Hermann Hesse Siddharta - Eine indische Dichtung

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Inhaltsangabe zu „Siddharta - Eine indische Dichtung“ von Hermann Hesse

Erleuchtung erfährt nur der, der nicht nach ihr sucht, denn wer ständig sucht, kann nichts finden.

— janett_marposnel
janett_marposnel

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  • 120 weise Seiten für alle Zeiten

    Siddharta - Eine indische Dichtung
    janett_marposnel

    janett_marposnel

    08. November 2014 um 16:23

    Siddharta folgt als Kind den Lehren seines Vaters, der Brahmanen und verlässt sein Elternhaus, um sich den Lehren der asketisch lebenden Samanas zu widmen. Drei Jahre verbringt er mit seinem Freund Govinda mittellos im Wald und nimmt den Glauben der Samanas bis zur Vollendung an - bis die beiden Freunde endlich Gotama Buddha, dem Erhabenen begegnen. Dort trennen sich die Wege der Gefährten. Während sich Govinda Gotamas Lehren ganz und gar hingeben möchte, gewinnt Siddharta die Überzeugung, dass ihn kein weiterer Unterricht voranbringen wird, weil er fühlt, dass man den letzten Schritt zur Erkenntnis nur in sich selbst erfahren wird. Kein Lehrmeister der Welt kann einen auf diesem Weg unterstützend begleiten und so verabschiedet er sich von allem, um allein nach dem Pfad der Erleuchtung zu suchen. Was er allerdings findet, ist eine Kurtisane, die verspricht ihn in der Liebeskunst zu unterrichten, wenn er sie dafür bezahlt. Da Siddharta nichts weiter gelernt hat außer denken, fasten, dichten und auf Almosen angewiesen ist, vermittelt ihm die schöne Kamala einen Broterwerb bei dem Kaufmann Kamaswami. Dort erlernt Siddharta die Kunst des Handels und verfügt von nun an über eigenes Geld, welches ihm ein nie zuvor gekanntes Leben mit allen Sinnen zwar eröffnet, aber nicht die gewünschte Erleuchtung bringt. Er nimmt Gewohnheiten an, die er vorher verabscheut hat und nach viel zu vielen Jahren der Fülle, des Überflusses und des Überdrusses, packt ihn plötzlich der Ekel vor sich selbst, vor den Menschen und vor der Stadt - er flieht zurück in den Wald, wo ihm der Fluss, in welchen er sich eigentlich lebensmüde stürzen wollte, plötzlich einer Eingebung folgend, das Leben rettet. Nach einem langen Weg der Einigkeit und Zerrissenheit, der Freude und Trauer, Liebe und Tod bei dem alten und weisen Fährmann Vasudeva erreicht Siddharta im hohen Alter doch noch die Vollendung. Am Ende der Geschichte erklärt er seinem Freund Govinda, dass die Suchenden, so wie Govinda einer ist, sich selbst die Möglichkeit des Findens nehmen, weil sie immer nur nach einem Ziel streben. Wer ständig sucht, kann nichts finden, denn das permanente Suchen führt unbewusst zu Engstirnigkeit. So paradox es auch klingt, aber nur wer nichts sucht, frei und offen für alles und jeden ist, wird finden. Das hat Siddharta selbst erfahren dürfen. Und hier schließt sich nun der Kreis der Erzählung, denn wie Siddharta als junger Mann bereits vermutet hat, kann man Weisheit und Erleuchtung nicht lehren, man kann beides nur finden. Für Govinda ist diese Ansicht albern und verrückt. Ein Nachteil, den Weisheit oft mit sich bringt, dass man zwar für närrisch oder ein wenig einfältig gehalten wird, aber auf Grund der vollkommenen Ruhe, des inneren Strahlens und des festen Selbstbewusstseins trotzdem einen tiefen Eindruck hinterlässt. Letztendlich ist es so und das hat Hermann Hesse in seiner kleinen, aber feinen Geschichte wunderbar herausgearbeitet, wer zu viel Zeit mit seinen Gedanken verbringt, statt sich auf seine Intuition zu verlassen, wird nie weise werden. Solange der Mensch keinen Abstand zu Vergangenheit und Zukunft gewinnt und lernt sich vorwiegend im Jetzt aufzuhalten, solange wird er immer ein Suchender bleiben und nie finden. In diesem Sinne: Hört auf zu suchen und Ihr werdet finden. Om.

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  • Interessanter Klassiker

    Siddharta - Eine indische Dichtung
    WildRose

    WildRose

    "Siddharta - Eine indische Dichtung", mein erster Roman von Hermann Hesse, erzählt die fiktive Lebensgeschichte des Siddharta Buddha, wobei natürlich seine religiöse und spirituelle Entwicklung im Vordergrund steht. Da es sich um eine indische Dichtung handelt, ist der Schreibstil ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nicht sehr schwer zu verstehen. Das Buch liest sich flüssig und widmet sich einem zentralen Thema der Menschheitsgeschichte: der Suche nach dem Sinn nämlich. Trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl "Das kann doch nicht alles sein". Auf 120 Seiten eine komplexe innere Entwicklung zu beschreiben, funktioniert meiner Meinung nach einfach nicht. Jahre, ja Jahrzehnte im Leben Siddhartas werden auf zwei, drei Seiten abgehandelt, auf seine Gefühle und Gedanken wird dabei jedoch kaum eingegangen. Es wirkt einfach nicht realistisch, wie Erkenntnisse ihm plötzlich zuzufliegen scheinen. Die Weisheiten, auf die er stößt, werden ebenfalls nur kurz angeschnitten, es gibt kein tieferes Eingehen auf sie. Das fand ich schade. Mich hat das Buch leider einfach nicht berührt; auch die Erkenntnisse Siddhartas ließen mich eher kalt. Wer sich für den Buddhismus interessiert, sollte vielleicht eher Original-Schriften lesen. Als "Einführung" in das Thema mag sich Hesses "Siddharta" ja noch eignen, aber als wirklich tiefgründig empfand ich dieses Werk nicht.

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  • Rezension zu "Siddharta." von Hermann Hesse

    Siddharta - Eine indische Dichtung
    Frau_Erdnussbutter

    Frau_Erdnussbutter

    03. November 2011 um 16:34

    Trashfernsehen und bunte Gegenwartsliteratur setzen das Mindesthaltbarkeitsdatum des eigenen Sprachgefühls ganz ordentlich herab. Inmitten den bis dahin größten Turbulenzen, in denen sich die westliche Welt damals befinden konnte, nach einem Weltkrieg, völlig beschäftigt mit sich selber, setzte sich Hermann hin und schuf etwas, das aus einer ganz anderen Welt stammte. Trotzdem gelang es ihm, eine Brücke zwischen fernöstlicher und westlicher Kultur zu schlagen und ein universales Gedicht über das Leben an sich zu schaffen. Weiterlesen: http://dasbuchprojekt.blogspot.com/2011/10/hermann-hesse-siddharta.html

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