Hermann Hesse Narziß und Goldmund

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Inhaltsangabe zu „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse

Hermann Hesses Erzählung über den Gegensatz zwischen Geist- und Sinnenmenschen und ihre produktive Vereinigung im Künstler ist eine moderne Gestaltung des Don-Juanund Casanova-Motivs. Sie ist aber auch ein Loblied der Freundschaft, voller Abenteuer in einem zeitlosen Mittelalter. Klösterlicher und städtischer Kunstbetrieb, Zigeunermädchen und Vagantenpoesie: 'Alle diese Elemente deutsch-romantischer Erzählkunst vereinen sich hier in seltener Vollständigkeit' (Rolf Schneider). Jahre bevor der Nationalsozialismus die kulturellen Traditionen Deutschlands mißbrauchte, hat Hesse in diesem Roman die Idee von Deutschland und deutschem Wesen, die er seit seiner Kindheit in sich trug, dargestellt und ihr seine 'Liebe gestanden, gerade weil ich alles, was heute spezifisch deutsch ist, so sehr hasse', schrieb er 1933.
Zu Hesses Lebzeiten war 'Narziß und Goldmund' das erfolgreichste seiner Bücher. Die deutsche Gesamtauflage von 1930 bis heute beträgt mehr als zwei Millionen Exemplare. Übersetzt ist der Roman mittlerweile in dreißig Sprachen.

'Ein wunderschönes Buch in seiner poetischen Klugheit, seiner Mischung aus deutsch-romantischen und modern-psychologischen, ja psychoanalytischen Elementen.' Thomas Mann

Leider habe ich etwas Tiefgreifenderes von Hesse erwartet. Es ist dennoch ein netter Roman über eine besondere Freundschaft.

— Hazel93

Der Konflikt zwischen Künstler und Geistlichem. Landstreicher- und Verführertum.

— Gedankennomade

Unvergleichlich, einzigartig.

— DriftinHeart

Wunderbar!!

— AnMich_09

Tugendhaftigkeit gegen Tatendrang. Askese gegen weltliche Erfahrung. Zwei Wege, zwei Leben, ein Ziel. Für alle Zwiegespaltenen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich will manchmal einfach jedes Wort von Hesse unterschreiben!!!!

— Phliege

Aus demselben unwirklichen, magischen Stoff waren nachts die Träume gewoben, ein Nichts, das alle Bilder der Welt in sich enthielt, ein Wesen, in dessen Kristall die Formen aller Menschen, Tiere, Engel und Dämonen als allzeit wache Möglichkeiten wohnten. Dieser Satz stammt von Hermann Hesse aus Narziß und Goldmund. Ich habe den Band nun das 3.x gelesen und entdecke immer wieder Neues.

— PeterPan

Einfach Genial ---- Narziss und Goldmund sind Freunde in einem Roman von Hermann Hesse. Sie verkörpern zwei Prinzipien, zwei Arten die Welt zu erfahren. Das muss man lesen.

— Cam

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  • Macht Lust darauf, selbst zum umherstreichenden Künstler und Verführer zu werden

    Narziß und Goldmund

    Gedankennomade

    11. April 2017 um 14:09

    Zumindest fühlte ich so nach der Lektüre. Einerseits fand ich die Gegenüberstellung Künstlernatur-Geistlicher interessant. Andererseits brachte mich Goldmunds Leben nach dem Ausbruch aus dem Kloster auf den Geschmack, selbst so ein Leben zu führen ohne Bindungen, ohne Ziel.Auf www.gedankennomade.net/5-romane-von-hermann-hesse/ habe ich mir weitere Gedanken über diesen und vier weitere Romane von Hermann Hesse gemacht.

