Hermann Hesse Unterm Rad

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Inhaltsangabe zu „Unterm Rad“ von Hermann Hesse

Zu den wichtigsten Frühwerken Hermann Hesses gehört sein Schulroman »Unterm Rad« über das Schicksal eines begabten Kindes, das am Erwartungsdruck seines Vaters und der Umwelt zerbricht. Hesse hat darin viel von dem verarbeitet, was er selbst erleben mußte. So glaubten seine Erzieher, den 14jährigen in einer Heilanstalt für Schwachsinnige und Epileptische unterbringen zu müssen. Es war der Leidensdruck dieser frühen Erfahrungen, der ihn zum Schriftsteller gemacht hat und dem auch seine späteren Werke ihre Brisanz und zeitlose Aktualität verdanken. Wie kein anderes Werk des Dichters hat dieses Buch eine genau dokumentierbare Vorgeschichte, die hier erstmals in allen überlieferten Lebenszeugnissen vorgestellt wird und ein authentisches Bild der Pädagogik vom Ende des 19. Jahrhunderts entwirft.

Irgendwie nett, aber auch sehr traurig.

— MyriamErich
MyriamErich

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Rezension zu "Unterm Rad" von Hermann Hesse

    Unterm Rad
    parden

    parden

    31. January 2013 um 16:46

    WIEDER STARKE AUTOBIOGRAPHISCHE ZÜGE... "Hans Giebenrath war ohne Zweifel ein begabtes Kind..." So beginnt der zweite von Hesse geschriebene Roman und erzählt von der Jugend des talentierten Knaben, der durch die Hoffnungen und den Ehrgeiz seiner Umgebung um seine Kindheit gebracht wird. Lernen statt Leben - anfangs folgt Hans fromm diesem Leitsatz, ist selbst stolz, das Landesexamen bestanden zu haben und die Klosterschule Maulbronn auf Staatskosten besuchen zu dürfen. Auch hier zeigt er sich zunächst strebsam, im Bemühen Primus zu werden, findet dann aber Anschluss an ein rebellisches Genie in seiner Klasse, Hermann Heilner. Immer weniger vermag Hans fortan seine Strebsamkeit aufrechtzuhalten, sinkt in der Anerkennung seiner Lehrer und verliert immer mehr den Anschluss. Als Hermann Heilner aufgrund seiner provokanten Haltung schließlich die Anstalt verlassen muss, bricht Hans Giebenrath zusammen... Der Roman selbst ist recht handlungsarm. Dafür geht Hesse ausführlich auf die Seelenzustände seines Protagonisten ein - sei es durch eine direkte Schilderung derselben, sei es durch Spiegelungen in der Natur. Sehr bildhaft setzt Hesse ganze Landschaften lebendig vor Augen des Lesers, selbst kleinste Details gewinnen dabei an immenser Bedeutung. Hans Giebenrath gerät in seiner Schullaufbahn sprichwörtlich unters Rad, denn die starren gesellschaftlichen und schulischen wie kirchlichen Etiketten, Regeln und Gepflogenheiten zwängen alle gleichermaßen in ein enges Korsett, dem alle Individualität zum Opfer fällt und das manchen sensiblen Seelen keine Luft zum Atmen lässt... Auffällig ist auch bei diesem Roman Hesses wieder der starke autobiographische Bezug zu eigenen Erlebnissen des Autors. So ist das rebellische Genie Hermann Heilner in dem Buch ein jugendliches Selbstporträt des Dichters. Hesse selbst ist seinerzeit aus dem Kloster Maulbronn geflohen, und auch ihm wurde eine normale Entwicklung versagt. So glaubten seine Erzieher, den 14jährigen gar in einer Heilanstalt für Schwachsinnige und Epileptische unterbringen zu müssen. Hesse schildert in seiner Erzählung Stufen seiner eigenen Entwicklung und verarbeitet dabei belastende Erinnerungen, insbesondere auch den Selbstmord seines jüngeren Bruders Hans... Arthur Eloesser meint zu dem Buch: "Eine Anleitung [...] wie man einen begabten jungen Menschen zweckmässig zugrunde richtet." Auch wenn der Schreibstil der damaligen Zeit entspricht und zeitweise etwas langatmig anmutet, hat die Aussage des Buches bei allen gesellschaftlichen Veränderungen bis heute nichs an Aktualität verloren. Beeindruckend...

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