Hermann Hesse In Weihnachtszeiten

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Inhaltsangabe zu „In Weihnachtszeiten“ von Hermann Hesse

»Meiner Kindertage denk ich nun, / Lang vergessener Märchenton erwacht: / Glocken läuten und auf Silberschuhn / Geht das Christkind durch die weiße Nacht.« Es sind vor allem Kindheitserinnerungen, die sich für den Dichter Hermann Hesse mit Weihnachten verbinden. Doch je älter er wurde, desto mehr distanzierte sich Hesse von der geschäftstüchtigen Rührseligkeit, die mittlerweile das »Fest der Liebe« bestimmt. Ein Zwiespalt von Ehrfurcht und spöttischer Distanz durchzieht Hesses hier gesammelte Betrachtungen und Erinnerungen, die er zu diesem »trotz allem Schwindel doch immer wunderbaren Fest« geschrieben hat.

»Wer Hesse mag, wird dieses Büchlein lieben, denn seine Gedanken über die Weihnacht präsentieren in nuce des Dichters Blick auf die Welt – und seine Sprache in schönster Blüte.« Deutschlandradio Kultur
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  • Als noch jeder wusste, was Weihnachten bedeutete

    In Weihnachtszeiten

    Duffy

    14. December 2017 um 18:43

    Dieser kleine Band ist eine schöne Ergänzung zu der Insel-Reihe der Jahreszeitenbücher. Die Asuwahl besorgte auch dieses Mal Volker Michels, der auch ein kurzes und fundiertes Nachwort verfasste.Wie in seinen Naturbeschreibungen ist Hesse auch in seinen Gedanken und Beobachtungen zur Weihnachtszeit der Autor, der den Leser fühlen lässt, was seine Worte vermitteln sollen. Und wie in vielen seiner Schriften zum Zustand und Wandel der Welt geht er auch hier auf die Reduzierung dieses Festes zur reinen kommerziellen Veranstaltung ein. Des Dichters Verhältnis zu Weihnachten verschlimmerte sich mit den Jahren, er übte zwar nicht die Totalverweigerung, geißelte aber doch die Entwicklung des "Rituals" zu einer sinnentleerten Konsumorgie. Umso stärker schöpfte er bei diesen hier vorliegenden Texten aus seinem Fundus der Kindheitserinnerungen, einer genügsamen Zeit, in der der Charakter des Christenfestes gewahrt blieb.Wenn man sich überlegt, wann diese Texte entstanden und wie ähnlich Hesses Bebachtungen der heutigen Zeit sind, dann kann man prognostizieren, was viele schon als Gewissheit empfinden: Der Sinn und Ursprung des Weihnachtsfestes wird irgendwann nur noch eine verschwommene Idee sein.Deswegen ist es schön, dass es dieses Büchlein gibt, denn einige der Texte berichten, worauf es in dieser Zeit einmal ankam.

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