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  • Denker und Künstler

    Narziß und Goldmund

    Farbwirbel

    10. January 2017 um 11:27

    Die Erzählung „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse wurde 1930 veröffentlicht und war zu seinen Lebzeiten sein größter Erfolg. Die Geschichte ist ins Mittelalter zurückversetzt und spielt sich erst einmal in der Klosterschule Mariabronn ab. Dort wird Goldmund von seinem Vater hingebracht, damit er gebildet wird und nicht nach seiner Mutter, die der Lust sehr zugetan war, schlägt. Goldmund lernt den Novizen Narziß kennen und die beiden entwickeln eine innige Beziehung zueinander. Dabei ist Narziß Goldmund stets einen Schritt voraus in ihren Diskussionen und ahnt, dass Goldmund alsbald das Kloster verlassen wird. Nachdem Goldmund das erste Mal von der Liebe kostet begibt er sich dann auf Reisen. Er ist ziellos und wandelt durch Wälder und auf Straßen. Zu Beginn ist er vor allem ein Lüstling und schaut fast jeder Frau unter den Rock, wobei er sich selbst stetig in der Kunst der Verführung schult. Verschiedenste Typen lernt er auf seiner Wanderschaft kennen und ist dabei stets zufrieden, wenn auch rastlos und begehrend. Irgendwann entdeckt er dann die Kunst des Schnitzens für sich und lässt sich für einige Zeit als Kunstschnitzer ausbilden. Der Ruf der Ferne wird jedoch immer lauter, so dass er wieder auf die Walz geht. Dabei schafft er es, von der Beulenpest ausgespart zu werden und eher dem Tod hinterher zu laufen, als von ihm verschlungen zu werden. Die verschiedenen Menschen, die Goldmund trifft, bringen seine Charakterentwicklung deutlich voran. Später dann treffen Narziß und Goldmund wieder aufeinander, um Jahre gealtert und in ihrer eigenen Profession einander ebenbürtig. Ja, und es war vielleicht nicht bloß kindlicher und menschlicher, ein Goldmundleben zu führen, es war am Ende wohl auch mutiger und größer, sich dem grausamen Strom und Wirrwarr zu überlassen, Sünden zu begehen und ihre bitteren Folgen auf sich zu nehmen, statt abseits der Welt mit gewaschenen Händen ein sauberes Leben zu führen, sich einen schönen Gedankengarten voll Harmonie anzulegen und zwischen seinen behüteten Beeten sündenlos zu wandeln. Es war vielleicht schwerer, tapferer und edler, mit zerrissenen Schuhen durch die Wälder und auf den Landstraßen zu wandern, Sonne und Regen, Hunger und Not zu leiden, mit den Freuden der Sinne zu spielen und sie mit Leiden zu bezahlen. - S. 431 Die Erzählung ist in 20 längere Kapitel eingeteilt, die auch als Episoden in Goldmunds Leben verstanden werden können. Die letzten Kapitel erzählen dann mehr aus Narziß' Perspektive. Wirklich verwunderlich war für mich der malerische Klang in Hesses Sprache, der schon sehr nah an romantische Texte kommt und teilweise sehr erotisch ist, wenn auch verhüllt erotisch. Zuvor laß ich „Der Steppenwolf“ und „Unterm Rad“ von ihm, in denen er eine ganz andere Sprache verwendet. Dies zeigt mir jedoch nur einmal mehr, wie virtuos Hesse es verstand, mit der Sprache zu spielen und sie seinem Sinnen nach zu formen. Es handelt sich – heruntergebrochen – um den Kampf zwischen Denkern und Künstlern, der bereits so lange währt. Dabei wählt Hesse den Zugang, beide Pole miteinander in enger Freundschaft zu binden und so eine Auseinandersetzung unabdingbar zu machen. Sowohl Narziß als auch Goldmund verzweifeln zu Beginn aneinander und streiten sich immer wieder, doch erst als sie sich Jahre später wieder sehen und sich als ebenbürtig in ihrer Profession erkennen, ist der Kampf ausgefochten, denn sie erkennen: Es gibt gar keinen Kampf. Die Erzählung lädt dazu ein, sich selbst zu reflektieren. Ist man Denker oder Künstler? Ich für meinen Teil finde die Frage sehr schwer zu beantworten und wünschte, Hesse hätte einen Zwischenweg aufgemacht. Er schließt es zwar nicht ganz aus, doch wirklich hoffnungsvoll klingt er nicht. Dabei sollte aber beachtet werden, dass beide Protagonisten Idealfiguren sind und obwohl sie dies sind, brauchen sie einander, um zur Erkenntnis zu gelangen. Ach, und es hatte dies ganze Leben doch nur dann einen Sinn, wenn beides sich erringen ließ, wenn das Leben nicht durch dies dürre Entweder-Oder gespalten war! Schaffen, ohne dafür den Preis des Lebens zu bezahlen! Leben, ohne doch auf den Adel des Schöpfertums zu verzichten! War denn das nicht möglich? - S. 355 Die Erzählung birgt so viel Lesevergnügen und so viele Anstöße zum vertieften Sinnieren, dass ich nicht anders kann, als das Werk weiterzuempfehlen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2500
  • Leserunde zu "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

    SandraWer

    Ich werde dieses Buch lesen und suche Leute, die mitlesen und diskutieren wollen.

