Hermann Bauer Lenauwahn

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Inhaltsangabe zu „Lenauwahn“ von Hermann Bauer

Nach dem Begräbnis eines pensionierten Gymnasiallehrers ereignen sich merkwürdige Dinge: Ein Schüler wird vor dem Jedleseer Friedhof niedergeschlagen, aus dem frischen Grab verschwindet ein Anzug und Stefan, der Neffe des bestohlenen Toten, ist plötzlich unauffindbar. Dessen Mutter Brigitte bittet Chefober Leopold um Hilfe. Lebt Stefan noch? Als ein grausamer Mord geschieht, führt die Spur zunächst zu dem seltsamen Absolventenverein »Lenaubrüder« in Stockerau. Leopold hat alle Hände voll zu tun …

Oberkellner Leopold muss ermitteln nachdem ein Lehrer tot ist und sein Neffe verschwunden...

— Norskehex

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Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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  • Lenauwahn

    Lenauwahn

    Norskehex

    28. September 2014 um 16:53

    Der pensionierte Lehrer Hannes Langthaler stirbt, sein Neffe Stefan verschwindet vom Leichenschmaus und ist unauffindbar. Drei Jungs strolchen als Mutprobe auf dem Friedhof herum, einer von ihnen findet die Leiche des Lehrers nackt im offenen Sarg liegen. Ein weiterer der drei wird außerhalb des Friedhofs niedergeschlagen und kann sich an nichts mehr erinnern. Die Schwester des Lehrers sucht verzweifelt ihren Sohn, während ihr Mann und der andere Sohn glauben der sei nur mal - wie wohl schonmal - für kurze Zeit untergetaucht. Brigitte Renner, die Schwester des Lehrers und Stefans Mutter, sucht Hilfe beim Oberkellner des Café Heller, Leopold. Der wiederum ist gut befreundet mit Thomas, einem Lehrer der drei Mutprobe-Jungs, und dem Chefinspektor. Leopold will Frau Renner helfen, hat jedoch keinerlei Hinweise. Seltsam findet er nur das Verhalten der anderen Familienmitglieder. Stefans Frau will sich scheiden lassen und macht sich nur Sorgen, ob Stefan zur Scheidung auch wieder auftauchen wird. Fast alle Renners sind Mitglieder im geheimen Club der Lenaubrüder, der von Langthaler gegründet worden war. Diese Mitglieder sind mehr oder weniger fanatische Fans des Dichters Lenau. Oberkellner Leopold hat aber noch ein anderes Problem, seine Chefin Frau Heller kam auf die Idee im Café Kulturabende zu veranstalten. Gleich der erste Abend wird beinahe zur Katastrophe. Nachdem die alternde Diva Gattermann durchgesetzt hat, dass sie als Hauptact auftreten darf, verschwindet ihr Pianist kurz vor dem Auftritt unbemerkt aus dem Café und kehrt nicht mehr zurück. Das kann er auch nicht, denn er wird kurz darauf ermordet vor dem Friedhof aufgefunden, auf dem Langthaler bestattet wurde. Leopold sieht einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen und beginnt zu ermitteln. Denn seiner Meinung nach sind alle in diesem Fall verdächtig. Und er hätte sicher mehr Zeit und Konzentration, wenn ihm nicht die Liebe in Gestalt der Erika Haller (Achtung! Haller nicht Heller, die Dame hat nix mit der Chefin zu tun) dazwischen kommen würde. Wo ist Stefan? Lebt er noch? Wer hat den Pianisten ermordet? Und welche Rolle spielen die seltsamen Lenau-Brüder? Ein gelungender Krimi, bei dem ich bis zum Ende nicht rausgefunden habe wer der Mörder war und warum. Die Auflösung hat mich dann ein ganz klein wenig enttäuscht, die fand ich etwas seltsam motiviert, aber gut. Insgesamt find ich die Geschichte großartig. Es gelingt dem Autor den Leser mit ins Wien der Herbstzeit zu nehmen und man sehnt sich ab und zu danach auch in diesem Kaffeeehaus zu sitzen und mit Leopold den Fall zu diskutieren - und dabei einen leckeren Kaffee zu trinken.  Und in diesem Fall passt der Titel auch perfekt zur Geschichte, viele der Verdächtigen sind auch wirklich einem Wahn um diesen seltsamen Dichter Lenau verfallen (den gab´s übrigens wirklich). Witzig find ich die Idee, dass ein Oberkellner die Ermittlungen aufnimmt. Das ist mal was ganz anderes. Gefallen hat mir auch, dass man die Geschichte nicht ins perfekte Hochdeutsch übersetzt hat, sondern viele österreichische Ausdrücke/Redeweisen beibehalten wurden (wer´s nicht versteht, hinten gibt´s ein kleines Wörterbuch). Das ist zwar manchmal a bisserl ungewohnt, aber es bringt doch die Atmosphäre und den Wiener Schmäh sehr gut rüber. Ich denke, ich werd noch andere Geschichte mit dem Oberkellner Leopold lesen. Mal sehen, ob ich Schauplätze im Oktober wiederentdecke, wenn ich nach Wien reise :-) Also, auf jeden Fall schnell das Buch kaufen und mit Leopold auf Ermittlungstour durch Wien gehen!

