Hermann Häring Freiheit im Haus des Herrn

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Inhaltsangabe zu „Freiheit im Haus des Herrn“ von Hermann Häring

Warum sich die Kirche mit der Gegenwart versöhnen muss - Eine Streitschrift wider Rückständigkeit und Unfehlbarkeitswahn und für eine moderne, offene Kirche - Ein Appell an die Kirchen, einen neuen, weltethisch fundierten Weg einzuschlagen Wer soll uns auf das aufmerksam machen, was zum Himmel schreit, wenn nicht die Kirchen? Als weltweit agierende Repräsentanten des Christentums fällt den Kirchen für das 21. Jahrhundert eine eminent kulturelle und hochpolitische Aufgabe zu. Allerdings dürfen sie ihre moralischen Absichtserklärungen nicht mehr von ihrem Verhalten abspalten. Sie werden so wirken, wie sie faktisch sind. Sie sind glaubwürdig oder sie werden entlarvt. Denn im interreligiösen und interkulturellen Vergleich bleibt ihnen nur noch ein unverstellter Ausgangspunkt. Der säkulare und kritische Diskurs einer weltweiten Zukunft lässt keine schlechten Beteuerungen und Inszenierungen mehr zu. Dieses Buch zieht daraus besonders für die katholische Kirche die fälligen Konsequenzen.

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  • Rezension zu "Freiheit im Haus des Herrn" von Hermann Häring

    Freiheit im Haus des Herrn

    WinfriedStanzick

    25. June 2011 um 13:22

    „An der Basis christlicher Kirchen gelten schon viele Fragen der Lehre und der Ethik als gelöst, über die in offiziellen Rängen noch keine Einigung erkennbar ist. Es wird endlich Zeit, die Prozesse des Redens und des Hörens einmal umzukehren. Denn der Geist wirkt nicht nur unter Gelehrten und Geweihten. Er wirkt ebenso dort, wo glaubende Menschen im Geiste Christi und in der Erfahrung eines christlichen Lebens zusammenkommen. Die Ökumene ist viel weiter, als man es sich in Rom und in manchem Ordinariat vorstellen kann.“ Mit diesen Sätzen fasst der katholische Theologe und enge Mitarbeiter Hans Küngs seit vielen Jahrzehnten sein Buch über die „Freiheit im Hause des Herrn“ zusammen. Ein überaus kritisches Buch, das jedoch voller Glauben und Hoffnung den gegenwärtigen Zustand der katholischen Weltkirche nicht für das letzte Wort des Heiligen Geistes hält, sondern viele Entwicklungen benennt, die überall auf der Welt, aber eben auch in Westeuropa langsam aber sicher das Ende der „klerikalen Weltkirche“ einläuten. Nachdem er schon 2009 in seinem Buch „Im Namen des Herrn: Wohin der Papst die Kirche führt“ die Theologie Josef Ratzingers einer kritischen Analyse unterzogen hatte, geht es in seinem neuen Buch um eine tiefgreifende Kritik des Kirchenverständnisses, das nicht nur in Rom, sondern auch in vielen deutschen Bistümer restauriert wird. Man glaubt offenbar so durch die offensichtliche Krise zu kommen, die auch von den Bischöfen nicht geleugnet wird. Aber statt an die Wurzeln der Krise zu gehen, und sich für echte Reformen zu öffnen, die durchaus auf dem Boden des Neuen Testaments wären, zieht sich nicht nur Papst auf sichere Positionen zurück. Darauf wird kein Segen liegen. So hat die Kirche keine Zukunft. Härings Buch ist ein Hoffnungsstrahl für alle die Hunderttausenden von Christinnen und Christen, die sich nach wie vor, oft gegen den heftigen, meist aber sehr subtilen Widerstand ihrer immer weniger und ausgebrannter werdenden Priester, in ihren Gemeinden für eine ökumenisch ausgerichtete Glaubens- und Lebenspraxis engagieren.

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