Geschichten übers Älterwerden' lautet, hatte ich erwartet, hier auf eine Autobiografie zu stoßen, Lebensereignisse berichtet aus der Sicht des reifen Mannes. Es gibt hier natürlich autobiografische Einblicke, doch tatsächlich kann ich nicht auf den Punkt bringen, worum es sich bei diesem Buch nun handelt. Daher lasse ich Herman van Veen selbt zu Wort kommen, der in seinem Nachwort schreibt:


"Jede Geschichte in diesem Buch ist ein persönliches Beispiel. Ersonnen, ausgedacht, umgestaltet, erfunden. Ich konfrontierte alles mit etwas Wahrem. erweiterte, entlieh. Fügte etwas von mir hinzu. Schrieb aus dem Geschehen und Erinnerungen, jonglierte mit meiner Fantasie. Es ist mir nicht immer geglückt, leicht zu formulieren, was schwer ist."


Klingt etwas wirr? Das ist es in der Tat auch. Vor jeder Geschichte ist ein Foto der Notizen des Autors abgebildelt, der sympathischerweise am Anachronismus der Bleistiftaufzeichnungen festhält. Gedankenfetzen, Einschübe, Querverweise - und dies scheint 1:1 in das gedruckte Format übertragen worden zu sein. So gibt es oftmals ein chaotisch wirkendes Hin und Her in den Erinnerungen ohne dass ein roter Faden erkennbar ist, Gedanken und Episoden wirken häufig unzusammenhängend aneinandergereiht, dann wieder wird bei einem Ereignis länger Halt gemacht um schließlich erneut zum nächsten Thema zu springen.

So fällt es teilweise schwer, den Gedankenfetzen zu folgen, die zudem manchmal nur in Andeutungen daher kommen oder als märchenhaft verkleidete Erinnerungen. Zudem wirkt der Schreibstil stellenweise etwas unbeholfen, was aber auch einer holprigen Übersetzung geschuldet sein mag, das kann ich nicht beurteilen.

Das Ganze wirkt wie ein Potpourri voll melancholischer Poesie - oder poetischer Melancholie? Für mich tatsächlich nur häppchenweise zu ertragen, da hier van Veens nachdenkliche, sensible, manchmal an der Welt verzweifelnde Ader zu Wort kommt und nur selten von einem Augenzwinkern aufgelockert wird.

Von Träumen und inneren Bildern ist hier die Rede, von seiner Kindheit, seinen Eltern, immer wieder vom Holocaust (er malte z.B. Bilder zu den Gedichten einer 16jährigen Jüdin, die vergast wurde), vom Tod etlicher Weggefährten, von Situationen, in denen er dem Tod gerade noch so von der Schüppe gesprungen ist...

Und natürlich vom Älterwerden. Von seinen Gedanken über den Tod, seiner Sorge davor, senil und pflegebedürftig zu werden, dem Wunsch, dies alles aufhalten zu können und Möglichkeiten, sich dem Vergessen entgegenzustellen, selbstbestimmt ein Ende in Würde in Betracht zu ziehen. Nicht stringent, wie es hier aufgezählt wird, sondern immer wieder in Einschüben in andere Passagen eingefügt, aber in der Summe deutlich, dass ihn das Thema sehr beschäftigt.

Wohlgemerkt: ich liebe die Lieder von Hermann van Veen, habe schon einige seiner Konzerte besucht und mag  seine Auftritte sowie die sanft-melancholische Art seiner Texte, die zuweilen auch Schärfe aufweisen. Mit diesem Buch allerdings bin ich nicht wirklich warm geworden. Zu verworren, sehr melancholisch und nur z.T. einen offenen Blick auf den Künstler zulassend.

Dies wird mich aber nicht daran hindern, bei Gelegenheit auch in ein anderes Buch von ihm reinzulesen...