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  • Regionen-Krimi mit viel Authentizität

    Lenauwahn

    AusZeit-Mag

    16. September 2013 um 17:03

    ~Inhalt~ Der Tod des pensionierten, betagten Gymnasiallehrers Hannes Langthaler ist der Beginn einiger mysteriöser Vorkommnisse in Wien und in der Stockerau. Alles beginnt mit einer harmlosen Spielerei. Stefan und Horst Renner, die Neffen des toten Lehrers, spielen bei einer Partie Billard im altbekannten Floridsdorfer Kaffeehaus Heller aus, wer den Leichenschmaus für den Onkel bezahlen muss. Stefan, bekannt für makabre und ordinäre Witzeleien, fordert seinen Bruder schlussendlich dazu heraus, dem Onkel vor seiner endgültigen und wohlverdienten Ruhe den „Leichen-Anzug“ zu entwenden. Es soll eine Nacht-und-Nebel-Aktion direkt nach dem Leichenschmaus werden. Nachdem Horst seinem Bruder mehr als deutlich gemacht hat, was er von dieser Aktion hält, ergreift Stefan nach der Beerdigung selbst die Initiative. Da ihn keiner bei dieser Abscheulichkeit unterstützen möchte, muss er wohl oder übel alleine ran. Und so macht er sich in der Nacht auf den Weg zum Jedleseer Friedhof. Schnell spricht sich herum, dass das Grab von Hannes Langthaler geschändet wurde. Zeitgleich wird ein Schuljunge auf dem Friedhofsgelände niedergeschlagen. Und es wäre kein Kaffeehaus-Krimi von Hermann Bauer, wenn Chefober Leopold nichts von alldem mitbekommen hätte. So bietet er auch in dieser Geschichte den Angehörigen und seinem Freund Oberinspektor Richard Juricek vollste Unterstützung an. Als dann auch noch der Pianist Gottfried Eichinger ermordet aufgefunden wird, führen alle Spuren zu den „Lenaubrüdern“. Und so ermitteln Chefober Leopold und sein Freund Thomas Korber auf eigene Faust. Was hat diese Bruderschaft rund um den österreichischen Schriftsteller Nikolaus Lenau mit dem Einbruch bei Hannes Langthaler, dem Verschwinden von Stefan Renner und dem Mord an Eichinger zu tun? ~Einschätzung~ Mein Lieblingscharakter: Ich bin ein absoluter Fan von Leopold. Der Hauptcharakter in Hermann Bauers Büchern wird so klar und deutlich gezeichnet, dass ich ihn direkt vor Augen habe. Dies ist meiner Meinung nach eine besondere Kunst eines Schriftstellers. Man liest eine Geschichte und weiß sofort, wie jemand aussieht, wie jemand spricht oder wie wundervoll es in einem Kaffeehaus duftet. Auch die Idee, einen Kellner – Verzeihung Ober ;-) – in einem Mordfall ermitteln zu lassen, finde ich sehr nett. Allerdings muss ich sagen, dass ich diese kleine Liebelei mit Erika Haller nicht ganz so gelungen finde. Irgendwie passt das für mich nicht 100 %ig zu dem Charakter Leopold. Bezug zu dem Dichter/Schriftsteller Nikolaus Lenau: Den Bezug zu dem – für mich bisher unbekannten – Dichter Nikolaus Lenau finde ich sehr interessant. So gibt es in „Lenauwahn“ seit Jahren eine Gruppierung, die sich mit dem Leben und den Werken rund um Lenau beschäftigt und sich in regelmäßigen Treffen darüber austauscht. Hannes Langthaler war dort genauso Mitglied wie z. B. seine Neffen oder der ermordete Pianist. Ist der Mörder unter den „Brüdern“ zu finden? Besonders interessant finde ich, dass Lenau so einen großen Stellenwert in der niederösterreichischen Kleinstadt Stockerau (ca. 25 km von Wien entfernt) hat, obwohl er lediglich drei Jahre – meist in den Schulferien – zu Besuch bei seinen Großeltern war. So entstand mit den Jahren in der sogenannten „Lenau-Stadt“ z. B. auch ein Zentrum für Lenau-Forschung. Kriminalfall: Hermann Bauer führt den Leser ganz schön an der Nase herum. Ich lag mit meiner Theorie wieder einmal total falsch. So hatte ich phasenweise bis zu drei mögliche Mörder im Visier. Aber genau das ist das Schöne an diesem Krimi. Ein scheinbar leicht zu lösendes Verbrechen, auf den ersten Blick scheint alles vollkommen klar zu sein. Doch dann entfaltet sich der Kriminalfall in seiner ganzen Breite und Tiefe, ohne auch nur einen langweiligen Moment aufkommen zu lassen. Kompliment! ~Fazit~ „Lenauwahn“ ist der 6. Kaffeehaus-Krimi von Hermann Bauer. Bereits 2008 entstand der erste Krimi rund um den Chefober Leopold. Leider kannte ich Hermann Bauer bis vor kurzem noch gar nicht. Der hervorragende und witzige Schreibstil – gepaart mit einer Wiener Leichtigkeit – haben mich aber sofort in den Bann gezogen. Selten habe ich bei einem Regionen-Krimi so viel Authentizität erlebt und mich grandios unterhalten gefühlt wie bei „Lenauwahn“. Alles in Allem gibt es von mir – aufgrund kleinerer Abzüge – 4 von 5 Punkten für ein tollen Wiener Krimi! (SM) Serieninfo für Neueinsteiger 1) Fernwehträume (2008) 2) Karambolage (2009) 3) Verschwörungsmelange (2010) 4) Philosophenpunsch (2011) 5) Nestroy-Jux (2012)

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