    • 6
  • Vielschichtig und schön

    Narziß und Goldmund

    Phliege

    17. May 2015 um 12:33

    Wie wahrscheinlich fast alle, die Herrmann Hesse mal zur Hand genommen haben, gehört "Der Steppenwolf" und "Unterm Rad" zu meiner bisherigen Sammlung. "Narziss und Goldmund" ergänzt die Zusammensetzung der üblich gelesenen Werke wohl ganz gut. Und von den drei Werken sticht letzteres für mich wirklich heraus. Goldmund kommt als Schüler in das Kloster Mariabronn und stürzt sich eifrig in die Lehre, um dem vornehmen und in strenger Askese lebendem Narziss nachzueifern. Doch der erkennt, dass das geistliche Leben dem Inneren des jungen Goldmunds gänzlich widerstrebt und befreit ihn von seiner zwanghaften Vorstellung des tugendhaften Lebens. Entgegen dem ursprünglichen Plan Novize zu werden, zieht Goldmund los in die Welt. Als Vagabund und Frauenheld, Casanova lässt dabei grüßen. Die Handlung ist an dem Buch weiß Gott nicht das Besondere. Das Buch deckt aber so viele Ebenen ab und ist so vielschichtig. Es geht um Geistliches und Sinnliches, die Zusammenkunft von beidem in der Kunst, es geht um Liebe (natürlich geht es um Liebe), um Freundschaft und einfach um ein ganzes Leben. Gleichzeitig ist es aber auch so einfach geschrieben, dass es keine Rolle spielt, ob man Nietzsche gelesen hat oder etwas mit Carl Gustav Jungs "Anima" etwas anfangen kann. In dem Buch spiegelt sich eine große Lebenserfahrung wieder. Kein Wunder, Hesse war fünfzig, als er es schrieb. In dem Buch sind die Ansichten eines ungestümen Jünglings bis zum besänftigten alten Mann enthalten. Mit dem Voranschreiten Goldmunds Reise ändern sich die Nuancen und Wahrnehmungen seiner Liebschaften. Ob unerfüllt, kurz (sehr häufig sehr kurz) oder heftig. Egal ob er über Abschied und Freundschaft schreibt. Ich würde fast jedes Wort Hesses fett unterschreiben und noch mit vielen, vielen Ausrufezeichen untermauern!!!! Der Schreibstil wird in diesem Werk zuweilen als schwülstig beschrieben. Aber ganz ehrlich - Hesse schreibt schön. Ja, es klingt alt. Aber das ist nicht schlecht, vor allem wenn man so ein Werk hinlegt. jedem der Hesse einmal in die Hand nehmen will, lege ich dieses Buch ans Herz. Gegenüber dem Steppenwolf büßt es nichts an Komplexität ein, ihm ist aber einfach besser zu folgen. Und ein bisschen heftiger blinzeln musste ich am Ende dann auch noch.

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  • Eine lange Freundschaft - eine längere Erzählung.

