Hermann Hesse Der Weltverbesserer

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(3)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Weltverbesserer“ von Hermann Hesse

Der fünfte Band der Sämtlichen Erzählungen bringt in der Abfolge ihrer Entstehung die neben den Romanen Roßhalde und Demian entstandenen Prosadichtungen des 30- bis 40-jährigen Hesse. Die meisten von ihnen (außer Seenacht, Die Braut und Das Haus der Träume) hat der Autor selbst in seine Bücher aufgenommen. Autobiographisches, wie u.a. der Wandertag, Das Nachtpfauenauge und die den Gerbersau-Zyklus abschließenden Erzählungen Der Zyklon und Autorenabend wechseln ab mit fiktionalen Schilderungen wie Pater Matthias, Der Weltverbesserer, Robert Aghion und den unter Pseudonym veröffentlichten zeitkritischen Parodien aus dem Ersten Weltkrieg. Ein Glanzstück des Bandes ist die Erzählung Im Presselschen Gartenhaus, worin mit ebenso kenntnisreichem wie kongenialem Einfühlungsvermögen ein Ausflug des kranken Hölderlin mit seinen jungen Verehrern, den Tübinger Theologiestudenten Wilhelm Waiblinger und Eduard Mörike, geschildert wird.

Stöbern in Romane

Romeo oder Julia

So viel hatte ich mir von der Leseprobe versprochen ... und wurde bitterlich enttäuscht.

Marina_Nordbreze

In einem anderen Licht

Eine ernste Thematik lädt zum Innehalten ein!

Edelstella

Ein Gentleman in Moskau

Ein Einblick in eine große Menschenseele und in die russische Geschichte! Wunderbar!

Edelstella

Die zwölf Leben des Samuel Hawley

Eine wunderbar mäandernde Geschichte über einen Gauner und seine Tochter, der seiner Vergangenheit zu entkommen versucht. Sehr lesenswert.

krimielse

Wer hier schlief

Philipp verlässt sein durchschnittliches Leben für Myriam. Doch es kommt ganz anders. Statt mit ihr aufzusteigen fällt er, und fällt er...

Buchstabenliebhaberin

QualityLand

Verrückt und schwarzhumorig. Mit schrulligen Charakteren und einer leicht bedrückenden Stimmung, die trotzdem skurril-komisch ist.

Mlle-Facette

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Weltverbesserer" von Hermann Hesse

    Der Weltverbesserer
    Sokrates

    Sokrates

    09. October 2011 um 10:27

    Es gibt wenige Erzählungen, die einen tief drinnen berühren. Bei mir gelingt dies fast ausnahmslos nur Hermann Hesse – und „Kinderseele“ – die letzte der Erzählungen in diesem Band - ist so eine. . Hesse erzählt aus der Perspektive eines Erwachsenen im Rückblick von seiner Kindheit. Der Fokus liegt auf der eigenen Kindheit, die – als er die Geschichte schreibt – bereits weit über 30 Jahre in der Vergangenheit liegt. Er schreibt von Ängsten, von ersten, aber noch unsinnigen Freundschaften; er schreibt von der Faszination des Vaters, dessen intellektueller Attraktivität und der gleichzeitigen Dis-tanziertheit, die der Junge einzunehmen versucht, als er sich gegen die zu harte Autorität des Vaters durchzusetzen versucht. Dieses stetige Geben und Nehmen zwischen Eltern und ihren Kindern, das Ringen des Kindes um festen Halt in seinem Leben, um Persönlichkeit, innere Festigkeit und Opti-mismus sind typische Themen Hesses in seinen Büchern. In „Kinderseele“ bringt er diese „Jugendschmerzen“ in sprachlich perfekter Form aufs Papier. Ein Lesegenuss für die eigene Seele! . Der Band beinhaltet sämtliche Erzählungen der Jahre 1910 bis 1918; so auch zwei, die sich unmittelbar mit dem Kriegserlebnis – dem ersten Weltkrieg – beschäftigen und überdeutlich die Frage nach dem Sinn eines Krieges stellen. Hesse selbst, überzeugter Pazifist, fragt mit vehementer Dringlichkeit, wozu Krieg nötig sei. Für ihn besteht der Sinn des Lebens darin, als Mensch zu wachsen, eines jeden inneren Sinn zu finden und den eigenen Weg zu beschreiten. Von dieser Lebenseinstellung zeugen auch die in diesem Band enthaltenen Erzählungen. Und: Hesse weiß sehr viel über die Jugend und die Kindheit zu erzählen; er schafft es – und das zu jeder Zeit in seinem eigenen Leben – über diese warme Zeit des Lebens zu berichten. Er hält die Erinnerungen hieran aufrecht, Erinnerungen, die einem auch im Alter diese tiefe Wärme zurückgeben, die man später einmal vermissen wird. Das Auf-gehoben-sein in der Jugend, bei den Eltern, fern mancher Erkenntnis über die Grausamkeit des Le-bens – dieses Idyll beschreibt Hesse ohne es zu verklären in so perfekter Form, dass man hiervor nur den Hut ziehen kann.

    Mehr