© Parden

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Rezension zu "Erinnerte Tage" von Herman van Veen

Herman blickt zurück
sommerlesevor 3 Jahren

"Erinnerte Tage" ist ein Buch mit autobiografischem Inhalt vom Künstler Herman van Veen. Das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Herman van Veen ist der populärste niederländische Musiker und Liedermacher, seit 50 Jahren ist er auch auf deutschen Bühnen unterwegs. Seine Lieder hat er stets auch auf Deutsch verfasst.

In diesem Buch lässt uns der Künstler Herman van Veen rückblickend in sein Leben schauen. Man erhält in Annekdoten, Briefen und Gedanken einen genauen Blick in seine Seele.

Herman van Veen wurde im letzten Kriegsjahr 1945 in eine Utrechter Arbeiterfamilie hineingeboren. Als Nachkriegskind hat er viel erlebt, seine Jugend widmete er der Musik und dem Geigenspiel.
Auf dem Konservatorium entdeckte er die Musik, das Theater und den Tanz. Dies veränderte sein Leben, er wurde der bekannteste niederländische Musiker und ist über die Grenzen der Niederlande hinaus bekannt.

In "Erinnerte Tage" richtet van Veen den Blick auf sein eigenes und das Leben allgemein. Er sieht die Ungerechtigkeit, das Elend der Welt und zeigt in seinen Texten die Unterschiede klar und deutlich auf.
Mal sind das heitere Erinnerungen an seine Jugend, mal besinnliche Erfahrungen, häufig frohe Gedanken, aber auch nachdenkliche Töne über den Lauf der Welt.
Mit Liedtexten, Gedichten und Annekdoten aus seinem Leben und Zeitungsschlagzeilen und Briefen kommt man dem Menschen Herman durch dieses Buch näher. Er lässt uns tief in seine Gedanken eintauchen. Aber er zitiert auch fremde Gedichte und Texte

So wie man ihn von Bühnenauftritten her kennt, erzählt er auch hier. Er geht nicht chronologisch vor, schweift mal hierhin ab, erinnert sich beim Anblick seiner schlafenden Enkelin an andere Erlebnisse. Es ist insgesamt ein liebevoller Blick zurück auf sein Leben und Wirken, auf seinen ganzen Erfahrungsschatz der 72 Lebensjahre.

Für mich ist er vor allem der Vater von Alfred Jodocus Kwak. Dieses Lied zeigt, wie sehr er Kinder liebt, nicht nur seine eigenen, sondern alle Menschenkinder. Das blitzt auch in seinen Gedichten und Liedertexten immer wieder hervor.

Sein Leben ist geprägt von einigen Freundschaften, die er über seine Künstlerlaufbahn kennengelernt hat. Diesen privaten Freunden widmet er einige Kapitel seines Buches, leider kenne ich diese niederländischen Personen nicht, doch man bekommt einen guten Überblick über Herman, wie er lebt, denkt und handelt und wie sich seine Karriere entwickelte. Auch ein ganz besonderer Brief von Willi Brandt ist ein eindrucksvolles Zeichen seiner künstlerischen Wirkungskraft.

Besonders interessant finde ich seine gesammelten Zeitungsschlagzeilen, die erkennen lassen, wie er sich um die politische Situation auf der Welt Gedanken macht. Die Zukunft seiner Enkelkinder ist sicherlich ein Grund dafür, wie er interessiert am Zeitgeschehen teilnimmt und die Grausamkeiten der Welt aufzeigt.
Er zeigt mit dem Finger auf die Wunden der menschlichen Zerstörung. Er mahnt mit aussagekräftigen Schlagzeilen ohne selbst Worte darüber zu verlieren.

Das Buch endet so, dass man das Gefühl hat, hier ist jemand mit sich im Reinen und blickt voller Dankbarkeit und zurück auf sein Leben.


Ein gelungener Blick hinter die Fassade des Künstlers und Menschen Herman van Veen.

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Herman van Veen wurde am 14. März 1945 in Utrecht (Niederlande) geboren.

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