    Narziß und Goldmund

    Iudas

    04. February 2015 um 23:38

    Hermann Hesse ist wohl einer der bekanntesten deutschsprachigen Autoren der frühesten Li­teraturgeschichte. Mit »Unterm Rad« (1906) spricht er auch heute noch vielen Schülern aus der Seele, sein »Steppenwolf« (1927) beflügelte besonders die 60er Generation mit seiner an­tibürgerlichen Haltung. Drei Jahre nach diesem Buch erschien im S. Fischer Verlag das Werk, mit dem ich mich anschließend befassen möchte. Es trägt den schönen und klangvollen Titel »Narziß und Goldmund« – die Namen der bei­den Protagonisten. Der junge Goldmund, einst von der Mutter verlassen und vom Vater streng aufgezogen, trifft in der mittelalterlichen Klosterschule von Mariabronn auf den nur wenig älteren Narziß, der aufgrund seines Intellekts und seiner Begabungen schon ersten Unterricht geben darf. Die bei­den könnten nicht verschiedener sein, sie sind wie »Sonne und Mond, sind Meer und Land« (Kapitel 4). Narziß ist der vornehme, still beobachtende, denkende Asket – Goldmund dagegen der emotionale, unstete Geist, der immer von einer inneren Unruhe getrieben wird und neue, erfrischende Erfahrungen sucht. Und trotzdem verbindet sie eine lebenslange, tiefe Freundschaft, die für beide neue Erkenntnisse bringt. Durch Narziß’ Beobachtungsgabe wird Goldmund schnell deutlich, daß das Leben eines Geistlichen und ein Versinken in den Wissenschaften nicht das seine ist und daß er, angetrie­ben durch seinen mütterlichen Teil, den er lang verdrängte, in die Welt ziehen und Gefühle er­leben muß. Und so trennt er sich von seinem Freund und zieht in den Landen umher, lernt Frauen kennen und lieben und erlebt bunte, schöne, leidensvolle und schreckliche Seiten des Lebens. Doch seinen Freund Narziß kann er nie vergessen… Über dreihundert Seiten stark ist dieses Buch. Und über dreihundert Seiten lang läßt Hesse ein sprachliches Biedermaierfeuer auf den Leser ab, das sich gewaschen hat. Was in »Unterm Rad« noch fast lyrisch daherkam und Atmosphären, Landschaften und Gefühle bildhaft dar­stellte, verkommt hier doch oftmals zu reinen Phrasen, zu goldglänzendem Kitsch, der einfach schön klingt, aber sich wie zähes Gummi in die Länge dehnt. So viele Abhandlungen über Hesses Werk wurden schon geschrieben, über das Verhältnis der beiden Freunde zueinander, über die Einflüsse des Psychologen Carl G. Jung und von Friedrich Nietzsche, über die Aus­wirkungen und das Verständnis von Perfektion. Und ich will »Narziß und Goldmund« diese Tiefe auch nicht absprechen und weiß, daß man durchaus Stunden damit zubringen kann, über die Wirkung der großen Mutter zu diskutieren oder auch das Verhältnis von Emotionalität und Verstand analysieren. Aber über all dem liegt ein dicker Zuckerguß aus gekünstelter Sprache und hölzernen Dialo­gen. Es scheint stellenweise ein idealisierter Historienroman zu sein, in dem die Protagonisten allesamt perfekt wirken und gute Bildung und Manieren aufweisen. »Sie kam nach einigen Tagen wieder, das süße weiße Gespenst, und lag eine Viertelstunde bei ihm, wie das letztemal. Flüsternd sprach sie, von seinen Armen umschlossen, ihm ins Ohr, sie hatte viel zu sagen und zu klagen. Zärtlich hörte er ihr zu, sie lag auf seinem linken Arm, mit der rechten Hand streichelte er ihr Knie. ›Goldmündchen‹, sagte sie sie, mit gedämpfter Stimme dicht an seiner Wange, ›es ist so trau­rig, daß ich nie werde dir gehören dürfen. Es wird nicht mehr lang dauern, unser kleines Glück, unser kleines Geheimnis. Julie hat schon Verdacht, bald wird sie mich zwingen, es ihr zu sagen. Oder der Vater merkt es. Wenn er mich bei dir im Bett fände, mein kleiner Goldvogel, dann ginge es deiner Lydia übel; sie stünde mit verweinten Augen und blickte zu den Bäumen hinauf und sähe ihren Liebsten droben hangen und im Winde wehen. Ach du, lauf lieber fort, lieber jetzt gleich, statt daß der Vater dich binden und aufhängen läßt. Ich habe schon einmal einen hängen sehen, einen Dieb. Ich kann dich nicht hängen sehen, du, lauf lieber davon und vergiß mich; daß du nicht sterben mußt, Göldchen, daß nur in deine blauen Augen nicht die Vögel hacken! Aber nein, du Schatz, du darfst nicht fortgehen – ach, was mache ich, wenn du mich allein läßt.