Herman van Veen

 4,2 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Solange es leicht ist, Erinnerte Tage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Herman van Veen

Das Allroundtalent: Herman van Veen, geboren am 14. März 1945 in Utrecht, ist ein niederländischer Violinist, Songwriter, Schauspieler und Schriftsteller. Er studierte Musikpädagogik, Geige und Gesang am Utrechter Konservatorium. Dort war er Mitbegründer der Kabarett-Gruppe Chanrant Harlekijn. Nach ersten Auftritten folgten schon Fernsehauftritte und Schallplattenaufnahmen. 

1972 wurde er dann für den deutschsprachigen Raum entdeckt. Seine Lieder wurden ins Deutsche übersetzt, er hatte regelmäßige Auftritte auf deutschen Bühnen und auch sein Kulturmagazin „Herlekijn“ erschien in Deutschland. Seitdem hat van Veen über 140 Tonträger, über 60 Bücher und zahlreiche Drehbücher veröffentlicht. Der Autor ist auch politisch aktiv und setzt sich vor allem für die deutsch-niederländische Freundschaft ein. Für seine Beiträge wurde er mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Außerdem bekam er schon den Louis-David-Preis, die Goldene Kamera, des Prix Charle Cros, den World Peace Flame und die Martin-Buber-Plakette.

Alle Bücher von Herman van Veen

Cover des Buches Solange es leicht ist (ISBN: 9783426790502)

Solange es leicht ist

 (3)
Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Erinnerte Tage (ISBN: 9783426789292)

Erinnerte Tage

 (3)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Es regnet im Radio (ISBN: 9783426214855)

Es regnet im Radio

 (2)
Erschienen am 01.03.2021
Cover des Buches Unter einem Dach (ISBN: 9783688113484)

Unter einem Dach

 (2)
Erschienen am 17.08.2018
Cover des Buches Das Leben ist ein Wunder (ISBN: 9783861532071)

Das Leben ist ein Wunder

 (1)
Erschienen am 01.03.2000
Cover des Buches Unter einem Hut (ISBN: 9783352006487)

Unter einem Hut

 (1)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Alfred J. Kwak, Mein abenteuerliches Leben (ISBN: 9783800023233)

Alfred J. Kwak, Mein abenteuerliches Leben

 (1)
Erschienen am 01.02.1993
Cover des Buches Bevor ich es vergesse (ISBN: 9783351027186)

Bevor ich es vergesse

 (1)
Erschienen am 15.03.2010

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Neue Rezensionen zu Herman van Veen

Cover des Buches Es regnet im Radio (ISBN: 9783426214855)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Es regnet im Radio" von Herman van Veen

Wenn's anders ausgegangen wär'
Thomas_Lawallvor 4 Monaten

Auf seine ganz spezielle Art erzählte Herman van Veen in seinem letzten Buch "Solange es leicht ist" Geschichten übers Älterwerden. In gewisser Weise ist es ja hoffnungslos, denn besiegen kann man es nicht, das Alter. Besingen aber sehr wohl.

Kaum ist ein Jahr vergangen, dürfen wir uns über ein weiteres Buch freuen, und, wie soll es auch anders sein, es dreht sich alles um Lieder. Groß an der Zahl und so verschieden, wie sie nur sein können. Gar so viele, dass es einer Playlist und einem Quellenverzeichnis bedarf.

Dass in der erlesenen Auswahl nicht nur Namen wie Edith Piaf, Jacques Brel oder Maria Callas eine maßgebliche Rolle spielen, sondern auch und besonders John Lennon, Louis Armstrong, Michael Jackson oder Chubby Checker, mag zunächst erstaunen.

Hätte es Brel nicht gegeben, wäre Herman van Veen, wie er selbst schreibt, nicht der Sänger, der er heute ist. Was ihm die Kolleginnen und Kollegen bedeuten und in welchen Zusammenhängen sie zu seinem Werdegang stehen, erklärt er im Zusammenhang mit seinem schier unendlichen Repertoire an Lebenserinnerungen.

Nicht selten gerät er dann vom Hundertsten ins Tausendste, ob es sich nun um aktuelle Tagesereignisse im allgemeinen oder "Kadaverfauna" im Besonderen handelt. Nebenbei erinnert er an die systematische Zerstörung natürlicher Kreisläufe, bringt es aber wie eh und je fertig, dies ohne erhobenen Zeigefinger zu tun. So weiß er beispielsweise die Rückkehr des Wolfes durchaus zu feiern, denn "ein Fahrrad ist gefährlicher".

Seine Liederreise beginnt er 1945, fast pünktlich zu Kriegsende. Es waren zuerst die Lieblingslieder seiner Mutter und dann diejenigen, die aus einem wundersamen Gerät tönten. Es war die Zeit, als man noch "Radio guckte". Und als Kinder dachten sie damals, dass "das Wesen des Radios" durch jenes geheimnisvolle "Auge" zurückschauen konnte.

Apropos Auge: Wie stets, gibt es ein lachendes und ein weinendes. Lustig wird es, wenn der Autor erklärt, was und wer alles schlauer ist als seine Couchgarnitur oder welche seine mit der Dynamo-Taschenlampe gelesene "Untergrundliteratur" einst war. Traurig wird es, wenn er, den letzten großen Krieg im Blick, eine zartklingende und doch fürchterliche Vision in "Wenn's nun anders ausgegangen wär'" anklingen lässt, und sich am Endes des Liedes selbst mit einbezieht:

"Und ich, ich sänge auch nicht mehr
wenn's anders ausgegangen wär' ..."

Ein versöhnliches Ende findet das Buch im letzten Kapitel "Die guten Dinge". Um ein paar schöne Worte in dieser Sache bat einmal eine niederländische überregionale Tageszeitung. Es sind nicht einmal drei ganze Buchseiten, doch alleine für diese Worte lohnt sich das Lesen dieses Buches!

