Hermann Hesse Die schönsten Erzählungen

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(4)
(5)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die schönsten Erzählungen“ von Hermann Hesse

Hermann Hesses Erzählungen zeigen den Weg und die Entwicklung eines Dichters, der es sich leisten kann, auf alles Sensationelle, Extravagante und Makabre zu verzichten, weil er auch ohne absichtsvoll arrangierte Spannung zu fesseln versteht, indem er den Leser mit sich selbst, seinem eigenen Schicksal, seinen Erfahrungen und Wahrnehmungen konfrontiert und ihn dabei in seinen besten Intentionen bestärkt. Außergewöhnlich ist auch die thematische Vielfalt dieser Geschichten. Nicht nur die unübertroffene Darstellung von Kindheits-, Jugend- und Pubertätserfahrungen macht das Unverwechselbare dieses Erzählers aus.Liebesgeschichten, Schicksale von Aussteigern und Außenseitern jeder Art, aber auch Gestalten aus der Literaturgeschichte werden zum Leben erweckt. Natur und Magie, städtisches und ländliches Ambiente auf Schauplätzen, die bis nach Indien reichen, bilden den Hintergrund dieser Geschichten.

Stöbern in Romane

Der verbotene Liebesbrief

Lucinda meets crime

Pat82

Wer hier schlief

Ein Suchender, der das Leben noch nicht richtig kapiert hat, sich selbst ein Bein stellt.

dicketilla

QualityLand

Krass durchdachte, fesselnde und mit größeren Prisen Humor und Zynismus ausgestattete Dystopie-Satire. Definitiv empfehlenswert!

Walli_Gabs

Underground Railroad

Packendes Buch über die Sklavin Cora. Der letzte Bereich versucht alles Handlungsstränge zu einem Ende zu bringen.

Alexlaura

Heimkehren

Intensiver Roman, der eine Familie über mehrere Generationen hinweg verfolgt

lizlemon

Durch alle Zeiten

Sehr spannend und bewegend

silvia1981

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die schönsten Erzählungen" von Hermann Hesse

    Die schönsten Erzählungen
    HeikeG

    HeikeG

    22. May 2007 um 13:11

    Unheldische Helden Hesse - schon allein der Name verursachte in meiner Schulzeit Bauchschmerzen. Aber irgendwie werden wir alle älter und (manchmal) auch weiser. Mittlerweile gehört Hermann Hesse zu meinen Lieblings-Klassikern, denn hinter seinen geschriebenen Worten verbirgt sich solch große Weisheit und Erkenntnis, Erfahrung und eine unglaubliche Beobachtungsgabe. Diese ausgewählten Erzählungen zeigen den Weg und die Entwicklung eines Dichters, der es sich leisten kann, auf alles Sensationelle, Extravagante und Makabre zu verzichten. Denn er versteht es, auch ohne absichtsvoll arrangierte Spannung zu fesseln. Dies erreicht er dadurch, indem er den Leser mit sich selbst, seinem Schicksal, seinen Erfahrungen und Wahrnehmungen konfrontiert und ihn bestenfalls darin bestärkt. Hesses Erzählungen beschränken sich immer auf das Erlebte. Dabei kommt der Erzähler immer mit einem Minimum an Handlung aus. Die Lektüre verliert jedoch niemals an Spannung. Seine Helden, die immer so wohltuend "unheldisch" sind, zeigen dabei die ganze Vielfalt von menschlichen Verstrickungen und Verhaltensweisen. Der (schwäbische) Alltag dient ihm dabei als Kulisse. Und gerade dadurch erkennt man sich selbst oder vielleicht auch vertraute Schicksale wieder. Eine wunderbare Mischung aus Kindheits-, Jugend- und Pubertätserfahrungen, aber auch ein Stück deutsche Vergangenheit findet sich in diesen Geschichten. Wunderbar geschildert werden außerdem der Alltag der Zünfte und Gewerbe sowie die Sprache und Sitten der fahrenden Handwerksleute. Folgende Erzählungen sind in dem Band enthalten: Der Wolf (1903) Aus Kinderzeiten (1903/04) In der alten Sonne (Januar/Februar 1904) Der Lateinschüler (Januar bis Juli 1905) Heumond (1905) Das erste Abenteuer (1905) Casanovas Bekehrung (1906) Hans Dielamms Lehrzeit (Februar 1907) Taedium vitae (Juli 1908) Die Verlobung (September bis Oktober 1908) Die Stadt (Februar 1910) Doktor Knölges Ende (1910) Pater Matthias (1910) Der Weltverbesserer (1910) Das Nachtpfauenauge (1911) Robert Aghion (1912) Der Zyklon (1913) Autorenabend (1912) Wenn der Krieg noch zwei Jahre dauert (1917) Kinderseele (Dezember 1918 bis Februar 1919) Die Fremdenstadt im Süden (Mai 1925) Der Bettler (Juli 1948) Unterbrochene Schulstunde (1948) Kaminfegerchen (Februar 1953) Kurt Tucholsky schrieb einmal über ihn: "Hermann Hesse hat, fern vom Problematischen, immer gut gespielt: seine naturalistischen Schilderungen sind fast unübertroffen, kräftig im Ton, bunt in der Farbe, sauber, voll Blut und Luft und Atmosphäre ... Er kann, was wenige können, er kann einen Sommerabend und ein erfrischendes Schwimmbad und die schlaffe Müdigkeit nach körperlicher Anstrengung nicht nur schildern - das wäre nicht viel -, aber er kann machen, dass uns heiß und kühl und müde ums Herz wird." Dem gibt es nichts hinzuzusetzen, außer: Ein wunderbares Buch!

    Mehr