‹« (Kapitel 8) Und in diesem schluchzend-pathetischen Tonfall geht es weiter. Auch Wortwiederholungen fin­den sich zuhauf und können auch nur schwerlich als stilistische Feinheiten durchgehen (dar­über schrieb auch schon der Kritiker Karlheinz Deschner). Die Erzählung plätschert so vor sich hin, immer wieder werden neben ausführlichen Beschrei­bungen der Örtlichkeiten, wie man sie von Hesse kennt, Dialoge derart, wie im Zitat schon er­sichtlich, eingeschoben, die aber oft so gestellt und unwirklich sind und den Text in die Länge ziehen, daß man als Leser schnell in einen »Laß mich mal ein paar Zeilen überspringen«-Mo­dus verfällt. Das ist schade, denn es schlummern viele schöne Gedanken und sprachliche Per­len in dem Text – man muß sie nur unter der Patina aus Wortwülsten erkennen: »Unser Ziel ist nicht, ineinander überzugehen, sondern einander zu erkennen und einer im andern das se­hen und ehren zu lernen, was er ist: des anderen Gegenstück und Ergänzung.« (Kapitel 4). Zwei Drittel des Romans darf man dem streunenden Goldmund dabei zusehen, wie er von Ort zu Ort und von Frau zu Frau geht. Seine wechselnden Liebschaften, an denen er seine Man­neskraft schult und die vor dem Hintergrund seiner verlorenen Mutter gerechtfertigt werden, scheinen kein Ende zu nehmen. Besonders das Frauenbild leidet da doch ganz enorm und auch wenn ich kein Verfechter einer militant emanzipierten Literatur bin, so wurde mir der Umgang mit den weiblichen Personen hier doch irgendwann zu viel. Sie erschienen nur als willenlose Objekte, die reihenweise dem Charme des blonden, wohlerzogenen Jünglings erla­gen. Einzig die Jüdin Rebecca zeigt Charakter und widersetzt sich ihm und ist in der Lage, mit Goldmund eine Konversation auf Augenhöhe zu führen und ihn schlußendlich sogar im Wortgefecht zu besiegen. Diese Ehre einer ordentlichen Charakterisierung und nicht bloß ei­ner reinen Reduktion auf körperliche Merkmale wird keiner anderen Frau zuteil – und es wa­ren viele, die Goldmund in seiner Wanderschaf traf. Aber auch Goldmunds »Gegenstück und Ergänzung« Narziß muß sich eher im Schatten der Erzählung bewegen. Er, der Denker und Wissenschaftler ist per se von diesem Standpunkt aus unfehlbar und daher ist seine Laufbahn im Kloster schon fest vorgegeben und weniger span­nend als es Goldmunds Reise durch das Land sein könnte. Ich möchte mich nicht dazu hinrei­ßen lassen, Narziß zu einem puren Komparsen seines Freundes zu degradieren – dafür prägte er das Leben Goldmunds zu nachhaltig, auch ohne physisch bei ihm zu sein – aber sein Le­ben, seine Gefühle und Gedanken bekommen nur wenig Raum. Ich hatte mir weit mehr von dem Roman erwartet. Hermann Hesse – er konnte mich schon mit so manchen seiner Romane oder mit seiner Lyrik überzeugen. Mit »Narziß und Goldmund« aber gelang ihm das nicht. Es ist kein durchweg schlechtes oder langweiliges Buch, aber es ist doch sehr durchwachsen, wirkt altbackener und aufgeblasener als man es von Hesse kennt. Die Gedanken darin, die Darstellung einer Freundschaft – ja, einer lebenslangen Liebe – zwi­schen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und die gerade dadurch die perfekte Einheit ergeben, sind es wert, gelesen zu werden und ich glaube, vielen Menschen wird darin auch der Spiegel vorgehalten und sie erkennen sich und ihre Mitmenschen darin, wenngleich extremer dargestellt, wider. Der überkanditelte Wortschwulst und das pathetische Geplauder darum machen es aber doch manchmal zu einem anstrengenden, langweilenden Lesen und ich war froh, als ich das Buch endlich zuklappen konnte. Und dabei fährt Hesse gerade zum Schluß mit Goldmunds Tode nochmal einen sprachlichen Leckerbissen auf: »Und mit einer Bewegung, als versuche er den Kopf zu schütteln, flüsterte er: ›Aber wie willst du denn einmal sterben, Narziß, wenn du doch keine Mutter hast? Ohne Mutter kann man nicht lieben. Ohne Mutter kann man nicht sterben.‹ Was er später noch murmelte, war nicht mehr verständlich. Die beiden letzten Tage saß Narziß an seinem Bett, Tag und Nacht, und sah zu, wie er erlosch. Goldmunds Worte brannten in seinem Herzen wie Feuer.« (Kapitel 20)