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Cover des Buches Es regnet im Radio (ISBN: 9783426214855)katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Es regnet im Radio" von Herman van Veen

Melodien (s)eines Lebens
katikatharinenhofvor 7 Monaten

Hermann van Veen ist für mich der Inbegriff eines Wortpoeten, der mit wenig ausgesprochenen oder geschriebenen Worten so unglaublich viel zu erzählen hat, denn seine Texte sind reine Poesie und kleine Kunstwerke.

Mit "Es regnet im Radio" lässt er sein Leben Revue passieren, stöbert in Erinnerungen und Anekdoten und weiß diese mit den jeweiligen Liedern zu unterstreichen. Kindheitserlebnisse, das erste Verliebtsein, erste Erfolge als Musiker und das Gründen einer eigene Familie sind untrennbar mit Hits und Evergreens, Kinderliedern und eingängigen Melodien verbunden, die immer wieder Bilder und Emotionen bei ihm wach rufen.

Van Veen blättert im Familienalbum, erzählt von schönen, traurigen und prägenden Ereignissen und gibt so einen sehr vertraulichen, persönlichen und grundehrlichen Einblick in sein Privatleben frei. Man lernt den einfühlsamen Menschen Hermann van Veen hinter dem erfolgreichen Künstler Hermann van Veen kennen und merkt, dass er sehr geradlinig, offen und integer ist.  

Ein Mann, der so unglaublich viel bewegt und sich für das Wohl der Menschen einsetzt, der mit offenen Augen und einem großen Herzen durch die Welt geht und sie mit seinem Engagement noch ein bisschen l(i)ebenswerter macht.

Hermann van Veen berührt und verzaubert mich mit diesem Buch- wieder einmal , denn er weiß, wie man die Klaviatur des Lebens spielt.

 

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Cover des Buches Solange es leicht ist (ISBN: 9783426214626)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Solange es leicht ist" von Herman van Veen

Wolkenblick
Thomas_Lawallvor 2 Jahren

Wenn ein Musiker und Entertainer 180 CDs und 80 Bücher veröffentlicht hat, darf man gespannt sein, was er in einem weiteren Buch überhaupt noch zu sagen hat. Kennt man Herman van Veen von Konzertbesuchen, ahnt man erstens, dass es sehr viel sein wird und zweitens, dass er alle Dramen, so schlimm sie auch werden mögen, mit einem Lächeln besiegeln und damit besiegen wird.

Wobei man das Alter nicht wirklich besiegen kann. Besingen aber schon. Und mit 74 Jahren herumhüpfen funktioniert auch noch recht gut, was der Meister u. a. bei seinem diesjährigen Konzert in Stuttgart eindrucksvoll bewiesen hat. Insofern waren für das Titelfoto des Buches keinerlei Tricks vonnöten ...

In Abwesenheit der Eltern fand der elfjährige Herman dereinst, hinter Büchern versteckt, ein Buch über den zweiten Weltkrieg. Jetzt versteht er, "weshalb die Stimmen seiner Eltern leiser wurden, wenn sie über den Krieg redeten". Zerstörte Städte und der millionenfache Tod waren für ihn Neuland. Nichts mehr war wie vorher. Vielleicht das Ende seiner Kindheit. Und der Beginn einer diffusen Angst.

Jener nicht greifbare Zustand hielt an, bis eine Lösung des Dilemmas heranschlich. Herman fand etwas heraus: "Etwas sehr Kluges und Kleines." In eine "andere Dimension" zu reisen brachte Erlösung und "sich klein denken". Oberhalb der Gardinenstange gab es ein Loch, welches in eine rettende Parallelwelt führte. "Lang lebe die Fantasie."

Die zahllosen Geschichten und Erinnerungen haben alle etwas gemeinsam. Sie verzweigen sich endlos, kommen vom Hundertsten ins Tausendste, und nehmen jeweils, aus den Tiefen der Vergangenheit, Bezug auf die Gegenwart in all ihren Farben und Schattierungen. So zu erzählen ist alles andere als gewöhnlich und dabei merkwürdig anregend. Es fegt einseitige Betrachtungen auf der Stelle ins Nichts und ad absurdum.

Alles scheint mit allem in Verbindung zu stehen. Rückblenden in detaillierte Kindheitserinnerungen, die Tragödie seiner nicht vorhandenen Geschwister, Selma Meerbaums Gedichte, die schwarze Wand, die er manchmal sieht, anatomische Details einer "Sex Doll", ein Zahnarztbesuch, oder die Quantentheorie und überhaupt die ganze Achterbahn seines Lebens.

Doch egal was passierte und passiert, immer wieder sind es die Wendungen, die eine Katastrophe plötzlich ins Gegenteil verkehren. Vielleicht ist es so, weil Herman van Veen das Staunen einfach nicht lassen kann. Sein Publikum tut es seit 50 Jahren und doch ist er es, wie er schreibt, der am meisten staunt.

Ja, er wird älter, aber, wie soll es auch anders sein, er macht aus dieser Not eine Tugend. Da steht ein Stühlchen auf der Bühne, auf welchem er immer öfter einfach mal ein Päuschen einlegt. Seinen jüngeren Kolleginnen und Kollegen gibt er dann gerne "Raum zum Glänzen".

Es ist mit diesem Buch wie bei den Konzerten. Man nimmt ein Füllhorn an Eindrücken mit, um fortan frohen Mutes und mit stark erweitertem Horizont seinen ganz persönlichen Weg weiterzugehen. Mit einer Träne im Auge und dem Blick auf den Platz zwischen den Wolken.

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Herman van Veen wurde am 14. März 1945 in Utrecht (Niederlande) geboren.

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