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  • Ein Denker, ein Künstler, eine Freundschaft

    Narziß und Goldmund

    janett_marposnel

    08. November 2014 um 17:05

    Dieses Buch über die Freundschaft zwischen dem scharfsinnigen Menschenkenner Narziss und dem anmutigen Goldmund beginnt für meinen Geschmack etwas blumig, was daran liegen könnte, dass ich mich an die überschwängliche und bisweilen schwer anmutige Ausdrucksweise Hermann Hesses erst gewöhnen musste. Jedenfalls wurde die Geschichte für mich ab der fünfzigsten Seite interessant, als Narziss seinen Freund und Schüler Goldmund vor Augen hält, dass er im Begriff ist, ein falsches, unaufrichtiges Leben, nämlich das Leben in einem Kloster, führen zu wollen. Nach diesen scheinbar anklagenden, jedoch ehrlichen Worten fällt Goldmund in Ohnmacht, findet danach aber zu sich selbst und verlässt den keuschen Weg, den sein Vater für ihn vorgesehen hatte. Er flieht aus dem dunklen Kloster und beginnt ein buntes, abwechslungsreiches Leben, welches er in vollen Zügen genießt, während sich Narziss in Askese übt, indem er bis zur Selbstaufgabe fastet und betet, um seinen Weg als Mönch antreten zu können. Goldmund indessen liebt die Frauen genauso wie die Wanderschaft von Ort zu Ort und das Umherstreifen zwischen Wiesen und Wäldern. Er will und kann nicht sesshaft werden. Die Sesshaften denken immer nur an die Zukunft und an ihre Sicherheit, Goldmund aber lebt im Hier und Jetzt und bringt kein Verständnis für das nie enden wollende Streben der Anderen auf. Mitunter nehmen aber auch bedrückende Gedanken von Goldmund Besitz. Hin und wieder fühlt er sich vom Leben genarrt. Es stört ihn, dass der Mensch nicht alles haben kann. Entweder lebt man mit allen Sinnen - so wie es der Wanderer tut, aber in solch einem Leben ist alles Schöne vergänglich, denn der Vagabund schafft keine bleibenden Werte. Oder man wird sesshaft, büßt seine Freiheit, die Fülle und Lust des Lebens ein, baut sich dafür ein Denkmal, indem man Unvergängliches wie Kinder, Haus oder Kunst schafft, so wie Meister Niklaus, Goldmunds Lehrmeister, es getan hat. Durch Meister Niklaus entdeckt Goldmund sein Künstlerherz und ist seitdem von der Idee beseelt, Figuren mit Gefühl zu schnitzen, die tief aus seinem Innersten kommen, und es gelingt ihm hervorragend. Jetzt hat er eine Möglichkeit gefunden, Unvergängliches zu schaffen. Durch die Kunst lernt er sich selbst zu verwirklichen. So wie es sich sein Freund Narziss, der geradlinige Denker, einst für ihn erhofft hat. Narziss, der das vollkommene Sein nur im Denken zu finden glaubte und die Kunst für Spielerei hielt, erfährt durch seinen Freund, dass gelebte Kunst etwas sinnliches, etwas freies und lebensbejahendes sein kann und für kurze Zeit zweifelt er an seinem, ihm jetzt borniert vorkommenden, eingeschlagenen Weg als Denker und Asket. Im Nachhinein aber ist er froh, dass sein Freund Goldmund ihm den Liebreiz der Kunst vermitteln konnte und er durch ihn lernen durfte, auch diesen berauschenden Weg zu verstehen. Mehr kann man von einer Freundschaft nicht erwarten und von Hermann Hesse auch nicht, der in diesem Werk so wunderbar leise und doch so stark nach dem Sinn des Lebens sucht.

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  • Zweiteilung

    Narziß und Goldmund

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. June 2014 um 19:17

    Vor allem in Verbindung mit Informationen zu den gängigen Motiven des Autors ist dieses Werk spannend. Die Seele teilt er in vielen Bereichen in zwei Teile. Man kann sich als Leser je nach momentaner Phase im einen oder anderen, im schnelllebigen Goldmund oder im strengen Narziss wiederfinden.

  • Buchverlosung und Diskussionsrunde zur „Bibliothek der Ideen“ von Springer Spektrum

    50 Schlüsselideen Literatur

    Anne_books

    Entdeckungsreisen in die Welt der Literatur, Psychologie und Kunst Platon, da Vinci, Newton, Freud und Brecht – hinter diesen Namen stehen große Ideen und Konzepte. Sie alle hatten großen Einfluss auf ihr jeweiliges Fachgebiet und beschäftigen uns heute noch. Der Springer Spektrum Verlag hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, zu 17 spannenden Themenfeldern jeweils 50 der wichtigsten und einflussreichsten Grundkonzepte zusammenzustellen und in einer „Bibliothek der Ideen“ herauszubringen. Wir starten dazu heute eine aufregende Diskussionsrunde, in der ihr Bücher aus der „Bibliothek der Ideen“ gewinnen könnt! Eine Woche lang habt ihr nun die Chance, euch in den drei Themengebieten: Literatur, Psychologie, Kunst auszutauschen und eure Meinungen, Ideen und Kritikpunkte mit einzubringen. Als Diskussionsanstoß möchte ich euch folgende Fragen zur Seite stellen: • Welcher Autor hat euch am stärksten beeinflusst? (Literatur) • Wie steht ihr zu dem Diskurs eBook vs. Print? (Literatur) • Was ist eurer Meinung nach das herausragende Konzept der Psychologie? (Psychologie) • Stress – jeder hat ihn und keiner kann ihm entgehen. Wie geht ihr damit um? Findet ihr, dass der Stress in der heutigen Zeit zugenommen hat? (Psychologie) • Was versteht ihr unter Kunst? (Kunst) • Was ist euer Lieblingskunstobjekt und wieso? (Kunst) Mehr zu den Büchern: 50 Schlüsselideen: Literatur Wer die Literaturwissenschaften entdecken möchte, ist hier genau richtig. 50 Schlüsselideen Literatur ist eine grundlegende Einführung in alle wichtigen Formen, Begriffe, Themen und Strömungen der Literatur. Das Buch bietet einen klaren, pointierten und umfassenden Überblick über Theorien, die sich mit dem Wesen von Sprache und Bedeutung auseinandersetzen, und skizziert die Gedanken hinter zentralen literarischen Begriffen wie Postmoderne, Semiologie, Postkolonialismus und Strukturalismus. 50 Schlüsselideen: Psychologie Hier können 50 der wichtigsten psychologischen Konzepte entdeckt werden. Psychologie durchdringt heute unsere gesamte Gesellschaft. Kein Krimi, kein Dokumentarfilm, keine Talkshow, kein Arzt-Patienten-Gespräch kommt ohne die Einführung eines psychologischen Blickwinkels aus. Die Psychologie versucht Verhaltensäußerungen und Geistesblitze, Gefühle und Gedanken zu verstehen und zu erklären, und sie berührt dabei verblüffend viele Felder – von Größenwahn und Computerscheu über Krebsursachen, Alkoholabhängigkeit und soziale Mobilität bis hin zur Speicherung von Erinnerungen und zur Herausbildung von Überzeugungen und Vorurteilen. 50 Schlüsselideen: Kunst Mit einer instruktiven Auswahl von Bildern, die beispielhaft Stilmerkmale und künstlerische Ideen zeigen, und mit einer übersichtlichen historischen Zeitleiste wird jede Kunstrichtung in ihren Kontext gestellt und insgesamt ein breiter Überblick über die weltweit bedeutendsten Entwicklungen von Kunst und Design vermittelt. Wem die künstlerische Ausdrucksweise jemals ein Rätsel war und wer sich einen groben Überblick verschaffen möchte, der wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Das ideale Buch, um in die Welt der Kunst(geschichte) einzutauchen und 50 der wichtigsten Ideen / Konzepte / Epochen kennenzulernen. Hier geht es zur kompletten Reihe!! Zu gewinnen gibt es dieses Mal 10 x die drei Bände zu Literatur, Psychologie und Kunst. Als Hauptgewinn stellt Springer Spektrum einmal die komplette Bibliothek der Ideen zur Verfügung! Um mit in den Lostopf zu springen, müsst ihr euch in alle drei Diskussionsrunden einbringen. Wenn ihr euch für unsere Aktion und die Themen interessiert, dann macht mit und diskutiert fleißig in unseren Unterthemen! Ich freu mich auf eine rege Beteiligung und wünsch euch viel Spaß dabei! P.S.: Über Rezensionen zu den Büchern würden wir uns freuen!

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  • Schöne Sprache, schöne Gedanken!

    Narziß und Goldmund

    SandraWer

    03. April 2014 um 10:17

    Goldmund ist die Hauptperson in dem Buch. Das Buch beginnt in seiner Jugend, in der er ganz alleine ins Kloster geschickt wird. Seine stärkste Bezugsperson dort ist Narziß, ein Geistlicher und Gelehrter. Zwischen Goldmund und Narziß entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und Liebe. Klosterschüler Goldmund bei heimlichem nächtlichem Ausflug ins Dorf: „… Am liebsten aber hätte er nichts anderes angeschaut als die Kleine mit den Zöpfen, aber gerade dies verbot er sich. Immer aber, wenn einmal sein Wille nachließ und sein Blick sich zu dem stillen süßen Mädchengesicht hinüber verirrte, fand er unfehlbar ihre dunklen Augen auf sein Gesicht geheftet, wie verzaubert starrte sie ihn an.“ Goldmund hat doch einige Probleme mit dem Klosterleben und entschließt sich eines Tages, das Kloster zu verlassen und in Wanderschaft zu gehen. Lange Zeit lebt er nun als Heimatloser, Tag für Tag, und sammelt viele Erfahrungen. Liebschaften mit Frauen, Tod und Töten; alles das sind Dinge, die Goldmund in diesen Jahren beschäftigen. Bis zu dem Tage, als er eine Lehre bei einem Bildhauer beginnt und anfängt, sich mit der Kunst zu beschäftigen. "Vielleicht, dachte er, ist die Wurzel aller Kunst und vielleicht auch alles Geistes die Furcht vor dem Tode. Wir fürchten ihn, wir schauern vor der Vergänglichkeit, mit Trauer sehen wir immer wieder die Blumen welken und die Blätter fallen und spüren im eigenen Herzen die Gewissheit, daß auch wir vergänglich sind und bald verwelken. Wenn wir nun als Künstler Bilder schaffen oder als Denker Gesetze suchen und Gedanken formulieren, so tun wir es, um doch irgend etwas aus dem großen Totentanz zu retten, etwas hinzustellen, was längere Dauer hat als wir selbst." Er altert schnell und am Ende, zum Tode verurteilt, tritt wiedermals Narziß ins Bilde und rettet Goldmund vor dem drohenden Galgen. Goldmund lebt alsdann wieder im Kloster und arbeitet dort als Künstler. Er wird seßhaft und merkt, dass in diesem Leben dauerhaft etwas fehlt für ihn. Er schöpft all seine Inspiration aus dem abenteuerlichen Leben als Landstreicher und entschließt sich erneut eine Reise zu wagen. Diese Reise wird allerdings seine letzte sein. Er hat nicht mehr genug Kraft und geht an dieser Expedition zugrunde. So schön ist die Sprache Hesses, so viele Sätze, die man nicht vergessen will, weil sie sowohl vom Klang, als auch vom Inhalt sehr berührend sind und oft eine Art Weisheit vermitteln. Wichtige Themen werden behandelt. Die Liebe, der Tod, Vergänglichkeit, Ewigkeit in der Kunst, Gefühl und Verstand und viele andere mehr...

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  • Ein Wort: genial!

    Narziß und Goldmund

    animantis

    26. February 2014 um 21:03

    "Wir zwei, mein Freund sind wie Sonne und Mond, wie Meer und Land, nicht dazu gemacht, ineinander überzugehen, sondern zu erkennen, was der Eine dem Anderen ist: Sein Gegenstück und seine Ergänzung." 
    So ähnlich sagt es der große Hermann Hesse. 
    Gab es je schönere Worte, die die Unterschiede zwischen uns Menschen beschreiben?

  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Rezension zu "Narziss und Goldmund" von Herman Hesse

    Narziß und Goldmund

    luckyup

    30. December 2012 um 16:30

    Geschichte, welche im Mittelalter spielt, aber mit der Selbstfindung zwischen Mystik und Kultur in jede Zeit passt.
    Eine Geschichte zwischen Kommen und Gehen, Verabschiedung und Ankommen und der Beständigkeit von Freundschaft zwischen Männern.

  • Rezension zu "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

    fwieflorian

    30. November 2012 um 20:26

    In einem unvergleichlich schönem und lesenswerten Stil beschreibt Hesse zwei Männer, die jeder eine ganz eigene Form des Lebens repräsentieren. Narziß, der Asket, der Mönch,sogar Abt, der Geistesriese. Bei hm ist jeder Schritt vorhersehbar und folgerichtig. Er ist für ein Leben im Kloster geschaffen. Sein Freund Goldmund dagegen passt nicht in den Rahmen dieser Frömmighkeit. Seine Schritte sind viel weniger bedacht. Er sucht das Abenteuer und verleiht dem Leben durch seine Kreativität und seine Kunstfertigkeit Farbe. Obwohl so gegensätzliche Charaktere, haben sich beide, der strenge, asketische Narziß und der großzügige, sanguinische Goldmund ihre nie in Frage gestellte Menschlichkeit bewahrt. Darauf beruht ihre Freundschaft. Die beiden so klar gezeichneten Chartaktere betrachtend, ist es ist für mich ein Vergnügen, bei manchen Menschen, die ich kennen lerne, mich zu fragen. ob ich einem Neziß gegenüberstehe oder eher einem Goldmund. Sollte ich Politiker benennen, dann stellte ich Richard von Weizsäcker gegen einen Norbert Blüm. Das Buch ist in jedem Falle wärmstens zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Narziss und Goldmund" von Herman Hesse

    Narziß und Goldmund

    Brentini

    10. November 2012 um 20:48

    Das war mein erstes Buch auf Deutsch. Zu Beginn noch eine schwierige Lektüre, entpuppte sich der Roman von Hermann Hesse mit der Zeit als eine schöne und bewegte Geschichte zweier unterschiedlichen Männer, die ihrem Lebenstraum folgen. Sehr schön geschrieben, teilweise in einer aus heutiger Dicht nicht ganz modernen Dprache.

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